Eine Radreise entlang des Canal du Bourgogne und des Canal du Nivernais

Reisebericht

Eine Radreise entlang des Canal du Bourgogne und des Canal du Nivernais

Reisebericht: Eine Radreise entlang des Canal du Bourgogne und des Canal du Nivernais

Radreise mit 4 Personen mit Übernachtung in "Chambres d`hotes" und "Gites d`frances" rund um Burgund.

02.07.2014

Wir (zwei Ehepaare über 60 - nein, eher an den siebzigern) starteten Anfang Juli 2014
unsere Radtour in Thoisy le Desert nahe Pouilly en Auxois. Warum gerade hier - der Radweg von Dijon bis Pouilly (ca 25 km) weist eine Steigung von etwa 250 Höhenmetern auf und das wollten wir uns ersparen.

Wir übernachteten in der Nähe von Pouilly in Thoisy le desert in einem Chambres d`hotes (das sind Privatquartiere mit 2-5 Gäste-Zimmern in alten Bauernhöfen, Mühlen oder Schlössern, romantisch gelegen und oft den französischen Hotels überlegen und auch vorzuziehen - aber nicht billiger)

Also Übernachtung - Gastgeberin war nicht zu Hause - aber Schlüssel bei der Nachbarin deponiert. Schönes altes Haus mit guter und nicht abgewohnter Einrichtung für uns allein. Nach einem mitgebrachten Aperitif fuhren wir nach Pouilly
und aßen im Hotel de la Poste zu Abend. Richtig französich mit Froschschenkeln usw - 3 Gang Menue 24 EU - sehr gut und empfehlenswert.

Am nächsten morgen (nach einem französischen Frühstück - 1 Hörnchen und ein Stück Baguette sowie 12 Sorten selbstgemachter Marmelade der Gastgeberin)
starteten wir die Tour am etwa 1 km entfernten Canal du Bourgogne. Die Strecke war gut ausgeschildert und einfach zu finden. Sonnenschein und 30° Grad am morgen - was willst du mehr - aber eigentlich wären wir mit etwas weniger zufrieden gewesen. Streckenbeschaffenheit -asphaltiert oder festgefahrener Kiesweg - sehr gut zu befahren - auch mit Rennrad oder Drei-Gang-Fahrrad möglich. Das gilt für die gesamte Tour - da Steigungen nur an den Brücken oder Schleusen vorhanden. Die gesamte Tour von 375 km verläuft leicht abwärts und weist keine nennenswerte Steigung auf.

Wir übernachteten in Venarey les Laumes in einem alten Bauernhof in großen alten Möbeln und neuen Matratzen und schönem Badezimmern. (Monique Dubois
4, rue Madame Lemoine, 21150 Venarey-Les-Laumes)
Abendessen (3 Gang Menue 22 EU) im Restaurant "Le Bistrot de Louise" sehr zufriedenstellend.

Frühstück bei der Gastgeberin (vier Sorten Marmelade, selbstgemacht), Croissants und ein Stück Baguette, dann ging es weiter.
Immer noch schönes Wetter, Strecke gut ausgeschildert und gut befahrbar.
Wir hatten bei der Planung Bedenken, weil es doch schon Mitte des Jahres war, aber die Strecke war kaum belebt - 10 Radfahrer am Tag war das Maximum was uns begegnete. Auch der Hausboot-Verkehr war kaum nennenswert - am Canal du Bourgogne und am Canal du Nivernais darf man die Schleusen nicht selbst betätigen, sondern das erledigen Angestellte (Studenten, Rentner usw.) die neben den Booten herradeln und 10-15 Schleusen zu bedienen haben. In der Hochsaison
sieht das sicher anders aus - aber jetzt bei 5-10 Booten pro Tag ein Stressfreier Job.

Übernachtung in Chassignelle in einem "Gites de France" (Le Clos du Monier) - Überraschung - Schöner altes verwinkelter Gutshof, aber eher für Gruppen und Schulklassen gedacht. Wir hatten dabei noch Glück, unser Schlafsaal mit 8 Betten war nur von uns belegt. Wir schworen uns, in Zukunft die Homepage der Anbieter genauer zu studieren. Abendessen in einer nahegelegenen Kneipe - gut - aber nicht im Gedächnis bleibend.
Frühstück - Croissants und ein Stück Baguett - die anderen Gäste obwohl Franzosen - kannten das wohl schon und hatten Käse und Wurst von zu Hause mitgebracht. Wir mußten uns mit Baguett und Marmelade begnügen - dazu ein bißchen Obst - für den Preis ein teueres "Vergnügen" - Preis wie in einem ***Hotel. Man lernt halt nicht aus.

Am diesem Tag wurde das Wetter schlechter - ab und zu kurze Schauer abwechsend mit Sonnenschein. Streckenbeschaffenheit gut und leicht zu befahren, dauernd Schleusen und Brücken - abwechslungsreich. Übernachtung in Epineul
in einem neuen Gites de France mit Schwimmbad und Sauna. Abendessen im
danebenliegenden Restaurant (Logies de Francs) wo wir kein Zimmer bekommen hatten. Essen und Übernachtung sehr empfehlenswert.

Hier endete der Canal de Bourgogne und wir radelten auf kaum befahrenen Nebenstraßen am nächsten Tag bei verschlechterndem Wetter (Regenumhang an - Regenumhang aus) nach Migennes.

Wir übernachteten in einem Vorort Laroche-Saint-Cydroine im Hotel "Aux Rives de l`Yonne" Bei strömendem Regen und ziemlich nass, sahen die Gastgeber keinen Grund die Heizung anzumachen. Restaurant geschlossen - auf Empfehlung der Wirtin suchten wir die Pizzeria - Straßenverkauf - vergiß es. Wir besuchten schließlich das einzige weitere Lokal im Ort (China-Restaurant) und aßen überaschend gut zu Abend (Menue 24 EU)

Von Migennes ging es auf Nebenstraßen nach Auxerre, wo wir auf den Canal du Nivernais und den ihn begleitenden Radweg stießen. Wir radelten bis Cravant. wo wir im Hotel "Les Lilas Des Deux Ponts" Zimmer gebucht hatten. Das war der Albtraum der Reise. Das Hotel liegt direkt an der Straße und dauernd donnern die Laster da vorbei. Unsere Zimmer lagen allerdings nach hinten, so das wir zumindest vom Lärm verschont blieben. Zimmer waren abgewohnt und dreckig. Kotzflecken auf dem Teppich vorm Bett. Ablösende Tapette, Schimmel im Bad in allen Ecken - Gruselig.

Eigentlich wollten wir im Ort in der Hostellerie Saint Pierre übernachten und das vielfach ausgezeichnete Restaurant besuchen - aber schon im Januar war da kein Zimmer mehr zu bekommen. Auch das Restaurant war an diesem Tag schon ausgebucht, so das wir in unserem Hotel zu Abend aßen. Sogar gut.

Am nächsten Tag ging es am schönen Canal du Nivernais (Schöner als der Canal du Bourgogne) nach Lucy sur Yonne (immer noch Poncho an - Poncho aus)
Wir übernachteten im "Le Clos de Lucy" einem zauberhaften Gites de Frances und Chambres d`hotes.
Sehr schöne Zimmer und ein wunderschönes Ambiente versöhnten uns etwas mit
der vorherigen Pleite. Die Gastgeberin kochte selbst, da es im Ort kein Restaurant gibt. Aperitiv, Wein, Nachtisch und Käse und Torte waren im Preis eingeschlossen
25 EU pro Person für das Abendessen - nie hat es uns besser geschmeckt auf der ganzen Tour. Großes Lob für die Köchin und Gastgeberin. Unbedingt besuchen wenn
man da übernachten möchte.

Am nächsten Tag ging es bei wechseldem Wetter (mehr Regen oder Niesel als Sonnenschein bis "Chitry les Mines" Hotel nicht erwähnenswert.

Von dort, immer noch bei Regen fuhren wir nach Chatillon en Bazois. Übernachtung in einem schönen alten Bauernhof mit schönem Garten (konnten wir aber nicht geniessen, da Regen) Auch ein schönes Hotel mit Restaurant (Logis) gibt es im Ort.
Wir aßen und tranken mit unseren Gastgebern und waren zufrieden. Zimmer groß und mit schönen alten Möbeln - modernes Badezimmer.

Am nächsten und letzten Tag der Tour war der Wettergott noch immer nicht auf unserer Seite. Wir fuhren bis Cercy la Tour wo auch unsere Radtour endete. Von hier aus kann man per Zug nach Dijon und zum Ausgangspunkt fahren. Weiter bietet sich die Radreise am Canal du Centre an. Wir übernachteten in einem Chambre d'hôtes "Maison Les Deux" bei zwei Holländern als Gastgebern. Schöner Abend in einem charmanten Haus mit gutem Essen und netten Gastgebern. Leider wollen die beiden das Haus aufgeben um sich zu verändern. Von dort traten wir am nächsten Morgen bei "strahlendem Sonnenschein" die Heimreise an.

Insgesamt eine sehr schöne und abwechslungsreiche Radreise die überhaupt nicht anstrengend war (vom Wetter abgesehen - das wir uns Anfang Juli natürlich anders vorgestellt hatten) Auch für Ältere leicht machbar - Französich-Kenntnisse aber angebracht, da sich sonst der Abend mit den Gast-Gebern doch anstrengend gestaltet.



Erste Übernachtung in Thoisy le Desert


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Kommentare

  • ursuvo

    mir hat Dein Bericht gut gefallen weil ich schon immer mal wissen wollte, wie es bei einer Radtour über mehrere Tage zugeht - und, dass die Tour in Frankreich war, fand ich besonders intgeressant!
    viele Grüße - Ursula

  • ursuvo

    ich hatte übrigens 5 Kameras hier vergeben!!!

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