Portugal: "Im Lande der Seefahrer" - Lissabon und Umgebung, Teil I

Reisebericht

Portugal: "Im Lande der Seefahrer" - Lissabon und Umgebung, Teil I

Reisen in Portugal „ 2 Wochen durchs Land der „Seefahrer“-

... die große Reise beginnt....

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..ein Routenvorschlag zu vielen landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten….
Mein Bericht ist als Empfehlung gemeint u n d stellt keinen Anspruch auf Vollkommenheit.
Der Abflug verspätete sich, wegen der verspäteten Ankunft der TAP. Wir warteten am Flugsteig B im Parterre bis 21.20 Uhr. Dann saßen wir in einem A 321 und starteten um 22 Uhr für den Flug von Wien nach Lissabon – 2.307 km. Es wurde ein sehr gutes, warmes Abendessen serviert.

Sinkflug, das Häusermeer der Hauptstadt Portugals kam näher, die Lichter der Brücke über den Tejo waren schön zu sehen. Landung um 00.50 Uhr – 1 Std. = 23.50 Uhr.

Ab 9 Uhr Stadtbesichtigung, es war bedeckt bei 13 Grad. Bom dia!
Guten Morgen! Maria ( unser weiblicher Guide, ein „wandelndes Geschichtsbuch“ ) begrüßte uns und erklärte dabei gleich die Fahne von Lissabon – ein Boot mit zwei Raben, das Symbol des Hl. Vincent, er ist der Schutzpatron der Stadt.

Lissabon ist die Hauptstadt und die größte Stadt Portugals und liegt an einer Bucht der Flussmündung des Tejo.
Ein gewaltiges Erdbeben verursachte im Jahr 1755 den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt.
In den letzten Jahren ist die Einwohnerzahl allerdings massiv zurück gegangen - von über 800.000 Einwohnern um 1980 auf etwa 500.000 um 2010 -; viele Menschen sind aus der Stadt verzogen. Lissabon hat mit erheblichen strukturellen Problemen zu kämpfen, unter denen vor allem die marode Bausubstanz vieler Gebäude und das hohe Verkehrsaufkommen herausragen.



Blick über den Tejo zur Brücke des " 25. A...



Wir besuchen die Altstadt

Das heutige Stadtbild von Lissabon stammt hauptsächlich aus dem18. Jahrhundert. Das Zentrum von Lissabon bildet die Baixa. Die Altstadt besticht durch ihre Fliesenfassaden und mittelalterlichen, engen Gassen.

Die Avenida da Liberdade ist eine am Vorbild der Pariser Avenue des Champs-Elysees orientierte Prachtstraße in Lissabon. Sie verbindet die nach dem Erdbeben von 1755 angelegte Baixa (Unterstadt) mit den höher gelegenen Stadtvierteln im Norden und fand ab Beginn des 20. Jahrhunderts in den Avenidas Novas ihre Fortsetzung. Ein erstes Teilstück der Avenida wurde 1882 zum 100. Jahrestag des Todestages des Marques de Pombal eingeweiht.



Blick zur Praca de Comercio bishin zum Tejo



..mit der "28"- er zur Kathedrale

..alle fahren mit der...

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Wir umrundeten den großen runden Platz mit dem Denkmal des Marques de Pombal (Premierminister unter Jose I., Wiederaufbau von Lissabon nach dem Erdbeben von 1755), fuhren durch die Avenida da Liberdade, die Freiheitsallee, gesäumt von Platanen, das Pflaster auf den breiten Gehwegen ist schwarz-weißer Kalkstein mit schönen Ornamenten, zur Unterstadt Baixa. In den schmalen Gassen fährt die alte Straßenbahn Nr. 28. Bei der Kathedrale Se stiegen wir aus. Die hohe Hallenkirche ist düster, sie wurde beim Erdbeben 1755 nicht zerstört.

Die Hauptkirche der Stadt Lissabon und die Kathedrale des Patriarchats von Lissabon ist die Catedral Se Patriarcal. Die Bauarbeiten an der ältesten Kirche der Stadt begannen im Jahr 1147. Ein Erdbeben beschädigte 1344 das Bauwerk. Im Jahr 1380 wurde die westliche Fassade im Stil der Romanik errichtet.



Kathedrale SE - die älteste Kirche von Lissabon



Castelo de Sao Jorge

.. in der Burg...

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Wir gingen dann bergan durch die Rua da Saudade, sahen römische Ausgrabungen, sie wurden unter dem Straßenniveau freigelegt, zur St. Georgs-Burg. Eintritt € 7,-

Das Castelo de Sao Jorge, eine Festungsanlage mit integrierter Burgruine, wurde jahrhundertelang als Königsburg genutzt. In einem Turm der Burg, dem Torre do Tombo, befand sich die königliche Urkundensammlung. Die Burg wurde 1755 beim großen Erdbeben weitgehend zerstört. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ist die Anlage wieder in einem guten Zustand. Die Burg wurde von den Mauren gebaut, die sie 1147 an Alfons den Eroberer verloren.



Castelo de Sao Gorge in Lissabon



Blick zum Tejo

Blick zum Tejo

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Von der Burgterrasse, die mit Kanonen bestückt ist, hat man einen schönen Ausblick auf Lissabon, die breite Tejo-Mündung, die „Golden Gate“ = 25. April Brücke und zur Christus Statue am gegen-
über liegenden Ufer. Zwischen den roten Ziegeldächern ragen weiße Kirchenbauten auf und das frische Grün der Alleen und Parkanlagen. Im Burg Museum sahen wir römische und maurische Funde, Fliesen und Keramik nach dem Erdbeben von 1755, als Besonderheit ein maurisches Amulett. Maria führte uns noch zu den maurischen Mauerresten von Häusern aus dem 11. Jh. mit Resten eines roten geflochtenen Bandornamentes im Speisezimmer, Ruinen des Palastes aus dem 15. Jh. der vom Erdbeben zerstört wurde.



..auf der Burgmauer...



Miradouro de Santa Luzia

... über die Dächer der Baixa...

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Um 11.20 Uhr verließen wir den Burgberg und spazierten zum Miradouro de Santa Luzia mit grandiosem Ausblick auf das Pantheon und die Kirchen Sao Vicente de Fora, Santo Estevao und Sao Miguel. Dann stiegen wir über die Rua Norberto de Aranjo zur Alfama hinunter. Die Bezeichnung Alfama leitet sich vom arabischen „al-Hama“ ab und bedeutet „warme Quellen“. Im Mittelalter lebten in diesem Teil Lissabons der Adel und das wohlhabende Bürgertum, später Handwerker, Fischer und Seeleute. Heute wohnen in der Altstadt Lissabons die ärmeren Bevölkerungsschichten.



Blick auf die Altstadt



In der Baixa (Altstadt)

..die Gässchen der Baixa...

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In den engen Gässchen waren die Häuser weiß gekalkt, die Fenster meist blau gestrichen, am Balkon hingen Blumen, Wäsche und Vogelkäfig mit Schlafhaube. Bitterorangen waren von den Mauren wegen des guten Duftes angepflanzt worden. In der engsten Gasse von Lissabon stoßen die Gebäude in den oberen Stockwerken fast zusammen, man kann nur durchschlüpfen. Auf Meeresniveau an der breiten Hauptstraße sahen wir das prachtvolle Haus des Brasilianers mit weißer Kalksteinfassade, Terrassen mit Bougainvillea und Brunnen an der Fassade. Der Erbauer war in Brasilien reich geworden.



Haus in der Baixa



Im Stadtteil von Belem

"Straße" der Restaurants

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Um 12 Uhr stiegen wir wieder in unseren Bus und fuhren auf der 24. Juni Allee in den Stadtteil Belem, vorbei an der 25. April Brücke – oben fahren die Autos, darunter die Bahn, ans andere Ufer des Tejo. Der tiefste Brückenpfeiler ist 79 m verankert. Die Christus Statue gegenüber ist 110 m hoch, die höchste Betonfigur der Welt.
Am Parkplatz vor dem Hieronymus-Kloster wurde der Bus abgestellt., anschließend machten wir Mittagsrast in einem netten Lokal.



Christo Rei



Hieronymus-Kloster in Belem

Kloster mit Südportal

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Das Hieronymus-Kloster liegt im Stadtteil Belem. Neben den Königsgräbern befindet sich hier auch die Grabstätte des bekannten Seefahrers Vasco da Gama.

Dann besuchten wir das Weltkulturerbe. Eintritt € 7,- + € 4,- Kreuzgang.
An der Südostecke des Hieronymus-Klosters steht die dreischiffige Kirche Santa Maria mit der schönen Südfassade. Am prachtvollen Südportal sieht man den Hl. Hieronymus auf einer Säule, zu seinen Füßen ruhen Löwen. Der Heilige hatte einem Löwen einen Dorn aus der Pfote gezogen, der ihn dann ein Leben lang begleitete.



"Mosteiro dos Jeronimos"



An den Gräbern der Könige

..am Südportal..

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Am Hauptportal sind u.a. der Kirchenstifter und seine Frau dargestellt. Das weiträumige Innere der Kirche hat eine schöne Netzgewölbedecke, die Achteckpfeiler sind reich mit Reliefs geschmückt. In der Seitenwand sind Beichtstühle eingebaut, man sieht Holztüren mit reliefgeschmückten Steinbögen. Im Querschiff und in der Apsis befinden sich die von Elefanten getragenen Gräber Manuel I., seiner Nachfolger und Verwandten, u.a. fünf Könige und sieben Königinnen sind hier begraben.



.. über dem Portal ...



..als Gründer verewigt...

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Gleich beim Eingang unter der Orgeltribüne steht der Sarkophag von Vasco da Gama.



Sarkopharg von Vasco da Gama



... der Kreuzgang...

Netzgewölbedecke des Klosters..

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Dann besuchten wir den zweistöckigen Kreuzgang mit herrlichen Bögen, Säulchen, Kreuzrippengängen und schönen Durchblicken in den Innenhof. Das Meisterwerk ist auf quadratischem Grundriss mit 55 m Seitenlänge errichtet. In der Nordwestecke steht ein Löwenbrunnen, von hier hat man Zugang zum einstigen Refektorium mit schönem Netzgewölbe und Fliesenschmuck aus dem 17. Jh. an den Wänden.
Viel zu bald verließen wir das Kloster.



Der Kreuzgang..



Torre de Belém

Der Bus brachte uns zum Torre de Belem, das Wasser umspült seine Mauern.

Im Jahre 1983 wurden der Torre de Belem und das Mosteiro dos Jeronimos von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Der Torre de Belém, der im gleichnamigen Stadtteil an der Tejomündung liegt, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Als Leuchtturm auf einem Felsen im Mündungstrichter des Tejo gelegen, begrüßte er die ankommenden Entdecker und Handelsschiffe. Das düstere Innere diente bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis und Waffenlager.



Torre de Belem



Am Seefahrerdenkmal

... am Denkmal für die...

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Ein letzter Halt beim Entdecker Denkmal Padrao dos Descobrimentos im Stadtteil Bélem am Ufer des Flusses Tejo. Es wurde 1960 unter dem Salazar-Regime erstellt, genau 500 Jahre nach dem Tode von Heinrich dem Seefahrer und soll die alten Zeiten der Seefahrernation Portugal glorifizieren. Dargestellt ist der Bug einer Karavelle auf dem, angeführt von Heinrich dem Seefahrer, weitere bedeutende Personen aus dem Zeitalter der Entdeckungen dargestellt sind. Der 54 Meter hohe Turm, seitlich mit stilisierten Segeln versehen, versinnbildlicht den Mast der Karavelle. Von diesem Platz startete auch Vasco da Gama zu seinen Entdeckungsreisen.



... Blick aufs Meer hinaus...



...auf nach Sintra...

..Blick auf Sintra...

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Auf der Rückfahrt stiegen wir beim Kaufhaus Roma aus und spazierten durch die Via Roma mit einer Kaffeepause zurück zum Hotel.


Lissabon - Sintra – 36 Km – Unesco Weltkulturerbe:
Nach einem guten Frühstück verließen wir um 09.00 Uhr das Hotel.
Mit Reiseführerin Maria und Fahrer Antonio fuhren wir stadtauswärts, es war sonnig, aber kühl bei 10 Grad. Vorbei am Park Campo Grande und dem Stadion Sporting Lissabon erreichten wir die Autobahn Richtung Sintra. Das Eingangstor zum Queluz Palast in einem Vorort von Lissabon liegt an der Autobahnabfahrt. Akazien, Holunder und Ginster blühten, in den Gärten leuchteten Orangen und Zitronen aus dem dichten Grün der Bäume.

Die alte Maurenstadt Sintra – ist einfach ein Muss – sie wurde 1147 vom portugiesischen König Alfons I erobert, war seit dem Mittelalter die Sommerresidenz der port. Könige und des Hochadels.
Es ist beinahe Pflicht, bei einer Portugal Rundreise den Palast von Pena zu besuchen.

Gut organisiert, die Zufahrten, Auffahrten und die Möglichkeiten auch im umliegenden "Urwald" spazieren zu gehen.

Man braucht schon etwas Ausdauer, um alle Räume zu besichtigen, auch Kondition für die vielen Stiegen. Aber alles zahlt sich aus....
Bald lag der Berg von Sintra mit dem Pena-Palast vor uns und 10 Minuten später hatten wir Sintra erreicht. Kastanien blühten, Glycinien hingen vom Gartenzaun, Clivia blühten am Straßenrand.



"Sintra"



Wir besichtigen Pena

... der Park ums Schloss...

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Vorbei am Rathaus und dem Palacio Nacional de Sintra mit seinen zwei konischen Schornsteinen fuhren wir zuerst zum Pena-Schloss. Serpentinen führten in die Serra de Sintra zum steilen Felsberg der Maurenburg, Castelo dos Mouros, die Afonso 1147 den Arabern abnehmen konnte. Links der Straße lag die Maurische Burg, nur mehr eine Ruine.

Entlang der Mauern des 200 ha großen Pena-Parks mit über 400 Baumarten erreichten wir um 10 Uhr den Palacio da Pena. Eintritt € 14,50 im Palast ist fotografieren verboten.



wuchtig am Fels errichtet...



...in der märchenhaften Burg...

... romantisch angelegt....

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Palacio da Pena liegt hoch über der Stadt auf einem 528 m hohen Felsgipfel und ist wie eine mittelalterliche Burg. Es ist das bedeutendste Bauwerk der portugiesischen Romantik. Die fantastische, märchenhafte Burg entstand von 1840 - 1850 als königliche Sommerresidenz.

Eine kleine Zubringerbahn auf Rädern brachte uns zum Schloss, das auf der Bergspitze im üppigen Grün thront. Sintra war die Sommerfrische der Könige. Das Schloss wurde in mehreren Bauabschnitten erbaut, es hat Türmchen und Söller, Zinnen und Aussichtsterrassen mit Steinbögen und herrlichen Ausblicken ins Tal bis zum Meer.



Palacio da Penna -



...im Schloß von Pena....

Der "Riese" -...

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Durch einen maurischen Torbogen mit Fliesenornamenten gelangt man über einen Hof zum zweiten Torbogen mit Türmchen wie am Torre de Belem (Lissabon) durch einen gedeckten Gang, gesäumt von Clivienbüschen zum nächsten Hof und dem Eingangsportal mit dem Riesen, der aus einem Meer von Korallen und Muscheln auftaucht. Darüber befindet sich ein neomanuelisches Fenster, ähnlich dem von Tomar.



... mit Blick zum Meer...



Rundgang im Schloß

Ausgerüstet mit Kopfhörer machten wir mit Maria einen Rundgang durch das Schloss. Rund um einen Innenhof mit Kreuzgang lagen die Zimmer. Dieser zweistöckige manuelinische Kreuzgang mit schönen Azulejos gehörte zu einem Kloster aus dem 16. Jh. Im Arabischen Saal sind Wände und Decken über und über mit Trompe-l´Oeil-Malerei („täusche das Auge“) versehen und mit schönen Möbeln und Geschirr ausgestattet. Neben dem Hauptturm befindet sich die Kapelle des eh. Klosters, sie wurde in den Palastbau miteinbezogen.



..das Schloss "eingerahmt"...



Raum für Raum wird besichtigt

..im Innenhof...

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Sehenswert sind die schönen Glasmalereien der Fenster, ein Renaissance-Alabasteraltar und blau-weiße Fliesenbilder. Der Festsaal wurde soeben restauriert, wir konnten im Vorbeigehen bei der Arbeit zusehen. Die Wände sind mit arabischen Ornamenten versehen, vier türkische Figuren tragen Leuchter mit je 25 Kerzen. Im ovalen Raum schlief Portugals König, Manuel II., sein Porträt hängt über dem Kamin. In der gewölbeartigen Palastküche mit Geschirr und Porzellan beendeten wir unseren Rundgang, der bis 12 Uhr dauerte.



... die große Stiege....



...im Palacio Nacional...

... der Stadtpalast von Sintra

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Wir fuhren zurück in die Stadt, probierten in der Mittagspause die berühmten Süßigkeiten von Sintra, und zwar Blätterteig mit Topfen- oder Mandelcreme gefüllt, es war mir zu süß.



Um 13.45 Uhr trafen wir uns zur Besichtigung des Nationalpalastes von Sintra.
Eintritt € 8,- fotografieren erlaubt!

Der Stadtpalast, Palacio Nacional, mit seinen riesigen, konischen Kamin-Schornsteinen, die sich über der großen Palastküche weithin sichtbar erheben, ist das Wahrzeichen Sintras. Er war die vom 14. bis 20. Jh. ununterbrochen bewohnte königliche Sommerresidenz. Auf den Grundmauern eines maurischen Bauwerks aus dem 10. Jh. ließ Joao I. einen Sommerpalast errichten. Der Bau ist ein Konglomerat aus verschiedenen Baustilen. Arabische Einflüsse zeigen sich u.a. in den herrlichen holzgeschnitzten Decken, die sich tunnelförmig über die Räume wölben, sowie den kunstvollen Wandverkleidungen mit Keramikfliesen aus dem 15./16. Jh., den Azulejos. Sie wurden in Sevilla hergestellt und sind die älteste und umfangreichste Sammlung ihrer Art auf der Iberischen Halbinsel. Die dem Largo Rainha D.Amelia zugewandte Palastfront mit der flachen Freitreppe und den fünf Zwillingsfenstern stammt aus der ersten Bauphase.



...Palacio nacional - der Stadtpalast in Sintra



Durchblick

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Durch die Bögen beim Treppenaufgang hat man einen schönen Blick auf die Maurische Burg am Hügelkamm gegenüber.
Wir begannen unseren Rundgang beim Saal der Schwäne, dem größten Raum des Palastes.

Hier fanden früher Bankette statt. Von der Decke blicken jede Menge weißer Schwäne herab deshalb der Name.



Im Saal der Schwäne



"Schwanendecke" im Palast

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Durch einen Innenhof kommt man zu einem Bad mit großen Fliesenbildern und den
Gästezimmern, sowie in den Saal der Elstern. Er verdankt seinen Namen der mit 136 Elstern bemalten Decke. Nach einer Anekdote soll Joao I. von seiner Gattin ertappt worden sein, wie er einer Hofdame einen Kuss gab. Der König erklärte gelassen „Ich habe es gut gemeint“. Dieser Spruch wurde bei jeglicher Gelegenheit von den Hofdamen wiederholt. Verärgert über ihre Geschwätzigkeit, gab Joao den Auftrag für die Deckenbemalung. Im Saal befinden sich ein schöner Kamin aus Carrara-Marmor, geschnitzte Stühle und ein großer Tisch.



Kaminzimmer im Palast



Durch den Meeresjungfrauensaal kamen wir zum Wappensaal mit Azulejos mit Jagdszenen aus dem 18. Jh. an den Wänden, – Pan hinter der Tür – und einer herrlichen vergoldeten Kuppel. Im Zentrum der Kuppel das Wappen König Manuel I., der diesen Saal gestalten ließ, rundum die seiner acht Kinder und Wappen von 72 Adelsfamilien. Der Ausblick aus den Fenstern dieses prächtigen Raumes reicht bis nach Mafra und ans Meer. Die Kapelle hat eine schöne Mudejar-Decke. In einem Gästezimmer sieht man einen schön geschnitzten Schrank und ein Bett mit rotem Baldachin. An den Fenstern waren Glasmalereien, es sind nur mehr wenige erhalten.

Bis 15 Uhr durchstreiften wir das Schloss, machten noch ein Foto von der schönen Außenfassade mit den verzierten manuelinischen Fenstern, ehe wir zum Bus gingen und Richtung Küste fuhren. Der Thronfolger von Portugal, Duarte de Braganca, wohnt in Sintra, wir sahen ihn bei unserer Abfahrt.

Lesen Sie in der Fortsetzung; "Weiterreise bis PORTO"



..das blaue Zimmer..


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Kommentare

  • Pinky3

    Ein für mich sehr interessanter Bericht, ich freue mich schon auf den nächsten Teil............
    LG Gaby

  • Reah

    Schön auch das westliche Europa kennenzulernen. Mit dem gut bebilderten Reiseführer ein schönes Erlebnis, danke. Bin schon gespannt was das Land noch alles zu bieten hat.
    LG Andrea

  • agezur

    Lissabon bzw. Portugal zählt zu unseren Lieblingszielen, die wir immer wieder "im Programm" haben. Trotzdem bin ich gerne wieder mit dir unterwegs und freue mich auf die Fortsetzung!
    LG Christina

  • reisefreudig

    DANKE Euch für die netten und zustimmenden Kommentare, sowie zur Bewertung des Berichtes. Ich habe so viele Bilder, ist halt schwer die beste Auswahl zu treffen. Am Ende dieses 5-teiligen Berichtes ( ich hoffe Ihr hält durch, ha, ha, ) werden wir die interessantesten Kulturstätten Portugals und die liebliche Landschaft an der Algarve kennen gelernt haben.
    lg Harald

  • Blula

    Lieber Harald!
    Auf diesen Bericht habe ich mich, nachdem ich Deine Ankündigung darauf las, nun ganz besonders gefreut. Wie Du vielleicht weißt, habe ich vor Jahren mal eine Studienreise durch Nord - Zentralspanien und Portugal ( von Lissabon "aufwärts" Richtung Norden) unternommen. Also, ich erinnere mich noch sehr gut und gerne an die portugiesische Hauptstadt. Leider war der Aufenthalt da nur recht kurz, doch Vieles, was Du hier in Deinem tollen Bericht erwähnst, habe ich auch gesehen, wenn halt eben nur auf "die Schnelle". Was mir dabei so alles entgangen ist, das kann ich nun sehr gut bei Dir nachlesen und anhand Deiner schönen Bilder auch betrachten. Vielleicht schaffe ich es ja nochmals, eine Reise nach Lissabon zu unternehmen und auch noch in die anderen Regionen, die Du hier noch vorstellen willst.
    Ich freue mich schon auf die Weiterreise mit Dir.
    LG Ursula

  • traveltime

    Schöner Bericht!
    Gruß vom Seefahrer

  • reisefreudig

    Danke Ursula und Rolf, ja dieses Land begeistert mich auch immer wieder. Soviel Kultur und Küstenabschnitte ergeben sich nur selten, aber dafür ist Portugal bekannt. Sie waren auch die besten Seefahrer und Entdecker in unserer früheren Zeit.
    Rolf, wäre auch ein land für Dich, täglich kommen und gehen die Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Lissabon. Aber ich denke Du bist ja bald wieder selbst ein "Seefahrer". Bin schon gespannt wohin Dich die "Wellen" dieses mal tragen/entführen werden.
    Freue mich sehr zu Euren Kommentaren und natürlich auch zu den Bewertungen.
    lg harald

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  • traveltime

    Portugal, kenne ich von der Algarve, Sagres, Alvor, Monchique, etc.
    Zum 60. Geburtstag wollte ich mit dem Schiff Lissabon anlaufen, wir konnten nicht einfahren wegen Lotsenstreik :-((
    LG Rolf

  • Chrissi

    Ein sehr schöner und informativer Bericht ist das wieder von Dir und die Spannung auf den 2. Teil setzt bei mir schon ein. LG Christel

  • Suleika

    Herzlichen dank für deinen Reisebericht da wir demnächst nach Lissabon reisen war es sehr informativ. Freuen uns auf Teil 2 Liebe Grüsse Beatrice

  • tacitus

    Ein sehr gut gestalteter Bericht. Obwohl oder weil ich beide Städte, Lissabon+Sintra ausführlich besucht habe, finde ich diesen Bericht sehr interessant, die schönen Fotos runden ihn gut ab.

  • reisefreudig

    Danke Euch allen zu den netten Kommentaren, diese sind wie "das Salz zur Suppe" zu meinem Bericht.
    Ich freue mich sehr zu Euren zahlreich-netten Zustimmungen.
    lg Harald

  • tumtrah

    Lieber Harald, etwas spät, doch nicht zu spät, komme ich dazu, mich an deine Portugal-Berichte zu machen. Einige Jahre lang war dieses herrliche Land eines meiner Lieblingsziele; wozu auch Madeira und die Azoren gehörten. Nicht nur die zauberhaften Landschaften und die Zeugnisse einer bedeutenden Geschichte hatten mich in ihren Bann gezogen, auch die leisere Wesensart der Portugiesen war mir immer ungemein sympathisch. Nicht zu vergessen das gute Essen! Nichts geht über eine frisch gebratene Seezunge oder Sardinen mit einer Flasche Viño Verde... Dein Bericht hat all das wieder in mir aufleben lassen! Ich staune nur über den Detailreichtum deiner Schilderungen. Ich kann mich dir gar nicht ohne Notizblock vorstellen. All das, was du beschreibst, wird plastisch untermalt durch gut gewählte Fotos. So gefällt's mir einfach!
    LG Hartmut

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  • cirrus

    Lieber Harald,
    noch später als Hartmut, mache ich mich nun an Deine Berichte aus Portugal.
    Ich kann nur unterschreiben,was er meint.. Die Details machen den Bericht so super.
    ( Ich mein es doch nur gut ) :-))))
    LG Christel

  • reisefreudig

    Danke auch Hartmut und Christel. Eure Interesse. Eure Beurteilungen/Bewertungen zum Bericht haben mir große Freude bereitet. Ich bemühe mich immer auch etwas "hinter die Kulissen" zu schauen ( zu fotografieren ) und so kommen dann interessante Details zu stande.
    Christel, ein extra Dankeschön zu Deinem (meinem ) heutigen "Portugal-Tag" , die Bewertung der Berichte und aller Bilder ist ja schon eine Marathon-Leistung und müssen heute Deine Finger "wund" vom "Klicken" sein. Insbesonders freue ich mich nun, Dich im Juni in der Ramsau persönlich kennen zu lernen. Viele kommen schon wird dort ein richtiges GC- "Bergfest" werden.
    lg Harald

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