BOLIVEN - un corto viaje a siete mil ochocientos trienta y seis palabras

Reisebericht

BOLIVEN - un corto viaje a siete mil ochocientos trienta y seis palabras

Reisebericht: BOLIVEN - un corto viaje a siete mil ochocientos trienta y seis palabras

Wenn Reiseführer noch druckfrisch riechen, sind viele Informationen, vor allem aber Preise nicht mehr aktuell. So habe ich für die Hot Spots in Bolivien ein paar aktuelle Infos zusammengetragen. Der Bericht handelt auch von meinem gescheiterten Versuch, alle Hot Spots zu den jeweils besten Zeiten zu besuchen, um dort entsprechende Dateien anzufertigen. Ja, ich bin schon besessen vom Fotografieren

Mirror



Intro

Langsam kriecht die Sonne über den Horizont. Die Berge färben sich von schwarz zu braun, Steine und harte Grasbüschel werfen lange Schatten wie Pfeile nach Westen. Meine Bewegungen sind langsam und schwer. Bei jedem Schritt ist in der Stille das Knirschen jedes einzelnen Steins unter den Sohlen zu hören. Das Geräusch des Atmens ist eigenartig verstärkt wahrnehmbar, wie bei einem Kosmonauten unter seinem schweren Helm. Doch mein Atem entweicht nicht durch ein Ventil im Helm. Er kondensiert in der kalten Luft. Fauchend schießt eine Säule aus Schwefeldampf in das dunkle Stahlblau des Himmels. Jetzt, in diesem Moment, zwischen Nacht und Tag glaubt man sich auf der Oberfläche eines entfernten, der Erde ähnlichen Planeten. Der Planet heißt Altiplano und ich befinde mich auf 4850 Metern an den Geysiren der Sol de Manana.
Wie bin ich bloß hierhergekommen? Ich wollte doch nur den „Camino de la muerte“ mit dem Fahrrad befahren“.



Planet Altiplano





Individual Pro + Contra

In dem letzten Jahr habe ich mich mit dem Land immer intensiver beschäftigt und mehr und mehr Interessantes entdeckt. Erst kam der Salar Uyuni mit auf den Reiseplan, dann wurden auch die Vulkane zum Ziel, ach gucke da, die Lagunen sind ja auch ganz schön, och ja, wenn wir schon mal bis zur Laguna Verde fahren, dann kann man auch noch gleich in die Dali Wüste, ins Rock Valley, zum Vulkan Ollagüe und plötzlich sind zwei Wochen nicht mehr genug, dabei wollten wir nur Resturlaub verballern.
Nun aber der Reihe nach. Aus der Erinnerung kenne ich das schöne Gefühl, auf der heimischen Couch zu sitzen, Reisekataloge durchzublättern und sich eine Pauschalreise auszusuchen, die dann bequem in einem Reisebüro gebucht wird. Haben wir im vorigen Jahrhundert auch schon mal gemacht. Warum jedoch so einfach, wenn es doch viel komplizierter geht. Die Definition einer Individualreise klingt so wunderbar einfach, dass ich offensichtlich von Reise zu Reise vergesse, beziehungsweise verdränge wie viele Wochenenden und Abende dafür draufgehen. Wenn es nur darum ginge irgendwo hinzufliegen und dann zu sehen, was sich ergibt, dann wäre es einfach und noch dazu sehr günstig. Es ist aber wie mit allem im Leben, hat man konkrete Vorstellungen und möchte man eigene Ideen umsetzen, dann wir es kompliziert oder teuer. Meistens beides. Es sind nicht die fünf Sterne Plus Hotels oder europäische Annehmlichkeiten die mir wichtig wären. Nein, ich schlafe auch schon mal im Dschungel in der Hängematte zwischen zwei Bäumen. Es geht mir darum, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu sein und Zeit zu haben, die Seele und das Wesen eines Ortes intensiv zu erleben. Es ist sicher schön, die grüne Lagune zu besuchen, wirklich beeindruckend ist es jedoch nur, wenn man die einzigartige Färbung der Lagune von blau zu grün auch selbst beobachten kann. Es ist ein besonderes Erlebnis, den Salar in Bolivien besucht zu haben. Die besondere Magie hat es, wenn sich der Salar nach langen Regenfällen mit Wasser gefüllt und in einen gigantischen Spiegel verwandelt hat, in dem in den letzten Minuten Tageslicht, fantastische Licht- und Wolkenspiele reflektiert werden.
Aber zurück zur Individualreise, bei deren Organisation ich immer wieder Zweifel hatte, dass sich Mühe und Aufwand lohnen würden. Im Fall von Bolivien ist es nicht übertrieben wenn ich sage, die Zeit der Vorbereitung war annähernd so lang wie die Reise selbst. Bei den Recherchen zu unserer Reise las ich unzählige Tourberichte. Alles was dort berichtet wurde, klang zwar gut, hatte aber immer irgendwo Verbesserungspotenzial. Das meiste war eben Massenware, die darauf abzielt, möglichst kostengünstig viele Touristen durch dieses Gebiet zu schleusen. Beim Sichten der Angebote die im WWW zu finden waren und denen die wir angefragt hatten, drängte sich fast der Verdacht auf, die Agenturen hätten sich abgesprochen den Touristen nie wirklich alles zu zeigen und auch nicht zur richtigen Tageszeit. Genau das wollte ich bei unserer Reise versuchen, besser zu machen.
Ich komme jetzt zum wesentlichen Teil, der sich mit dem Organisieren einer Individualreise nach Bolivien beschäftigt und Informationen dazu liefert. Möglicherweise hilft es dem einen oder anderen der eine ähnliche Interessenlage wie ich hat.



¿Cómo te llamas? Lama!



Der andere Wetter- und Klimaratgeber

Klimadiagramme und Empfehlungen zu Reisezeiten taugen wenig und anhand dieser kann man nur einen groben Zeitraum für die Reiseplanung festlegen.
Will man wissen wie das Wetter vielleicht sein könnte, hilft es nur ein Jahr vorher die Wetterberichte aus dieser Region zu verfolgen. Genau das hatten wir getan. Wir mussten danach mit Regen in La Paz und in den Yungas Bergen rechnen und mit Wolken und Temperaturen zwischen 5° Celsius am Morgen und Höchsttemperaturen von 17° Celsius. In den Yungas Bergen stimmten die Voraussagen. In den Yungas Bergen hat es nur kurz getröpfelt als wir mit dem Auto zurück nach La Paz fuhren. In La Paz lagen die Frühtemperaturen bei 6° Celsius und die Höchsttemperaturen bei sommerlichen 22° Celsius. In den ersten drei Tagen hat es nicht einmal geregnet, in den letzten drei Tagen gab es über Mittag regelmäßig ein Gewitter, danach war es etwas wolkig Am Tag unseres Abflugs fuhren wir mit dem Taxi los, es waren 19° Celsius, Auf halber Strecke fing es an zu hageln. Innerhalb von 5 Minuten lagen die Hagelkörner drei Zentimeter dick auf der Fahrbahn, der Verkehr kam fast zum erliegen und die Temperaturen stürzten auf 5° Celsius.
Über dem Altiplano war während unseres Aufenthaltes kaum mal eine Wolke zu sehen und Mittagstemperaturen von 25° Celsius waren eher die Regel als die Ausnahme.
Die Klimaveränderungen dieses Jahrhunderts haben keinen Winkel der Erde ausgelassen.
Im Norden Boliviens gab es im Februar 2014 schwere Überschwemmungen durch anhaltenden Regen. In den Jahren davor waren die Sommer eher trocken. So kam es zu Ernteverlusten von durchschnittlich 0,3 Prozent pro Jahr. Das klingt wenig ist aber wie gesagt ein Durchschnittswert. 20.000 Familien haben ihre kompletten oder einen Großteil ihrer Einkünfte verloren. Es gilt als erwiesen, dass allein der Klimawandel und seine sehr gegensätzlichen Folgen daran schuld sind. 21.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche wurden entweder überschwemmt, verhagelt oder sind schlicht vertrocknet. Während die Viehzuchtregionen im nördlichen Departement Beni von Überschwemmungen heimgesucht wurden, leiden die südlichen Regionen oft unter Dürren. Wissenschaftliche Studien haben, insbesondere auf dem Altiplano, eine gefährliche Wasserknappheit festgestellt. Damit wird auch die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung zunehmend schwierig.
Vor den Toren der Hauptstadt La Paz lag der Chacaltaya Gletscher. Der Gletscher auf 5.400 Metern Höhe war eins der beliebtesten Skigebiete Lateinamerikas. Seit 2009, wesentlich früher als von Wissenschaftlern errechnet, ist der Berg nicht mehr mit Eis und Schnee bedeckt. Dieser lateinamerikanische Gletscher ist als erster von der Weltkarte verschwunden. Mit seinem Verschwinden kommt die Wasserknappheit in der Region.
* Quelle Franz Chávez klimaretter.info



dry



Flüge

Flüge: Mein erster Tipp: Immer zuerst die Inlandsflüge buchen, dann die Überseeflüge. Inlandsflüge sind besonders in Südamerika und noch dazu in der Nähe touristischer Hot Spots in der Saison schnell ausgebucht. Die Inlandsflüge von La Paz nach Uyuni kosten etwa 200 €. Aerolinas Amazonas, mit der wir von LAP nach UYU geflogen sind, hat eine eigene Website über die man weltweit buchen kann. EcoJets fliegt ebenfalls die Relation zu ähnlichen Preisen.
Flüge von Deutschland nach La Paz gibt es zum Beispiel ab 700 € in der Holzklassemit KLM. Wenn man wie ich den richtigen Zeitpunkt verpennt, muss man damit leben, 340 € pro Person mehr zu zahlen.
Also, rechtzeitig anfangen nach günstigen Flügen zu suchen und täglich die Preise checken.
Da Rainer Kalmund bei Flüge.de bucht schaue ich zurzeit lieber bei „Momondo“, exbir und „Kayak“. Zumindest für Bolivien, die USA und Kanada war das die günstigere Variante.



Mare Blanco



La Paz

La Paz Viele Lagen bunter Röcke, ein dicker Pullover, eine Strickjacke darüber, das dicke schwarze Haar zu langen Zöpfen geflochten an deren Ende Haarschmuck aus Lamawolle eingeflochten ist und auf dem Kopf den Bowlerhut. So sitzt sie an der Straßenecke vor ihrem Laden in der Altstadt von La Paz und strickt die Mützen, Schals, Pullover und Decken die in dem Eckladen verkauft werden. Viele diese indigenen Frauen kleiden sich auch heute noch sehr traditionell. Warum sie das tun wissen wir nicht. Mit ihrer Lebensweise sind sie aber maßgeblich für die Bewahrung der Traditionen verantwortlich. Umgeben von einer eigenen Aura leben sie in ihrer Welt aus indianischen Traditionen, Naturglauben und dem Weltbild das die Inka einst schufen. Dies verbinden sie auf ihre Art mit der Moderne. Sie bauen auf der Straße einige Marktstände auf und beginnen Obst und Strickwaren zu verkaufen. Der Verkehr staut sich der weile durch die Nebenstraßen. Hier in der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt ist das noch Alltag.
Aus der Mitte heraus haben sich Beton und Glastürme wie ein Geschwür durch das gesamte Zentrum gefressen. Vom ehrwürdigen Bahnhof ist nur noch das repräsentative Empfangsgebäude geblieben. Die Gleisanlagen sind der Seilbahn zum Opfer gefallen, die mit drei Linien La Paz mit El Alto verbinden soll. Es soll mit elf Kilometern das größte Seilbahnnetz der Welt werden und mit 172 Millionen Euro wird es auch sicher nicht das günstigste. Das alte La Paz ist tot. Es lebt bestenfalls in den Vorzeigegassen der Altstadt.
Faszinierend ist die Stadt wohl vor allem für Reisende, die noch nie in Südamerika waren. In der Altstadt sind es vor allem die Calle Jaen und die Calle Linares die unseren Vorstellungen von südamerikanischen Städten am ehesten entsprechen. Restaurierte historische Gebäude, kleine Cafés und Restaurants und Schmuckgeschäfte. In der Calle Linares werden auch noch traditionelle Devotionalien aus der Inkazeit gehandelt.



Bowlerhut



Karneval

Reiseführer publizierten unterschiedliche Daten für den Karneval.
Wir hatten das Glück, den Karneval in La Paz mitzuerleben. Der Karnevalsumzug ist am 3. März, aber schon während der Tage davor ist die Stadt im Ausnahmezustand. Karneval in Bolivien unterscheidet sich grundsätzlich vom Karneval in Brasilien mit Salsa und viel nackter Haut. In Bolivien feiert man die Traditionen, die Tänze und die Musik. Hier tanzen die Bolivianerinnen in ihren Trachten ausgelassen und nicht selten haben sie schon einige Flaschen Bier geleert. Bier ist auch das Weihwasser mit dem Häuser, Autos, Marktstände und Geschäfte geweiht werden. Alles für Pachamama damit das Geschäftsjahr erfolgreich wird. Kein heiliges Ritual, kein Priester. Hier kann jeder etwas weihen. Danach setzt man sich meist noch zusammen und leert ein Bier nach dem anderen. Der erste Schluck aber wird immer für Pachamama ausgegossen. Voll ist die Luft vom Lärm und Qualm der Knallfrösche, von der Musik der zahlreichen Kapellen die in den Nebenstraßen spielen während sich die anwesenden in Trance trinken und tanzen. Luftschlangen und Konfetti zieren Jeden und alles. Selbst Hunde schleppen mehrere Meter Luftschlangen auf ihrem Pelz mit sich herum. Wer aus Altersgründen dem Genuss bewusstseinserweiternder Drogen noch nicht frönen darf, geht den Karneval rein Spaß orientiert an. In Fantasieverkleidungen und bewaffnet mit Wasserbomben, gigantischen Spritzpistolen und Schaumsprays liefern sich die Kids erbarmungslose Schlachten bei denen auch Unbeteiligte und Touristen schon mal mit einen dicken Teppich aus Seifenschaum eingedeckt werden.



tres lindas



Nachtlager

Da muss dann jeder selbst entscheiden wie man sich betten will. Von Herberge mit Gemeinschaftsdusche, ohne Frühstück für zehn Euro für zwei Personen im Alsigal Hostal (Zona Central, Calle Murillio, No. 764 C), bis Ritz ist alles möglich. Wir haben uns allein wegen der Aussicht im Stannum Boutique Hotel für 85,00 € pro Nacht gebettet. Will man die noch nicht gänzlich zugebaute Aussicht auf den Monte Illimani vom Bett aus genießen muss man auf die Nordseite (gegenüber den Fahrstühlen) bestehen. Service und Frühstück verbessern sich spürbar, wenn die Besitzer anwesend sind.



Mirador basura



¿Algo más ?

Si. La Paz war nur Ausgangsbasis für die Tour nach Corioco und als Puffertag geplant. Durch leichte Abweichungen im Programm hatten wir nun einen ganzen Tag mehr den wir füllen mussten. Sehenswert sind der Mirador Killi Killi (Av La Bandera – bestes Licht bis Mittags), und der Mirador Jach'a Kollo (Zona Villa Nuevo Potosí, La Paz, Bolivia ) Dieser Platz wurde schon von den Inka für die Belagerung der Stadt im Jahr 1781 genutzt. Heute dient dieser Aussichtspunkt auch als Ort an dem traditionelle Zeremonien stattfinden, um Pachamama (Mutter Erde) zu feiern und zu ehren. Es war auch genug Zeit das Valle de Luna zu besuchen. Das Valle de la Luna befindet sich zehn Kilometer südöstlich von La Paz, leicht erreichbar mit Bussen oder dem Taxi. Das Mondtal besteht aus tausenden Lehmtürmen, Spalten und unterirdischen Gängen, die im Laufe tausender Jahre durch Erosion und Regen aus dem Boden gewaschen wurden. Zwischen den Lehmspalten huschen immer wieder scheue Vizcachas (Chinchillaart mit Kaninchenohren) hin und her. Noch vor fünfzehn Jahren lag das Mondtal unberührt vor den Toren der Stadt. Heute durchschneidet eine Straße die Wunderwelt aus Lehm und die Häuser sind bis an die Grenze des Tals gebaut worden. Wie lange dieses kleine Naturwunder dem Siedlungsdruck noch standhalten kann bleibt abzuwarten. Der Besuch dort hat mich trotzdem angenehm überrascht.
Der Cementario General ist, wie es der Name nahelegt der Hauptfriedhof von La Paz. Der Haupteingang befindet sich in der Av. Baptista. Abseits vom lauten Alltagsleben können die Lebenden hier mit ihren Verstorbenen in Zwiesprache treten. Typisch für Friedhöfe in südamerikanischen Städten finden sich hier die engen Gänge mit den Grabmauern beiderseits. Aus Platzmangel wurden schon in den 70er Jahren vierstöckige Betonneubauten errichtet in denen mehrere hundert Grabkammern Platz finden. Aus diesen Grabkammern reist die Seele der Toten auf einem Weg aus Sternen hinüber in die andere Welt.



Valle de Luna



Cementerio General

Der Cementerio General ist, wie es der Name nahelegt der Hauptfriedhof von La Paz. Der Haupteingang befindet sich in der Av. Baptista. Abseits vom lauten Alltagsleben können die Lebenden hier mit ihren Verstorbenen in Zwiesprache treten. Typisch für Friedhöfe in südamerikanischen Städten finden sich hier die engen Gänge mit den Grabmauern beiderseits. Aus Platzmangel wurden schon in den 70er Jahren vierstöckige Betonneubauten errichtet in denen mehrere hundert Grabkammern Platz finden. Aus diesen Grabkammern reist die Seele der Toten auf einem Weg aus Sternen hinüber in die andere Welt.



en memoria



¿Lo que ellos quieren comer?

Saltenas sind eine bolivianische Spezialität und werden nur morgens gegessen.
Das wohl beste Restaurant für Saltenas in La Paz ist das „Saltenas Paceno“ in der Calle 20 de Octubre nahe dem Plaza Avarda. Sie schmecken aber in der kleinen lokalen Kette „Las Chachas“.

Bolivianische Tucumanas sind wohl das, was in Deutschland die Bratwürste sind. Ende des 20. Jahrhunderts avancierten die Tucumanas zu einer der beliebtesten Gerichte, vor allem im Straßenverkauf. In den Wagen und Shops in denen sie verkauft werden, gibt es normalerweise eine Salatbar mit gehackten weiße Zwiebeln, eingelegtes Gemüse, Gurken und gehackten Tomaten, Chili, llajua, Erdnuss-Chili und Gewürzen wie Mayonnaise, Ketchup und Senf. In Santa Cruz de la Sierra heißen Tucamanas Jigote und sind etwas kleiner.

La Choperia (Calle Pichincha 662, La Paz, Bolivien) ist vielleicht übersetzbar mit Bierkneipe. Diese lateinamerikanische Kette ist jedoch mehr. In diesem urigen Antikpub kann man auch vorzüglich Pizzen und andere Gerichte sowie Getränke konsumieren.

Angelo Colonial I(Calle Linares, Nr.922, esquina Sagármaga) Der enge Torbogen, zugestellt mit Zeugen der Vergangenheit ist eine direkte Einladung in eine andere Welt. Alte Bilder, Malereien, Öfen, Lampen Eisenbahndevotionalien, Hinweisschilder, Karten, Schwerter, Jagdtaschen, Spiegel, Uniformen und Grammophone, wild zusammengestellt, machen die Räume und die Galerie zu einem Museum. Ein Museum mit Dingen die Menschen einst achtlos auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen haben. Während man sich dort entspannt, seine Getränke und Speisen genießt, wird man mit jedem Blick Neues entdecken. Dieser Ort an dem selbst der Zahn der Zeit nagt, ist einer jener Orte, von denen es auf der Welt zu wenige gibt und von denen man hofft, dass er sich in dem schnell verändernden La Paz noch lange erhalten bleibt.

Seit 1984 gibt es in La Paz in der Calle Rosendo Gutierrez nähe Calle Sanches Lima die Kuchenstube, welche von einem deutschen Ehepaar betrieben wird. Im 30. Jahr seines Bestehens ist die von Reiseführern immer noch empfohlene Repostería sehr in die Jahre gekommen. Das Flair ist in den Jahren verflogen und das Personal droht beim Laufen einzuschlafen. Von Freundlichkeit keine Spur und so wundert es weder, dass wir in der Kuchenstube um 15:45 Uhr die einzigen Gäste waren, noch dass wahrscheinlich in wenigen Jahre die Rollläden für die Kuchenstube für immer fallen. La Paz hat um Kaffee zu schlürfen und Kuchen zu essen genügend bessere Alternativen.

Mate de Coca gibt es an jeder Straßenecke. Auch reines Coca zum aufbrühen und kauen kann überall erworben werden. Ich habe mich dem Mate de Coca zur Höhenanpassung bedient und hatte das Gefühl, das es sehr gut geholfen hat. Ob die Dosierung richtig war weiß ich nicht, auf jeden Fall ist meinen Stoffwechsel ganz schön außer Kontrolle geraten.



Angelo Colonial I



Alternative Stadtrundfahrt

Die alten amerikanischen Busse von Chevrolet und Dodge sind in La Paz seit 1938 im Einsatz und sind inzwischen Teil der Verkehrsgeschichte. Jeder Einwohner von La Paz erkennt die unverwechselbare Silhouette und das tiefe Brummen der Motoren. Die ersten Busse wurden als Chaucheros bezeichnet, was soviel bedeutet wie Wollbeutel. Vermutlich, weil die Passagiere in den Bussen so eng zusammengepfercht waren. Die heutige Generation der Busse stammt meist aus den frühen 70er Jahren.

Die Busse sind sind die bessere Alternative zu Stadtrundfahrten. Nicht weil sie so preisgünstig sind, sondern weil man für die Zeit der Fahrt am Leben in La Paz teilnimmt. Für zwei Bolivianos kann man von Endstation zu Endstation fahren. Einige der Linien sind Rundkurse und führen über die großen Straßen von La Paz wie zum Beispiel die Av. Buenos Aires, sie durchqueren das geschäftige Viertel Max Paredes, rollen entlang der unzähligen Schulen auf der Avenida Armentia und winden sich durch den Wohnbezirk Sopocachi.

Man weiß nie, was einen erwartet, ein Schokoladenverkäufer im Bus oder ein Musiker, eine Demonstration oder die „Señorial Illimani Morenada“ Tänzer die auf einem der Plätze proben. Einige der Busse der Linie Nr. 2 tragen heute noch Beulen und Kratzer vorangegangener Putsche auf ihrem alten Blech. Am und vor allem innen auf dem Armaturenbrett wird der Glaube an die Copacabana Jungfrau durch zahlreiche Ornamente ausgedrückt. Der historische bolivianische Anspruch und die Trauer um den Zugang zum Meer findet seinen Ausdruck auf Aufklebern auf Spiegel und Scheiben.

In der Windschutzscheibe steht " Llegada " oder " Salida ". Nur Einheimische verstehen ob die Buss in das Zentrum oder vom Zentrum wegfahren.
Die Busse und besonders zu erwähnen die Colectivos der Linie 2 überlebten die Straßenbahnen der Stadt in den 40er Jahren , die Kleinbusinvasion in den 80er und 90er Jahren. Nun beginnt die Zeit der teleférico und Puma Kataris (große moderne Busse) und die alten Colectivos werden sich neu erfinden müssen um zu überleben. Im Jahr 2018 tritt Decreto Supremo 890 in Kraft. Dieses Gesetz verbietet das Betreiben von Fahrzeugen , die mehr als 12 Jahre alt sind.



Schoko Nuss...



Camino de la muerte - ¿como -con quién y cuanto cuesta?

Den „Camino de la muerte“ zu fahren ist wohl ein Muss, wenn man in Bolivien ist. Die Straße, die richtig Yungas-Straße heißt, ist eine einspurige Schotterpiste, die in den 1930er Jahren von paraguayischen Kriegsgefangenen in die Gebirgshänge geschlagen wurde. Seit ihrer Erbauung dürfte sie wohl weit über tausend Menschenleben gefordert haben, was ihr den Namen Todesstraße einbrachte.

1995 wurde die Yungas-Straße von der Interamerikanischen Entwicklungsbank als gefährlichste Straße der Welt eingestuft. Die Konsequenz daraus war der Bau einer neuen weniger gefährlichen Strecke, welche Ende 2006 eröffnet wurde. Seit dem wird die Straße weniger befahren und avancierte zu einer Touristenattraktion nicht nur für ambitionierte Biker. Auch wenn die Straße einiges an Gefährlichkeit und Faszination verloren hat, so verunglücken auch heute noch lokale Fahrzeuge und Touristen. Die Strecke verzeiht nur selten Fahrfehler.

Der Camino de la muerte kann in vier Abschnitte unterteilt werden.
Der Erste Abschnitt ist die Straße aus La Paz hinaus. Der Camino de la muerte steigt hier stetig an und schraubt sich von 3.600 Meter bis zum La-Cumbre-Pass auf 4.650 Meter Höhe.

Der zweite Abschnitt ist die Asphaltstrecke vom La Cumbre Pass abwärts. Hier starten die Radtouren. Von dort geht es zweiundzwanzig Kilometer auf einer Asphaltstraße stetig bergab. Ab dem Eingang zum Nationalpark, wo auch die Frühstückspause eingelegt wird, fährt man noch etwa acht Kilometer mit dem Bus. Warum ist mir unklar. Vielleicht ist der Grund wirklich der, dass es leicht bergauf geht.

Dann beginnt der dritte Abschnitt, der unbefestigte Teil des Camino de la muerte. Die Piste besteht aus dem was die Natur hier zur Verfügung stellt. Steine unterschiedlicher Größe und Sand. Die Strecke ist kurvenreich und landschaftlich sehr spannend. An manchen Stellen passen zwei Autos aneinander vorbei, an anderen wird es für ein Auto schon eng. Immer wieder hat man unvergessliche Ausblicke auf die steil aufragenden, tropisch bewachsenen Felswände von denen Wasserfälle hunderte Meter in die Tiefe stürzen. Einige Male muss man auf der Straße diese Wasserfälle durchfahren. Etwa zwölf Kilometer vor der Einmündung zur Asphaltstraße bei La Senda Verde, wird das Tal wieder weiter und Camino de la muerte verliert seine Gefährlichkeit.

Der vierte Teil beginnt bei Yolosa auf 1.200 Metern. Von hier führt eine Asphaltpiste acht Kilometer bergauf durch den Dschungel der Yungas Berge nach Coroico auf 1.744 Meter.

Wer die Tour machen möchte hat eine große Auswahl an Agenturen in La Paz. Gravity ist der wohl bekannteste und professionellste Anbieter. Der Standard ist durchaus europäisch, man antwortet im Gegensatz zu anderen Anbietern zeitnah auf Emailanfragen und verfügt über sehr gutes Equipment. Gravity ist jedoch auch ein hochpreisiger Anbieter. Gravity arbeitet nicht mit anderen Agenturen zusammen. Touren werden auch durchgeführt wenn es nur einen Teilnehmer gibt.
Eco Adventure Bolivia, Pro Biking, Black Widow Tours, Millennium Adventura Expidition, Barro Biking, Buho´s Tours und Luna Tours, die vier letzten in der Calle Santa Cruz, sind weitere lokale Anbieter deren Büros man in den Hotels oder der Altstadt findet. Elma Tours, Altitude, Trekkingbolivia, Climbingbolivia und Bikingbolivia sind im Grunde ein und dieselbe Agentur teils mit unterschiedlichen Spezialisierungen.
BigTrax Tours bietet nicht nur den Camino de la Muerte an, sondern auch Trekking, Bergsteigen, City Touren und Touren bis nach Machu Picchu.

Außer Gravity arbeiten alle Agenturen auf irgendeine Art zusammen und helfen sich gegenseitig. Es fällt auch auf, dass die Preise, außer bei Gravity, in etwa gleich sind. Touren kosten zwischen 70 und 75 Dollar pro Person. Bei welcher Agentur man bucht ist daher sekundär. Wenn möglich sollte man sich die Räder vorher ansehen.
Motorradtouren und Quadtouren bietet MTB Motorcycle Tours Bolivia an. Office La Paz, Malassa, Av. Florida Nr. 609, Street 3 Office Uyuni, Calle Uruguay, Nr. 529.

Bikingboliva hatten wir mit drei Monaten Vorlauf informiert, dass wir in Corioco übernachten wollen und darum gebeten ein Zimmer im Hotel Esmeralda zu reservieren, da dies von Deutschland aus nicht möglich ist. Eine Woche vor unserer Ankunft hatte Jenaro, der Inhaber von Bikingbolivia, versucht, im Hotel Esmeralda ein Zimmer zu bekommen. Da jedoch auch in Corioco vom 29.02. – 03.03.2014 ausschweifend Carneval gefeiert wird, waren alle Zimmer ausgebucht. Davon wurde uns jedoch nie etwas mitgeteilt. Im Gegenteil. Am Abend vor dem Tourstart hatte Jenaro noch versucht uns einen privaten Transfer nach Coroico zu berechnen obwohl der Tourbestandteil ist. Wahrscheinlich war es der siebente Sinn, der uns am Abend zuvor selbst in Corioco anrufen ließ, wo wir dann erfuhren, dass es unmöglich ist, dort in der Gegend ein Zimmer zu bekommen. Bikingbolivia hätte uns nach Coroico fahren lassen – vielleicht nicht aus Böswilligkeit aber zumindest aus Gleichgültigkeit. Am nächsten Morgen fanden wir uns dann in einer Gruppe von sechs Personen und machten die Tour die alle machen, die den Camino de la muerte runterfahren. Wir hatten bei bikingbolivia gebucht und Veranstalter war nun Altitude. Etwas von zu Hause aus zu organisieren, ist total sinnlos. Wenn nicht gerade Ferien sind oder Karneval gefeiert wird, bekommt man in Coroico sicher ein Zimmer. In diesem Fall muss man die Rückfahrt auf eigene Kosten durchführen.
Würden wir die Tour noch einmal machen, würden wir mit Gravity fahren. Deren Touren gehen in der Regel bis Corioco. Man könnte dort in landschaftlich spektakulärer Umgebung eine Nacht verbringen und mit der Tour am nächsten Tag zurückkehren.
Das Equipment auf unserer Tour war bestenfalls an der Grenze seiner Nutzungsdauer, eher noch darüber. Zwei Guides begleiteten uns. Das ging dann etwa so: „Wir fahren jetzt diesen und jenen Tourabschnitt und da müsst ihr auspassen es ist sehr glatt, da liegen viele Steine, da kommen Kinder und so weiter“. Alle gucken ernst und nicken. „Seid ihr bereit?“ Alle nicken wieder. „Vamos!“ Der Guide jagt los als gäbe es kein Morgen. Ich immer drei Meter hinter ihm. Die letzten unserer Gruppe wenigstens einen Kilometer hinter ihm. Ob jemand ein Problem mit dem Fahrrad hat, stürzt oder über den Abhang geht, er hätte es nicht bemerkt.
In unserer Gruppe hat es keinen halben Kilometer auf dem unbefestigten Camino gebraucht, da war der erste Tourteilnehmer verschwunden. Wir fanden ihn dann zehn Meter tiefer im Gestrüpp. Er war das Glückskind des Tages. Außer ein paar Abschürfungen war nichts passiert. Im weiteren Verlauf des Tages gab es auf dem Camino de la muerte noch einen Sturz mit Abschürfungen und einen Motoradfahrer, der in einer Kurve die Kontrolle über sein Motorrad verlor, fünfunddreißig Meter tiefer auf einen Felsvorsprung aufschlug und dann von seinem Motorrad getroffen wurde. Man konnte ihn nur noch tot bergen.



Camoni de la muerte



Tourismus auf dem Altiplano

Im Februar 2014 führt die Route der Rallye Dakar erstmals nach Bolivien und soll der Region weiteren Auftrieb bringen. In diesen Monaten waren Reisen in dieser Region nur schwer möglich. Alles war total ausgebucht und die Preise im Tourismus, stiegen zu dieser Zeit um bis zu 500 Prozent.
Die touristische Infrastruktur entwickelt sich positiv. Es entstehen an vielen Orten neue Refugios, Hostals und Hotels, Straßen werden ausgebaut und die Tourangebote werden langsam vielfältiger. Ein Paradies für Backpacker. Viele Gebiete im Hochland sind zwar für Reisende ohne Guide erreichbar, es handelt sich bei den Straßen jedoch meist um nichtausgeschilderte Schotterwege auf denen nicht immer zwei Autos aneinander vorbeipassen. Mit einem erfahrenen lokalen Führer sieht man deutlich mehr und spart viel Zeit.
In der Vergangenheit haben unvorsichtige Touristen, die als Selbstfahrer am und auf dem Salar unterwegs waren, sich selbst in Gefahr gebracht, in dem sie sich auf den Salar verirrt oder festgefahren haben. Dann waren immer große und kostspielige Suchaktionen mit Flugzeugen und vielen Helfern notwendig, um die Havarierten oder Vermissten zu finden. Im Jahr 2013 ist dies zweimal passiert und leider hat es auch Tote gegeben. Aus diesem Grund ist es nicht mehr gestattet, als Selbstfahrer den Salar zu bereisen.
Vor zwei Jahren sind zwei Salzarbeiter, deren LKW den Dienst quittiert hatte zu Fuß losgegangen, um das fünf Kilometer entfernte Ufer zu erreichen. Leider hatten sie auch kein dichtes Schuhwerk, so dass die Salzlauge begann ihre Füße zu verätzen. Etwa einen Kilometer vom Ufer, in Sichtweite des rettenden Bodens, wurden sie tot aufgefunden. Während unserer Tour war ein Fahrer, der Guide, der japanische Reiseleiter mit zwei Japanern auf einer Wasserfläche auf dem Salar unterwegs. Gegen 13:00 Uhr beschlossen sie, den Fahrer loszuschicken Getränke und Snacks aus dem ehemaligen Salzhotel Playa Blanca zu holen. Als der Fahrer gegen 14:00 Uhr zurückkam, gab es keine Spur von den vier nun Vermissten. Die folgende Suchaktion brachte keine Ergebnisse, doch glücklicherweise konnten die drei am Abend den Weg allein zurück nach Colchani finden.
In den Monaten Dezember bis Februar steht der Salzsee in Gänze bzw. in großen Teilen unter Wasser. In dieser Zeit müssen erhebliche Einschränkungen bezüglich des Aktionsradius in Kauf genommen werden. Der See kann in dieser Zeit nur in absoluten Ausnahmefällen befahren werden. Auch die Insel Incahuasi ist in diesem Zeitraum meist nicht erreichbar. Erst ab März, wenn der Salar trocken ist, kann er wieder gänzlich befahren werden
Von etwa Ende Juni bis zum Beginn der Regenzeit Anfang Dezember ist der Salar trocken. Mit Ausnahme der schlammigen Uferzonen und einzelner Wasseraugen (ojos de agua) kann dann die fünf bis dreißig Meter dicke Salzkruste selbst von Bussen und LKWs befahren werden.

Für Touristen ist meist der kleine Ort Colchani der Zugang zum Salzsee. Von dort gelangt man zu den Hotels „Palacio de Sal“ und „Luna Salada“, welche im Wesentlichen aus Salz gefertigt sind.



NaCl



Salar de Uyuni

Vor dreißigtausend Jahren erstreckte sich über die Region des Altiplanos ein gewaltiges prähistorisches Binnenmeer. In der trockenen Höhenluft, unter der intensiven Sonneneinstrahlung und ohne Zufluss war es zum Austrocknen verdammt. Geblieben ist der Salar de Uyumi. Lange Zeit war das „Mar Blanco“ wie es die Einheimischen nennen, Einnahmequelle für wenige Bewohner, die unter martialischen Bedingungen dort Salz förderten und immer noch fördern. Die Salzmenge des Salar de Uyuni wird auf ungefähr zehn Milliarden Tonnen geschätzt, wovon unter den bisherigen Bedingungen jährlich nur etwa 25.000 Tonnen abgebaut werden.
Vorüber sind die Zeiten, da nur das Salz die wichtigste Rohstoffquelle war. Heute ist es vor allem das darin enthaltene Lithium, welches mit geschätzten 5,4 Millionen Tonnen etwa siebzig Prozent der weltweiten Vorkommen darstellt. Dieser Rohstoff rückt mehr und mehr in den Fokus finanzstarker Konzerne. Nicht ganz zufällig thematisiert der Bond Film „Ein Quantum Trost“ Bodenschätze und Wasser in Bolivien.
Wie lange die Stille auf dem Hochplateau nur von den hier brütenden und nur in Südamerika vorkommender Flamingo-Arten gestört wird ist fraglich. Einsamkeit, Stille und das einzigartige Farbenspiel zwischen dem Stahlblau des Himmels und der unendlich scheinenden weißen Salzfläche, die von weiten wie ein zugefrorener See anmutet lockt auch immer mehr Touristen in diese Region.
Alles kann man heute im Internet lesen, Bilder und Filme anschauen. Über jeden Ort gibt es Reportagen. Man glaubt zu wissen, was einen erwartet und bedauert gleichzeitig, dass es so ist. Bis man dann selbst über den Salar fährt und erlebt wie die Sonne über der makellos spiegelnden Wasserfläche untergeht. Wir hatten keine Worte. Nichts kann Momente wie diesen tiefer in unser Gedächtnis einbrennen als das eigene Erleben. Das unendlich wirkende Weiß des Salzes in der gleißenden Sonne hebt die Proportionen auf. In allen Himmelsrichtungen sieht das Auge nur Weiß, wie in einem gigantischen Fotostudio. Zwerge spielen mit Riesen. Getränkeflaschen groß wie mehrstöckige Häuser. Menschen springen leichtfüßig über Jeeps. Unter der unermesslichen blauen Himmelskuppe die sich durch einen flimmernden Streifen vom Salz trennt, schwebt ein Jeep, einer Fata Morgana gleich, einem imaginären, nicht fassbaren Ziel entgegen.
Die vereinzelten ojos de agua, durch die Wasser an die Oberfläche gluckst, erinnern daran, dass es sich nicht um eine Wüste, sondern um einen Salzsee mit einer Meter dicken Salzschicht auf der Oberfläche handelt. An manchen Stellen auf dem Salzsee wurde schon eine Krustenstärke von 90 Metern gemessen.



Ring of Color



Toren auf dem Salar de Uyuni

Hier haben wir versucht eine individuelle Fototour für zwei Personen in einem 4WD Car zu organisieren. Die Standardtouren, bei denen bis zu sieben Personen in ein Auto gequetscht werden, wäre nur die Notlösung gewesen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich mit meinem Fotoequipment und Stativ auf dem Schoß, eingezwängt bei einer Körpergröße von 1,92 Metern tausend Kilometer über Sandpisten fahre. Ich wollte mir auch nicht vorstellen wie mein Fotorucksack auf das Dach des Jeeps geschnallt und dann vier Tage sandgestrahlt wird. Einziger Vorteil der Gruppentouren ist, dass sie nur 100 – 180 € pro Person kosten. Aus meiner Sicht ist der beste Anbieter für Gruppentouren Routaverde. Hier stimmen bei den Gruppentouren Preis und Leistung. Man findet im Internet seitenweise Berichte über Touren auf und um den Salar. Ein Großteil jedoch rät nach der Fahrt in einer Gruppe zu Privattouren. Reise Know How empfiehlt in der aktuellen Ausgabe Tito Tours. Ich persönlich denke, wenn Veranstalter, Restaurants, Hostals oder anders in Reiseführern empfohlen wird, ist es meist in Kürze vorbei mit dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Reise Know How ist das vielleicht nicht so dramatisch aber bei dem weltweit gelesenen Lonley Planet hat das dann sicher Auswirkungen.

Die von uns angefragten Agenturen boten wie folgt an.
Latinarealbolivia ist ein deutsch sprechender Bolivianer, mit dem wir lange Emailkontakt hatten, der dann aber für sich beschlossen hat, das er auf das was wir wollen keinen Bock hat.
Routaverde bietet Privattouren mit Standardprogramm zu moderaten Preisen an. Fragt man dann eine Individualtour an, wird es gleich exorbitant teuer und kompliziert. Ein Beispiel welches für fast alle Agenturen steht: Eine private drei Tages Komforttour kostet 540 USD pro Person. Dann müsste eine Tour für fünf Tage 900 USD kosten. Wobei ich aber noch hinzufügen muss, dass ich signalisierte auf Komfort zu verzichten, um weite Anfahrtswege zu vermeiden.
Eine fünf Tages Tour sollte aber nun 1132 USD pro Person kosten. Die Begründung: Hi, the US$ 540 price was from last year, this prices are higher, plus the costs are higher as you want to drive after sunset in the evening twice. Also, ich fahre in der low season nach Uyuni, möchte zwei Mal nach dem Sonnenuntergang am Salar die zwei Kilometer vom Salar nach Uyuni zurück fahren, verzichte auf Komfort und soll 232 USD pro Person mehr zahlen als der kalkulierte Saisionpreis für eine Komforttour. Das verstehe ich nicht. Das bei Dunkelheit am Morgen und am Abend über den Salar gefahren wird ist bei allen Agenturen der Normalfall.
Fauna Reisen: 4070 € 14 Tage/ 290 € pd, inkl. Langstreckenflug
Andinotours ist ein deutscher Anbieter, der im Grunde nichts anderes macht, als Agenturen in Bolivien anzufragen und das Angebot dann mit einem Preisaufschlag weitervermittelt. Für den um Sicherheit bemühten Reisenden liegt der Vorteil bei diesem Veranstalter darin, dass der Gerichtsstand im Falle von größeren Pannen Deutschland wäre.
Protours mit Sitz in Chile. Verhandlungssprachen sind deutsch, englisch und spanisch, Der Emailverkehr erfolgt zeitnah, es wird professionell beraten, die Tourgestaltung ist flexibel und passt sich den eigenen Wünschen an. Es handelt sich um einen Veranstalter für den gehobenen Anspruch, deutlicher formuliert für den dicken Geldbeutel.
Uyuni Tours bot 4 Tage/3 Nächte für 506 € an.
Terra Andina bot 4 Tage/3 Nächte für 506 €, bei einem leicht abweichenden Tourplan als bei Uyuni Tours an
Sucht man Andrea Tours kommt man automatisch zur Website von Uyuni Tours, was ein Beleg dafür ist, wie eng die Verflechtungen unter den Veranstaltern sind und das ein Eigentümer mehrere URLs betreibt.
Andes & Amazonia bot eine Privattour 4 Tage/3 Nächte für 848 Euro pro Person an.
Fremen Tours Bolivia bot eine Privattour 4 Tage/3 Nächte für 861 Euro pro Person an.
Kanootours, Esperanzatours, peru journeys und solyluna-bolivia.com sind alle ein und dieselbe Agentur. Genau wie bei Tonito bekam ich auf Anfragen keine Antwort.
Weitere wären Oasis Odissey Tours, Colque Tours und Incalandtours. Bei letzterer funktionierte die Emailadresse auf der Website nicht.
Besondere Erwähnung sollte Pepitatours finden. Es handelt sich um eine Selbstfahrvermietung, die Geländewagen für Touren in Bolivien und nach Argentinien
ab eine Woche vermieten. Sie haben 35 Jahre Erfahrung in Bolivien, der Inhaber ist Schweizer und auch die Mechaniker haben eine schweizerische Ausbildung. Man spricht und schreibt französisch, deutsch, englisch und spanisch. Die Allradfahrzeuge Nissan Patrol (Langversion), sind vollständig ausgerüstet für die harten Bedingungen der südamerikanischen Straßen.
Die Fahrzeuge können mit Liegefläche und Kochmaterial gemietet werden, so dass man unabhängig reisen kann. Sie bieten auch die Möglichkeit in die Nachbarländern einzureisen und eine Fahrt von La Paz bis nach Feuerland zu machen, ohne den Zwang zu haben, dass Fahrzeug nach La Paz zurückfahren zu müssen.
Zu den Leistungen gehören: Camping Material, Sauerstoffflasche, Satelliten Telefon, GPS Gerät, komplette Zoll Dokumente, komplette Informationen, Warnungen und Reiseroute mit wichtige Hinweisen, um die Reise zu erleichtern und sicher zu machen.
Pepita vermietet in La Paz auch eine vollausgerüstete Wohnung für 2 bis 4 Personen (86 m²) Achtung Aussteiger: Für Ende 2015 wird ein Nachfolger gesucht.



red & blue



Trip Report Hidalgo

Hidalgo war auf den ersten Blick etwas teurer. Berücksichtigt man jedoch den Preis pro Tag, den Flughafentransfer, die besseren Übernachtungen sowie die Übernachtung in dem aus dem Ausland unmöglich zu buchenden Hotel „Palacio de Sal“, so ist es dann ein attraktives Angebot, dass wir schlussendlich annahmen Allerdings wurden auch hier im Vorfeld alle meine Wünsche zur Touranpassung ignoriert. Ich hatte dann eine zusätzliche, ursprünglich nicht im Programm enthaltene Nacht in Uyun inkludieren lassen, die dann prompt auf der Reisebestätigung fehlte. Nach einer weiteren Email hieß es dann: “Yes, you’re right, it was my mistake, in attach I send the corrected itinerary.” Echt nervig!

Es wurde jedoch noch viel spannender. Beim Abflug in La Paz standen unsere Koffer auf einem Wagen auf dem Flugfeld. Wir stiegen ein und flogen los. Was wir nicht wussten, die Koffer aller Passagiere standen immer noch auf dem Flugfeld. Die Maschine war nur zur Hälfte, mit einer japanischen Reisegruppe und uns beiden besetzt. In Uyuni hieß es die Maschine wäre mit den Koffern zu schwer gewesen. Allerdings stieg in Uyuni eine gleiche Anzahl Touristen ein und auch jede Menge Koffer wurden verladen. Unser Gepäck sollte am nächsten Tag um 9:00 Uhr eintreffen. Eine Woche ohne frische Wäsche wäre kein Problem. Eine Fototour ohne Stativ hingegen für mich undenkbar.

Nach unserem unvergesslichen sunset auf dem Salar gingen wir im “Lithium Club-Restaurant & Pub“ essen. Ein urgemütlicher Backpackertreff im gehobenen Preisniveau. Unsere lokale Begleiterin Olga ließ sich wie selbstverständlich von uns einladen. Vor dem Essen sprachen wir über die geplante Tour. Sie meinte, morgen erst in die entgegengesetzte Richtung nach Pulancayo zu fahren, wäre nicht sinnvoll. Die Isla Incahuasi sei nicht erreichbar und am letzten Tourtag zu den Ausgrabungen und nach Culpina K zu fahren, wollte sie uns ebenfalls ausreden. Das es nicht funktionieren würde, alle landschaftlichen Highlights in den vorletzten Fahrtag zu legen, hatte ich schon seit Monaten versucht zu vermitteln. So war mein Vorschlag morgen direkt in den Süden zu fahren. Die Ausgrabungen auszulassen und am letzten Tourtag, den wir ohnehin in der Umgebung von Uyuni verbringen würden, nach Pulancayo zu fahren. Nach einer kurzen Rücksprache mit der Agentur durch sie war die Antwort: „Das kostet extra“. Von Olga hatte ich den Eindruck, dass sie auf ihre Art nett war und verstanden hatte, worauf es uns ankam. Warum die Tour so abstrus geplant wurde, war auch ihr unverständlich. Anhand unseres Tourplans und des Preises erklärte ich ihr warum ich niemals bereit wäre, für eine vorab gezahlte Leistung noch einmal zu zahlen. Was sie dachte werde ich nie erfahren, aber der Preis hat sie schockiert! Es blieb uns jetzt nur auf unser Gepäck zu warten und zu hoffen, dass es für den Tourablauf noch eine zufriedenstellende Lösung geben würde.

Der nächste Morgen. Wir holen unser Gepäck aus dem Büro von Aerolinas Amazonas, wechseln Geld und eilen zurück zum Büro von Hidalgo. Keiner im Büro, kein Fahrer da, wir warten wie das hier alle tun. Die beiden Japaner, die ebenfalls bei Hidalgo gebucht haben, versitzen nun auch schon drei Stunden ihres kostbaren Urlaubs im Hotel und auf allen Zimmern im Hotel liegen Touristen und harren der Dinge die da kommen. Als das Büro von Hidalgo dann endlich öffnet, gibt es nichts zu besprechen. Es ist nur eine Angestellte da, die von uns den gesamten Tourpreis kassiert. Gestern Abend habe ich es mir verkniffen, darum zu bitten vor Tourstart das Auto zu betanken. Ich will es einfach vermeiden, gegenüber den Verantwortlichen hier den Eindruck zu erwecken als wüssten sie nicht was sie tun. Nun fahren wir los. Der Tank ist leer und wir müssen zur Tankstelle. Auf der Tankstelle ein Tanklaster und zwei Schlangen von Fahrzeugen die auf Benzin warten. Gestern und heute früh kam kein Benzin. Was lernen wir daraus? Mein Hinweis zum Betanken wäre sinnlos gewesen. Seit wir das Auto bestiegen haben läuft zwischen dem Fahrer Pastor und Olga, die Namen habe ich nicht erfunden, eine lebhafte Diskussion über die Gestaltung und den Ablauf unserer Tour. Diese steigert sich so weit, das Pastor beim aussteigen die Tür zuknallt. Für einen gestandenen Bolivianer ist es sicher auch nicht leicht, sich von einer jungen Bolivianerin sagen zu lassen, wie was läuft. Um 11:00 Uhr verlassen wir endlich das Stadtgebiet von Uyuni, vorbei am Lokfriedhof der schon von hundert Touristen belagert wird, die auf den Wracks herum klettern. Da heute der gesamte Vormittag verschwendet wurde, werden wir nur noch das Valle de Roca und Italian City besuchen. Um 18:00 Uhr treffen wir in Villamar ein. Das Hotel in Villamar ist eines der wenigen Hotels und Refugios auf dem Altiplano. Dieses Hotel wurde für gehobene Ansprüche eingerichtet, liegt aber leider in der Mitte von Nichts. Alle landschaftlichen Highlights die in den Touren angeboten werden, sind nicht mit weniger als zwei Stunden Anfahrtszeit erreichbar. Während der Diskussion am Abend, über die Tourplanung für den nächsten Tag erreichen wir, dass wir am nächsten Morgen um 4:00 Uhr losfahren. Die Politik der kleinen Schritte, Trinkgeld gezielt einsetzen und am Abend die Planung für den nächsten Tag optimieren, ist nun unsere Strategie geworden.
So fahren wir zum Sonnenaufgang zur Sol de Manana und danach frühstücken wir an den Thermen. Anschließend fahren wir durch das Valle Dali zur Laguna Verde. Die letzte Station ist die Laguna Colorada. Wir sind nun seit 12 Stunden unterwegs und nun muss ich Abstriche machen. Unser Fahrer will nicht noch um die Lagune zum Mirador fahren, er will zurück. So verstreichen die letzten Stunden des besten Lichts unfotografiert. Ein herber Schlag so kurz vor dem Bild des Tages. Am Abend laden wir Olga und Pastor zum Essen ein, da Olga Geburtstag hat. Nach dem Essen beginnt dann wieder die leidvolle Diskussion über die Tour am nächsten Tag. Geplant ist nach dem Frühstück zum Hotel „Palacio de Sal“ zu fahren und von dort am Abend den Sonnenuntergang anzuschauen. Ein verlorener Tag. Am nächsten Morgen geht die Diskussion im Auto weiter und ich werde es langsam leid mich dazu noch zu äußern. Niemand soll hier mit den Details gelangweilt werden. Nur noch mal zur Erinnerung, Olga meinte der die Isla Incahuasi sein nicht erreichbar, da noch zu viel Wasser auf dem Salar sei.

Im Ergebnis sah der Tag wie folgt aus. Wir fuhren von Villamar über Schotterpisten, eine Straße die an den Camino de la Muerte erinnert. Unbeschreibliche Felsengebilde, die am ehesten mit denen im Südwesten der USA vergleichbar sind. Weiter führte uns diese abgeschiedene Route durch das Valle San Agostini und Julaca. Bei Puerto Chuvica bogen wir auf einen Damm ab, der etwa drei Kilometer auf den Salar de Uyuni führte. Bis zu diesem Punkt waren wir auf dieser landschaftlich spektakulären Strecke vier Stunden lang keinem Turistenauto begegnet. Dies änderte sich bei der Anfahrt zur Isla Incuahasi. Ich stellte mir die Insel immer naturbelassen vor, nur dass sie eben, berühmt wegen ihrer Kakteen, von den Agenturen regelmäßig angefahren wird. Wie naiv! Wir zählten 40 Fahrzeuge am Zugang zur Insel und es ist nicht Hochsaison. Es gibt zwei Shops, ein Restaurant, Souvenirläden, eine Funkstation und sogar ein Museum. Nach einem Rundgang über die Insel fahren wir über den Salar und machen was Touristen so machen. Zum Beispiel Salzkristalle aus Löchern in der Kruste brechen. Am Abend schauen wir uns den Sonnenuntergang an, der jedoch mangels Wolken fast genauso aussah wieder am ersten Tag. Danach fahren wir zum Hotel Palacio del Sal. Dies ist das erste aus Salzblöcken gebaute Hotel, bei dessen Gestaltung man sich viel Mühe gegeben hat. Doch aus der Wand fallende Steckdosen, kaputte Duschabtrennungen und der mit Bauschutt vermülte Innenhof trüben das Bild.

Nach dem Sonnenaufgang am nächsten Morgen und dem anschließenden Frühstück im Palacio del Sal fahren wir nach Pullancayo. Auf dem Gelände einer noch im Betrieb stehenden Minengesellschaft stehen hier verschiedene historische Schienenfahrzeuge in bedauernswerten Zustand herum. Darunter die erste Dampflokomotive Boliviens und der Zug den einst Butch Cassidy und Sundance Kid überfallen haben (sollen). Auf einem Hügel mit Blick über Uyuni und den Salzsee machen wir unser mittägliches Picknick. Hier endet auch unsere Tour mit Olga, die heute Nacht zurück in ihre Heimatstatt Potosi fährt. Die verbleibenden 24 Stunden verbringen wir allein in quiet nice Uyuni.

Wir besuchten am nächsten Morgen den Lokfriedhof von Uyuni, gingen Eis essen und erholten uns von den Strapazen der letzten Tage. Wie verabredet holt uns Don Pastor um 14:00 Uhr vom Hotel ab. Enttäuscht war er, dass wir nicht da waren als er uns bereits um 13:00 Uhr abholen wollte. Wir konnten nicht wissen, dass er mit uns bei seiner Familie in seinem Haus in Uyuni zu Mittag essen wollte. So werden wir nur kurz seinen Söhnen, ihren Frauen und deren unzähligen Kindern vorgestellt. Nach einer herzlichen Verabschiedung mit „Hasta pronto“ werden wir in die Verantwortung von Aerolinas Amazonas übergeben, die uns wieder zurück nach La Paz fliegt, wo wir bis zu unserer Abreise noch zwei Tage verbringen werden.
Fazit:

Die Preise für die Touren variieren stark. Bucht man von zu Hause vor, zahlt man immer drauf. In unserem Fall nicht anders machbar, da wir nur ein enges Zeitfenster zur Verfügung hatten, in dass wir die Chance auf möglichst viele magische Momente packen wollten. Günstiger ist es vor Ort zu verhandeln und jeweils zu sagen, dass man ein günstigeres Angebot hätte. Das setzt natürlich gute Englisch- besser noch Spanisch Kenntnisse voraus und dürfte wohl nur in der Nebensaison funktionieren. Unterwegs haben wir ein Pärchen getroffen, die von Uyuni aus eine Tour machen wollten. Sie mussten einen Tag mehr in Uyuni bleiben, da zunächst alle Touren ausgebucht waren. Am Folgetag bekamen sie jedoch ein Auto für sich allein. Eine Privattour zum Preis einer Gruppentour.
Pech und Glück liegen meist nah beieinander.



Black & Blue



Uyuni

Während des Salpeterkrieges zwischen 1879 bis 1884, in dem Bolivien seinen Anschluss zum Pazifik verlor, hatte diese Region zuletzt die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Ähnlich wie die Argentinier, die sich heute immer noch im Kampf um die Malvinas fühlen, ist auch in Bolivien heute das Trauma als Melancholie bei vielen Bolivianern noch spürbar. In Folge des Krieges wurde in Uyuni 1889 ein Militärstandort, inmitten einer unwirtlichen Hochebene, auf der weder Ackerbau noch Viehzucht möglich ist, gegründet. Die Wogen vieler Jahre ergossen sich über die Region und nahmen ihr ihre wirtschaftliche Bedeutung. Geblieben sind vieler Orten nur Geisterstädte. Wenige Ansiedlungen konnten sich halten. Sonnengegerbete und windgeschliffene rote Backsteine und Adobeziegel bilden eine Ansammlung von Gebäuden, zwischen denen der Wind mit Sand und Plastikmüll spielt. Uyuni wirkt karg und verschlossen und bis auf die Hotels und die Agenturen ist eine touristische Infrastruktur nur rudimentär vorhanden. Schon in so mancher Email, in der man sich nur mit Mühe eine Anrede in Form von „Mr.“ abgerungen hatte wurde eine unpersönliche rein kommerziell geprägte „Gastfreundschaft“ spürbar. Eine Eigenart die sich meinem Verständnis entzieht, verdankt doch Uyuni einen gewissen Wohlstand der Tatsache, dass es durch seine geografisch günstige Lage zur Drehscheibe des Tourismus auf dem Altiplano wurde. Die Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt, die Salzgewinnung sowie die zunehmende touristische Vermarktung sind die einzigen Säulen auf die sich die heutige Existenz der Stadt gründet. Um den Tourismus weiterzuentwickeln wurde 2011 sogar ein neuer Flughafen eröffnet. Der Plaza Arce in Uyuni befindet sich zwischen dem Bahnhof und der Kirche. Hier schlägt das touristische Herz Uyunis. Zahlreiche Tourveranstalter haben hier ein Büro, es gibt zahlreiche Shops, Restaurants und ein Museum. Hier treffen sich junge Backpacker aus der ganzen Welt.



Uyuni - Av. Colon



Hotels in Uyuni

Das Hotel Palacio de Sal ist das beste Hotel, direkt am Salar gelegen und damit auch das teuerste. Wie bereits erwähnt war es weder über bookingdotcom noch per Email möglich dort eine Übernachtung zu buchen. Bei unserem Einchecken im Palacio sahen wir jedoch, dass dieses Hotel nur zur Hälfte ausgebucht war. Ein weiteres Salzhotel Luna Salada, welches jedoch wegen Aus- und Umbauarbeiten geschlossen war. Unterkünfte gibt es in Uyuni zwischen 40 und 140 Euro, wobei man aber vom Preis nicht zwangsläufig auf den Standard schließen sollte. Die besseren Hotels sollte man auf jeden Fall vorbuchen, da sie oft von Reiseagenturen geblockt werden.
In den Monaten Dezember bis März wird Uyuni zu einer japanischen Enklave. In der Trockenzeit von April bis August trifft man zusätzlich auf Amerikaner, Kanadier und Europäer und es ist schier unmöglich auf eigene Faust Zimmer zu bekommen.



Isla Incahuasi

Die Isla Pescado ist nicht die Isla Incahuasi. Hier werden selbst von den örtlichen Agenturen oft die Namen verwechselt. Die Isla Incahuasi (GPS 20° 14.485, W 67° 37.646) besteht wie alle neun Inseln auf dem Salar aus versteinerten Korallen. Die Isla Incahuasi ist bekannt für seine bis zu 12 Meter hohen und 1000 Jahre alte Kakteen. Die Isla Pescado (GPS 20° 08.020, W 67° 48.454) liegt 20 Kilometer nordwestlich der Isla Incahuasi.



The Untouchables



Southbound

Die Fahrt von Uyuni südwärts, kommt so manchen wie eine Reise über einem fremden Planeten vor. Bei genauem Hinschauen offenbart sich jedoch in dieser lebensfeindlichen Umgebung das faszinierende Farbenspiel, welches das Altiplano in Bolivien und Chile den Augen aller Lebewesen bietet. Unterhalb des Horizontes breitet sich die gesamte Rotpalette in den unendlichen Weiten aus und wechselt mit jeder Tageszeit ständig und wird von einem stahlblauen Himmel gekrönt auf dem die Winde jeden Tag andere Muster aus Wolken malen. Hunderte Flamingos staksen in der ihnen eigenen Anmut durch das seichte Wasser der Lagunen und schlürfen mit dem Wasser auch die Nährstoffe darin auf. Dieser Chemikaliencocktail verleiht ihnen dieses einzigartige Rosa. Den Besucher erwartet zunächst mehr oder weniger karge Eintönigkeit, aber wer genauer hinschaut, entdeckt die Vielfältigkeit die Pachamama hier geschaffen hat. Die Einzigartigkeit dieser Landschaft löst bei vielen Besuchern abwechselnd ungläubige Erregung und ehrfürchtiges Schweigen aus. Je weiter man nach Süden gelangt desto karger wird die Landschaft, die getupft ist mit Lamas, Vicuñas und Alpacas. Sie brauchen nur alle zwei Tage Wasser und beherrschen die Kunst, sich hier oben von den harten Grasbüscheln zu ernähren.



Vicunas



Laguna Colorada

Die größte der Lagunen des Altiplano ist die Laguna Colorada. Rotes Wasser hat sicher überall auf unserem Planeten eine eigenartige Wirkung auf dem Betrachter. Hier oben in dieser Wunderwelt wirkt diese Erscheinung schon fast normal. Die Natur hat aus Algen und den Mineralien Blei und Borax einen Cocktail gemixt, der nur in dieser Lagune zu finden ist. Das kräftige Rot wird gerahmt von dunklem Vulkansand in dem die Wurzeln beige-grüner Grasbüschel Halt gefunden haben. Kleine Bäche haben sich in die Flächen kalküberzogener Moose hineingeschnitten. Hier an der Laguna Colorada trifft man am häufigsten die drei hier vorkommenden Flamingoarten. Den Chileflamingo, Gelbfuß- oder Andenflamingo und James- oder Kurzschnabelflamingo an.



Andenflamingo



Sol de Manana

Das etwa zwei Quadratkilometer große Geothermalgebiet Sol de Mañana liegt südwestlich der Laguna Colorada, Richtung Salar de Chalviri auf einer Höhe von 4850 Meter über dem Meeresspiegel. Es gehört, wie die Geysire von El Tatio, zur Vulkanregion Altiplano-Puna. Mit seiner intensiven geothermischen Aktivität aus Geysiren, kochenden Schlammlöchern und Fumarolen hat es die Sol de Mañana auf die Routenpläne jeder Tour im Süden Bolivien geschafft. Beeindruckend sind die Quellen besonders in den Morgenstunden, wenn die Schwefeldämpfe in der kalten Luft kondensieren. Ein unscheinbares Loch im Boden aus dem leise Dampf pfeift. Aus einem anderen Loch dampf es nur. Schlammkrater in denen graue Pampe blubbert, werfen immer wieder mit kochenden Spritzern nach neugierigen Touristen, die in die Krater schauen. Die Hintergrundmusik liefert der Geysir, der den ganzen Tag donnernd eine riesige Dampffontaine in den Himmel schickt. Am Fuße des aktiven Vulkans El Taito kann man unter freiem Himmel in Mitten des Altiplanos in den 30° Celsius warmen Thermen baden.



Sol de Manana I



Laguna Verde

Etwa fünfzig Kilometer südlich des Geysirs Sol de Manana liegt die siebzehn Quadratkilometer große Laguna Verde am Fuße des Vulkans Lincancaibur und Juniquez. Wenn die Sonne in der Mittagszeit ihren Zenit erreicht, vollzieht sich ein einmaliges Naturschauspiel. Die Sonnenstrahlen leiten eine chemische Veränderung des pflanzlichen Planktons in Verbindung mit dem Blei, Calcium und Schwefelgehalt des Wassers ein. Das sonst klare Wasser der Lagune, beginnt sich von der Mitte zum Rand smaragdgrün zu verfärben. An dieser Lagune kann man ebenfalls das ganze Jahr über die drei verschiedenen Flamingoarten beobachten.
So, jetzt Rakete klar machen, Proviant einpacken, und die Koordinaten des Planeten Altiplano eingeben. Im Dezember soll das Wetter auf dem Planeten für Naturfotografen wieder ideal sein



Blue & Green



Empresa Ferroviaria Andina

Seit 1996 ist der Bahnhof La Paz für den Personenverkehr geschlossen. Die verlassenen Gebäude sind jetzt von der Baustelle der neuen Teleférico nach El Alto verschlungen worden und doch gibt es überall klare Erinnerungen an den ursprünglichen Zweck der Station.

Noch rosten mit Graffitis verzierte Wagen auf dem Gelände vor sich hin. Gleich neben an lagern die Bauteile der 200 Millionen Dollar teuren neuen österreichischen Seilbahn. Unter den Reifen schwerer LKW glänzen hin und wieder Schienen unter dem Schlamm hervor. Das entkernte Bahnhofsgebäude trägt noch einen leeren Fahrplan. Ein kaum mehr lesbares Hinweisschild knarrt im Wind. Seit weit über zehn Jahren gab es keine Passagiere mehr denen der Weg zu weisen war. Hier war Kilometer Null der Andenlinie zur Pazifikküste.

Die Bahn fuhr von La Paz zum chilenischen Hafen von Arica und wurde zu einer der bekanntesten Linien in Boliviens Eisenbahngeschichte. Die wichtige Linie hatte, aufgrund der ständig schlechten Beziehungen zwischen Bolivien und Chile nie eine wirkliche Blütezeit. Investitionen in Gebäude und Anlagen wurden von beiden Seiten weitgehend unterlassen..

Die 440 Kilometer lange Bahnlinie wurde unter der Aufsicht der chilenischen Regierung gebaut. Der Bau war Teil eines Friedensvertrages, der im Jahr 1883 , nach dem Pazifik - Krieg unterzeichnet wurde. Im Ergebnis des Krieges hatte Bolivien seine Küste und den Zugang zum Pazifik verloren und Chile bot den Bau der Bahnlinie als eine Art der Reparation an.

Es wurde vereinbart, dass Chile für die Unterhaltung der Strecke auf beiden Seiten der Grenze verantwortlich sein. Doch im Laufe der Jahre begannen die Bolivianer zu vermuten, dass ihre Nachbarn diesen Vertrag nicht erfüllten. Tatsächlich vernachlässigte Chile die Unterhaltung der Bahnlinie auf bolivianischer Seite. Die Verschlechterung der Anlagen führte zwangsläufig zu einer nachlassenden Popularität der Bahn als Verkehrsmittel. Ab Mitte der 70er Jahre verschlechterte sich der Bahnverkehr mangels Investitionen in ganz Bolivien. In den 1990er Jahren , besagte eine Studie, dass man etwa 40 Mrd. USD benötigen würde, um die rasch verfallende Infrastruktur der Eisenbahn wiederherzustellen. In den folgenden Jahren, gab es in Bolivien eine große Privatisierungswelle von der auch die Eisenbahn erfasst wurde. Nun wurden die Anlagen und das rollende Material ganz dem Verfall preisgegeben.

Hundertzehn Jahre sind seit der offiziellen Einweihung der Linie im Jahre 1903 vergangen. Zur hundert jahr Feier im Jahr 2013 in Arica, kochten die alten Konflikte und Kontroversen um die Eisenbahn wieder hoch. Chiles Präsident Sebastian Piñera besuchte die Veranstaltung. Nirgendwo war jedoch eine bolivianische Delegation zu sehen. In einer späteren Erklärung, rechtfertigte sich Evo Morales, in dem er Piñera aufforderte mit ihm den bolivianischen Streckeabschnitt zu fahren, um zu prüfen, ob die Linie noch voll funktionsfähig sei. Piñera nahm die Herausforderung an, doch die Fahrt steht noch aus. Das angespannte Verhältnis zwischen Bolivien und Chile, sowie die heruntergekommene Eisenbahn haben bewirkt, dass sich der Ausbau von Straßen in Bolivien in den letzten vier Jahrzehnten verzehnfacht hat. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der betriebsfähigen Lokomotiven halbiert.

Inzwischen haben die Bolivianer längst gegen ihre Eisenbahn gestimmt. Der Transport der Güter und Personen ist fest in der Hand von LKW, Bus und anderen Benzin und Dieselmonstern. Gerettet haben sich Teile der Eisenbahn nur als Touristenattraktion. So die Züge zwischen Chile, Uyuni und Potosi oder als Klettervergnügen wie der Cementerio de trenes in Uyuni.
Diese besondere Linie von Potosi und Pulancayo, gebaut von britischen Ingenieuren, wurde von Bergbauunternehmen für den Transport von Mineralien zu den Häfen an der Pazifikküste genutzt. Der Verkehr kollabierte in den 1940er und 1960er Jahren, als die Bergbauindustrie mangels Nachfrage und Ausbeute zusammenbrach.
Anders als in anderen Städten in Bolivien , wird der alte Bahnhof von La Paz wieder einer Bestimmung zugeführt. Er wird zu einem Zentrum des Transports.

Dieses Mal wird es nicht das Klappern der Räder auf Gleisen sein, dass den Bahnhof mit Leben füllt , es wird das fast lautlose Surren der neuen " Teleférico " werden. Eine Fahrt bedeutet nun nicht mehr länger, rumpelnd durch die zerklüftete Landschaft vor den Toren von La Paz zu reisen. Stattdessen wird man lautlos durch die Atmosphäre über der Stadt gleiten.

Von hoch oben wird man auf das Bahnhofsgebäude schauen. Hoffentlich wird es dann noch Zeitzeugen geben, die von der bewegenden Geschichte der Eisenbahn zu erzählen wissen..
So mancher glaubt schon heute zu wissen, dass auf dem Bahnhofsgelände ein Museum entstehen wird. Zu welchem Thema bleibt unklar. Zurzeit steht die neue Teleferico im Mittelpunkt des Interesses. Doch das eindrucksvolle Empfangsgebäude des Bahnhofs von La Paz wird immer an die Linie La Paz- Arica Linie erinnern.

+++++

So, jetzt Rakete klar machen, Proviant einpacken, und die Koordinaten des Planeten Altiplano eingeben. Im Dezember soll das Wetter auf dem Planeten für Naturfotografen wieder ideal sein.



death end


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Kommentare

  • reisefreudig

    hola Jörg,
    muy buena e interesante, estoy impresionado.
    lg Harald

  • Schalimara

    Sehr interessanter Bericht, tolle Fotos und ein Fazit: - für Bolivien muss man sehr viel vorplanen -
    (nix für Anfänger) ;-)
    LG Schalimara

  • Steffania

    Toller Bericht und sehr spektakuläre Bilder.
    LG Steffi

  • INTERTOURIST

    Danke - aber zu lang.
    Die wenigsten tun sich das an.

  • pleuro

    Lieber Jörg,
    ganz herzlichen Dank für diesen hervorragenden Reisebericht! Du hast Dir eine unglaubliche Mühe mit all den interessanten Informationen gemacht und sehr wertvolle Tipps gegeben.
    Spannend und sehr unterhaltsam hast Du diese Reise beschrieben. Du hast mich echt mitgenommen; so viele Erinnerungen wurden wieder wach. Viele Parallelen zeigten sich auf. Ich bin wieder eingetaucht in die Bilder, in die Emotionen, die ich selbst gesehen und erlebt habe.
    Schade, dass die Tage auf dem bolivianischen Altiplano nicht ganz so verliefen, wie Du Dir das vorgestellt hast. Mir scheint, da hast sich auch einiges getan, was die Zunahme des Tourismus angeht.
    Ich gebe das Kompliment zurück - besser kann ein Reisebericht nicht sein. Und ich habe viele wunderschöne Fotos gesehen. :-)
    Liebe Grüße
    Anne

  • chefkochpaule (RP)

    Klasse erklärt, klasse fotografiert und klasse geschrieben; der Beginn hat mich gleich mitgerissen :-) LG Doris

  • rolo88

    ich schließe mich den ganzen vorausgegangenen kommentaren und grüßen an. habe selten in einem reisebericht so viele stimmungsvolle und beeindruckende fotos gesehen. bei uns steht für das nächste jahr wieder chile an. allein schon deine fotos der rostigen eisenbahnen lassen mich überlegen, ob nicht doch auch ein paar tage bolivien drin sein sollten. danke und erhol dich erst mal von den ausgiebigen vor- und nachbereitungen. hatt spaß gemacht, reinzuschauen.
    lg rolf

  • nach oben nach oben scrollen
  • Schili

    Ich liege meiner Frau schon lange mit Bolivien in den Ohren. Dieser sensationelle Reisebericht incl. der Eins mit Sternchen-Fotos wird eine Menge Überzeugungsarbeit leisten..ganz sicher!
    Gruß aus Köln

  • mychaosland

    Schöner , informativer Bericht. Tolle Fotos. Der Wahnsinn was das richtige Licht für einen Unterschied macht. Du brauchst wohl lange, bis die Fotos so entstehen, oder? Lg Alex

  • annah

    Ihre Berichte sind super ! Sehr informativ , hilfreich und natürlich wunderschöne Fotos !
    Danke !!!!

  • Schili

    Nicht wirklich wichtig , aber La Paz ist nicht die Hauptstadt von Bolivien. ICH wusste es auch nicht, aber da es für mich in ein paar Wochen selbst dorthin geht, bin ich bei den Reisevorbereitungen halt drauf gestoßen. Ansonsten, wie schon zuvor geschrieben, ein wirklich klasse Reisebericht mit tollen Fotos.Da ich allein für Bolivien(es geht auch noch nach Brasilien) knapp zwei Monate Zeit habe, werde ich das Land recht intensiv & individuell mit einem mit Schlafkabine ausgestatteten Nissan Patrol bereisen können. Freue mich riesig. Gruß aus Köln.

  • u18y9s26

    Danke für diesen herausragenden Bericht über eine die Vorstellungskraft aus der Ferne überfordernde einzigartige Landschaft. Ich freue mich jetzt um so mehr, diesen Teil der Erde persönlich kennenzulernen und zu erleben.
    LG Ursula

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. BOLIVEN - un corto viaje a siete mil ochocientos trienta y seis palabras 4.89 19

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