Portugal "Im Lande der Seefahrer" Teil II - Am Wege nach Porto -

Reisebericht

Portugal "Im Lande der Seefahrer" Teil II - Am Wege nach Porto -

Reisebericht: Portugal "Im Lande der Seefahrer" Teil II - Am Wege nach Porto -

Zu den schönsten "Highlights" in Portugal.
Große Portugalrundreise in mehren Teilen.

a) "Lissabon und die Umgebung " - Teil I
b) " Am Weg nach Porto" - Teil II
c) Porto und Umgebung - Teil III
d) "Von Porto bis Evora" - Teil IV
e) Von Evora bis zur Algrave,
Ausflüge und Rückreise nach Lissabon" - Teil V.

Am Atlantik

..rauhe Wellen am Cabo da Roca....

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Unser Weg führte in die Hügel der Serra de Sintra, Korkeichen, Pinien und Eucalyptus soweit das Auge reicht. Im milden und angenehmen Mikroklima, das trotz südlicher Wärme ausreichend feucht ist, gedeiht die Vegetation besonders üppig. Weiter talwärts wachsen Zistrosen und in Meeresnähe Mittagsblumen, sie sind aus Afrika eingewandert.
Der blaue Atlantik mit weißen Schaumkronen lag vor uns, es war sehr windig, aber deshalb hatten wir klare Sicht.



..am Sandstrand von Guincho...



Cabo da Roca

...am Leuchtturm von Cabo da...

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Dann lag der Leuchtturm von Cabo da Roca vor uns, große, gelbe Mittagsblumen wie ein Teppich davor. Maria zeigte uns die Atlantische Nelke, sie wächst nur hier und hat weiße Büschelblüten wie der Knoblauch. Am westlichsten Punkt vom Festland Europa blieben wir fast eine Stunde.
Diesen Punkt markiert auch ein Steinkreuz, umtost vom Wind mit Sturmböen, die uns fast umwarfen. An der Steilküste und den Felsen im Meer schäumten die Wellen.



Westlichster Punkt am Festland Europas.



Der Küste entlang

Küste bei Cabo da Roca

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Wir fuhren weiter zum Sandstrand Guincho mit Hotelanlage und dahin flitzenden Surfern auf den Wellen. Die nächste Bucht war mit Schilfverbauungen gegen Sandverwehungen gesichert. Mittagsblumen in gelb und rosa bedeckten die Küste, am Straßenrand ragten meterhohe Agavenblüten auf.
An der Küste liegen einige Festungen, heute Hotels oder Fischrestaurants der gehobenen Preisklasse.



"rauhe See" am Cabo da Roca



Wir erreichen die Hafenstadt Cascais

.. Zidatelle...

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Wir fuhren auf der Küstenstraße Richtung Cascais, passierten den Yachthafen und stiegen bei der Zitadelle, heute Militärkaserne, aus.



Küste bei Cascais



"Bummeln" in Cascais

Statue von Joao II. - ER blickt...

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Das ehemalige Fischerdorf Cascais wurde zu Beginn des 20. Jh. zu einem eleganten Küstenort, das heute für seinen wunderschönen weißen Sandstrand berühmt ist. Cascais war vor allem ein elegantes Sommerdomizil für die portugiesischen Könige des 19. Jahrhunderts und ein Paradies für europäische Mitglieder des Königshauses, die während des Zweiten Weltkriegs in dem neutralen Gebiet des Landes Zuflucht suchten.
Neben der Zitadelle aus dem 16. Jh. steht an der Hafenbucht eine Statue von Joao II., er blickt aufs Meer hinaus, mit einem Fernglas in der Hand. Wir spazierten am Kai entlang, auf der Hafenmole lagerten Reusen für Tintenfisch- und Hummerfang, zum Rathausplatz mit einer Statue von Peter I. und dem Rathaus mit schönen Fliesenbildern an der Fassade. Dann schlenderten wir durch die Fußgängerzone mit grau-weißen Pflastersteinen in Wellenmuster, vielen Geschäften und Bars zur Badebucht mit Sandstrand und Strandcafe. Bei einem schönen Blick auf das blaue Meer tranken wir ein Gläschen Rotwein und genossen Sonne und frische Seeluft.



... im Hafen von Cascais....



Über Estoril nach Lissabon

CASINO in Estoril

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Gegen Abend traten wir die Rückfahrt nach Lissabon an. Wir fuhren über Estoril und hielten kurz beim Casino mit Park davor für ein Foto.

Der längste Strand an dieser Küste brachte uns zur Festung Hl. Julian aus dem 16. Jh. an der Mündung des Tejo-Flusses bei Carcevelos. Auf einem Felsen im Meer liegt eine weitere Festung. Insgesamt drei Festungen schützten die Stadt Lissabon, wenn nötig durch Kreuzfeuer.


Dann sahen wir die 25. April Brücke über den Tejo, ehe wir auf der Autobahn in die Stadt fuhren. Durch das Aquädukt Aguas Livres, es wurde 1728-48 erbaut erreichten wir um 19 Uhr unser Hotel.



Blick über den Tejo zur Brücke des " 25. A...



Lissabon - Alcobaca

... auf der Autobahn nach...

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Lissabon – Alcobaca -126 km – die Altstadt, ein Weltkulturerbe, außerdem im Hintergrund die dramatische „Love Story“ von Portugal ( Petro I – Ines de Castro )…
Real Abadia de Santa Maria de Alcobaca – in Verbindung mit der größten
Liebesgeschichte von Portugal….


Um 09.50 Uhr erreichten wir das Städtchen Alcobaca, spazierten durch die Gässchen mit kleinen Geschäften und Häusern mit Fliesenfassaden zur Abtei de Santa Maria de Alcobaca.



..durch die Gassen von Alcobaca...



Real Abadia de Santa Maria de Alcobaca

Real Abadia de Santa Maria de...

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Ein großer Vorplatz brachte den großen Klosterkomplex so richtig zur Geltung. Auf den Stufen zum herrlichen gotischen Portal machte eine Fotografin ein Gruppenbild.
Links am Portal der Ordensgründer Bernhard von Clairvaux.



... am Haupteingang ...



Das Innere der frühgotischen Hallenkirche ist schlicht, in drei gleich hohe Schiffe gegliedert, 24 mächtige Pfeiler tragen 12 gotische Gewölbe.



... im Kirchenschiff...



..die Grabmäler von Ines und Pedro I.

Grabmal von König Petro I

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Im Querschiff befinden sich die prunkvollen Grabmäler des Königs Pedro I. rechts und seiner Geliebten Ines de Castro links, die auf Geheiß von Pedros Vater, König Afonso IV., ermordet und von Pedro nach seiner Thronbesteigung exhumiert und in Coimbra in aller Form zur Königin gekrönt wurde.
Auf Pedros Wunsch wurden die Grabmäler einander gegenüber aufgestellt.
Den Steinsarg Pedros tragen sechs Löwen, Pedros Gestalt ruht darauf mit Blickrichtung zu seiner geliebten Ines am Sarkophag gegenüber, um gemeinsam mit ihr am jüngsten Tag aufzuerstehen.



Sarkopharg von Petro I



Maria rief die Gruppe zusammen und erklärte uns danach detailliert die Zusammenhänge, die damaligen, dramatischen Ereignisse, sowie die Geschichte zu den vor uns befindlichen
Meisterwerken der Steinmetzkunst.



Grabmal von Ines de Castro

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Den von kauernden Gestalten getragenen Sarkophag der Ines bedeckt die Liegefigur der Toten, von sechs Engeln umgeben.

An die Kirche schließen die mittelalterlichen Klostergebäude an.
Von der Kathedrale gelangt man in den Königssaal, dessen Wände mit Azulejos verkleidet sind, es sind u.a. die Krönung des 1. Königs und die Klostergründung dargestellt.



Sarkopharg von Ines de Castro



Im Königssaal

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Die Plastiken an den Wänden stellen portugiesische Könige dar, die Köpfe der besiegten Mauren liegen zu ihren Füßen. Vom Königssaal kommt man in den zweistöckigen Kreuzgang Dom Dinis oder Claustro do Silencio (Kreuzgang der Ruhe, weil dort Redeverbot bestand) – einfach herrlich!!



... auf den Köpfen der ...



... im Kreuzgang....

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Der Kreuzgang, 1308-11 erbaut, hat eine umlaufende Länge von 203 Metern und im Erdgeschoss eine durchschnittliche Höhe von 5 Metern. Anfang des 16. Jh. wurde noch ein zweites Geschoss hinzugefügt. In der Mitte sind Buxhecken angepflanzt, rundum Steingitter mit Ornamenten und Kreuzritter-Kreuz, gedrehte Säulen und mit Fabelwesen geschmückte Kapitelle. Vom gotischen Brunnenhaus gelangten wir zum Refektorium, dem Speisesaal mit Lesekanzel und weiter in die Küche mit großen Feuerstellen und hohen gefliesten Rauchfängen und Fließwasser. Hier wurde für 1000 Personen gekocht.
Im Kapitelsaal hörten wir klassische Musik, auch ein Duett mit Maria. Über eine Treppe hinauf kamen wir in das Dormitorium und zu einem zweiten, einfachen Kreuzgang.

Wir waren von unserer Reiseleiterin zur Geschichte gut vorbereitet worden und zur „LoveStory“ erhielten wir sogar schriftliche Unterlagen.

Das einflussreichste Kloster in Portugal war bereits 1985 zum WELTKULTURERBE ausgerufen worden.
Jeder in Portugal ( nun auch wir, die Touristen aus Österreich ) kennt die dramatische Liebesgeschichte zwischen Pedro I. und Ines de Castro, welche in der heutigen Zeit einen guten Inhalt für ein Theaterstück oder sogar für einen Hollywoodfilm abgeben würde.
Nicht umsonst füllt diese „Love Story“ Geschichtsbücher und Reiseführer, oftmals in Bezug als „Quinta das Lagrimas“- Landhaus der Tränen erwähnt!


Der 1148 begonnene Klosterbau wirkt noch heute auf den Besucher durchaus imposant, dennoch eher nüchtern und schon „etwas in die Jahre gekommen“.

Noch Generationen werden an diesen Sarkophagen vorbeiziehen und sich dabei an die dramatische Beziehung des königlichen Paares erinnern.

Heute kann die Kirche des Klosters beschaulich durchwandert werden. Der Zustrom der Besucher hält sich in Grenzen ( zum Unterschied von anderen Sehenswürdigkeiten ).

Im Zuge einer Rundreise in Portugal wird empfohlen auch nach Alcobaca zu kommen, …um hier die prunkvollen Steinsärge – „auf das sich beider Blicke treffen „ zu bewundern.



Real Abadia de Santa Maria de Alcobaca



Fahrt nach Batalha

Klosterkirche in Batalha

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Um 12 Uhr fuhren wir weiter nach Batalha, bei Regen trafen wir um 12.30 Uhr ein. Mitten in dem kleinen Städtchen liegt das Mosteiro de Santa Maria da Vitoria, meist nur kurz Kloster Batalha genannt.

Batalha (port. Schlacht) ist vor allem durch das aus dem 14.-16. Jh. stammende Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitoria bekannt. Seit 1983 WKE.

Der wohl schönste gotische Bau in Portugal entstand wie auch andere große Bauwerke aufgrund eines Gelübdes. Am 14. August 1385 stellte sich König Joao mit seiner wesentlich kleineren Armee der Armee aus Kastilien. Für den Fall eines Sieges gelobte er den Bau eines Klosters. Mit dem unerwarteten Sieg erreichte Portugal seine Unabhängigkeit von Spanien.



... schönster, gotischer Bau in Portugal....



... prachtvolle...

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Zweihundert Jahre dauerte der Bau an diesem Monument und vereint gotischen und manuelinischen Baustil. An der gotischen Westfassade befindet sich das beeindruckende Hauptportal. Der „königliche“ Kreuzgang dürfe einer der am schönsten gestalteten in Europa sein, weiters besonders sehenswert die Gründerkapelle das manuelinische Portal und der Kapitelsaal mit der Sternenkuppel.



"königlicher Kreuzgang" in Batalha



..in Reih´e und Glied" -...

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Für 1388 ist die Übergabe des Klosters an den Dominikanerorden urkundlich gesichert. Die Errichtung erfolgte wahrscheinlich unter ausschließlicher Maßgabe und Finanzierung des Königshauses, wodurch sich die für eine Bettelordenskirche überaus anspruchsvolle Architektur erklären lässt. Eine Reiterstatue des siegreichen Feldherrn Nuno Alvares Pereira steht vor dem Kloster. Das Kloster wurde nach der Zeit der napoleonischen Besatzung aufgelöst und ging in Staatsbesitz über.

Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit einschiffigem Querhaus. Im Osten wird sie durch eine komplexe Apsisanlage abgeschlossen. Die Westfassade ist besonders reich verziert.



...wundervolle Steinmetzarbeiten...



...prachtvoll, bis ins kleinste...

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Das Westportal, der Haupteingang der Kirche, ist mit einem herrlichen Skulpturenschmuck versehen. Insgesamt 78 Figuren unter Baldachinen sind dargestellt, u.a. die 12 Apostel, Engel, Propheten, Könige und Heilige.



... am Klosterportal...



Im Kreuzgang

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In der hohen Klosterkirche kommt man sich wie eine Maus vor. Der eindrucksvolle Innenraum hat eine Länge von 88 m, eine Breite von 32 m und eine Höhe von 32,5 m und ist damit an Größe dem Kölner Dom und Notre Dame in Paris vergleichbar.
An der Nordseite des Kirchenschiffes befindet sich der quadratischer Kreuzgang Dom Joao I., das feingliedrige Maßwerk in den Arkadenbögen entstammt erst der Epoche um 1500 und zeigt Formen der nach König Manuel I. benannten Manuelinik, einer portugiesischen Sonderform der Spätgotik. Spitzenbögen, Kreuzrippengewölbe in den Gängen, Durchblicke zur Kirche – ein Augenschmaus wohin man blickt!

Der an der Ostseite des Kreuzganges gelegene Kapitelsaal hat ein stützenloses Sternkuppel-gewölbe. Mit einer Seitenlänge von circa 20 Metern stellt er einen der größten stützenlos überwölbten Räume des Mittelalters und der frühen Neuzeit auf der Iberischen Halbinsel dar.
Hier befindet sich das Grab des unbekannten Soldaten. Schöne Kränze waren niedergelegt, zwei Soldaten standen Wache und die Ablöse marschierte heran.
Danach gingen wir zum zweiten Kreuzgang Dom Afoso V., mit schlichten Doppelfenstern und einer einfachen oberen Säulengalerie, an dessen Ecke sich der Ausgang befindet.
Wir besuchten noch die Capelas Imperfeitas. Der älteste Sohn und Nachfolger Joãos, Duarte, begann mit dem Bau der gewaltigen Kapellenanlage im Osten der Klosterkirche, die jedoch nie vollendet wurde.
Ich wartete, bis keine Besucher mein Bild störten und hörte noch im Kopfhörer wie unsere Gruppe zum Portal hin sich entfernte. Danach ließ ich diesen Kreuzgang ohne Störung auf mich einwirken. Alle saßen schon im Bus.



Kreuzgang Dom Afoso V. im Innenhof des Klosters



Weiterreise nach Fatima

... die 3 Hirtenkinder...

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Am frühen Nachmittag fuhren wir weiter nach Fatima, der Regen kam mit. Um 14 Uhr erreichten wir die neue Stadt Fatima, durchfuhren einen Kreisverkehr mit Statuen der drei Hirtenkindern und Schafen, und machten Mittagsrast im Comercial Center bis 15 Uhr. Im Erdgeschoß konnte man jede Menge Souvenirs kaufen, im 1. Stock befand sich ein SB-Restaurant.
Frisch gestärkt brachen wir zur Wallfahrtsstätte auf. 90 % der Portugiesen sind röm. katholisch.

Fátima ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der Römisch-Katholischen Kirche.
Berichtet wird, dass am 13. Mai 1917 drei Hirtenkinder, Lucia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto, auf einem freien Feld eine Erscheinung der Jungfrau Maria erfahren hätten. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurückzukommen. Die Kinder vereinbarten untereinander Stillschweigen über diese Erscheinung. Jacinta hielt sich jedoch nicht an dieses Versprechen, und so fanden sich am 13. Juni einige Neugierige ein, die sich mit eigenen Augen überzeugen wollten, ob die Geschichten der Kinder stimmten. Als in den Sommermonaten die Zahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober ein Wunder an.
Am fraglichen Tag hätten dann Zehntausende von Anwesenden das Sonnenwunder gesehen; sie konnten problemlos die Sonne, die einer Silberscheibe ähnelte, anschauen, während sich diese wie ein Feuerrad drehte.
Am 13. Mai 1930 wurden die Erscheinungen durch den Bischof von Leiria als glaubwürdig erklärt und die Verehrung „Unserer Lieben Frau von Fatima“ gestattet.



Der große Platz in FATIMA



Fatima

Hl. Messe in Fatima

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Mit seinen 150.000 m2 hat der Versammlungsplatz von Fatima gigantische Ausmaße. Viele Gläubige durchmessen ihn auf Knien rutschend. Wo den Kindern in den Zweigen einer Eiche die Jungfrau Maria erschienen sein soll wurde die Erscheinungskapelle gebaut. Wir konnten dort kurz der Messe beiwohnen. Auf einer kleinen Anhöhe erhebt sich die neobarocke Basilika mit ihrem 65 m hohen Zentralturm, sie wurde 1928 erbaut. In der Kirche sind die drei Hirtenkinder bestattet.



Kirchenschiff in Fatima



Gegenüber der alten Kathedrale Basilica Antiga wurde 2007 die neue Kirche Igreja da Santissima Trindade eingeweiht. Sie fasst 9000 Besucher, ist somit die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts (2009). Zwischen den beiden Kirchen befindet sich der größte Kirchenvorplatz der Welt.

Die Kirche kann durch 13 Türen betreten werden, die nach der Einteilung des Architekten den zwölf Aposteln und Jesus Christus (das 64 m² große Haupttor) gewidmet sind.
Maria begleitete uns in die neue Kirche. Am Erscheinungstag, dem 13. Oktober, kommen 500.000 Pilger, sie feiern die Messe am großen Platz.



FATIMA - die neue Kirche für 9.000 Personen



Fahrt nach Aveiro

AVEIRO- "Klein Venedig"

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Um 16.15 Uhr fuhren wir weiter nach Aveiro auf der Autobahn. Maria erzählte die „Hahnlegende“, da Gerti mit dem Einkaufskärtchen den „Hahn von Barcelos“ gewonnen hatte. Der bunte Keramikhahn ist das Werbesymbol Portugals.
Der Legende nach soll ein Bürger aus Barcelos, der angeblich einen Mitpilger auf einer Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela bestohlen hatte und zum Tode verurteilt worden war, ein Stoßgebet zum heiligen Jakob geschickt haben. Er wurde zum Richter gebracht, als dieser einen gebratenen Hahn verspeisen wollte. Der zum Tode Verurteilte rief in seiner Verzweiflung, dass der Hahn wieder lebendig werde, wenn er unschuldig sei. Und tatsächlich soll der Hahn sich erhoben und vernehmlich gekräht haben. Aus Dankbarkeit für seine Rettung habe der Bürger den Hahn aus Ton gestiftet.

Wir fuhren durch das Tal des längsten Flusses der in Portugal entspringt und mündet, Vouga. Es werden Mais, Reis und Gemüse angebaut, die Weinberge beginnen. Eucalyptuswälder wurden für die Papiererzeugung angepflanzt, aus den Blättern werden pharmazeutische Artikel hergestellt.
Aveiro lag am Meer, verlandete durch den Fluss und wurde im 19. Jh. wieder freigelegt. Die bunten Boote am Kanal sammelten früher Seetang, heute fahren sie Touristen herum. Aveiro ist ein Zentrum der Keramikerzeugung.



Haus der Keramik in Aveiro



... warten auf Kunden ...

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Aveiro lebt vom Meer. Hauptschlagader der 40.000 Einwohner zählenden Stadt ist der Canal die Cidade - besonders im Hochsommer ist der Kanal des 'lusianischen Venedigs' Ausgangspunkt für Wasserfahrten in die nähere Umgebung. Der Stadtkanal auf dem die bunt bemalten Moliceiro-Boote fahren trennt die früher dem Adel vorenthaltene Altstadt von der Neustadt. Weitere malerische Kanäle durchziehen Aveiro.



"Gondeln" in Aveiro



Künstlerisch gestaltet der...

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Um 18.30 Uhr trafen wir im Hotel ein, es liegt am Ende des Kanals bei der alten Keramikfabrik, heute Museum. Ein modernes, würfelförmiges Hotel mit Hallenbad.

Vor unserer Abfahrt in Aveirofuhren wir noch zum alten Bahnhof, sehenswert wegen seiner Fliesenbilder aus dem 20. Jh. Die Fliesen wurden in Aveiro hergestellt und zeigen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Salzgewinnung, Getreideernte … Im Anschluss wurde der neue Bahnhof erbaut.

Wird fortgesetzt, Teil III - "Porto und Umgebung".



kunstvolle Azulejos am Bahnhof


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Kommentare

  • Pinky3

    Auch dieser Teil hat mir sehr gut gefallen :)))
    LG Gaby

  • Schalimara

    Porto und Aveiro...da werden Erinnerungen an mehrere Portugalreisen wach :-) Nur Lissabon fehlt noch.
    Ich freue mich auf mehr Portugalberichte.
    LG Schalimara

  • reisefreudig

    Danke Euch zu den netten Zustimmungen. ))-Schalimara, Lissabon im ersten und letzten Teil (V), Porto kommt ausführlich in Teil III.
    lg Harald

  • tacitus

    Dieser Teil ist eine schöne Fortsetzung des 1. Teiles, das Foto der Klosterkirche von Batalha im Regen ist beeindruckend.

  • reisefreudig

    Servus tacitus,
    ..danke zur Interesse zu meinem Bericht, sowie zur so zahlreichen Bewertung der darin ersichtlichen Bilder.
    Ist auch mein Lieblingsbild in diesem Teil des Berichtes. Auch ein Regenfoto hat seinen Reiz, nirgends scheint immer die Sonne ( ha, ha, ).
    lg Harald

  • Blula

    Harald, ich bin mal wieder sehr beeindruckt ... Eigentlich dachte ich ja, Du würdest mich hier auch wieder auf eine Erinnerungsreise mitnehmen, aber l e i d e r haben wir auf der damaligen Studienreise durch Nord-Mittelspanien und Portugal weder Santa Maria de Alcobaca besucht noch Batalha. Nachdem ich nun lese und auch anhand Deiner guten Bilder erkenne, was mir dabei entgangen ist, muss ich sagen, dass ich das von der Organisation her nicht verstehe. Gerade diese beiden Orte mit ihren prachtvollen Kirchenbauten sollten gewiss zu einer Portugal-Studienreise gehören. Fatima, ja, daran habe ich noch sehr gute Erinnerungen, auch, dass es dort so heiß war an jenem Tage, dass ich "Probleme" hatte, über den riesigen Platz vor der Kirche zu kommen. Ich schlich förmlich darüber. Man hätte da damals Spiegeleier braten können.
    Ich sage wieder DANKE für's Mitnehmen.
    LG Ursula

  • reisefreudig

    Ursula, danke Dir zu Deiner Interesse, zum "Studium" und zur Bewertung meines Berichtes.
    "Ich habe "spitzbüberische" Freude wenn ich an die weiteren 3 Teile ( erscheinen nur monatlich, da ich meine Beiträge nicht "verheizen" möchte ) denke, welche viele weitere Überraschungen für Dich beinhalten, da unsere Rundreise sehr ausführlich ( war ja auch mein Programmvorschlag ) gestaltet wurde. Freue Dich jetzt schon auf weitere "Highlights" - viele Weltkulturstätten befinden sich darunter- in Portugal.
    lg Harald

  • nach oben nach oben scrollen
  • weltreisen

    Harald, in deinen portugal-berichten spürt man förmlich deine liebe zu diesem land - und ich kann dich voll verstehen.
    inge

  • Schoena

    Mit Deinen Berichten hole ich mir Lust auf Portugal. Das Land ist schon eine Reise wert wie ich sehe. LG Ingeborg

  • reisefreudig

    Inge, Ingeborg, danke schön zur Zustimmung. Ingeborg, das Land unbedingt auf Deine Wunschliste setzen, nicht einmal meine Berichte reichen aus um den Reiz, die Landschaft und die beeindruckende Kultur ins rechte Licht zu setzen. Noch dazu die immer wieder spannende und fast unglaubliche große Geschichte dieses Landes. Es ist/wäre ein Erlebnis welches man nie vergisst.
    lg Harald

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