Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

Reisebericht

Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

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16.08.2008

16. August 2008: In den Schären von Karlskrona

Ferienträume in den Schären

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Urlaub und Fitness sind keine Gegensätze – am Morgen gehen wir auf dem schönen Rad- und Fußweg entlang des Strandes zum Joggen, ehe wir unsere Tagesetappe in Angriff nehmen: 200 Kilometer auf bestens ausgebauten Straßen durch Wald und Wiesen nordwärts, parallel zur Ostseeküste. Das Verkehrsaufkommen ist im Vergleich zu Deutschland gering, dennoch ist die Fahrweise sehr zivilisiert, was uns Wohnmobil-„Amateuren“ entgegenkommt. Sehr fair finden wir die Art und Weise, wie hier die Einhaltung der Geschwindigkeit – auf Landstraßen maximal 90 km/h – kontrolliert wird: Zunächst kündigt ein Hinweisschild die Existenz von fest installierten „Blitzern“ an, einige hundert Meter weiter stehen die Geräte dann unübersehbar an stabile Masten montiert am Straßenrand. Die Standorte sind meist strategisch sinnvoll gewählt – entweder an Kreuzungen oder, sehr oft, bei Ortseinfahrten. Die Behörden werden also durch angekündigte Kontrollen präventiv tätig und wollen so mögliche Unfälle vermeiden. In vielen anderen Ländern, auch bei uns zuhause in Deutschland, habe ich häufig den Eindruck, dass es bei Geschwindigkeitskontrollen in erster Linie ums Abkassieren geht… Das heißt noch lange nicht, dass Schweden ein besonders preisgünstiges Urlaubsland ist. Deutlich wird das, als wir unterwegs nahe Åryd den Wild- und Naturpark Eriksberg anfahren. Hier gibt es angeblich viele einheimische Wildtiere wie Damhirsche, Elche oder Rotwild zu sehen. Aber als wir die Eintrittspreise lesen, machen wir kehrt. Nachdem um die Mittagszeit die Chance, Tiere zu beobachten, nicht besonders groß ist, sehen wir diese Investition nicht als sinnvoll an und setzen unseren Weg nach Karlskrona fort.
Die Lage dieser Stadt an der schwedischen Ostküste ist landschaftlich äußerst reizvoll: Zahlreiche kleine Schäreninseln sind vorgelagert, und auch Karlskrona selbst verteilt sich auf etwa 30 Inseln. Durch Brücken sind die Felseneilande miteinander verbunden und für den Straßenverkehr erschlossen. Eine davon ist Dragsö, westlich der Altstadt gelegen, auf der sich der gleichnamige Campingplatz befindet. Die Anlage wirkt sehr gepflegt, wie man es in Schweden nicht anders gewohnt ist, und besticht durch seine idyllische Lage mitten im Schärengarten.



Sunset in pink...

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Mit dem Fahrrad starten wir in die Stadt. Karlskrona, ein Ende des 17. Jahrhunderts gegründeter Marinestützpunkt, verfügt zwar über eine nette Fußgängerzone und zwei schöne Barockkirchen am großzügigen Marktplatz. Hauptattraktion der Stadt ist für uns neben den vielen kleinen Inselchen, die teils mit hübschen Holzhäusern bebaut sind, vor denen unzählige blaugelbe Schwedenflaggen gehisst sind, aber ein Eiscafé: „Glassiären“ verkauft riesige Kugeln in stets frisch gebackenen Waffeln. Deswegen ist es auch begreiflich, warum es kleine Löffelchen dazu gibt: Ohne sie würde die Nahrungsaufnahme kompliziert. Ansonsten liegt das Städtchen in samstagnachmittäglicher Ferienruhe, die meisten Läden haben schon geschlossen. Aber das stört uns nicht, wir lassen den Tag auf dem Campingplatz mit einer Runde Minigolf auf sehr originellen Bahnen, in die Nachbildungen historischer Bauwerke integriert sind, ausklingen und genießen einen tollen Sonnenuntergang.


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