Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

Reisebericht

Mit dem Wohnmobil durch Schweden - August 2008

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21.08.2008

21. August 2008: Erkundungen in Stockholm

Also checken wir ein und fahren am Morgen nach kurzem Fußmarsch zum nächstgelegenen „Tunelbana“-Haltepunkt mit der U-Bahn direkt ins Zentrum von Stockholm. Erste, stimmungsvolle Annäherung an die schwedische Hauptstadt ist der Bummel durch „Gamla Stan“, die schmalen Gassen der Altstadt voller kleiner Läden, Cafés und Kneipen. Einen Kontrapunkt dazu setzen die mächtigen Gebäude des Königsschlosses und des Reichstages, die nördlich daran anschließen. Ihren besonderen Reiz gewinnt die Stadt aber durch das allgegenwärtige Wasser. Auf vielen kleinen Inseln erbaut und über Brücken miteinander verbunden, wird Stockholm von den Fluss- und Meeresarmen, die hier ineinander übergehen, gegliedert und erhält einen weitläufigen, großzügigen Charakter. Unterstrichen wird er durch breite Plätze wie den Kungsträdgarden oder den modernen Sergelts Torg. Daneben gibt es lebendige Einkaufsstraßen wie die Drottningsgatan, eine große traditionsreiche Markthalle, die „Saluhall“, in der in tollem Ambiente frische, qualitativ hochwertige Lebensmittel angeboten werden, und zahlreiche Museen.



Wenn dein Essen mit dir spricht...



Museales Muskelspiel

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Das berühmteste unter ihnen ist zweifellos das „Vasa-Museum“, auf Djurgården gleich neben dem großen Nordischen Museum gelegen. Es ist nicht zufällig einer Schiffsform nachempfunden, wurde es doch um das Kriegsschiff Vasa herum errichtet, das 1628 auf seiner Jungfernfahrt nach nur 1.500 Metern sank, weil es mit Kanonen und Munition überladen war und daher statisch unkontrollierbar wurde. Auf mehreren Etagen bietet das Museum Gelegenheit zum Besichtigen des 69 Meter langen und gut 52 Meter hohen Schiffswracks – natürlich nur von außen, denn betreten darf man diese historische Kostbarkeit, die nach der Bergung 1961 mit großem Aufwand konserviert und restauriert wurde, nicht. Dafür gibt es rund um die „Vasa“ zahlreiche Ausstellungen, Schautafeln und Filmsäle, die die Bautechnik, die politische Situation, die Kriegsführung und das Alltagsleben der Großmacht Schweden im 17. Jahrhundert lebendig werden lassen. Auch Denise und Cindy, die einem Museumsbesuch normalerweise nicht viel abgewinnen können, machen hier einen ungewöhnlich interessierten Eindruck.
Als wir das Museum nach mehr als zwei Stunden verlassen und in Richtung U-Bahn gehen wollen, die vom Vasa-Museum aus aber ein ziemliches Stück weit entfernt ist, verfinstert sich der Himmel über Stockholm und wir geraten in einen fürchterlichen Wolkenbruch. Obwohl wir unter Bäumen Schutz suchen, müssen wir die Regenschirme aufspannen und bleiben trotzdem nicht trocken. Irgendwann muss es doch wieder ein bisschen besser werden, denken wir und warten geduldig, doch wir täuschen uns. Es schüttet und schüttet; schließlich tapsen wir mit völlig aufge-weichten Schuhen und in durchnässter Kleidung weiter. Dennoch fahren wir nicht gleich zurück zum Campingplatz, denn ich möchte auf jeden Fall noch „Globen“ sehen, das moderne Wahrzeichen der Stadt außerhalb des Zentrums. Die U-Bahn bringt uns dorthin, doch der Regen lässt auch dort nicht nach. Zumindest kann man hier im Trockenen durchs Einkaufszentrum bummeln und unter dem Schirm einen Blick hinaus auf die unter einer überdimensionalen weißen Kugel untergebrachte Veranstaltungshalle werfen, in der der Lärmkulisse zufolge gerade ein Eishockeyspiel stattfindet.



Dann gibt es aber nur noch eines: Zurück zum Campingplatz, das Wohnmobil anheizen und die Kleidung wechseln.


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