Wanderurlaub im Appenzeller Land - November 2010

Reisebericht

Wanderurlaub im Appenzeller Land - November 2010

Reisebericht: Wanderurlaub im Appenzeller Land - November 2010

Ein Kurztrip in die Schweiz im November? Der kann richtig Spaß machen, wenn die Herbstsonne mitmacht und wunderschöne Touren im Appenzeller Land ermöglicht...

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05.11.2010

5. November 2010: Hinauf auf den Kronberg!

Schon das Bild ist eine Wohltat...

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Das Frühstück gibt es in der guten Stube der Gastgeberfamilie, untermalt von alpenländischen Klängen und beschienen von wärmenden Sonnenstrahlen, die durchs Fenster blinzeln. Wir freuen uns über diesen perfekten Tag für eine Bergwanderung, versorgen uns in einem Supermarkt mit Proviant und fahren einige Kilometer ein Seitental hinauf nach Jakobsbad. Hier lassen wir unser Fahrzeug an der Talstation einer Seilbahn stehen und steigen über wunderschöne grüne Wiesen und durch dunkle Nadelwälder langsam, aber stetig immer weiter bergan. Je höher wir kommen, desto atemberaubender wird das Panorama. Richtung Norden sehen wir wie schon gestern, diesmal allerdings aus noch größerer Entfernung, den Bodensee, über dem die Hochnebeldecke beginnt, die die deutsche Seite einhüllt. Ein Stück weiter bergauf entfaltet sich im Süden das beeindruckende Alpstein-Massiv mit dem gut 2.500 Meter hohen, mit Schnee überzuckerten Säntis als höchstem Gipfel, leicht erkennbar durch die schlanke, noch einmal mehr als 120 Meter in den Himmel ragende rot-weiße Nadel des Rundfunk- und Fernseh-Sendeturms.



Der König des Appenzeller Landes...



Nach vier Stunden, unterbrochen von Pausen, erreichen wir den Gipfel des 1.663 Meter hohen Kronbergs und lassen uns mit der Seilbahn in wenigen Minuten talwärts bringen. Die kostet uns nichts, da wir sie mit der „Appenzeller Ferienkarte“, die wir in unserem Quartier bekommen haben, gratis benützen dürfen. Die Möglichkeiten dieser Karte schöpfen wir im Laufe des Tages gleich noch einmal aus: In Gontenbad gönnen wir uns ein entspannendes Moorbad – dazu wird eine braune Essenz aus Wiesenkräutern und Moor in eine Wanne mit normalem warmem Wasser gegeben. Jana und ich werden in zwei getrennte Räume geführt, doch damit wir während des Bades nicht auf Kommunikation verzichten müssen, sind die Wannen an einer gemeinsamen Wand angebracht, in die eine hölzerne Klappe eingebaut ist – und wenn man die öffnet, kann man sich miteinander unterhalten.



Im nicht weit entfernten Urnäsch, das bereits zum Halbkanton Appenzell-Außerrhoden gehört, suchen wir abends ein Restaurant und erleben dabei echtes Schweizer Landleben mit, denn an einem Stammtisch mitten in der Wirtschaft werden plötzlich mehrstimmige Jodelweisen angestimmt – der örtliche Männergesangsverein gibt eine Kostprobe seines Könnens.


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Kommentare

  • Blula

    Mit diesem schönen Bericht und den guten Fotos dazu machst Du mir richtig Lust - und Appetit - auf das Appenzeller Land, das ich noch nicht kenne. Ein Kurztripp dorthin sollte wirklich einmal drin sein. Du hast es hier vorgemacht.
    Danke.
    LG Ursula

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