"Auf historischen Spuren in Umbrien" - wir reisen weiter.....

Reisebericht

"Auf historischen Spuren in Umbrien" - wir reisen weiter.....

Reisebericht: "Auf historischen Spuren in Umbrien" - wir reisen weiter.....

Entscheidet man sich zu einer Reise nach Italien, so ist es meist die Frage, soll man in die
Toskana, nach Rom, an die Amalfiküste oder gleich nach Kalabrien, auf die Äolischen Inseln (Stromboli) oder doch nur ans Meer fahren ?
Sollten es Besichtigungen auf den Spuren der Etrusker oder doch wieder Besuche von historischen Baudenkmälern, Kirchen und Palästen, welche bereits als Weltkulturerbe gelistet sind, werden?

Für uns stellten sich diese Fragen nicht, der Entschluss stand fest. Durch zahlreiche Besuche in vielen Provinzen Italiens ist immer eine Provinz am Rande „liegen“ geblieben, nämlich die Provinz Umbrien. Demzufolge beschlossen wir, in diesem Jahr „Auf historischen Spuren in Umbrien“ wandeln zu wollen.

In Ergänzung zum ersten Teil dieses Berichtes reisen WIR weiter durch das „Grüne Herz“ Italiens, durch die Region Umbrien, genießen die beeindruckende Landschaft, besichtigen historische Städte und auch liebliche, kleinere Ansiedlungen, deren interessante Geschichte oftmals bis in die Antike und/oder in etruskisch-römisches Zeitalter zurückreicht.

Blick auf Trevi, Umbrien.....



...die Region....

... abgeerntet...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Umbrien ist eine Region Italiens, die zwischen der Toskana, Latium und den Marken liegt, mit mehr als 900.000 Einwohnern Es ist die einzige Region Italiens, die weder eine Meeresküste noch eine Grenze zum Ausland hat. Hauptstadt von Umbrien ist das mittelalterliche Perugia.

Umbrien wird geprägt von ausgedehnten Bergrücken mit Weidewirtschaft und Ackerbau, Beckenlandschaften und Tälern mit intensiver Landwirtschaft und den ausgedehnten Gebirgszügen des Umbrischen Apennins im Osten.



...wogendes Korn...



... die Städte auf unserer Reise......

.. nur viele Stiegen führen...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Perugia - die Hauptstadt,

Heute war beabsichtigt PERUGIA, die Hauptstadt Umbriens zu besichtigen. Bereits am Parkplatz
unseres Hotels stellten wir unser NAVI darauf ein. Über die uns schon bekannte kleine Bergstraße ging es vorerst in Serpentinen hinab nach Assis, von dort auf die Schnellstraße nach Perugia.

In der Stadt am Hügel, heute 160.000 Einwohner war es – wie jeden Tag – vorerst ein kleines Problem einen Parkplatz nahe des Historischen Zentrums zu erlangen. Nach einigen Versuchen gelang es uns, unseren PKW sogar in der Nähe des Etruskischen Tores abzustellen. Durch dieses Tor betraten wir auch die Stadt und nahmen vorerst die „große Treppe“ in Angriff. Über die 150 Stiegen hinauf erreichten wir vorerst, kleine schmale Gässchen und kurz darauf die „Flaniermeile“ der Stadt, die Via Vaducci, in welcher sich seit Jahrhunderten die Menschen begegnen.

Die Via Vaducci führt vorbei an den bekanntesten Gebäude der Stadt, hier befindet sich das Rathaus, die Nationalgalerie Umbriens, viele traditionelle, aber auch die neuen Geschäfte.
Diese „Hauptader“ der Stadt endet an der Piazza IV Novembre wo sich die Kathedrale San Lorenzo über dem Platz erhebt. Die Grundsteinlegung zu der großen Kirche war 1345. Die Bauarbeiten wurden jedoch erst im 15. Jht. abgeschlossen.








... wir erreichen die große Piazza IV Novembre ...



Die Kathedrale

Papst Julius III, von Danti...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

An der linken Seite des Einganges eine Statue von Papst Julius III., von Vincento Danti 1555 errichtet.
Papst Julius III, geb 10.9.1487, gest. 23.3.1555 wurde 1536 zum Kardinal und am 22.2.1550 zum Papst ernannt. Er war Doktor corpus iuris civilis – der allg Rechte und corpus iuris canonici – der kath. Rechte.
An der Außenmauer der Kirche befindet sich eine Kanzel, von der San Bernardino herab predigte.



... in der Kathedrale...



...am Palazzo di Priori...

Fontana di Maggiori, aus 1278

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Gegenüber der Kathedrale steht der Palazzo die Priori aus 1293, dem Versammlungsaal der Stadtoberen. Hier wurden im Mittelalter die verschiedenen Währungen getauscht, Perugia war damals eine der wichtigsten Handelsstädte.
Die Wand u Deckenmalereien aus dem 15 Jht. im Palast stammen von PERUGINO und seinem damaligen Schüler RAFFAEL.

Zwischen diesen beiden Bauwerken befindet sich das „Gustostückerl“ der Piazza IV Novembre, nämlich die Fontana Maggiore – der Brunnen. Ein bildhauerisches Meisterwerk von Giovanni und Nicola Pisano bereits aus 1278.



..an der Piazza IV Novembre..



... in Perugia...

Blick auf die Piazza IV...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nachdem wir unsere Fotos „geschossen“ hatten, setzen wir uns kurz auf die Stiegen des Palazzo Priori und verfolgten, dort im Schatten, das Geschehen auf der Piazza. Anschließend „bummelten“ wir wieder durch die Via Vanucci und hielten in einem Terrassenkaffee eine wohlverdiente Rast.
Von der Terrasse konnten wir dabei weit über die Dächer der Stadt ins offene Land blicken.

So hatten wir uns unsere Touren vorgestellt, langsam und ohne Stress durch die Gässchen und Vias der historischen Städte zu „wandeln“ und natürlich Interessantes mit unseren Kameras festzuhalten.

Anschließend wurde unsere heutige Tour nach Gubbio, einer weiteren, historisch hochinteressanten Stadt in Umbrien fortgesetzt.



... der Blick über Perugia...



Anfahrt nach Gubbio

... am Weg nach Gubbio...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Unser Navi zeigt 35 km von Perugia nach Gubbio. Die Stadt liegt in einer Höhe von 522 m an den Hängen des Monte Ingino im Apennin. Vormals war Gubbio an einer der wichtigsten Straßen gelegen, welche schon die Römer nützten, wenn sie vom Tyrrhenischen Meer zur Adria reisen wollten und dabei den wichtigen Pass von Scheggia überqueren mußten.

Die Fahrt, unter Benützung der nur kleinen Landstraßen nach Gubbio erwies sich für uns als Glücksgriff. Durch den ständigen Anstieg, der in die Berge führenden Straße war es uns möglich über die weiten Felder hinweg, die herrlichen Ausblicke ins Tal zu genießen. Die Straße war eingesäumt mit langen Reihen an Stauden des gelben Ginsters. Immer wieder hielten wir an, um davon einige Fotos zu machen.

Nach einiger Zeit und Bewältigung ansteigender Serpentinen konnten wir Gubbio an den Berghängen vor uns erkennen. Wie „Bienenwaben“ wirkten die Häuser aus der Ferne, eng an den Bergrücken des Monte Ingino errichtet.











GUBBIO liegt vor uns...



... am Weg hinauf in Gubbio...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Kurz später war die Stadt und ein günstiger Parkplatz erreicht, von wo aus unser Rundgang in Angriff genommen wurde. Nun waren erstmals steil ansteigende Gassen, Gässchen und viele, viele Stufen zu bewältigen um zur Piazza Grande hoch zu gelangen. Es gibt auch einen Lift, der die Besucher direkt zur Piazza Grande bringt, aber der Weg durch die Altstadt ist interessanter.


Die Geschichte der Stadt, über das Zusammenleben der Einwohner, die Errichtung der wichtigsten Gebäude ist anhand von 7 im 15. Jht gefundenen Bronzetafeln zur Kenntnis gelangt und sind heute die wichtigsten Zeugnisse zur Vergangenheit von Gubbio.

Unser dortiges Ziel war der Palazzo dei Consoli (Priorenpalast), welcher sich an der Piazza hoch über die Stadt erhebt.
Der mächtige Palazzo wurde in den Jahren 1332 1337 errichtet, ist ein tolles Motiv und dient heute als Museum.

Da die Piazza Grande einen offenen Blick nach Süden gewährt, steht man praktisch über den „roten Dächern“ der Altstadt und genießt einen traumhaften Blick, weit ins Land hinein.



Palazzo dei Consoli an der Piazza Grande



Kirche San Francesco in Gubbio,Umbrien

Fresken in der San Francesco,...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nachdem wir von der Piazza Grande durch die kleinen, romantischen und oftmals mit Blumen geschmückten Gässchen wieder „abgestiegen“ waren ( und dabei unzählige, geschmackvoll ausgestattete Geschäfte besucht hatten ) erreichten wir die Piazza Martiri. Dort befindet sich auch die Kirche San Francesco aus dem 13. Jht. Die dreischiffige Kirche ist innen reich mit malersicher Dekoration ausgestattet.



San Francesco, 13. Jht. in Gubbio



durch die Landschaft Umbriens zum Lago Trasimeno...

... wie so oft ein...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nachdem wir die Hauptstadt Perugia, die historische Stadt Gubbio nun besucht und besichtigt hatten, sollte der heutige Tagesabschluß am Lago Trasimeno sein.
Sollten SIe, werte Leser in der Maremma, in Lazio oder schon in Umbrien reisen, so darf ich Ihnen dringlich den Besuch am Lago Trasimeno empfehlen.
Heute schon ein Ziel vieler Einheimischen, welche den heißen Städten dieser Region "enfliehen" wollen, um hier eine Erholung zu finden.

Die Landschaft rund um den See, viele "Bilderbuchmotive", die Luft ist "geschwängert" vom Duft der Blumen, Gräser und Felder. Die Orte und Städte rund um den See, "Schmuckstücke", sauber, hochinteressant und mit historischen Bauwerken "bestückt".

Hier lohnt sich allemal einen längeren Aufenthalt einzulegen. Wir hatten leider nur diesen Nachmittag geplant und fuhren dazu, den See entlang nach Castilione del Lago, um diesen reizenden Ort "auf historischen Spuren" zu besichtigen. Es ist mir nicht möglich, hier in diesem Bericht alle dort "eingefangen" Bilder einzustellen, der Bericht würde dadurch viel zu lang werden.
Kommen SIE jedoch eines Tages hierher und sie werden dabei die gewünschte Erholung finden.



... die Felder Umbriens....



Castilione del Lago,

...der Trasimeno liegt vor uns...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Castiliano del Lago - (I borghi più belli d’Italia) – zu den schönsten Dörfern Italiens

Die Lage: Durch das Absinken des Wasserpiegels seit dem Mittelalter als hügelige Halbinsel zurückgeblieben. Seit der Pfahlbauten-Kultur besiedelt, in der Etruskerzeit bereits ein wichtiges Zentrum. In der Römerzeit als Novum Clusium bezeichnet.
Die erste Burg am Hügel wurde bereits 1198 – Krieg zwischen Perugia und Arezzo – zerstört.
Friedrich II. ließ jedoch die Burg 1247 als „Rocca del Leone“ (Löwenburg) neu errichten und fügte 1325 die große Stadtmauer hinzu. Die Löwenburg galt einstmals als eine der größten Burgen in Europa und quasi als uneinnehmbar.

Von der Burg hat man einen tollen Ausblick auf den See. Rund um die Burg stehen noch jahrhundertalte Olivenbäume und spenden ausreichenden Schatten.
In der Historischen Altstadt gibt es einige sehr nette, zu empfehlende Restaurants.

Castiglione ( ca 16.000 Bewohner ) ist heute das touristische Zentrum am Trasimenischen See mit allen Einrichtungen für Bade- und Wassersport. Die Seegrundstücke sind bereits „unerschwinglich“ geworden.

An den Wochenenden sind die Strände voll und die Parkplätze rund um den See sind dann völlig ausgelastet. Wer zu spät anreist findet seinen Parkplatz nur weit entfernt vom Strand.



Blick auf Castiliano del Lago



... am Abend Rückreise zum "Adlerhorst" ( Relais Monastore di San Biagio )

Blick auf den...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

In idyllischster Landschaft - Blick auf das Relais Monastero die San Baggio, unser Hotel - erleben wir noch einen romantischen Sonnenuntergang.



Abendrot über den Feldern Umbriens

Keine Bildinformationen verfügbar


Spello- Trevi- Montefalco und Bevagna

...auf der Fahrt nach Spello...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Am nächsten Morgen, die Besichtigung von gleich vier Städten haben wir uns heute vorgenommen.

Alle Tage waren wir von der sich uns darbietenden Lanschaft begeistert, blühende Wiesen und Felder, eingerahmt von den unzähligen Büschen an gelben Ginster boten sich dar.
Wir genossen es ohne Streß und hielten oftmals an, um unserse Fotos davon mitzubringen. Von unserem Quartier, dem "Adlerhorst in den Hügeln von Umbrien waren es erstmals nur 28 km ins kleine Städtchen Spello, wobei uns unser NAVI ein "treuer Diener" war.

Die Lage von Spello: 33 km sö von Perugia, 6 km nach Foligno.
Die Stadt besteht aus drei Teilen, a) Porta Chiusa, b) Mezota und c) Posterula und hat heute ca 9.000 Bewohner. Die Gründung der Stadt geht bis auf die Etrusker zurück. Später über Jahrhunderte dem röm. Reich untertan. 1583 letztendlich in den Kirchenstaat einverleibt geworden.

Spello litt sehr unter andauernden Belagerungen und mehrmaligen Plünderungen, im 6. Jht. durch die Barbaren zerstört, 1240 plünderte und brandschatzte das Heer Friedrichs II.,
1529 und 1535 fanden weitere Plünderungen und ausgeprägte Zerstörungen statt.
Große Teile der Stadtmauer sind jedoch erhalten geblieben und verleihen der Stadt dadurch auch einen mittelalterlichen Charakter




Porta Urbica, das röm. Stattor von Spello



Blumenschmuck überall...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Nachdem wir die Stadt durch das alte Stadttor betreten hatten, wanderten wir durch die kleinen, romantischen Gässchen, welche wie ein Labyrint zu den historisch sehenswerten Bauwerken führten und dabei besonders der liebevolle Blumenschmuck an vielen Häusern, Innenhöfen und Balkonen auffällig war.



"Gässchen" in Spello, auch Stadt der...



Trevi

Stadttor in Trevi

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Von Spello nach Trevi ist es nur ein kurzes Stück, aber schon von weiten ist Trevi am Hügel zu erkennen. Dieses Motiv ist eines der meist fotografiertesten in Umbrien. Die Stadt schmiegt sich wie gemalt an den Hügel, einem Ausläufer des Monte Serano
(1429 m).
Trevi ist sehr bekannt wegen des umfangreichen Anbaus von Olivenhainen und erzeugt Olivenöl von höchster Qualität, da der Boden hier besonders dazu geeignet ist. Auch Wein aus der Gegend von Trevi ist sehr begehrt.
Trevi, heute ca 8.500 Bewohner, das kleine mittelalterliches Städtchen besteht aus vielen verschlungenen Gässchen und zauberhaften Winkeln und Ecken.

Trevi, das 1784 von Papst Pio XI den Stadttitel erhielt, gehört aufgrund seiner einmaligen Lage auf dem Hügel und seiner reichen geschichtlichen Vergangenheit zu den typischsten Städten Umbriens.









.an der Piazza Comunale...



Der Dom San Emiliano

Im Dom von Trevi, 12 Jht.

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Im Dom San Emiliano aus dem 12.Jahrhundert, der mehrmals umgebaut seit 1893 in seiner jetztigen Form besteht, sind drei sehr schöne Apsiden der ursprünglichen Konstruktion erhalten.
Im Innern ist der Sakramentsaltar von Rocco da Vicenza sehenswert (1522).

Am Clitumnus etwa vier Kilometer unterhalb der Stadt lag ein überregional bekanntes Heiligtum des Jupiter.

Anschließend geht es zur Fontani di Clitunno, diesem „Kleinod“ an Natur, welches schon in der Antike erwähnt und beschrieben wurde.



San Emiliano, 12 Jht.



Fonti die Clitunno

"Fonti del Clitunno"

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Fonti del Clitunno – eine „Oase der Stille“

Trevi vorgelagert befindet sich der kleine Ort mit seinem kristallklaren Teich, eine Oase der Stille, Ruhe und Erholung pur, welcher bereits von Plinius (Briefe des Plinius )
in der Antike beschrieben
und im 19. Jht. von Carducci ( Nobelpreisträger für Literatur 1906 ) in seinen Odi barbare unter dem Titel Fonti del Clitunno mit seinem Gedicht
„Hallo, grünes Umbrien und Tausend deiner reinen Quellen in Clitunno!“
gewürdigt wurde.




"Oase der Stille"



"2 Schwäne"

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Etwas abseits der Hauptstraße gelegen befindet sich dieses kleine Idyll der Natur, wo unzählige Quellen den Teich mit kristallklarem Wasser versorgen und sich die Bäume und Schwäne als „Doppelbilder“ im Wasser spiegelten.

Für uns ein Ort, um sich „ auf historischen Spuren in Umbrien“ , im Schatten der Platanen und Zypressen „durch Schwäne zählen“ auch etwas zu erholen, wie es bereits unsere Vorfahren in den Badeanlagen der Antike getan haben.

Bereits Kaiser Caligula besuchte im Jahre 40 n.Chr. die römischen Badeanlagen, welche dem Jupiter geweiht waren, in „Clitumnus“ (röm Name).



... am "Teich der Antike"...



Montefalco

...am Wege nach Montefalco...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Unweit von Fontani die Clitunno befindet sich der Ort Montefalco, der zufolge seiner Lage in den Hügeln ( 430m ) und der sich dadurch ergebenden „Rundblicke“ in die Täler der Flüsse „Topino und Clitunno „ auch als „Balkon Umbriens“ bezeichnet wird.

Montefalco scheint auch in der Liste der schönsten Dörfer Italiens auf und ist noch immer von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, welche durchgehend erhalten ist.

Montefalco ist auch wegen seiner ausgezeichneten Weinproduktion weit über die Grenzen bekannt. Im „grünen Herzen“ Italiens, so wird Umbrien genannt, wächst eine besondere Qualität an Wein. Mehrere bekannte Weingüter liegen in Nachbarschaft mit Montefalco. Der bekanntste Wein, Sagrantino ist ein trockener Rotwein und wird aus der gleichnamigen Traube hergestellt.

Man betritt den Ort durch die Porta S. Agostino, eines der noch erhaltenen vier Tor in der Stadtmauer und folgt den kleinen, verwinkelten Gässchen bis hoch zu Piazza de Comune.





Porta San Agostino



Montefalco - Palazzo di Cuppis,...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Einige noch gut erhaltene Patrizierhäuser, welche die Piazza de Comune umschließen gehen bis auf das Jahr 1270 zurück.
Am oberen Ortsende befindet sich ein noch im Original erhaltenes Gässchen aus dem 12. Jht. mit der kleinen „Chiesa di San Lucia“, ebenfalls aus dieser Zeit.



Palazzo Comunale aus 1270



Bevagna

... wir betreten Bevagna....

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Bevagna befindet sich ca 150 km nördlich von Rom und 37 km sö von Perugia.
Innerhalb der historichen Stadt leben heute an die 1000 Bewohner, insgesamt hat Bevagna etwas mehr als 5000 Einwohner.

Gründungsspuren Bevagnas lassen sich bin in die Antike zurück nachweisen. Also eine sehr alte, historische Stadt, welche heute noch mit einer Stadtmauer aus dem Mittelalter umschlossen ist.




...mittelalterliche Gässchen in Bevagna...



Palazzo dei Consoli, 13.Jht.

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen


Dem Besucher bietet Bevagna heute noch Einblick in eine mittelalterliche Stadt, die
Die Piazza F. Silvestri gilt heute noch als eine der schönsten Plätze in Umbrien. Die beiden wichtigen Kirchen in Bevagna, Kirche von St. Michele Arcangelo und San Silvestre sind
Bauwerke aus dem 12. Jht. Der Palazzo dei Consoli stammt aus dem 13. Jht.



... durch die Stadt Bevagna...



röm. Bodenmosaik,

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen


In der Stadt gibt es immer noch Reste römischer Bauten zu sehen. Die heute verschwundenen Mauern aus römischer Zeit waren aus ungebrannten Ziegeln errichtet. Noch heute wird in der Stadt das Mosaik mit Meerestieren aus einer römischen Thermenanlage gezeigt.



Stadttor aus dem Mittelalter



... ruhiges, mittelalterliches...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Besonders erwähnt sei noch das gute Restaurant „Ristorante delle Mura“ - so ein Restaurant muss man erst finden – wo wir fast täglich zum Abendmahl erschienen und oftmals die italienischen Spezialitäten verkosteten. Besonders speziell wird dort Wildschweinragout mit jeder Art von Nudeln kredenzt.

Auch heute verlassen wir die Stadt erst nach einem hervorragenden Abendmahl und begeben uns erst im späten Abendlicht zurück zu unserem "Adlerhorst". - siehe dazu Reisetipp: "Relais Monastero San Biagio"



... wir verlassen die Stadt......



Spoleto

... wir erreichen Spoleto...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Für heute haben wir uns die Besichtigung von Spoleto aufgehoben, da in dieser Stadt so viele berühmte Bauten zu besichtigen sind. Unser Navi ( wir wollten nicht die Überlandstraße, sondern die kleinen Landstraßen zur Fahrt benützen ) zeigte uns dass die Fahrstrecke 35 km beträgt.
Wir ließen uns Zeit, da wir so wie immer viele Fotostopps einplanten.
Nach etwas mehr als einer Stunde erkannten wir, hoch über der Stadt Spoleto, die Burg und die anschließende - wegen ihrer Einzigartigkeit – so berühmte Brücke „ Ponte delle Torri“ (Beschreibung folgt). Nachdem wir anschließend in der Stadt Glück hatten und einen Parkpaltz fanden, welcher die Abstellung unseres Fahrzeuges auch über Stunden erlaubte ( nicht immer einfach in Italien ) wurden unsere Ziele in Angriff genommen.



Blick auf die Stadt



... am Vorplatz der Kathedrale....

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Spoleto ist eine sehr alte Stadt mit großer Geschichte. Unter „Spoletium“ bereits 241 v.Cr. erwähnt, im Laufe der Geschichte in viele Kriege verwickelt.
Bereits im 1. Jht. wurde Spoleto zum Bischofsitz für die ganze Region erwählt. In römischer Zeit war Spoleto ein wichtiger Umschlagsplatz, da an der Via Flaminia gelegen, einer antiken Hauptverbindung nach Rom und in Richtung Norcia.
570 wurde die Stadt unabhängiges Herzogtum und 1155 durch die Truppen Friedrich Barbarossa zerstört.
Der in der Stadt geborene Giovanni Maria Mastai-Ferretti wurde 1827 zum Erzbischof ernannt und 1846 zum Papst „Pius IX“ geweiht. Er war von 1846 – bis zu seinem Tode 1878, der am längsten im Amt befindliche Papst aller Zeiten (gilt heute noch ).

Um Spoleto ausreichend zu besichtigen zu können hatten wir uns einen eigenen Plan zurecht gelegt.
Vorerst besichtigten wir 4 Kirchen in der Unterstadt, danach die vielen Gässchen ( und viele Stiegen ) hoch zum großen, wunderschönen großen Dom ( mit seinen berühmten Fresken ), anschließend, wenn noch Zeit verbleibt, wollten wir noch hoch zur Burg.
Bei 35 Grad im Schatten kein leichtes Unterfangen. Aber es gelang uns gut, unsere Pläne einzuhalten. Mit einigen Pausen hatten wir es gegen Mittag geschafft, den großen Platz am Dom zu erreichen und diesen in der Folge zu besichtigen..



"Spoleto"



... die "Fensterrose"...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Sensationell der Dom, „Santa Maria Assunta“ in Spoleto.

Der Dom musste 1175, nach der Zerstörung im Jahre 1155 durch die Truppen Barbarossas, neu errichtet werden. Der Innenraum des Domes wurde 1638 vollständig barockisiert. Die Fassade ist mit 8 prächtigen Fensterrosen verziert, die oberen 3 sind mit 1207 datiert. Eine überaus meisterliche Steinmetzarbeit stellt die zentrale Fensterrose dar und stammt aus dem 12. Jht.



Der Dom "Santa Maria Assunta" in Spoleto



Gemälde von Filippo Lippi im Dom

"Krönung der...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Im Dom befinden sich berühmte Gemälde, darunter jene von Filippo Lippi,
„Krönung der Jungfrau“ und "Maria Verkündigung" aus 1469,



"Maria Verkündigung"



... Kirchenboden, noch original...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Der Innenraum des Domes ist vollkommen in Barock gehalten und waren wir von der Ausstattung schwer beeindruckt. Berühmt ist auch noch der originale Fußboden.
Die hochinteressante Geschichte dieses Domes sollte in einschlägiger Literatur nachgelesen werden.



...am Altar...



Die „Rocca und Ponte delle torri“

Blick auf die Festung

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Die Festungsanlage in Spoleto wurde ab 1359 von Gattapone, einem Baumeister aus Gubbio, strategisch gut ausgewählt, hoch über der Stadt errichtet.
Das berühmteste Bauwerk der Stadt befindet sich jedoch direkt unter der Burg, nämlich die „Ponte delle torri“.
Ein im Mittelalter ( 13./14 Jht. ) errichtetes Aquätukt, als einziges der Antike nachempfunden und dadurch eine Seltenheit. Das Bauwerk hat eine Länge von 230m und ist 76 m hoch.
Durch die große Hitze, den vielen Stiegen und die Steilen Wege hier herauf, waren wir doch schon ein wenig müde und so beschlossen wir von der Burg hoch oben nur mehr Fotos zu machen.
Am späten Nachmittag ging es dann zum Abendessen nach Bevagna und bei Dunkelheit zurück zum „Adlerhorst“, in unser Hotel in den Hügeln.



"Rocca und Ponte delli torri"



Landschaft Umbriens

idyllische Landschaft Umbriens

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Bei Fotostopps an den Feldern Umbriens. Die Auswahl der Bilder fällt oft schwer.



... bunt gemischt ...




Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • weltreisen

    Harald, ein sehr interessanter und informativer bericht, über eine landschaft, die ich noch nicht kenne. aber deine schilderungen machen lust auf einen besuch. war das beabsichtigt?
    inge

  • reisefreudig

    Servus Inge,
    Vorerst DANKE für die "Schwerstarbeit" beim Bewerten. "Ja" irgendwie schon, da ich weiß, dass Du in allen Weltgegenden warst. Inge, hier ist Urlaub noch Urlaub, ohne die "Massen", oft sind die Tage noch ein romantischer "Honeymoon" ( auch für lang-verheiratete ), zur "Auffrischung" von tollen Erinnerungen bestens geeignet. Und die eigenartige "Stille" in der traumhaften Landschaft und große "Geschichte" auf Schritt und Tritt.
    Habe durch die Blumenbilder versucht, Dir (Euch) eine "Bilderbuchlandschaft" zu vermitteln. Kann nur empfehlen, schnell hierher bevor sich etwas ändert.
    lg Harald

  • agezur

    Wieder einer deiner vielen Spezialberichte, die eine Ecke der Welt vorstellen in der man unbedingt gewesen sein sollte. Hier hab ich noch Nachholbedarf ;-))
    LG Christina

  • reisefreudig

    Christina, DANKE auch Dir für Deine immerwährenden Bewertungen. Ich freue mich sehr darüber. Alles oben angeführte gilt auch für Dich.
    Inge, Christina, ich verneige mich.
    lg Harald

  • Pinky3

    Ein weiterer wunderbarer Reisebericht mit fantastischen Bildern und vielen interessanten Infos, da hast Du Dir bei den Temperaturen aber wieder viel Arbeit gemacht...........
    Vielen Dank für`s mitnehmen
    LG Gaby

  • reisefreudig

    Uta, diesen Bericht musste ich einfach noch schreiben. Nun ist alles gesagt zum Aufenhalt in Umbrien, wir waren einfach hingerissen, noch dazu von der tollen Landschaft. Auch der Tag mit Euch war ein Erlebnis in der Toskana. Wir kommen ja wieder.
    lg Harald

  • Dieter54

    Ein interessanter und lebendiger Bericht mit wunderschönen Bildern. Ich bewundere Dich, dass Du bei diesen Temperaturen diese viele Arbeit gemacht hast.
    LG Dieter

  • nach oben nach oben scrollen
  • reisefreudig

    Servus Dieter,
    DANKE für Deine so ausdauernde Bewertung (..bei Dir wars noch kühl jetzt am Morgen,
    ha, ha, ). Freue mich sehr wenn die Berichte "angenommen" werden, steckt ja auch einige Arbeit dahinter.
    ..wir "lesen" uns, lg Harald

  • globetrotter

    Ein wirklich sehr lesenswerter Bericht mit fantastischen Bildern von einer Gegend Italiens, die ich bisher zu Unrecht vernachlässigt habe. Danke fürs Mitnehmen, ich werde Umbrien in meine Reisezieleliste aufnehmen:)
    LG Ute

  • mosaik (RP)

    Ein wirklich sehr guter und umfangreicher Bericht, der eine der schönsten, wenngleich auch nicht so bekannten Regionen Italiens ins rechte Licht gerückt hat.

  • reisefreudig

    Servus Ute und "RP Mosaik",
    Danke für Eure Interesse und zu den so vielzähligen Zustimmungen. Da ich weiß, dass IHR beide weltgereise Profis seid, freue ich mich um so mehr zu Eurem Urteil und netten Kommentaren.
    Allen, welche hier ihre Kommentare hinterlassen haben, habe ich gerne "das grüne Herz" Italiens (Umbrien) etwas näher gebracht. Ich denke einige von Euch haben jetzt Lust darauf bekommen. So war das von mir gedacht. Es müssen nicht immer die "Highliths" sein. Hier gilt es eben versteckte "Kleinode" zu entdecken.
    lg Harald- reisefreudig-

  • Blula

    Lieber Harald!
    Es ist zwar schon "zig" Jahre her, dass ich mal eine Studienreise durch das wunderbare Umbrien unternommen habe, jedoch ist mir diese Reise unvergessen. Deinen Bericht habe ich gerade förmlich aufgesogen und in Erinnerungen geschwelgt. Beim Lesen schien es mir, als ob das alles noch gar nicht so lange her ist. Kann mich noch an all die Orte, die Du hier so schön beschreibst, erinnern.....
    z.B. an das altertümliche Perugia, die Stadt der Etrusker, mit ihren herrlichen Plätzen ( v.a. Piazza IV Novembre !! ) und ehrwürdigen Kirchenbauten. Auch Gubbio mit der Kirche San Francesco aus dem 13. Jh. habe ich noch gut im Gedächtnis.
    Ja, und den so herrlich gelegenen Lago Trasimeno, an dem man sich ein wenig von den "Strapazen" so einer Reise erholen kann. Der Dom von Trevi aus dem 12. Jh. ist natürlich ein highlight und dann das alte Spoleto mit seinen sehenswerten Bauwerken, allen voran vielleicht der Dom „Santa Maria Assunta“ und der berühmten Brücke „Ponte delle Torri“.....
    Hier hast Du wieder gute "Arbeit" gemacht, Harald. Dein Bericht und auch die Fotografien dazu....... ist großartig.
    LG Ursula

  • reisefreudig

    Servus Ursula,
    DANKE für Dein Lob. Ich weiß nicht warum, aber ich habe großen Respekt vor Deiner Meinung. Deine Analyse und die Kommentare zu den Berichten sind mir wichtig. Umso mehr freue ich mich, wenn Dir der Bericht und die Bilder gefallen. Besonderen Dank auch noch für Deine andauernde Interesse zu meinen Berichten und zu den vielen Besuchen.

    Du siehst auch an allen Kommentaren hier, dass ich schon etwas "stolz" sein kann, ist ja wie, wenn man schon einen "Fan-Club" hat ( als Spaß gemeint )
    Meine Freude dazu ist groß, denn Eure Kommentare sind mein "Lohn der Angst" erst danach weiß ich, ob der Bericht "angekommen" ist.
    lg und nochmals danke schön an alle hier, Harald

  • nach oben nach oben scrollen
  • Gerd-Krauskopf (RP)

    Lieber Harald,
    wieder ein sehr guter, informativer Reisebericht, der Lust macht, dieses wunderschöne Italien mit den ausgedehnten Bergrücken, der Weidewirtschaft, des Ackerbaus und den traumhaft schönen Städtchen einen neuen Besuch abzustatten. Die wunderbaren Bilder unterstreichen das!
    herzliche Grüße von Gerd

  • Reah

    Servus Harald, mit deinen letzten Bildern, die Gemälden gleichen, hast du einen wundervollen Abschluss deines Reiseberichtes geschaffen. Wie ich schon einmal erwähnte, bin ich ja "der Kunstbanause in der Runde" aber es fasziniert mich immer wieder, diese uralten Bauten zu bewundern und auch diejenigen, die so viel darüber Bescheid wissen und es zu vermitteln verstehen, jegliche Kultur rüberzubringen, dass man nicht aufhören will, weiter zu lesen.
    Bewundernswert wie du "deine Arbeit" erledigst und hoffentlich auch weiterhin zur vollsten Zufriedenheit deines "Fan-Clubs" beibehältst.
    Danke dir - LG Andrea

  • reisefreudig

    Servus Andrea, was soll ich dazu noch sagen, DANKE für dieses Lob und Urteil zum Bericht.
    So macht es Spaß und Freude hier auf GC meine Berichte einzustellen, noch dazu wo ich gerne solche erstelle, um vielleicht anderen eine kleine Hilfestellung zur Reiseplanung leisten zu können.
    DANKE auch noch mal ALLEN zu ihren netten Kommentaren hier.
    lg Harald

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. "Auf historischen Spuren in Umbrien" - wir reisen weiter..... 4.94 18

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps