San Blas - Karibische Mini-Trauminseln

Reisebericht

San Blas - Karibische Mini-Trauminseln

Reisebericht: San Blas - Karibische Mini-Trauminseln

Der San Blas Archipel bezaubert jedes Jahr viele Reisende, die die ganze Pracht Panamas kennenlernen wollen.Über 300 kleine Inseln beeindrucken mit kristallklarem Wasser und weißen Sandstränden.

Kristallklares Wasser San Blas...

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Als meine Freundin und ich Ende November in Panama City ankamen und dort die vielen jungen Leute gesehen haben, die braungebrannt von den San Blas Inseln kamen und in den höchsten Tönen von den winzigen Inseln schwärmten, beschlossen wir, dieses „Paradies“ einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zunächst kamen uns aber doch Bedenken - nicht nur wegen der vielen gefährlichen Stechmücken, die Dengue und Gelbfieber übertragen. Denn wir waren beide nicht geimpft und gegen manche Arten gab es keinen Schutz außer einem speziellen Mückennetz, das wir uns glücklicherweise noch vor der Reise gekauft hatten. Als dann aber der Tag gekommen war und wir unseren kleinen Rucksack mit dem Nötigsten gepackt hatten, hatten wir unsere Bedenken vergessen und wurden schon um halb 5 in der Früh vor unserem Hotel abgeholt. Bei einer kleinen Informationsveranstaltung vorab wurden wir nochmal über die wichtigsten Dinge und Regeln informiert, bevor wir dann - je nachdem welche Insel man besuchte - auf die verschiedenen Geländewagen aufgeteilt wurden.
Bei Sonnenaufgang brachen wir dann endlich auf und fuhren ca. 2 bis 3 Stunden. Zuerst noch über eine gute geteerte Straße, als wir dann aber auf eine ländlichere Straße abbogen, ging es über viele kleinere und größere Hügel immer holperiger den Weg entlang in Richtung Karibik. In unserem Auto saß mit uns 2 Mädels noch ein Australier, der schon einmal um den ganzen Globus gereist ist und uns die ganze Fahrt von seinen beeindruckenden Abenteuern erzählte. Außerdem begleiteten uns noch ein Ehepaar aus Madrid, ein Österreicher und ein Holländer mit einem unaussprechlichen Namen. Nach einer sehr lustigen und unterhaltsamen Fahrt kamen wir gegen Mittag endlich an der Bootanlegestelle an und wurden mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt. Anschließend verluden die Bootsmänner aus Panama unser Gepäck in die kleinen Boote und schon schipperten wir über das kristallklare Wasser, vorbei an den vielen kleinen Inseln.
Nach einer halben Stunde kamen wir dann endlich an unserem kleinen Paradies an. Zunächst wurden wir in ein Besucherbuch eingetragen und durften uns dann eine kleine Hütte zwischen den hohen Kokosnusspalmen aussuchen. Wir entschieden uns für eine direkt am Strand mit Blick auf eine andere kleine Insel in der Nähe. Als erstes richteten wir uns erst einmal ein und bauten unser Mückennetz auf. Natürlich wollten wir dann gleich die kleine Insel erkunden und machten uns auf den Weg einmal rundherum. Als wir aber nach 5 Minuten wieder an unserem Ausgangspunkt ankamen, wurde uns erst bewusst, wie klein das Eiland war. Den restlichen Tag verbrachten wir dann im Schatten der Palmen und im türkisblauen Wasser. Zum Abendessen wurden wir von einem Einheimischen gerufen, der in eine riesige Muschel hineinblies und dabei einen sehr lauten, dumpfen Ton erzeugte. Zum Essen gab es dann Reis mit Hühnchen und leckerer Tomatensauce und zum Nachtisch noch ein paar frische und sehr saftige Ananas. Kurz vor Sonnenuntergang versammelten sich fast alle Besucher der Insel am Strand unter den Palmen, um einige Fotos zu schießen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Danach saßen wir mit einigen Brasilianern noch nett zusammen und tauschten unsere Reiseerfahrungen aus.
Der nächste Tag sollte unter dem Motto „Just Relax“ stehen. Gleich nach dem Frühstück genossen wir die aufsteigende Sonne und ließen einfach unsere Seele baumeln. Bis Mittags lagen wir so am Strand und kühlten uns immer wieder im kalten Wasser ab. Am Nachmittag holten wir uns dann ein paar Taucherbrillen und erkundeten die nähere Umgebung der Insel unter Wasser. Beim Schnorcheln entdecken wir viele riesige Seesterne und bunte Fische in allen Farben, die immer um uns herumschwammen. Kurz vor dem Abendessen überlegten wir, uns noch eine echte karibische Kokosnuss zu gönnen, bevor wir morgen wieder zurück ans Festland fahren wollten. Gesagt, getan, ein Panameño stieg auf eine hohe Palme und „pflückte“ uns eine frische Nuss. Wieder unten angekommen zückte er seine Machete und schnitt sie soweit auf, dass wir zuerst den leckeren süßen Saft trinken konnten. Da wir die große Kokosnuss aber nicht alleine essen konnten, luden wir noch ein paar Leute ein, um den einzigartigen Geschmack der Kokosnuss mit uns zu genießen.
Als wir an diesem Abend am Strand die Sonne untergehen sahen, überkam uns ein bisschen Wehmut, da wir die Insel am nächsten Tag wieder verlassen mussten.
Da es aber am nächsten Tag nach dem Sonnenaufgang anfing zu regnen, fiel uns der Abschied nicht allzu schwer und wir freuten uns schon auf unser bequemes Hotelbett in Panama City. Später an diesem Tag erzählten auch wir, braungebrannt, einigen Neuankömmlingen vom kleinen Paradies in der Karibik. Bestimmt überzeugten wir mit unseren tollen Geschichten und vor Freude leuchtenden Augen einige Reinsende, auch dorthin zu fahren.
Wer schon einmal die kleinen Karibischen Inseln auf San Blas gesehen hat, versteht, wieso es einen immer wieder dorthin zurückzieht. Denn die Einzigartigkeit des Sonnenuntergangs, die vielfältige Unterwasserwelt und der weiße Strand mit den riesigen, schattenspendenden Palmen zieht jeden Besucher in den Bann.



Sonnenuntergang auf Tubasenica ( © Sophia Weiss)


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