Unbekanntes Nordzypern

Reisebericht

Unbekanntes Nordzypern

Reisebericht: Unbekanntes Nordzypern

12 Tage wollen wir in der „Türkischen Republik Nordzypern“, wie es offiziell heißt, verbringen und sind ganz gespannt, zumal der April ein idealer Monat ist, wenn man auch wandern und die abwechslungsreiche Natur genießen möchte.

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Gotisches Juwel Bellapais und Beylerbeyι und Girne

Abtei Bellapais

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„Wir haben nun schon fast die ganze Türkei bereist. Welche Reise können wir denn im nächsten Jahr mit dir unternehmen, “ fragten die Freunde ihren langjährigen Reiseleiter Kemal von „karaburun tours“.
„Kennt ihr das älteste Schiffswrack? Wisst ihr, welche Burg Walt Disney für seinen Schneewittchenfilm inspiriert hat? Habt ihr schon mal den Rücken vom wilden Eber gesehen? Möchtet ihr wilde Esel sehen und am fast menschenleeren Goldstrand schwimmen? Und habt ihr schon mal Molehiya oder Şeftali Kebap gegessen? Nein? Dann gibt es auf Nordzypern für euch viel zu entdecken. „Das ist zwar nicht die Türkei, aber sehr türkisch geprägt.“
So kam es, dass wir uns im April mit Kemal am Flughafen von Ercan trafen und nach gut einer Stunde Fahrt im Dorana Hotel in Girne eincheckten.
12 Tage wollen wir in der „Türkischen Republik Nordzypern“, wie es offiziell heißt, verbringen und sind ganz gespannt, zumal der April ein idealer Monat ist, wenn man auch wandern und die abwechslungsreiche Natur genießen möchte.
Der erste Ausflug führt uns nach Bellapais.
Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir das Dorf Beylerbey, dessen touristischer Magnet die Abtei Bellapais ist. Inmitten der kleinen Häuser ragen die Klosterruinen aus dem 13. Jahrhundert hervor und laden zur Besichtigung ein.
Wie die Mönche vor über hundert Jahren gehen wir über den, mit Natursteingepflasterten Weg hinunter nach Ozanköy. Vorbei an schönen Gärten, inmitten von saftigem Grün, und entdecken unsere ersten Orchideen.
In Ozanköy dominiert die schöne, die, wie wohl fast alle anderen Kirchen auf Nordzypern, verschlossen ist.
Pünktlich werden wir abgeholt und ins quirlige Girne gefahren. Dort durchstreifen wir die schmalen Gassen mit ihren alten Häusern und landen am malerischen Hafen. Dieser ist geprägt von einem alten Leuchtturm aus gelbem Sandstein gebaut, genauso wie das ehemalige Zollhaus, in dem sich heute die Touristeninformation befindet, und die lange Hafenmauer. Segelboote und Yachten aus aller Welt ankern hier, an der von kleinen Restaurants gesäumten Promenade. Wie gut, dass es noch nicht Hauptsaison ist, denn dann ist es hier sicher sehr voll und laut. In einem etwas höher gelegenen Haus, ein ehemaliger Speicher, befindet sich ein sehr schönes kleines Girnemuseum.
Den Hafen überragt die trutzige Venezianische Festung Jahrhundert mit ihren markanten Türmen. Wir lösen unsere Eintrittskarten und gelangen durch den ehemaligen Burggraben in das Innere der Festung. Man kann auf de Mauer entlang gehen und hat dabei tolle Ausblicke auf Girne, das Meer und das Hinterland. Heutiges Kernstück der Burg ist das Schiffswrackmuseum wo wir das wohl älteste Schiffswrack besichtigen. Das Handelsschiff ist im 3. Jh. v. Chr. gesunken und die Bergung begann 1968.
Auf dem Weg zum Hotel staunen wir über die vielen schönen Geschäfte, mit z. t. luxuriösen Auslagen, die vielen „Spritapotheken“ und über die zahlreichen Spielcasinos und Spielhallen.



Malerischer Hafen von Girne


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Kommentare

  • weltreisen

    Ein sehr informativer bericht. Wir sind vor vielen jahren von nikosia über die "grüne grenze" nach nordzypern und haben dort auch einiges von dem gesehen, was du so eindrücklich schilderst. ich kann mich noch gut daran erinnern, wie einige angestellte unseres kleinen hotels - denen wir nach rückkehr davon berichtet hatten - weinten. sie mussten aus nordzypern flüchten... da wir mit ihnen in kontakt geblieben waren, schickten wir ihnen später noch fotos von der "verlorenen heimat".
    inge

  • Blula

    Diesen wirklich sehr guten und überaus informativen Bericht habe ich mit besonders großem Interesse gelesen, denn den Norden Zyperns habe ich noch nicht kennengelernt. Vielen Dank, auch für die großartigen Fotografien dazu.
    LG Ursula

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