Vietnam – Der perfekt Mix aus Kultur und Natur

Reisebericht

Vietnam – Der perfekt Mix aus Kultur und Natur

Reisebericht: Vietnam – Der perfekt Mix aus Kultur und Natur

Im Sommer 2014 habe ich mit meinem Ehemann eine Rundreise durch Vietnam gemacht. Los ging es in Hanoi und von dort hinunter bis Saigon. Gute 2 Wochen, die uns viele Erfahrungen brachten und viel zu schnell vergingen.

Präsidentenpalast

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Wie nahezu jedes Jahr zog es uns auch dieses Mal wieder nach Asien. Normalerweise gehen wir nach Thailand, aber dieses Jahr wollten wir mal etwas Neues ausprobieren und gingen nach Vietnam. Wir haben online bei einem Vietnamesischen Reiseveranstalter gebucht und waren wirklich hochzufrieden. Wir hatten eine grobe Vorstellung, was wir gerne sehen und tun würden, und innerhalb weniger Tage hatten wir unsere eigene Reise fertig zusammengestellt und gebucht.



Hoam Kiem Lake

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Mit Vietnam Airlines ging es direkt von Frankfurt nach Hanoi, wo unsere Reise begann. Am Flughafen wurden wir von Herr Long abgeholt, der sich auch um die Visa-Formalitäten kümmerte und im Norden Vietnams unser Reiseführer war. Vom Flughafen sin des etwa 45 Minuten in die Stadt. Wir brachten unser gepäck ins Hotel, und da es früh am Morgen war gingen wir erstmal einen Kaffee trinken, der im Flugzeug ist nämlich nicht wirklich der Beste. Herr Long brachte uns in ein verstecktes Café auf einer Dachterrasse im Stadtzentrum. Von hier hat man einen genialen Blick auf den Hoan Kiem See. Hier probierten wir dann gleich unseren ersten Eier-Kaffee, eine von vielen vietnamesischen Spezialitäten, die wir auf der Reise kennen- und lieben gelernt haben. Es handelt sich dabei um schwarzen Kaffee, auf dem sich anstelle von Milchschaum eine Art Eischnee befindet, schmeckt wirklich ausgezeichnet. Nachdem wir ein bisschen wacher waren ging es auf Erkundungstour ins Stadtzentrum, das zum größten Teil aus der Altstadt und dem Hoan Kiem See besteht. Im See befindet sich eine Insel mit dem berühmten Jadetmepel, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Die Altstadt ist sehr laut und hektisch, voller Motorroller und kleine Läden in engen Gassen, bei denen man so ziemlich alles bekommt. Herr Long erzählte uns, dass das Viertel wird umgangssprachlich auch „36 Gassen” genannt, da es aus 36 kleinen Straßen besteht. Früher hatte hier jede Berufsform ihre eigene Gasse, es gab eine für Schuster, eine für Schneider und so weiter. Heute sind die Geschäfte zwar gemischt, aber an den Straßennamen kann man noch immer erkennen, welcher Beruf hier früher ausgeübt wurde. Für den ersten Tag war das genug an Information für uns und wir gingen zuück ins Hotel, wo wir uns erstmal ein wenig ausruhten. Abends ging es dann wieder in die Altstadt, da unser Hotel, das Hotel De L’opera, nur wenige Minuten Fußmarsch entfernt war. Da es Samstag war stolperten wir mitten hinein in den Nachtmarkt, Motorroller warden nicht in die Altstadt gelassen und die Straßen sind voll mit bunten Ständen.



Das Ho Chi Minh Mausoleum

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Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um „Onkel Ho”, wie die Vietnamesen Ho Chi Minh liebevoll nennen, zu besuchen. Das Mausoleum ist nur von 8 bis 11 Uhr morgens geöffnet, daher sollte man früh da sein. Doch obwohl wir bereits um kurz vor 8 ankamen, mussten wir beinahe anderthalb Staunden anstehen. Als wir dann endlich hineinkamen wurden wir von ein paar Militärs geradezu durchgescheucht, man hat nur kurz einen Blick auf den gläsernen Sarg und für mich sah er aus wie eine Wachsfigur bei madame Tussauds, wir waren ein wenig enttäuscht. Ich weiß, dass es für die Vietnamesen sehr wichtig ist, ihn zu besuchen, aber es war nicht unbedingt das, was wir uns vorgestellt hatten. Das Gelände außen herum war hingegen sehr interessant, hier finden sich der Präsidentenpalast, die Ein-Pfahl-Pagode, das traditionelle Stelzenhaus, in dem er früher lebte und sein altes Arbeitszimmer. Mein Tipp ware daher, das Mausoleum zu überspringen und sich gleich die anderen Dinge anzuschauen. Nach den Besichtigungen ging es weiter zum ethnologischen Museum, wo wir eine Menge über die 54 verschiedenen ethnischen Minderheiten die in Vietnam leben erfuhren. Es gibt auch ein Außengelände, wo sich einige Nachbauten von traditionellen Häusern befinden.



Junge auf Wasserbüffel

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Da Montags alle Museen in Hanoi geschlossen haben verließen wir auf einem Motorroller die Stadt. Ich fuhr bei Herr Long mit, mein Mann war mutig genug selbst zu fahren. Der verkehr hier ist wirklich aufregend und es sieht so aus, als gäbe es überhaupt keine Regeln, doch erstaunlicherweise funktioniert es und wir haben keinen einzigen Unfall gesehen. Es war schön, aus der lauten Stadt hinauszukommen und ein wenig die frische Luft und die grüne Natur zu genießen. Wir besuchten ein altes Dorf und ein paar Pagoden, dann entspannten wir uns ein wenig in der friedlichen Stille.



Eingang zum Literaturtempel

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An unserem letzten Tag in Hanoi besichtigten wir ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, den Literaturtempel. Er ist etwa 1’000 Jahre alt und war früher eine Universität, somit handelt es sich um die älteste Universität der Stadt. Heute ist es ein Tempel, der Konfuzius gewidmet ist und von Schülern und Eltern aufgesucht wird, um für gut Schulnoten zu beten, auch ich zündete ein paar Räucherstäbchen für meinen Neffen an. Auch hier last sich in dem weitläufigen Gelände ein wenig Ruhe finden, man muss nicht immer die Stadt verlassen, um einen rückzugsort zu finden. Am Abend fuhren wir mit dem Nachtzug nach Sa Pa, eine region im Norden Vietnams, wo man eine bezaubernde Landschaft findet.



Reisterrassen in Sa Pa

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Früh am nächsten Morgen kamen wir an und fuhren mit dem Auto weiter in die Stadt Sa Pa, wo wir unsere Wandertour begannen. Insgesamt waren wir beinahe 3 Tage unterwegs, die zwei Nächte verbrachten wir in Homestays bei einheimischen Familien. Wir hatten nur einen Rucksack mit dem Nötigsten dabei, den Rest konnten wir in Hanoi lassen. Die Stadt und auch das nächste Dorf sind sehr touristisch und standing versuchen Leute einem etwas zu verkaufen, teilweise folgten sie uns auf Schritt und Tritt, was nach einer Weile etwas nervig wurde. Doch nachdem wir uns auf einen kleinen Wanderweg begeben hatten und ein stuck gegangen waren wurde das Ganze schnell besser. Unsere Gastgeber in den Homestays waren sehr freundlich und wir aßen mit der Familie zu Abend. Natürlich gab es ein traditionelles Abendessen, ein komplettes Huhn, und da wir die Ehrengäste waren, wurden uns die besten Stücke zuteil: Der Kopf und die Füße. Es kostet etwas Überwindung, schmeckt aber nicht anders als der Rest des Hühnchens, es ist nur etwas schwieriger zu essen. Die Drei tage waren sehr anstrengend, machten aber auch einen Riesenspaß. Die Landschaft voller grüner Reisterrassen ist einfach Atemberaubend. Mit dem nachtzug ging es wieder zurück nach Hanoi, von dort direct nach Halong Bay.



Kreuzfahrt in der Halong Bay

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Halong Bay ist mit seinen tausenden von Felsen, die aus dem Wasser ragen wohl die berühmteste Landschaft in Vietnam. Wir wurden auf unser Schiff gebracht, gingen erstmal duschen und verbrachten den rest des tages dösend auf dem Sonnendeck, nur zwei Mal von köstlichem Essen bestehend aus unheimlich leckeren Meeresfrüchten, Fisch und Krebsen unterbrochen. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Kayak durch gigantische Höhlen in versteckte lagunen, in denen weit und breit keine Menschenseele zu sehen war. Nachmittags gingen wir an einen Strand und ich genoss das warme Wasser der Bay. Nach den 2 Tagen auf dem Schiff waren wir wieder gänzlich regeneriert von unserem Wanderabenteuer, und so ging es morgens nach dem Frühstück zurück an den Flughafen von Hanoi, von wo wir den Norden des Landes verließen.



Hai Van Pass

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In Hue wurden wir von unserem neuen Reiseführer Herr Lien im Zentrum des Landes begrüßt. Er brachte uns zu unserem Hotel La Residence, das sehr nahe am Zentrum der Altstadt liegt. Von hier machten wir uns am ersten Nachmittag auf, die Stadt ein wenig zu erkunden. An unserem zweiten Tag machten wir zunächst eine Bootstour auf dem Parfümfluss und hielten bei der berühmten Thien Mu Pagode. nachmittags ging es wieder in die Altstadt. Am nächsten Morgen war unsere Zeit in Hue auch schon wieder vorrüber, wir fuhren über den Hai Van Pass nach Hoi An. Der Hai Van Pass ist eine wunderschöne Passstraße direct am Meer. Er ist auch von historischer Bedeutung, da die Straße früher Teil des Ho Chi Minh Pfades war. Bei gutem Wetter hat man von hier einen gigantischen Blick hinaus aufs Meer und nach Danang, die nächste große Stadt, leider machte der Pass an diesem Tag seinem Spitznamen Wolkenpass alle Ehre. Dennoch war e seine schöne fahrt. Am höchsten Punkt legten wir eine kleine Kaffeepause ein.



Altstadt von Hoi An

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In Hoi An angekommen ging es direct zu unserem Hotel, dem Boutique Resort. Wir erhielten sogar ein Upgrade und bekamen ein Zimmer mit eigener Terrasse, besonders an den Abenden war das genial. Das Hotel hat einen schönen Privatstrand, an dem wir den größten Teil der 4 Tage verbrachten. Natürlich haben wir uns auch die Altstadt mit ihren vielen Seidegeschäften und Schneidern angesehen. Mein Mann hat sich einige Hemden und ich mir 4 Sommerkleider schneidern lassen, außerdem hab ich mich mit Seidenschals eingedeckt. Wir gingen auch ein wenig am Strand spazieren und fanden ein paar kleine Strandlokale, wo es fantastische Meeresfrüchte, Krebse und Fisch gab, das vermissen wir in Deutschland jetzt schon. Ansonsten gibt es aus dem Zentrum nicht viel zu berichten, mal abgesehn von dem Sonnenbrand meines Mannes, und von Danang ging es für uns weiter in den Süden des Landes.



Strand von Hoi An

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Kathedrale Notre Dame

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In Saigon hieß uns Herr Thang herzlich Willkommen. Unser Hotel, das Majestic Saigon, befand sich in einem wunderschönen Gebäude aus der Kolonialzeit und liegt direkt gegenüber des Flusses. Am ersten Tag lerneten wir den District 1 kennen, das Zentrum der Stadt. Hier befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die kolonialen Gebäude: Die Oper, das Postamt, das Rathaus und die Kathedrale Notre Dame. Herr thang erklärte uns, dass Saigon früher auch das „Paris des Ostens” genannt wurde, was ich bei diesen Gebäuden durchaus nachvollziehen kann.



Rathaus von Saigon

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Am zweiten Tag stand dann das düstere Kapitel Kriegsgeschichte auf dem Program. Los ging es im Kriegsmuseum. Abgesehen von Panzern sind hier sehr eindrucksvolle Bilder ausgestellt, aber an dieser Stelle möchte ich den zart Beseiteten von einem Besuch abraten, da die Bilder wirklich schrecklich sind und ungeschönt das zeigen, was hier passiert ist. Wer sehen möchte, was der Krieg auch heute noch für Auswirkungen hat muss nur die Bildergallerie zum Thema Agent Orange besuchen. Es ist hochinteressant, aber wie gesagt, mit schwachen Nerven sollte man es vielleicht auslassen. Weiter ging es nach Cu Chi. Hier kann man teile des Tunnelsystems sehen, das die Vietnamesen im Krieg zum Unterschlupf und Kämpfen anlegten. Dieser Ausflug gefiel mir persönlich nicht so sehr, da die Präsentation der Fallen, mit denen Menschen grausam gefangen und getötet wurden für mich etwas zu martialisch war. Auch den Teil am Ende, wo Touristen mit echten Kriegswaffen schießen können hätte sich der Betreiber der Anlage (vermutlich der Staat) sparen können. Aber natürlich wurde hier auch gezeigt, wie der Krieg war, und da es sich nunmal um ein schreckliches ereignishandelt glaube ich, dass es egal wie schwierig ist, das ganze auf eine schöne Art und Weise zu präsentieren.



Schwimmender markt im Mekong-Delta

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Den nächsten Tag verbrachten wir im Mekong Delta, wo wir mit einem Boot schwimmende Märkte besichtigten und bei kleinen Familienbetrieben hielten, wo wir bei der Herstellung von Reispapier und Kokosnuss-Süßigkeiten zusehen konnten. Mittagessen gab es in einem kleinen Restaurant und wir hatten einen köstlichen Elefantenohrfisch, eine Spezialität hier im Delta. Nach dem Mittagessen machten wir noch eine kleine Radtour, dann ging es mit dem Boot zurück zum Auto und weiter nach Saigon. An userem letzten Tag in Saigon besichtigten wir ein weiteres Gebäude von historischer Bedeutung, den Palast der Wiedervereinigung. Danach genossen wir unsere letzten Stunden auf vietnamesischem Boden bei herrlichstem Wetter in der Innenstadt, spazierten ein wenig umher und ehe wir uns versahen waren wir schon wieder im Flieger zurück nach Frankfurt.



Palast der Wiedervereinigung

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Es war ein wunderbarer Urlaub mit vielen neuen Eindrücken und ich bin froh, dass wir dieses Mal nicht nach Thailand gegangen sind, manchmal muss man einfach etwas neues ausprobieren. Selbstverständlich geht es für uns nächstes Jahr wieder nach Asien, allerdings weder nach Vietnam noch nach Thailand, jetzt möchten wir noch weitere neue Länder kennenlernen. In der engeren Auswahl sind Kambodscha und Myanmar, da beide ebenfalls von Exotic Voyages, dem Reiseveranstalter diese Urlaubs, angeboten werden. Wir können die Firma nur weiterempfehlen und werden nächstes Jahr wieder mit ihnen reisen, wir waren sehr zufrieden und alles hat reibungslos funktioniert.


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Kommentare

  • weltreisen

    ein interessanter reisebericht mit schönen bildern.
    inge

  • Jelchen

    Erinnerungen werden wieder wach! Wir haben ungefähr die gleiche Reise vor schon 9 Jahren und auf eigene Faust (ohne Reiseleiter) gemacht - aber über 4 Wochen und waren zum Schluss für 4 Tage auf der Insel Phu Quoc im Golf von Thailand zum Entspannen. Wir denken immer wieder gern an die Reise und wollen auch bald mal wieder nach Viet Nam!

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