Fahrradtour durch Norwegen

Reisebericht

Fahrradtour durch Norwegen

Reisebericht: Fahrradtour durch Norwegen

Im September 2009 habe ich eine Fahrradtour durch Norwegen, das Land der Fjorde und Elche, unternommen. Ein wirklich wildes, was die Natur betrifft, und zum größten Teil noch unberührtes Land.

Unterwegs in Norwegen



14 Tage durch Norwegen mit dem Fahrrad

unterwegs in Norwegen

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Im Januar 2009 habe ich meinen Wohnsitz von Dresden nach Neubrandenburg in Meckpomm aufgrund einer neuen Arbeitsstelle verlegt. Und da ich nunmal schon im Norden wohnte, verspürte ich in mir im September 2009 das Bedürfnis, mal eine Reise nach Norwegen zu unternehmen. Gesagt - getan. Da ich damals noch kein Auto hatte, habe ich mich mit Zug und Fahrrad auf den Weg gemacht. Ich bin über Dänemark, kein reisefreundliches Land was das Reisen im Zug mit Fahrrad betrifft - Zugeingang teilweise sehr steil, was das Einladen des Fahrrades ungemein erschwert, und weiter mit der Fähre von Dänemark nach Stavanger in Norwegen angereist. Die Fährfahrt dauert 12 Stunden, am besten man bucht einen Schlafplatz im Liegesessel! In Stavanger gegen abend angekommen, erstmal einen Schlafplatz auf einer Wiese gefunden. Früh morgens aus dem Zelt gegrappelt, sah ich in der Ferne sehr schöne Berge, aber die waren schnell in Wolken verschwunden und es begann zu regnen. Alles schnell eingepackt und los. Es dauerte nicht lange und es begann wie aus Eimern zu plätchern. Aber es war ein sehr warmer Regen, ein kleiner Trost. Die Reise ging ins Innland. Ich wollte zum Geirangerfjord, es soll der schönste Fjord Norwegens sein. Gegen abend lies der Regen nach und die Sonne kam zum Vorschein. Es ging zeimlich beständig steil aufwärt`s, aber die neue Umgebung war sehr schön und beeindruckend. Unterwegs habe ich auch noch einen Radfahrer aus Deutschland getroffen, der war schon einige Wochen unterwegs und hat ganz schön geflucht, hinsichtlich des Regens. Er ist auch nach kurzer Zeit auf einen Zeltplatz abgebogen, ich habe mich aber entschlossen, noch ein wenig weiterzufahren. Konnte auch einen schönen Zeltplatz auf einer Wiese unter Obstbäumen auf einem privaten Grundstück finden. Die Vermieterin, eine ältere Frau, war sehr freundlich. Wir kamen auch ins Gespräch, auf Englisch. Sie meinte, Norwegen im September zu bereisen, ist sehr zu empfehlen. Das Wetter und die Temperaturen sind eigentlich sehr angenehm. Ausserdem meinte sie, das der Juli und August in diesem Jahr sehr verregnet waren. Als ich mein Zelt aufgebaut hatte, wollte ich meinen neu erworbenen Benzinkocher ausprobieren, hatte schon mächtigen Kohldampf, aber der funktionierte nicht. Hätte ihn vielleicht mal vorher ausprobieren sollen! Nun ging es mit Brot und Nutella zu Bett, scheusslich. Am nächsten Tag erstmal zum nächsten Outdoorladen, den gab es zum Glück im nächsten Ort, und einen Gaskocher gekauft. Alles ziemlich teuer in Norwegen. Was die Preise anbetrifft, sind Grundnachungsmittel wie Milch und Brot etc. noch mit Deutschland zu vergleichen. Ansonsten alles wesentlich teurer! Gaskocher eingepackt, weiter gings. Allerdings dauerte es nicht lange und es begann wieder zu regnen. Es "pisste" den ganzen Tag, allerdings wieder warmer Regen. So ging es den nächsten Tag, den übernächsten Tag und den überübernächsten Tag und... weiter. Katastrophe! Das Regenwasser war überall, selbst in den Schuhen. Die Straßen über die Berge fuhren sich teilweise wie Gummi. Anstrengend! Und dann waren noch die Tunnel, alle ohne Beleuchtung. Gefährlich für einen Radfahrer. Der Regen hielt schon fasst eine Woche an, und ich beschloss meine Reiseroute zu ändern. Ursprünglich wollte ich 3 Wochen bleiben und bis zum Geirangerfjord fahren, nun wollte ich nach Bergen, eine größere Stadt auf der Westseite von Norwegen gelegen. Von da wollte ich mit der Fähre zurück nach Dänemark. Der Regen hatte mir gereicht. In Bergen angekommen, natürlich im Regen, erstmal einen Zeltpaltz gesucht und gefunden. Beim Campingservice in eine Zeitung geschaut und die Wettervorhersage zeigte für die nächsten Tage Sonne an! Reiseplan schnell wieder geändert! Noch einen Tag in Bergen gewesen. Eine schöne Stadt. Das Meeresmuseum ist nicht so toll. Bin ich wahrscheinlich auch bis`chen verwöhnt (Stralsunder Ozeaneum). Jedenfalls ging`s die nächsten Tage im Sonnenschein an der Westküste entlang Richtung Stavanger zurück. Eine sehr schöne Strecke. Und es gab viele herrliche Pilze unterwegs. Kein Wunder bei dem Regen und jetzt Sonnenschein. Unterwegs bin ich oft mit der Fähre gefahren. Macht in Norwegen tierisch viel Spaß und sehr schön! Und dazu noch kostengünstig. Meistens 5 bis 10 €. Allerdings was mir auf der Reise nicht so als Radfahrer gefallen hat, das vorallem das Meer so kalt aussah und ich nicht ein einziges mal unterwegs baden war. In Stavanger angekommen, war ich auf der Suche nach einem Zeltplatz. Dabei hätte ich durch einen großen Tunnel, der für Radfahrer gesperrt war, fahren müssen. Nachdem ich bei jemanden geklingelt hatte, um nach den Weg zu fragen, holte der freundliche Mensch seinen Transporter raus, Fahrrad aufgeladen, und ab gings zum Zeltpaltz. Der freundliche Mensch stellte sich als britischer Einwanderer heraus und der war sehr easy und fand alles super in Norwegen. In Stavanger auf dem Zeltplatz habe ich noch ein paar Tage verbracht und konnte so von da aus die Stadt sehr gut erkunden bzw. auch mein Fährticket für die Rückfahrt organisieren. Von hier aus habe ich auch eine kleine Fahrradtour zu einem Fjord, dem Lysefjord unternommen. Aus dem Lysefjord ragt der beinahe 600 m hohe Prekestolen (Predigtstuhl) senkrecht heraus. Zu dem ging dann eine sehr schöne Wanderung. Von da oben hat man dann eine fantastisch schöne Aussicht in den Lysefjord. Einfach super schön!

Zusammengefasst würde ich Norwegen nicht wieder mit dem Fahrrad bereisen. Einfach zu anstrengend. Und das Regenwetter nicht kalgulierbar. Und um so mehr man Richtung Norden fährt, gibt es kaum Möglichkeiten Ersatzteile fürs Fahrrad zu besorgen. Die Besiedlungsdichte wird einfach immer geringer. Das nächste mal würde ich mit Auto und Fahrad reisen und dann wahrscheinlich bis ganz hoch in den Norden. Was sehr schön in Norwegen ist, neben der Natur natürlich, das man überall wild zelten kann. Es gibt allerdings auch sehr schöne kleine Zeltplätze und preiswerte, so um die 10 € die Nacht. Weiterhin sind die Menschen in Norwegen sehr freundlich und sprechen auch alle Englisch.



unterwegs in Norwegen


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Fahrradtour durch Norwegen 4.75 4

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps