Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012

Reisebericht

Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012

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28.12.2011

28. Dezember 2011: Feuertänze und brillenklauende Tempelaffen

Ein eigenes Fahrzeug haben wir auf Bali nicht gemietet - der Verkehr, wie schon beim Transfer vom Flughafen ins Hotel erlebt, ist recht chaotisch und die Alternativen für unsere Verhältnisse günstig. Also bestellen wir für unseren ersten Ausflug, den wir anderntags auf die Halbinsel Bukit in den äußersten Süden der Insel vorhaben, ein Taxi. Gar nicht schlecht, denn so stört uns das ständige Stop-and-Go in den allzeit verstopften Straßen rund um Denpasar kaum; wir müssen uns nur Gedanken um eine drohende Erkältung machen, denn der Fahrer dreht die Klimaanlage auf derart tiefe Temperaturen, dass die Badetücher kaum ausreichen, um uns warm zu halten.



Sandstrand zwischen Lavagestein...

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Wetter und Temperaturen passen aber perfekt, als wir schließlich bei Pecatu den "Dreamland Beach" erreichen - ein Name für den Touristenprospekt, aber auch in der Wirklichkeit ein malerisch zwischen Felswänden gelegener Sandstrand. Am Wegesrand sind viele unfertige Bauprojekte zu sehen: Die Finanzkrise hat dem Ausbau dieser Region zu einem weiteren Ferienzentrum erst einmal Einhalt geboten, sodass der Badebetrieb vergleichsweise beschaulich ist, wenngleich es sicher übertrieben wäre, von einem Geheimtipp zu sprechen.



Spektakulär über dem Meer...



Eindrucksvolle Performance...

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Von hier aus ist es nicht weit nach Uluwatu. Der dortige Tempel Pura Luhur liegt absolut spektakulär hoch oben auf einer Steilküste über dem Meer. Die komplizierte Götterwelt des Hinduismus zu durchdringen, wird uns in der kurzen Zeit, die wir Bali besuchen, nicht gelingen können; wir konzentrieren uns darauf, die wunderschöne Anlage, die tolle Natur und vor allem die sehr sehenswerte einstündige Tanzveranstaltung auf einem Vorplatz des Tempels, den von einer großen Gruppe aufgeführten "Kecak", zu genießen, der in der Abenddämmerung mit einem effektvollen, dramatischen Feuerring endet.



Der Herr der Brille...

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Anschließend drehen wir noch eine Runde über das Tempelgelände. Stimmungsvoll werden die jahrhundertealten Mauern in der Dunkelheit beleuchtet - zu gut sogar, wie ich Sekunden später entgeistert feststelle, denn ich spüre nur kurz etwas an meinem Kopf, und bis ich realisiere, was passiert ist, sitzt ein frecher kleiner Tempelaffe mit meiner Brille in der Hand hoch oben auf einem kleinen Mauervorsprung! Hat der doch glatt etwas Glitzerndes auf meiner Nase gesehen und sich gedacht, das könnte ihn interessieren! Zum Glück gibt es auch menschliche Tempelwächter, die ihre tierischen Kollegen gut kennen und ihnen ihre Beute mit einem kleinen Leckerli wieder entlocken - was uns natürlich ein kleines Trinkgeld kostet und zu der Überlegung veranlasst, ob die Affen ihre "Kunststücke" vielleicht sogar andressiert bekommen. Zumindest ist für die lernfreudigen Gesellen die Gleichung: "geklaute Wertsachen = wohlschmeckende Zwischenmahlzeit" einprägsam und wird sie wohl nicht dazu animieren, in Zukunft "gesetzestreuer" zu werden...



Na ja, es gibt Schlimmeres; unser Taxifahrer von heute Mittag bringt uns wieder zurück ins Hotel nach Legian, und dort werden wir am nächsten Tag auch bleiben.


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Kommentare

  • Blula

    Lieber Wolfgang,
    ich muss Dir hier gleich zu allererst mal Danke sagen für diesen wunderschönen Bericht, habe ich mich doch beim Lesen wie auf einer Erinnerungsreise gefühlt. Ich bin vor über 20 Jahren einmal auf Bali gewesen. Es war übrigens damals meine erste wirkliche Fernreise und deshalb war das Eintauchen in diese vollkommen andere Welt für mich damals ein ganz besonderes Erlebnis. Inzwischen weiß ich, dass sich in kaum einem anderen Teil Südostasiens Kunst und Kultur so reich entfaltet haben wie auf Bali, der „Insel der Götter“, die auch durch ihre Natur und Landschaft mit den sattgrünen Reisterrassen und Dschungelwäldern bezaubert. Die, glaube ich, über 5000 Tempel zeugen davon, wie bedeutsam die Religion im Leben der Inselbewohner ist. Sie sind einfach tief verwurzelt in ihrer Kultur. Seit ewigen Zeiten leben sie mit ihren Göttern und Dämonen. Daran wird auch der zunehmende Massentourismus hoffentlich (!!!) nicht allzu viel ändern. Wie ich Deinem Bericht entnehme, ist das mit der Stille nicht mehr ganz so wie vor über 20 Jahren, aber, ich denke es gibt auch heute noch genügend Rückzugsorte, an denen man sich nach ausgedehnten Inseltouren sehr gut erholen kann. Dass ihr sie gefunden und genossen habt, das kann man hier ja sehr gut nachlesen.
    Danke nochmals.... für’s Eintauchenlassen in Pulau Dewata, wie Bali auch genannt wird.

    LG Ursula

  • ursuvo

    Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen - ich bin gern mit Euch über diese interessante Insel gefahren!
    LG Ursula

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