Zwei Wochen in Portugal - Lissabon-Alfama, Alentejo und Sintra

Reisebericht

Zwei Wochen in Portugal - Lissabon-Alfama, Alentejo und Sintra

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27.09.2012

Fahrt nach Sintra und Besuch der Quinta da Regaleira

Am Morgen gegen 9.00 Uhr bestiegen wir den InterCity nach Lissabon und verließen die Weltkulturerbestadt Evora.
Im Lissabonner Bahnhof Sete Rios stiegen wir in einen S-Bahn-Zug nach Benfica (nur eine Station von Sete Rios entfernt). Hier mußten wir nochmals umsteigen, da die Züge nach Sintra vom Bahnhof Rossio in Lissabon abfahren und nicht über Sete Rios fahren.
Die Fahrt mit der S-Bahn nach Sintra war deprimierend. Sie führte bis kurz vor Schluss durch nicht enden wollende Schlafstädte voller gesichtsloser Hochhäuser. Da Wohnungen in Lissabon für viele zu teuer sind, weichen die Leute zunehmend in den Kreis Sintra aus. Dessen Einwohnerzahl beträgt jetzt schon über 370.000 und wächst ständig. Deshalb werden immer mehr Wohnsiedlungen in das Umland gebaut.
Dafür waren die letzten Kilometer umso schöner. Aus dem Nichts tauchten auf einmal Berge, Wälder, Villen und Paläste auf – wie im Märchen.
Der Bahnhof Sintra ist ca. eine Viertelstunde von der Altstadt entfernt. Wir hatten eine Wohnung direkt in der Altstadt, nur wenige Minuten vom zentralen Platz vor dem Nationalpalast von Sintra gemietet. Unsere Wohnung befand sich in einer ruhigen Nebenstraße.
Der Himmel war an dem Tag wolkig, und die Sonne ließ sich nur selten blicken.
Sintra liegt 20 nordwestlich von Lissabon und ist vor allem durch seine Paläste und Gärten bekannt. Die ganze bergige waldreiche Umgebung von Sintra, die Serra da Sintra gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Am späten Nachmittag besuchten wir die Quinta da Regaleira, die nur 10 min. zu Fuß von unserer Wohnung entfernt war. Die Gärten der Quinta Regaleira beeindrucken vor allem durch seine Brunnen, Grotten und Höhlen. In der Gruta do Labirinto (Labyrinthgrotte) gibt es einen geheimnisvollen Brunnen ohne Wasser. Eine Wendeltreppe führt von ganz oben durch eine Drehtüre über neun Ebenen auf seinen Grund hinunter. Auf dem Grund des Brunnens ist ein achtzackiger Stern eingelassen. Von diesem Brunnen führen auf verschiedenen Ebenen unterirdischen Gänge zu verschiedenen Punkten des Gartens.
Der Palast der Quinta Regaleira wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom italienischen Architekt und Bühnenbildner Luigi Manini entworfen. Beeindruckend fanden wir vor allem den Mosaikfußboden und die geschnitzten Deckenverzierungen bzw. die Deckenbemalungen.

Verbindungen nach Sintra:

Die S-Bahn Linha da Sintra der CP fährt vom Lissabonner Bahnhof Rossio werktags viertelstündlich (am Wochenende halbstündlich) nach Sintra. Außerdem gibt es während des Berufsverkehrs halbstündlich weitere Züge vom Bahnhof Gare do Oriente. Die Züge fahren ungefähr bis Mitternacht.

Verbindungen zur Quinta da Regaleira:

mit dem Stadtbus Linie 435 (Villa Express 4 Palacios) halbstündlich vom Bahnhof Sintra oder dem Tourismo in der Altstadt.
Fußweg von der Altstadt: 10 min.



Camara Municipal (Rathaus) in Sintra (Portugal)


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Kommentare

  • reisefreudig

    Servus Eckhart,

    ...da ich als Reiseleiter zuletzt erst im April eine Gruppe durch Portugal führte ( viele Punkte Deiner Reise sind gleich unserem Programms ) hat mir Dein Beitrag hier sehr gut gefallen und ich gratuliere Dir zu den schönen Bildern.
    "Durch Dein Auge" ( Kamera ) hast Du vermutlich vielen einen "Guster" gemacht, in dieses wunderschöne Land zu reisen.
    lg Harald

  • davida

    Hallo,
    bei deinem Reisebericht und den tollen Bildern werden Erinnerungen wach. Lissabon ist eine super Stadt, von der ich viele identische Fotos habe. War schon toll. :-)
    LG Verena

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