Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

Reisebericht

Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

Seite 19 von 22
30.08.2008

30. August 2008: Mit dem Rad durch Helsingborg

Ein Ehepaar aus Schongau, dessen Wohnmobil neben uns steht, versorgt uns am nächsten Morgen mit Informationsmaterial zu dänischen Camping-Sites, ehe wir auschecken und zurück auf die Autobahn, die parallel zur Westküste südwärts führt, fahren. Doch noch bleiben wir in Schweden. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir Råå, einen Vorort von Helsingborg. Dort steuern wir den „Råå Vallar Camping” an, einen direkt am Meer gelegenen Platz, stellen unser Fahrzeug ab und legen uns gleich an den Strand in die Sonne. Das von Backsteinbauten geprägte Dorf Råå im Süden und die dänische Küste auf der anderen Seite des schmalen Öresunds bilden die Kulisse für ein paar erholsame Nachmittagsstunden.



Architektonisches Zusammenspiel...

Informationen zum Bild anzeigen Bildinformationen anzeigen

Wir wollen aber auch Helsingborg kennenlernen, montieren deshalb wieder unsere Fahrräder ab und radeln in Richtung Stadtmitte, was gut und gerne eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Während Cindy „zuhause“ bleibt, fährt Denise mit; jedoch schlägt sie ein so hohes Tempo ein, dass wir sie bald aus den Augen verlieren. Unterwegs befindet sich ein Hinweisschild nach rechts Richtung Stadtmitte – allerdings für Autofahrer; der Fahrradweg läuft weiter geradeaus. Wir bleiben auf dem Radweg; irgendwo müsste Denny ja auf uns warten, denken wir. Doch nichts dergleichen; auch als wir die Innenstadt erreicht haben, ist sie nirgends zu sehen. Jetzt versucht Jana sie auf dem Handy zu erreichen, doch sie geht nicht ran. Und Cindy auf dem Campingplatz weiß auch von nichts. Wo ist Denise bloß geblieben? Mit dieser Ungewissheit fällt es uns schwer, den Spaziergang durch die Stadt zu genießen. Zum Glück klingelt recht bald Janas Handy; Denise meldet sich zurück am Wohnmobil. Sie hat länger auf uns gewartet, aber wir sind nicht gekommen, beklagt sich das Mädel. Worauf wir antworten müssen, dass man in einer fremden Stadt nicht einfach drauflos fahren, sondern sich zumindest die Hinweisschilder genau ansehen sollte…
Dennoch erleichtert, weil sie vernünftig genug war, umzudrehen, lassen wir jetzt die schöne Altstadt auf uns wirken. Besonders angenehm fällt uns das harmonische Zusammenwirken von his-torischem und modernem Baubestand ins Auge: Auf einem Hügel die imposanten Reste einer mittelalterlichen Festung mit dem 35 Meter hohen Wachturm „Kärnan“, darunter der breite Marktplatz mit klassizistischen Bürgerhäusern, dem einem italienischen Palazzo nachempfundenen neugotischen Rathaus, dazu in einer Seitengasse die ebenfalls im Backsteinstil errichtete gotische Marienkirche – und auf der dem Wasser zugewandten Seite großzügige Hafenbauten, farbenfrohe Brunnen und „Dunkers Kulturhus“, ein 2002 eröffnetes Veranstaltungszentrum, dessen Fassade Modernität eindrucksvoll mit barockem Formenreichtum verbindet. Die ansprechende Gestaltung setzt sich an der Hafenpromenade mit kreisförmig ins Meer hinabreichenden Stufen und warmen Farben fort und geht über in ein Gewirr von Masten der Segelschiffe, die hier vor Anker liegen und in der spätnachmittäglich tief stehenden Sonne vor sich hindösen.



Ein entspannter Abend in Råå mit Strandspaziergang, ein bisschen Fußball vor dem Wohnmobil und Grillatmosphäre machen einen bis auf die Denny-Suche stressfreien Tag „rund“.


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008 5.00 4

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps