Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012

Reisebericht

Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012

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03.01.2012

3. Januar 2012: Faszinierende Tempelanlagen in Balis Hochland

Traditionelle Holzschnitzkunst...

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Am nächsten Morgen um neun Uhr verlassen wir Ubud, wir haben Ketut für diesen Tag als Fahrer und Reiseführer engagiert. Allerdings haben wir ein Problem: Denise hat sich über Nacht einen ordentlichen Brechdurchfall eingehandelt und deswegen das Frühstück ausfallen lassen - wir vermuten die Frühlingsrolle mit Erdnusssoße als Ursache. Die könnte über den Tag hinweg in der tropischen Hitze schlecht geworden sein; Jana und ich dagegen haben Chilisoße gewählt, uns geht's gut... Zum Glück weiß Ketut, welche Getränke und Hausmittel Denise schnell wieder zu Kräften bringen. Allerdings lässt sie die ersten Punkte unserer heutigen Tour aus und erholt sich währenddessen lieber im Auto. Im nahe bei Ubud gelegenen Dorf Mas sehen wir Holzschnitzern bei ihrer kunstfertigen Arbeit zu, ehe wir weiterfahren nach Bedulu, ebenfalls in unmittelbarer Umgebung von Ubud gelegen.



In idyllischer Lage...

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Dort befindet sich etwas außerhalb des Ortes der frühere Einsiedlertempel Goa Gajah, dessen Hauptanlage in eine Höhle hineingebaut wurde und übersetzt "Elefantentempel" bedeutet. Die touristische Bedeutung dieser Anlage wurde durch die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe noch gesteigert, für die Balinesen ist das Heiligtum vor allem bedeutsam, um für Kindersegen zu beten.



In beeindruckendem Umfeld...

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Sehenswerte Tempelanlagen gibt es hier in der Umgebung in großer Zahl: In Tampaksiring hält Ketut das nächste Mal, um uns den Pura Gunung Kawi zu zeigen, ein von Reisterrassen umgebener Bestattungstempel des Königs Udayana. Könige gab es im Übrigen früher auf Bali mehrere, die verschiedenen Regionen der Insel unterstanden unterschiedlichen Herrschern.



Wegen seines heiligen Wassers...

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Die heutige Zentralmacht präsentiert sich dagegen an der heiligen Quelle Tirta Empul, ebenfalls in Tampaksiring etwas außerhalb des Ortes gelegen. In den reinigenden Wassern, die in mehreren reich geschmückten Becken gefasst und von Tempelbauten umgeben sind, nehmen zahlreiche gläubige Hindus rituelle Waschungen vor, während sich hoch über der Anlage auf einem Hügel ein großzügiger, sehr gepflegter Bungalow ausbreitet: Früher der Palast von Präsident Sukarno, heute ein Gästehaus der indonesischen Regierung.



Eindrucksvoller Vulkansee...

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Über viele Kilometer zieht sich die Straße nun bergan Richtung Norden, bis wir in Penelokan hoch über Balis größtem See, dem Danau Batur stehen: ein Kratersee, der sich in der Caldera des Gunung Batur gebildet hat. An seinen Flanken sind deutlich die Lavaströme erkennbar, die der bislang letzte Vulkanausbruch im Jahr 2000 hinterlassen hat. Eine phantastische, spektakuläre Landschaft in weit über 1.000 Metern Höhe, was man auch an den im Vergleich zu vorher deutlich kühleren Temperaturen erkennt.



Balinesische Spezialitäten...

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Die kurvenreiche Abfahrt an die Nordküste führt uns durch Nebel und Regenschauer, ehe wir kurz vor Sonnenuntergang das erneut wunderschöne, direkt am Meer gelegene Hotel "Puri Bagus" im Ferienort Lovina erreichen. Die großzügige Anlage mit zahlreichen unauffällig zwischen dem üppigen Grün versteckten Bungalows wird durch geschwungene Wege erschlossen, besitzt Teiche mit Seerosen, einen Pool und kleine überdachte Pavillons mit Liegekissen gleich hinter dem hoteleigenen Strand. Auch hier stellt sich gleich wieder ein angenehmer Wohlfühleffekt ein, den wir mit einem ausgezeichneten Abendessen in einem nahegelegenen Warung - so heißen hier traditionell die einheimischen Restaurants - noch steigern.


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Kommentare

  • Blula

    Lieber Wolfgang,
    ich muss Dir hier gleich zu allererst mal Danke sagen für diesen wunderschönen Bericht, habe ich mich doch beim Lesen wie auf einer Erinnerungsreise gefühlt. Ich bin vor über 20 Jahren einmal auf Bali gewesen. Es war übrigens damals meine erste wirkliche Fernreise und deshalb war das Eintauchen in diese vollkommen andere Welt für mich damals ein ganz besonderes Erlebnis. Inzwischen weiß ich, dass sich in kaum einem anderen Teil Südostasiens Kunst und Kultur so reich entfaltet haben wie auf Bali, der „Insel der Götter“, die auch durch ihre Natur und Landschaft mit den sattgrünen Reisterrassen und Dschungelwäldern bezaubert. Die, glaube ich, über 5000 Tempel zeugen davon, wie bedeutsam die Religion im Leben der Inselbewohner ist. Sie sind einfach tief verwurzelt in ihrer Kultur. Seit ewigen Zeiten leben sie mit ihren Göttern und Dämonen. Daran wird auch der zunehmende Massentourismus hoffentlich (!!!) nicht allzu viel ändern. Wie ich Deinem Bericht entnehme, ist das mit der Stille nicht mehr ganz so wie vor über 20 Jahren, aber, ich denke es gibt auch heute noch genügend Rückzugsorte, an denen man sich nach ausgedehnten Inseltouren sehr gut erholen kann. Dass ihr sie gefunden und genossen habt, das kann man hier ja sehr gut nachlesen.
    Danke nochmals.... für’s Eintauchenlassen in Pulau Dewata, wie Bali auch genannt wird.

    LG Ursula

  • ursuvo

    Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen - ich bin gern mit Euch über diese interessante Insel gefahren!
    LG Ursula

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