Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012

Reisebericht

Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012

Seite 1 von 12
26.12.2011

25./26. Dezember 2011: Aus dem deutschen Weihnachten ins tropische Bali

Irgendwann unterwegs hat sich unweigerlich und ganz allmählich wieder jenes Gefühl eingestellt, das uns von früheren Interkontinentalreisen schon bekannt ist - die Orientierung in Zeit und Raum geht verloren, die Zwischenstationen und die jeweiligen Ortszeiten nimmt man nur noch wie durch einen Schleier wahr.
23 Stunden sind jetzt angeblich vergangen, seit Jana, Denise und ich nach dem Weihnachtsessen vom Haus meiner Schwiegereltern in Ochsenhausen aufgebrochen sind und uns von unserem Schwager an den Flughafen Stuttgart bringen haben lassen. Von dort geht es zunächst mit einer Embraer-190 der niederländischen KLM nach Amsterdam und von dort aus mit einer gewaltigen Boeing 777 desselben Carriers weiter, quer über die eurasische Landmasse und auf drei völlig unterschiedliche Sitzreihen verteilt - wir müssen einsehen, dass wir mit unserer Gewohnheit, erst am Flughafenschalter einzuchecken, altmodisch geworden sind. Der Großteil der Passagiere erledigt dies mittlerweile zuhause übers Internet. Nach elfeinhalb Stunden setzt unser Jumbo-Jet zu einer Zwischenlandung in Singapur an - alle müssen aussteigen, obwohl wir unseren Flug anschließend mit derselben Maschine fortsetzen. Weitere zwei Flugstunden sind noch zu absolvieren, ehe wir endlich am internationalen Flughafen Ngurah Rai in Denpasar und damit auf Bali angekommen sind. Hier sind die Uhren sieben Stunden weiter als zuhause, es ist nach acht Uhr abends, bereits wieder dunkel, aber schwül-warm - ein krasser Gegensatz zur winterlichen Kälte in der Heimat.



Was haben wir drei hier am zweiten Weihnachtsfeiertag vor, wieso haben wir uns für nicht einmal zwei Wochen auf eine derart weite Reise begeben? Die Antwort wartet bereits seit dem Nachmittag auf uns im "Legian Beach Hotel": Cindy ist zum Familientreffen ebenfalls auf die indonesische Ferieninsel gereist, aber aus einer ganz anderen Richtung. Seit Mitte September, also kurz nach ihrem 18. Geburtstag, ist sie für ein gutes halbes Jahr als Au-Pair in der westaustralischen Metropole Perth tätig. Anfänglich hatten wir erwogen, sie gleich dort zu besuchen. Aber schnell hatten wir festgestellt: Zu dritt um die Weihnachtszeit nach Australien fliegen - das wäre ein allzu teures Vergnügen geworden. Da war es tatsächlich deutlich günstiger, sich in Bali zu treffen, obwohl dazu Cindy ebenfalls einen gut dreistündigen Flug zurücklegen musste. Allerdings hat sie nur bis zum Neujahrstag frei bekommen - wir können länger bleiben und wollen danach noch ein bisschen über die Insel reisen, die ersten sechs Nächte bleiben wir deswegen zusammen mit Cindy hier.
So kämpft sich nun also ein Taxi, das wir vom Flughafen aus gechartert haben, durch den dichten abendlichen Verkehr Richtung Legian, einem direkt nördlich an die bekannte Urlaubermetropole Kuta anschließenden Badeort. Es ist nach zehn Uhr abends, als wir die Unterkunft endlich erreichen und kurz danach unsere Jüngste in die Arme schließen können - sie hatte sich schon Sorgen gemacht, wo wir so lange bleiben...


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • Blula

    Lieber Wolfgang,
    ich muss Dir hier gleich zu allererst mal Danke sagen für diesen wunderschönen Bericht, habe ich mich doch beim Lesen wie auf einer Erinnerungsreise gefühlt. Ich bin vor über 20 Jahren einmal auf Bali gewesen. Es war übrigens damals meine erste wirkliche Fernreise und deshalb war das Eintauchen in diese vollkommen andere Welt für mich damals ein ganz besonderes Erlebnis. Inzwischen weiß ich, dass sich in kaum einem anderen Teil Südostasiens Kunst und Kultur so reich entfaltet haben wie auf Bali, der „Insel der Götter“, die auch durch ihre Natur und Landschaft mit den sattgrünen Reisterrassen und Dschungelwäldern bezaubert. Die, glaube ich, über 5000 Tempel zeugen davon, wie bedeutsam die Religion im Leben der Inselbewohner ist. Sie sind einfach tief verwurzelt in ihrer Kultur. Seit ewigen Zeiten leben sie mit ihren Göttern und Dämonen. Daran wird auch der zunehmende Massentourismus hoffentlich (!!!) nicht allzu viel ändern. Wie ich Deinem Bericht entnehme, ist das mit der Stille nicht mehr ganz so wie vor über 20 Jahren, aber, ich denke es gibt auch heute noch genügend Rückzugsorte, an denen man sich nach ausgedehnten Inseltouren sehr gut erholen kann. Dass ihr sie gefunden und genossen habt, das kann man hier ja sehr gut nachlesen.
    Danke nochmals.... für’s Eintauchenlassen in Pulau Dewata, wie Bali auch genannt wird.

    LG Ursula

  • ursuvo

    Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen - ich bin gern mit Euch über diese interessante Insel gefahren!
    LG Ursula

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Familientreffen auf Bali - Dezember 2011/Januar 2012 5.00 9

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps