PORTUGAL "Im Lande der Seefahrer" - Teil III

Reisebericht

PORTUGAL "Im Lande der Seefahrer" - Teil III

Reisebericht: PORTUGAL "Im Lande der Seefahrer" - Teil III

Zu den schönsten "Highlights" in Portugal.
Große Portugalrundreise in mehren Teilen.
a) Lissbon und Umgebung - Teil I
b) Am Wege nach Porto - Teil II
c) Porto und Umgebung - Teil III
d) Von Porto nach Evora - IV
e) Von Evora zur Algarve,
Ausflüge und Rückfahrt nach Lissabon- Teil V.

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Aveiro – Costa Nova - Porto

... schönes Motiv am Duoro....

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Um 09.50 Uhr brachen wir nach Porto auf, auf der A 29 kamen wir rasch voran. Auf der Autobahn sieht man viele Storchennester auf Strommasten und Hinweisschildern.

In Porto`s Vorort Gaia am südlichen Douro-Ufer befinden sich viele Weinkellereien, u.a. Sandeman seit 1790.




.. hier verkosten wir den Wein aus der Umgebung...



"Weinprobe"

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Wir gingen zur Weinkellerei Sandeman, sie liegt am südlichen Flussufer im Stadtteil Vila Nova de Gaia. Im Wasser liegen noch die Boote vor Anker, mit denen früher der Wein transportiert wurde. Der schwarze Don mit spanischem Sombrero und portugiesischem Studentenumhang ist das Markenzeichen der Firma Sandeman. Wir besuchten den Weinkeller, nur hier wird der Portwein (rot und weiß) in großen und kleinen Fässern gelagert. Bei der Weinverkostung konnten wir den edlen Tropfen aus dem Douro-Tal verkosten. Er schmeckt gut, ein Wein zum Genießen.

Portwein ist ein roter, seltener auch weißer Süßwein, der zu den Klassikern der Weinwelt zählt. Er wird aus teilvergorenem Rot(Weiss)wein hergestellt, der mit Branntwein versetzt wird (3/4 Wein, ¼ Branntwein). Durch den hohen Alkoholgehalt von Branntwein wird die Gärung unterbunden, sodass eine starke, süße Mischung entsteht. Zur Lagerung wird der Wein nach Vila Nova de Gaia bei Porto gebracht, die Fässer werden 2 bis 50 Jahre gelagert. Im Fass gelagerte Weine sind Verschnittweine, unterschiedliche Lagen, Jahrgänge und Rebsorten werden vermischt, so dass eine Standardqualität entsteht.
Vintage Port wird als hochwertigster Portwein angesehen. In einem herausragenden Jahrgang kann er einer der geschmacklich vielfältigsten und langlebigsten Weine der Welt sein. Durch einen langen Ausbau und anschließende Flaschenlagerung entwickelt er ein unverwechselbares Aroma und Komplexität. Die Herstellung ist kostenintensiv und aufwändig. Echter Portwein stammt gemäß Portweininstitut immer aus Portugal, aus einem genau definierten Herkunftsgebiet im nordportugiesischen Douro-Tal.

Hier bei der gemütlichen Weinkost wurde uns die Geschichte Portos und gleichzeitig die des Portweins vorgetragen.



... bei SANDEMANNN in Porto...



... Bootsfahrt am Duoro....

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Porto heißt Hafen. Porto und Gaia, zwei Städte, daraus entstand Portugalense und Portugal. Die Stadt Porto gab nicht nur dem berühmten Portwein, sondern dem ganzen Land ihren Namen.
Im Altertum bestand hier ein hellenistischer Handelsposten und in römischer Zeit die Niederlassung Portus Cale. Die Stadt wurde 716 von den Arabern eingenommen, nach der Rückeroberung im 10. Jh. wurde Porto Hauptstadt der Grafschaft Portucalia, dem Kernland des späteren Königreiches Portugal. Heinrich der Seefahrer wurde in Porto geboren.
Hier, an den Steilhängen am Oberlauf des Douro, ist das Ursprungsland derjenigen Weinsorten, aus denen der berühmte Portwein bereitet wird. Es ist das älteste gesetzlich begrenzte Weinanbaugebiet der Welt. Marques de Pombal legte 1756 die Grenzen im Douro Gebiet fest, heute ist das Anbaugebiet ca. 20 mal so groß wie damals.



... vorbei an den "Kulissen " von Por...



..zwei der fünf Brücken in...

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Porto liegt am Douro an dessen Mündung in den Atlantischen Ozean. Mit circa 230.000 Einwohnern (mit Vororten) ist sie nach Lissabon zweitgrößte Stadt des Landes. Sie ist bis heute eine Handelsstadt mit einer alteingesessenen Kaufmannschaft, in der sich Wirtschaftsmacht und Reichtum konzentrieren.
Bekanntheit erlangte die Stadt durch dessen Exportartikel, den Portwein. Dieser Wein war schon bei den Römern beliebt. Später sorgte die Liebe zum Portwein dafür, dass im 18. Jahrhundert über 15 % der 60.000 Einwohner Portos Engländer waren. Heute erinnern noch die Boote der Portweinkellereien auf dem Douro an diese Zeit, die Boote haben jedoch nur noch touristische Funktionen.

Am Fluß Douro verließen wir um 10.50 Uhr den Bus. Das Wetter hatte sich gebessert und die Sonne kam durch. Wir spazierten am Fluss entlang und hatten das herrliche Panorama von Porto vor uns. Porto ist am Hügel erbaut, in Flussnähe steht die Kirche S. Francisco, am Hügelkamm Kathedrale und Bischofspalast.
Fünf hohe Brücken überspannen den Fluss: Ponte de Dom Luis I. – 1881-85 erbaut, überquert sie den Douro mit einem eisernen Bogen von 172 m Spannweite. Der Eisenbahnverkehr rollt über die Ponte de Dona Maria Pia – 1887 von Gustav Eiffel erbaut, eine 344 m lange Eisenkonstruktion ca. 60 m über dem Fluss. Wegen wachsendem Verkehrsaufkommen wurde gleich daneben eine weitere Bahnbrücke gebaut. Die Ponte da Arrabida wurde 1963 westlich des Zentrums eröffnet und östlich davon eine neue Autobahnbrücke.



... unser Blick auf die Stadt....



..der Blick in die Seitengassen...

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Wegen ihrer zahlreichen barocken Kirchen wird Porto auch als „Barockstadt“ bezeichnet. Das Bild der historischen Altstadt wird weniger von besonderen Einzelbauwerken geprägt als vielmehr von dem Gesamtgefüge einer erhaltenen Innenstadt. Charakteristisch sind die zahlreichen Bauten aus Granit.
Enge, gewundene Gassen mit dichter Häuserbebauung bilden ausgehend vom Ufer des Douro an einem Hang die terrassenartige Struktur der Altstadt Ribeira, seit 1996 WKE.
Foz Velha, ist Portos historisches Viertel direkt am Wasser, mit den charakteristischen engen, gewundenen Gassen.



Blick über den Douro



Heinrich der Seefahrer zeigt in...

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Danach machten wir von 12-13 Uhr eine Bootsfahrt am Douro. An Deck blies uns der Wind ins Gesicht, aber das Panorama, das gemächlich vorüber zog, war toll. Vor der Flussmündung wendete das Boot, hohe Wellen schlugen an die Schutzmauern.

In Porto verließen wir das Boot, spazierten zur Praca da Ribeira mit einem neuen Brunnen. Die Häuser der Uferzeile am Flussufer sind renoviert, meist Geschäfte und Restaurants. Wir kehrten zur Mittagspause von 13-14.30 Uhr ein, um Francesinha auszuprobieren. Es ist ein großer Sandwich mit Wurst und Fleisch gefüllt, mit Käse überbacken, rundum würzige Tomatensoße, dazu ein Fläschchen Rotwein aus dem Douro-Tal. Die Zubereitung geht auf Napoleons Zeiten zurück, als Porto belagert und eine schnelle Mahlzeit zur Versorgung der Soldaten gebraucht wurde.
Frisch gestärkt begann die Stadtbesichtigung in Porto..
Vorbei an der Casa do Infante, dem Geburtshaus von Heinrich dem Seefahrer gingen wir zur Praca do Infante d. Henrique, dem größten Platz in der Altstadt, mit einem Denkmal Heinrichs – er zeigt aufs Meer – und weiter zur Franziskanerkirche.



Porto die Stadt der Kirchen



Die Igreja de Sao Francisco wird wegen der überschwänglichen Golddekoration (Talha Dourada) aus dem 17./18. Jahrhundert im Inneren auch als „Goldene Kirche“ bezeichnet; ursprünglich Teil des Franziskanerklosters. Der Bau der Kirche vorwiegend im gotischen Stil wurde 1383 begonnen und 1425 vollendet. Die Kirche steht zur Besichtigung offen.

Sie wird zu kulturellen, jedoch nicht mehr zu religiösen Zwecken genutzt. Eintritt € 3,- Fotografieren verboten, ein Aufpasser ging umher. Gold wohin man schaut, zwar schon etwas verblasst und verstaubt, aber doch beeindruckend. An der linken Seitenwand der Jesse-Baum, darüber Maria mit Kind, alles Holzschnitzereien und mit Gold überzogen. Wir besichtigten noch die Krypta, im 17.u. 18.Jh. Grabstätte der Ordensbrüder und den Kapitelsaal.



Igreja de Sao Francisco - innen überaus mit Gol...



... Blick auf Porto....

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Gegenüber befindet sich die Igreja de San Nicolau mit einer schönen Fliesenfassade.
Wir gingen weiter zur Kathedrale, oben von der Kirche hat man einen schönen Ausblick auf das Straßen- und Häusergewirr von Porto.



Igreja de San Nicolau



Blick in den Kreuzgang der...

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Über der Ribeira auf dem Hügel Pena Ventos erhebt sich die zweitürmige Kathedrale von Porto, mit einer romanische Rosette über dem Portal. Im 12. Jahrhundert als romanische Wehrkirche erbaut und später in gotischem Stil verändert, wurde sie im 17. und 18. Jh. völlig umgebaut.
Vom rechten Seitenschiff kommt man in den gotischen Kreuzgang aus dem Jahre 1385, die im 18. Jahrhundert angebrachten Azulejos, sind eine Pracht, ebenso der Kapitelsaal.



... die Kathedrale von Porto...



am Eingang zur Igreja Santa Clara

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Östlich der Kathedrale liegt die S. Klara Kirche, sie liegt versteckt hinter einem Torbogen. Die Igreja Santa Clara ist eine fast vollständig mit brasilianischem Edelholz und Blattgold ausgestattete Barockkirche mit schlichter gotischer Fassade; in einem unscheinbaren Innenhof am Largo 1. Dezembro gelegen. Die Türklinke hat die Form einer Faust. Das Innere ist eine Pracht, alle Wände und die Decke sind mit Gold verziert – und man darf auch fotografieren!
Im 1. Stock lag der Gebetssaal der Klarissinnen. Die stehenden Betstühle hatten eine kleine Stütze für den Po und an der Rückenlehne Fabelgesichter. Durch ein Gitterfenster konnten die Nonnen in die Kirche hinunterschauen.



Blick in die Igreja Santa Clara ( alles mit Gol...



..am Bahnhof in Porto...

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Ein Stück bergauf lag der Hauptbahnhof Sao Bento, Anfang 20. Jh. erbaut, sehenswert wegen seiner Riesen-Fliesen-Bilder in der Halle, die z.B. die Hochzeit von Joao I. mit Filipa von Lancaster, darunter Heinrich d.Seefahrer, eine Schlacht und eine Prozession zeigen.



Azulejos am Bahnhof - Einzug des Königs...



Igreja dos Congregados

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Vor dem Bahnhof befindet sich die Igreja dos Congregados, die auf beiden Seiten von Wohn- und Geschäftshäusern flankiert wird. Die Fassade dieser um 1700 erbauten Kirche ist teilweise mit Azulejos verkleidet.



Blick auf die Praca da Liberdade



Torre dos Clerigos, 76m

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Wir kamen nun zur Praca da Liberdade mit dem Reiterdenkmal König Pedro IV. An den Platz schließt die breite Avenida dos Aliados an, die zum Rathaus hin ansteigt.
Pacos de Concelho – Rathaus, 1916 im neoklassischen Stil entworfen; vor dem Gebäude befindet sich das Almeida-Garrett-Denkmal (Dichter in Porto geb.)

Links davon die Rua dos Clerigos hinauf sieht man den Torre dos Clerigos, 76m.

Wir gingen die Rua 31 de Janeiro hinauf zur Igreja de Santo Ildefonso und bestaunten die Barockfassade der Kirche aus dem 18. Jh., die mit Azulejos geschmückt ist.



Igreja de Santo Ildefonso



... wir hören den Studenten zu ...

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Hier stiegen wir in den Bus ein und fuhren zum Torre dos Clerigos. Der markante Glockenturm wurde 1755-63 von Niccolò Nasoni angefertigt. Mit fast 76 Metern Höhe diente der Turm einst den Seefahrern als Orientierungshilfe, heute ist es das Wahrzeichen der Stadt.

Im kleinen Park gegenüber der Kirche trafen wir Studenten mit schwarzem Anzug, weißem Hemd und schwarzen Umhängen, die Mädchen in schwarzen Kostümen, mit Gitarren, sie spielten und sangen fröhliche Lieder.



..für uns ein Ständchen von Studenten...



Seitenansicht der Igreja dos...

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Maria zeigte uns noch die Igreja dos Carmelitas mit einer Fliesenwand an der rechten Außenwand, an der Fassade das Wappen der Karmeliterinnen – Kamelhügel mit Kreuz.



Igreja dos Carmelitas in Porto



Porto – Viana do Castelo

Igreja de Santa Luzia

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Um 18.20 Uhr waren wir im Hotel Vila Gale Porto, (3 Nächte) einem hohen Turm mit 19 Stockwerken. Vom 9. Stock sieht man über die Häuser aufs Meer. Nach einem kleinen Stadtbummel kehrten wir im Restaurant Triunfante gegenüber der Hoteleinfahrt ein, zu moderaten Preisen.


Trüb, regnerisch und 13 Grad. Um 08.30 Uhr fuhren wir vom Hotel Vila Gale ab und verließen Porto Richtung Norden.

Unser erstes Ziel war Viana do Castelo. Die portugiesische Sprache kommt vom Latein der Römer, vermischt mit maurischen und germanischen Wörtern.

Wir fuhren auf der neuen Autobahn vorbei an kleinen Orten, überall kleine Gemüsefelder für den Eigenbedarf Portugals, es gibt keine Massenproduktionen, auch nicht nach dem EU-Beitritt, die Portugiesen haben sich erfolgreich dagegen gewehrt. Früher hatte man die Gemüsefelder vertieft angelegt wegen dem Wind und rundum die Weinstöcke hochgezogen, heute gib es auch schon Plastiktunnel. An der Atlantikküste gibt es Minifundien, kleine Felder, jeder Haushalt bewirtschaftet ein paar Felder. Der Boden ist sehr fruchtbar. Gutes Klima, geringe Temperaturunterschiede und Regen sorgen für eine reiche Ernte. Die drei Hauptnahrungsmittel hier sind der Grün-Wein – Vino verde – leicht und spritzig, nur 8-10 %, Grün-Kohl – er wächst in die Höhe, man pflückt immer nur die untersten Blätter und Mais-Brot – weißes Brot.

Nun war schon Viana do Castelo zu sehen, oberhalb im grünen Wald die Wallfahrtskirche Igreja de Santa Luzia. Über den Fluß Lima führt eine grün gestrichene Brücke, erbaut von Gustav Eiffel.

Um 10 Uhr stiegen wir bei der Wallfahrtskirche der Heiligen Luzia, Baubeginn 1899, aus. Eine Monumentaltreppe führt zur Kirche, errichtet im neobyzantinischen Stil. Die Kirche hat eine schöne Rosette, das Innere ist schlicht, neu. Fertigstellung 1943. Schöner Ausblick über einen Teil des Lima-Tales, die Meeresküste nördlich und südlich der Flussmündung. Mit einem Aufzug kann man auf den Turm fahren, für einen weiteren Ausblick.



Santa Luzia, hoch über Viana de Castelo



Frau mit Schiff, das...

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An der Mündung des Flusses Lima, zwischen dem Meer und den Bergen, liegt die Stadt Viana do Castelo, die sehr traditionsreich ist. Geschichtlich war die Stadt ein bedeutender Abfahrtsort während des Zeitalters der Entdeckungsreisen, als viele portugiesische Entdecker per Schiff die unbekannte Welt erkundeten.

Stadtrundgang in Viana, wir starteten um 11.30 Uhr am Fluß bei der Eiffelbrücke. Beim Stadtdenkmal und Wahrzeichen der Stadt – eine Frau mit Schiff – gingen wir in die Altstadt.



..wir beginnen den Stadtrundgang am Wahrzeichen...



.. in den Gässchen von Viana...

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Manche Herrenhäuser mit schönen Portalen und manuelinischen Fenstern wurde zu kleinen Hotels umgebaut. Wir besuchten die Kathedrale Se in der ersten Hälfte des 15.Jh. errichtet, im 19. Jh. umgebaut. An die Romanik erinnern die beiden Zinnen gekrönten wuchtigen Türme. Das Holz-Tonnen-Gewölbe ist bunt bemalt, beim linken Seitenaltar in einer Glasvitrine sieht man ein großes Schiff mit Ritterkreuz und Segeln, ein Dankgeschenk, rechts der Apsis ein vergoldeter Seitenaltar.



Kathedrale SE in Viana de Castelo



Rathaus von Viana de Castelo

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Als wir die Kirche verließen kam die Sonne durch. Wir spazierten durch die netten Gassen mit kleinen Geschäften mit Gold-Filigranschmuck – z.B. Ohrgehänge der Königin, ein Herz mit rechts gebogener Spitze und Handstickerei – beides typisch für Viana.

Dann erreichten wir die Praca de Republica, den Hauptplatz mit dem Rathaus, es sieht wie eine Burg mit Zinnen aus. Es wurde im 16. Jh. aus großen Granitquadern erbaut, früher waren die Arkaden offen, darunter wurde Brot verkauft.



Jugend am Hauptplatz



..in der Stadt Viana...

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Einer der malerischsten mittelalterlichen Plätze Portugals ist die Praça da República, die auf den kunstsinnigen Dom Manuel I. zurückgeht. Besonders erwähnenswert ist dort der dreischalige Renaissancebrunnen (1553–1559). Während mehrerer Jahrhunderte diente der Brunnen nicht nur als einzige Trinkwasserquelle, sondern war auch dank seiner Lage vor dem alten Rathaus (Paço do Cocelho) Treffpunkt und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt.




Prace de Republika - am Hauptplatz von Viana



Viana do Castelo – Ponte de Lima

..auf der Brücke in Ponte de...

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Hier machten wir Mittagspause bis 13.30 Uhr, tranken Kaffee und probierten eine neue Süßspeise – Blätterteig mit Mandeln, Nüssen, getrockneten Früchten und Mandelcreme.

Dann ging es weiter nach Ponte de Lima auf der Autobahn, durch Eucalyptus- und Pinienwälder.

Die nahegelegene Stadt Ponte de Lima weist eine schöne römische Brücke, einen lebhaften Markt und Wohnviertel mit eindrucksvollen ländlichen Herrenhäusern und alten Landhäusern auf. Das Städtchen Ponte de Lima verdankt seinen Namen der Brücke, die den Fluss Lima mitten im Ort überspannt. Diese historische Brücke hat 24 Bögen, von denen vier am Südufer noch aus der römischen Zeit stammen.

Ponte de Lima wurde 1125 von Terese, der Mutter des 1. Königs gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war Portugal noch kein eigenes Königreich. Es ist die älteste Kleinstadt Portugals. Bis hierher führte eine Römerstraße, daher die römische Brücke, dann wurden die Waren auf Schiffe verladen. Der Fluß Lima war bis hierher schiffbar.



..am Fluss "ohne Wiederkehr"....



"Hochzeitszug" am...

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Um 14 Uhr waren wir in Ponte de Lima und gingen über die Römerbrücke in die Altstadt. Die ältesten Bogen der Brücke aus der Römerzeit liegen vor der Hl. Antonius Kirche. Nach Überquerung der Brücke kamen wir zu einem Platz mit Brunnen. Durch die Torre de Sao Paulo, ein Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung, gingen wir zur Pfarrkirche Carminho, sie ist aus rohem Stein, neu. Im Kirchenschiff ein Holzgewölbe, in der Apsis aus Stein. An der Außenseite des Kirchturmes befindet sich ein Fliesengemälde – Ponte de Lima hält zum König.Wir spazierten weiter zum Rathaus, davor blühten rosa Azaleen.



... am Hauptplatz....



Ponte de Lima - zurück nach Porto

Dann kehrten wir zum Fluss Lima zurück, am Flussufer war eine römische Legion aufgestellt, und bestiegen am Parkplatz den Bus um 15.20 Uhr für die Rückfahrt nach Porto.

Um 16.15 Uhr überquerten wir auf der Autobahnbrücke den Douro nach Gaia, ein schöner Blick auf die Ponte de Dom Luis I. und fuhren über die Ponte de Arrabida nach Porto. Vor uns lagen die Altstadt von Porto mit Kathedrale, Bischofspalast und Stadtmauern, tief unten der Douro. Wir stiegen aus und gingen nochmals zur Klara-Kirche und dann auf die Stadtmauern.



Blick zur Ponte de Dom Luis I.



Zwischen den Zinnen und von den Wachtürmen hatten wir schöne Ausblicke auf Douro, Gaia`s Weinlager, Kirchen und Dächer von Porto sowie den Schrägaufzug zur Altstadt, begleitet vom Duft der Orangenbäume.17.30 Uhr zurück im Hotel Vila Gale, Abendessen im Restaurant Triunfante, guter Fisch und Wein aus dem Douro-Tal.

Wird fortgesetzt, im nächsten Teil, die Reise durchs Douro-Tal und weiter bis EVORA.



Blick auf die Ponte de Arrabida



Rund um Porto

Palast des Herzog von Braganza

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Porto – Guimaraes – Citania de Briteiros –Braga – Porto

13 Grad und Regen. Um 08.30 Uhr verließen wir Porto und fuhren auf der Autobahn Richtung Norden.

Guimarães ist eines von Portugals bedeutendsten historischen Reisezielen. Der erste König Portugals, Afonso Henriques, hat diese ehemalige römische Stadt im Jahr 1128 nach seinem
Sieg bei der Schlacht von São Mamede zur Hauptstadt des portugiesischen Königreichs auserwählt. Bekannt als Wiege der Nation, ist Guimarães mit seiner stolzen Burg und dem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtteil ein faszinierendes Reiseziel.
Die Stadt ist seit 2001 UNESCO-Welterbe.

Um 09.15 Uhr erreichten wir Guimaraes und fuhren an der Stadtmauer aus dem 13. Jh. und dem Herzogspalast vorbei auf den Penha-Berg. Noch immer Regen und Nebel, daher keine Aussicht auf Guimaraes. Auf der Anhöhe wurde 1898 eine Wallfahrtskirche errichtet. Wir gingen zur Santa Catarina Kirche, eine neue, schlichte Steinkirche. Der Platz ist wohl nur für die schöne Aussicht bei Sonnenschein berühmt.

Wir fuhren wieder hinunter nach Guimaraes zum Herzogspalast. An der Bergstraße lagen Gemüsebeete, Weinstöcke wie Bäume hochgezogen, Apfelbäume, Kamelien und Orangen blühten.
Der restaurierte Palast Ducal weist ungewöhnliche architektonische Einflüsse aus Nordeuropa auf. Im 15. Jahrhundert nach französischem Vorbild im normannisch-burgundischen Stil vom ersten Herzog von Bragança erbaut, waren von dem beeindruckenden Herrenhaus nur noch Ruinen übrig, bis es unter der Salazar-Diktatur restauriert wurde. Das Museum und die größten Prunksäle beinhalten eindrucksvolle Möbelstücke aus der Renaissance, bemerkenswerte flämische Wandteppiche und Perserteppiche. Der Palast zählt zu den prächtigsten Adelssitzen des 15. Jh., ist ein Nationaldenkmal und heute der Amtssitz des Präsidenten von Portugal.



...aber auch Sitz des Präsidenten...



Im Innenhof des Palastes

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Wir besuchten den Palast der Herzöge von Braganca, es war ein Wohnpalast und hat 39 Schornsteine, im Winter wurde geheizt. Wir begannen die Besichtigung im Kreuzgang, im 1. Stock lag der Empfangssaal, auch Saal der verlorenen Schritte genannt, man wartete auf den Herzog und ging auf und ab – verlorene Schritte. Zwei große Wandteppiche, es sind Kopien, die Originale sind in Spanien, stellen eine Schlacht in Marokko und eine marokkanische Stadt hinter Palisaden, dar.
Die Gobelins wurden in Flandern hergestellt. Im Herzogspalast war eine Ausstellung moderner Kunst, die „fragwürdigen Kunstobjekte“ störten in den alten Räumen. Wir sahen den Waffensaal, Bankettsaal mit langer Tafel, Zinngeschirr und Holzdecke wie ein Schiffsrumpf, den kleinen Speisesaal mit Gobelins aus dem 16. Jh., hier standen große Spiegel hinter Sesseln als Kunstobjekt. Die Wände des Palastes sind aus rohem Kalkstein.



Kopie eines Wandteppichs - Schlacht in Marokko



Im herzoglichen Arbeitszimmer

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Vom nächsten Bankettsaal kommt man zum Schlafzimmer mit bemalter Holzdecke, im nächsten Saal Gobelins mit dem Feldzug von Hannibal.



... ein Schlafzimmer im Palast...



In der Waffenkammer der Burg

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Wir verließen nun den Herzogspalast und gingen hinauf zur Michaelskapelle und der Burg.
In der nahe gelegenen Capela Sao Miguel do Castelo vom Anfang des 12. Jahrhunderts wurde 1111 der erste portug. König Afonso I. (Henriques) getauft.



Castello de Guimaraes



...die noch heute mächtigen...

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Das Castelo de Guimarães (Burg von Guimarães) hat einen beeindruckenden quadratischen, 27 m hohen, Bergfried. Von Bergfried und Burg hat man einen schönen Blick hinunter in die Altstadt. Das Wetter wird langsam besser.
Diese schildförmige Burg wurde im 10. Jahrhundert erbaut, um die Stadt vor Angreifern zu schützen, und im 12. Jahrhundert zu einem Arsenal und Palast ausgebaut. Hier wurde 1109 der Sohn von Heinrich von Burgund, Afonso Henriques, geboren, welcher 1140 die Stadt zu seiner ersten Hauptstadt Portugals erkor, nachdem er die Araber besiegt hatte. Er wurde der erste König in Portugal. Die Burg wurde im Jahr 1910 zum Nationaldenkmal erklärt und gilt als eine der besterhaltenen romanischen Festungen Portugals.



..am Wehrgang der Burg..


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Kommentare

  • Blula

    Lieber Harald ! Diesmal bin ich die erste.... Ich hatte ja auch schon auf den 3. Teil Deines Portugalberichts spekuliert. Er fügt sich natürlich nahtlos an die vorhergehenden an. Da bin ich wieder gerne mitgereist. Vor allem Porto hat mich interessiert, war ich doch s.Zt. "studienreisemäßig" nur relativ kurz in der schönen Stadt. Ich erkenne spätestens jetzt, dass man sich mit ihr länger "beschäftigen" sollte. Wird vielleicht mal nachgeholt.
    Danke!
    LG Ursula

  • weltreisen

    Harald, dein interessanter bericht mit den schönen bildern hat mich davon überzeugt, auch diesen teil von portugal unbedingt aufzusuchen.
    inge

  • reisefreudig

    Ich danke Euch beiden für Eure so netten und zustimmenden Kommentare. Portugal ist ein so hochinteressantes Land mit großer Geschichte und historschen Kulturdenkmälern fast in jeder Stadt bishin zu den kleinen Städten, welche in der Vergangenheit zur heutigen Entwicklung beigetragen haben. Ich habe hier in wochenlanger Zusammenstellung ausnhamsweise einen so großen Bericht ( 5 Teile ) verfasst, um alle Teile des Landes auch jenen vorzustellen, welche noch nie in Protugal waren bzw dort einmal hinreisen werden. Ich bedanke mich zu Eurer, jetzt schon ersichtlichen großen und ausdauerndem Interesse. Wir werden noch einige sehr interessante Gebiete in den letzten beiden Teilen bereisen, worin großartige geschichtliche Bauten und die wunderbare Küsten der Algarve und der Arrabida vorgestellt werden. Ich habe darin auch versucht, einige Kleinode vorzustellen, welche nicht ( oder noch nicht ) so bekannt sind.
    lg Harald

  • Pinky3

    Auch dieser Reisebericht hat mir sehr gut gefallen, die Bilder wie immer von hoher Qualität, von mir dafür volle Punktzahl 5*
    Vielleicht sollte ich auch einmal dort hin reisen...........
    LG Gaby

  • ingepeter (RP)

    Der III. Teil ist für mich der erste und für mich eine intensive Auffrischung meiner Portugalkenntnisse. Sehr oft waren wir in Portugal unterwegs und ich möchte deine Ansicht unterstreichen, dass es ein hochinteressantes geschichtlich spannendes Land ist, klein aber fein. Sicherlich kann man deinen umfassenden Reisebericht als gute Grundlage für eine Rundreise nutzen. Teil I. und II. werden demnächst auch noch von mir gelesen.
    Aus einem mir unerfindlichen Grund konnte ich nicht alle deine Fotos bewerten, schade, denn sie ergänzen perfekt deinen Bericht. Bis demnächst auf deiner Seite ..... Gruss Inge

  • reisefreudig

    Inge danke schön. Zur Erläuterung zur Bildbewertung; Man muss seit der neuen Maske hier, jene Bilder, welche vom Text umflossen werden vorerst aufrufen und danach kann man erst diese Bilder bewerten. Ich ärgere mich dazu jedesmal wenn ich auch diese Bilder in Berichten bewerten möchte.
    lg Harald

  • ingepeter (RP)

    ..... neue Maske, stimmt, war schon lange nicht mehr wirklich unterwegs in der RC, danke für die Info ...
    Gruss inge

  • nach oben nach oben scrollen
  • Reah

    . . . so, jetzt is er weg mein Kommentar und einige Bewertungen, also auf ein Neues.
    Zuerst mal bin ich sprachlos, über deine so ausführliche Reisebeschreibung. Das ist ja wirklich ein geschichtsträchtiges "kleines" Land. Deine bildliche Darstellung dazu ist grandios, man möchte gleich los.
    Dem wandelnden Geschichtslexikon herzlichen Dank für die Mitfahrgelegenheit
    LG Andrea

  • reisefreudig

    DANKE schön zur so ausführlichen Bewertung. Andrea, Du ( und alle weiteren, welche hier ihre Kommentare hinterlassen haben ) hast/haben immer einen reservierten Platz zum "Mitfahren", auch in den beiden nächsten Teilen. In diesen beiden letzten Teilen ( Teil IV u V ) werden wir die Algarve besuchen und am Rückweg nach Lissabon über Setubal und die Arribida neue Landschaften Portugals kennen lernen. Lade Dich/Euch jetzt schon dazu ein.
    lg Harald

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