Zwei Wochen in Portugal - Lissabon-Alfama, Alentejo und Sintra

Reisebericht

Zwei Wochen in Portugal - Lissabon-Alfama, Alentejo und Sintra

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23.09.2012

Wanderung entlang des Aquäduktes Aqueduto da Agua de Prata und Stadtbummel durch Evora

Wir wurden durch heftige Regengüsse und das Tropfen des Regenwassers durch die Zimmerdecke in unser Schlafzimmer geweckt. Zum Glück hörte das Tropfen von der Zimmerdecke auf, nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte.
Der Regen hielt den ganzen Vormittag an, so dass wir es vorzogen, das Haus nur zum Einkauf im nahegelegenen Mercado (Markthalle) zu verlassen.

Ab Mittag ging der Regen in leichten Nieselregen über, und ich wagte mich mit Regenjacke aus dem Haus zu einer Wanderung entlang des Aquäduktes Aqueduto da Agua de Prata. Dieser Aquädukt wurde in den 1530er Jahren gebaut und versorgt auch heute noch einen Teil der Stadt Evora mit Trinkwasser. Innerhalb der Altstadt führt der Aquädukt entlang der Rua do Cano. Hier sind teilweise Häuser, Cafes und Geschäfte perfekt in die Bögen des Aquäduktes hineingebaut.
Außerhalb der Stadtmauer führt zunächst ein Radweg entlang der Straße nach Arraiolos. Von hier kann man den Aquädukt in einiger Entfernung parallel zur Straße sehen. Am Ortsausgang endet der Radweg an der Stelle, wo der Aquädukt die Straße überquert. Hier beginnt der eigentliche Wanderweg. Er führt vorbei an Weiden mit Pferden und abgelegenen Höfen bis zu einer Anhöhe, wo der Aquädukt schließlich im Berg verschwindet.
Ich wanderte noch ein Stück auf einer Straße weiter. Diese Straße endete jedoch dann am Eingangstor zu einer Quinta, umgeben von Korkeichen. Ein großer Teil des landwirtschaftlich genutzten Landes in Portugal ist eingezäunt. Man kann also nicht vom Weg abweichen und querfeldein laufen, wie z.B. in Deutschland.
Ich ging wieder zurück und versuchte mein Glück auf einer anderen Straße, die parallel zu einem verlassenen Kloster den Berg hinauf führte. Am Wegrand entdeckte ich Brombeersträuche mit Brombeeren. Diese schmeckten viel süßer als bei uns in Deutschland.
Auf dem Weg aus der Stadt hinaus hatte ich schon einen Feigenbaum mit reifen Feigen am Straßenrand gefunden.
Die Straße, auf der ich lief, führte direkt zur Alto de Sao Bento, einem Berggipfel mit archäologischen Ausgrabungen, eigenartigen weißen Kuppeln (die wie solche von Atomkraftwerken aussahen) und einem herrlichen Blick auf Evora und die Umgebung. Von hier gibt es sogar ein paar Wanderwege.
Inzwischen hatte der Regen auch vollständig aufgehört, und die Sonne zeigte sich wieder.
Ich trat den Rückweg nach Evora an, wieder entlang des Aquäduktes.
Am späten Nachmittag machte ich mit meiner Freundin noch einen ausgiebigen Stadtbummel durch die Gassen der Altstadt von Evora und durch den Stadtpark.
In einen schönen kleinen Restaurant am Aquädukt in der Rua do Cano genaßen wir einige der Spezialitäten des Alentejo: Porco Preto (das berühmte „glückliche“ schwarze Schwein, welches im Alentejo gehalten wird und sich von Eicheln ernährt) und Acorda (Brotsuppe, eine Art Brei, aus Brot zubereitet, schmeckt sehr gut) und natürlich den guten Alentejo-Wein. Deshalb unsere Empfehlung: wer in Evora gut, regional und preiswert essen gehen möchte – das Restaurant O Portao in der Rua do Cano.



Alto de Sao Bento in der Nähe von Evora (Portugal)


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Kommentare

  • reisefreudig

    Servus Eckhart,

    ...da ich als Reiseleiter zuletzt erst im April eine Gruppe durch Portugal führte ( viele Punkte Deiner Reise sind gleich unserem Programms ) hat mir Dein Beitrag hier sehr gut gefallen und ich gratuliere Dir zu den schönen Bildern.
    "Durch Dein Auge" ( Kamera ) hast Du vermutlich vielen einen "Guster" gemacht, in dieses wunderschöne Land zu reisen.
    lg Harald

  • davida

    Hallo,
    bei deinem Reisebericht und den tollen Bildern werden Erinnerungen wach. Lissabon ist eine super Stadt, von der ich viele identische Fotos habe. War schon toll. :-)
    LG Verena

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