Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

Reisebericht

Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

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15.08.2008

15. August 2008: Über Lund nach Ystad

Romanik in Schweden - der Dom...

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Von der Westküste geht es ins Landesinnere nach Lund, die größte Universitätsstadt Skandinaviens. Weit ist es nicht bis dorthin, dennoch vermittelt uns die Fahrt einen ersten Eindruck von der sanfthügeligen, durch weite Felder und Wiesen geprägten Landschaft Südschwedens. In Lund angekommen, laufen wir los Richtung Dom – zweifellos der größte und auffälligste Anziehungspunkt in dieser Stadt. Wuchtig ragen die beiden Türme des dunkelgrauen, über 900 Jahre alten romanischen Bauwerks in den blaugrauen Himmel. Das mächtige Hauptschiff, das schlichte Würde ausstrahlt, ist mit seinem Kreuzrippengewölbe gotisch geprägt. Besonders spektakulär ist die aufwändig gestaltete astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert mit ihrem 200-jährigen Kalender – Beschriftungen und Bemalungen aus lang vergangener Zeit zeugen vom Kunstsinn, den die Bewohner dieser damals abgelegenen nordeuropäischen Region besaßen. Auf dem Bauernmarkt versorgen wir uns mit Kartoffeln und ziehen quer durch Schonen weiter nach Ystad.



Skyline der Provinz

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Bisher sagt mir dieser Ort nur in Zusammenhang mit Kommissar Kurt Wallander, dem „Helden“ von Henning Mankells Kriminalromanen, etwas; das soll sich nun ändern. Am „Sandskogens Camping“, östlich der Stadt in einem Wald nahe des Ostseestrands gelegen, checken wir ein und nutzen den allmählich diesiger werdenden Sonnenschein am frühen Nachmittag für eine „Auszeit“ am weißen Sandstrand. Jana beschränkt sich darauf, die Wärme zu genießen und ein Eis zu essen; ich habe den Ehrgeiz, auch hier das Meer hautnah zu erleben und wage mich in die ziemlich frische Ostsee. Lange halte ich es da nicht aus; nach ein paar Schwimmzügen bin ich froh, wieder an Land zu kommen, zumal die Sonne allmählich hinter den Schleierwolken verschwindet.
Wir ziehen uns um, schwingen uns auf die Fahrräder und strampeln auf einem schönen Radweg entlang der Küste die paar Kilometer in die Stadtmitte. Ystad ist eine gemütliche Kleinstadt mit einer Fußgängerzone und vielen schmalen Gassen, die ihren Reiz aus den bunt gestrichenen Holzfassaden der Häuser mit blühenden Rosenstöcken davor und den liebevoll geschmückten kleinen Läden bezieht. Schön ist es auch rund um das ehemalige Franziskanerkloster, wo sich nicht nur der Ruhe ausstrahlende Kräutergarten, sondern auch viele Fachwerkhäuser befinden. Irgendwo genehmigen wir uns Kaffee und Kuchen und fahren wieder hinaus zum Campingplatz – unser kleiner Reisegrill, ein Hochzeitsgeschenk, wird mit der mitgenommenen Kohle in Gang gebracht. Denise betätigt sich als Grillmeister und wacht über die ordnungsgemäße Zubereitung von Steaks und unserem beliebten zypriotischen Grillkäse Halloumi; abends sitzen wir um die wärmende Grillglut, während ich im Lichtstrahl des Außenscheinwerfers unseres Wohnmobils aus dem vergnüglich-ironischen Bestseller „Generation doof“ vorlese – ein Ritual, das sich noch durch viele unserer weiteren Abende auf den Campingplätzen dieses Landes ziehen wird.



Sommer im Kleinformat...


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