PORTUGAL - Ausflüge an der Algarve

Reisebericht

PORTUGAL - Ausflüge an der Algarve

Reisebericht: PORTUGAL  -   Ausflüge an der Algarve

Ende April, Landung in Faro an einem Samstagabend. Zwei Wochen Urlaub lagen vor mir. Den Mietwagen hatte ich vorab bestellt, so war die Übernahme am Flughafen keine große Aktion und ich konnte schon bald losfahren. Allerdings nur noch hinein in die Stadt zum Hotel.

Tags darauf, bei herrlichem Sonnenschein und frischem Wind machte ich mich auf den Weg. Ich wollte erst mal eine befreundete Familie aus meinem Wohnort in Bayern besuchen. Die drei waren eine Woche vor mir nach Portugal geflogen. Sie hatten sich in der Nähe von Lagos ein Ferienhaus gemietet und mich eingeladen sie zu besuchen, falls ich in diese Gegend der Algarve kommen würde. Ich fuhr also mit dem gemieteten Renault auf kleineren Landstraßen in Richtung Westen, vorbei an den Städten Albufeira, Portimao und Lagos nach Luz. Diese kleine Ortschaft liegt einige Kilometer außerhalb von Lagos, direkt am Meer.



Poolspielchen

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Es dauerte nicht lang, bis ich ihr Urlaubsdomizil gefunden hatte. Sie freuten sich wirklich über mein Auftauchen und ließen gleich gar keinen Zweifel aufkommen, daß ich dort bei ihnen nicht Quartier beziehen könnte. Mir war´s recht, denn die Villa bot mehr als genug Platz. Es gab allein vier Schlafzimmer mit eigenem Bad, einen weitläufigen Garten, einen Swimmingpool und eine großzügige Veranda mit Kamin zum Grillen. Da ließ es sich schon aushalten.



Luz

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Da meine Freunde ja schon eine Woche vor Ort waren, gaben sie mir ein paar Tipps, was ich so tun könnte. So unternahm ich gleich am nächsten Tag eine Wanderung entlang der Praia da Luz und auf die sandigen Steilufer weiter östlich davon. Von dort oben hatte man eine wunderbare Aussicht auf die Küstenlandschaft. Es war zwar sehr sonnig, aber es blies auch den ganzen Tag über ein heftiger Wind. Diese Wetterkombination galt dann eigentlich für meinen ganzen Aufenthalt in Portugal.



Praia da Luz



Frischer Fang

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Zu Mittag ließ ich es mir bei meinen Freunden schmecken, dafür nahm ich sie dann mit ins zehn Kilometer entfernte Salema, ein malerisches Fischerdörfchen. Dort chillten wir – wie man heutzutage so sagt – an der Praia, beobachteten die Fischer und genossen ganz einfach einen sehr ruhigen Nachmittag.



Fischerboote



Grünes Feld

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Anderntags war ich allein auf Entdeckungsfahrt. Ich wollte mir die spektakuläre Felsenküste zwischen Portimao und Alvor ansehen, die Praia da Rocha. Zur Anfahrt benutzte ich kleine, teilweise unbefestigte Nebenstraßen. Ich hatte ja genügend Zeit und es hatte auch den Vorteil, daß ich nicht groß auf Verkehr achten mußte und so besser Land und Natur anschauen konnte. Überall grünte und blühte es. Frühling an der Algarve.



Bunte Wiese



Jeder hat schon Bilder von diesem Küstenabschnitt gesehen, aber selbst dort herum zu wandern und diese Felsklippen, den Strand und das Meer in natura zu erleben war ein echtes Highlight. Praia da Rocha, ich war absolut begeistert.



Wilde Küste



Abseits der Hauptstrasse

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Der nächste Ausflug, am nächsten Tag, führte mich diesmal weg von der Küste, ins Hinterland der Algarve, in die Serra de Monquiche. Dieser Gebirgszug im Westen Portugals ist sehr ländlich geprägt und im Spätfrühling eine ideale Gegend zum Wandern. Wieder benutzte ich nach Möglichkeit Seitenstraßen, machte öfters kurze Pausen, um dann die Stille und die Aussicht auf die grünen Hügel zu genießen.



Grün und Gelb



Alter Hof

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Alte Gehöfte lagen abseits der Straßen und einmal kam ich in einem Tal an einem Korkeichenhain vorbei. Neben dem dazugehörigen Hof war auch eine enorme Menge abgelöster Rinde gelagert.



Korkeiche



Ein zahmes Bächlein

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In einem anderen Tal, in dem sich ein kleiner Bach von den Hügeln herab schlängelte, machte ich einen langen Spaziergang und verputzte am Ufer des Gewässers die mitgebrachte Brotzeit. Die Zeit verging wie im Flug und da ich abends mit meinen Freunden noch etwas unternehmen wollte, hatte ich leider keine Zeit mehr, mir auch noch den Ort Monquiche anzuschauen.



Wasserlauf



Straße nach Vila do Bispo

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Der letzte Tagesausflug, den ich von Luz aus startete, führte mich an die äußerste Südwestspitze des europäischen Festlandes, nach Sagres und zum Cabo de Sao Vicente. Die Landstraße führte bis Vila do Bispo durch eine offene, hügelige Weidelandschaft. Vieh war allerdings kaum zu sehen, dafür hier und da einfache, gemütliche Landhäuser, weiß getüncht mit farbigen Tür-und Fensterrahmen. Einmal begegnete ich einem etwas seltsamen Pferdegespann, mit dem ein paar Einheimische unterwegs waren. Sie ließen sich bereitwillig fotografieren.



Pferdewagen



Graca-Kapelle

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Schließlich erreichte ich Sagres – „O fim do mundo-das Ende der Welt“. Die kleine Ortschaft selbst ist weniger interessant, dafür umso mehr der nicht weit davon entfernt, auf einer schmalen Landzunge gelegene Ponta de Sagres. Dort steht ein portugiesisches Nationaldenkmal, das Fort „Fortaleza de Sagres“. In dieser Anlage ist ein riesiger Steinkreis mit 43m Durchmesser, vermutlich eine Windrose und die Graca-Kapelle zu sehen. Diese Sehenswürdigkeiten werden auf Heinrich den Seefahrer (15.Jahrhundert) zurückgeführt.



Steinkreis von Sagres



Etwa vier Kilometer nördlich vom Ponta de Sagres liegt das nicht weniger interessante, aber eher neuzeitliche Denkmal, der lichtstärkste Leuchtturm des Kontinents auf dem Cabo de Sao Vicente. Die Aussicht dort auf die spektakulären Küstenfelsen, auf das gegen die Klippen tosende Meer war einzigartig. Leider wehte auch dort der Wind so heftig, daß man sich fast dagegen lehnen konnte. Deswegen hielt ich mich auch gar nicht so lange dort auf, wie ich es gerne getan hätte.



Leuchtturm vom Cabo de Sao Vicente



Meine Zeit an der Algarve war aber mit diesem Abstecher nach Sagres abgelaufen. Das nächste Ziel war Sines und noch weiter nördlich wartete Lissabon auf mich.

Copyright by: Text und Fotos: Josef Stadler


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Kommentare

  • anditravel

    Ein sehr schöner Reisebericht. Und ich freue mich schon wieder auf die bevorstehenden 2 Wochen Ende August mit Sonne, Surfern an der Westküste und leckerem Essen.

  • GabiT

    Vielen Dank für den hilfreichen Bericht!

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