Südafrika – drei Wochen Ostkap und Kap der Guten Hoffnung

Reisebericht

Südafrika – drei Wochen Ostkap und Kap der Guten Hoffnung

Reisebericht: Südafrika – drei Wochen Ostkap und Kap der Guten Hoffnung

Im Winter 2008 verbrachten meine Freundin und ich drei Wochen in Südafrika.
Unsere Reise führte uns von Johannesburg zunächst zum Ostkap, wo wir die Nationalparks Addo Elephant Park und Great Fish River Reserve, die Badeorte Port Alfred und Kenton-on-Sea sowie das Städtchen Hogsback besuchten. Anschließend fuhren wir zum Kap der Guten Hoffnung und traten vor dort unsere Rückreise über Johannesburg

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21.02.2008

Kenton-on-Sea

Am frühen Morgen verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern auf der Farm und fuhren nach Kenton-on-Sea. Hier hatten wir ein Ferienhaus für 3 weitere Tage bei einer freundlichen gebürtigen Engländerin gemietet.
Der Badeort Kenton-on-Sea ist 56 km von Grahamstown entfernt und liegt perfekt an der Mündung der Flüsse Kariega River und Bushman's River in den Indischen Ozean.

Hier verbrachten wir 2 wunderbare, entspannte Tage, überwiegend am Strand des Indischen Ozeans.
In Kenton-on-Sea gibt es einen ausgedehnten Strand zwischen den Mündungen der beiden Flüsse Kariega River und Bushman's River in den Ozean.

Im Gegensatz zu anderen Stränden am Ostkap gibt es in Kenton-on-Sea ausreichend Schutz vor der Sonneneinstrahlung. Die Küste ist hier felsig, und zahlreiche alleinstehende Felsbrocken bilden eine eindrucksvolle Kulisse. Außerdem bieten sie ausreichend Schatten.
Auf diese Weise sind ein paar geschützte Buchten entstanden, die sich auch für Familien mit Kindern zum Baden und Spielen eignen.

Transport:

Der Ort befindet sich abseits der großen Buslinien. Einzige öffentliche Verkehrsmittel
sind die Minibus-Taxis. Für weitere Informationen, wann und wo diese abfahren, empfiehlt es sich, sich vor Ort in Grahamstown, Port Elizabeth oder Port Alfred zu erkundigen.

Weitere Informationen zu Kenton-on-Sea siehe: www.kentontourism.co.za.



Strand von Kenton-on-Sea am Indischen Ozean



25.02.2008

2-Tages-Wanderung auf dem Alexandria Hiking Trail

Der Alexandria State Forest gehört zum Addo Elephant National Park und ist vielleicht 30 km von Kenton-on-Sea entfernt.

Wir hatten uns im Nationalparkbüro für eine 2-tägige Wanderung durch den Alexandria State Forest angemeldet. Aus Sicherheitsgründen muss man sich hierfür vorher anmelden und darf die Tour auch nur mit mindestens 3 Personen machen. Wir sollten später noch erfahren, warum.

Unsere Tour startete am Vormittag, zusammen mit einem Schweizer Paar am Woody Cape Office, welches von der Landstraße R72 aus erreichbar ist.
Der erste Teil unserer Wanderung führte uns durch üppigen Dschungel, wo wir ausreichend Schutz vor der heißen Sonne hatten. Hier konnten wir auch wieder einige Yellowwood-Bäume bewundern.

Am Nachmittag kamen wir dann aus dem Wald heraus in eine Steppe, welche immer wüstenhafter wurde. Ziemlich erschöpft erreichten wir nach einer weiteren Stunde die Küste des Indischen Ozeans. Unser weiterer Weg sollte uns dann an der Küste entlang zu einer Hütte im Wald führen, wo es Betten und Trinkwasser gab.

Wenigstens konnten wir uns jetzt im Wasser abkühlen. Sonst war weit und breit keine Stelle, die Schatten versprach, zu finden.

Der letzte und anstrengendste Teil der Strecke führte in einigem Abstand von der Steilküste mitten durch die Wüste. Unser Weg war nur noch anhand von Pfählen mit einem schwarzen Fuß auszumachen, welche alle paar 100 m mehr oder weniger gut sichtbar aus dem Sand herausragten.

Wir waren sichtlich erleichtert, als wir am Abend wieder Buschland sichteten. Im weiteren Verlauf des Weges wurde die Vegetation dann wesentlich üppiger.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir endlich die mitten im Wald versteckte Hütte.

Zu unserer großen Freude waren die Wassertanks gut gefüllt. Wir hatten nämlich inzwischen kein Wasser mehr.

Jetzt verstand ich auch, warum diesen Weg niemand allein gehen durfte. Wenn jemand hier alleine auf der Strecke geblieben wäre - niemand hätte ihn gefunden bzw. erst nachdem er verdurstet gewesen wäre.

Die Hütte bot einen herrlichen Ausblick auf den Indischen Ozean.
Wir genossen den Sonnenuntergang und fielen anschließend schnell in Tiefschlaf.


Am nächsten Morgen brachen wir zeitig auf, weil wir auf jeden Fall bis zum Mittag den schützenden Wald erreicht haben wollten.
Diesmal war es jedoch wolkig, und es regnete sogar gelegentlich leicht.
Der Weg begann mit einem steilen Aufstieg an einem Seil.
Schon nach wenigen 100 Metern begann die Wüste.

Mehrere Male hatten wir Mühe, die Pfähle mit den schwarzen Füßen wieder zu finden. Der Weg durch den Sand war sehr beschwerlich. An mehreren Stellen versanken wir förmlich im Sand.

Mehrere Stunden marschierten wir durch die endlose Wüste, ohne zu Wissen, wie weit der rettende Wald noch ist. Wegen dem Wetter war die Sicht recht schlecht. Aber dafür war es auch nicht so heiß.

Rechtzeitig, kurz vor Mittag tauchten die ersten Bäume plötzlich wie aus dem Nichts auf. Wir hatten es geschafft! Der Rest war nun nur noch ein Kinderspiel.

Der Weg durch den Wald war angenehm, und es ging recht schnell vorwärts. Zeitweise liefen wir am Rand des Addo Elephant National Parks entlang, welcher mit Zäunen und Stacheldraht abgesperrt war. Schließlich gab es hier Löwen und Leoparden.

Auf einigen Bäumen entdeckten wir ein paar Totenkopfäffchen, welche aber, nachdem sie uns beobachtet hatten, schnell das Weite suchten. Im Urwald hatten wir ständig das Gefühl, beobachtet zu werden, aber wir konnten kein Tier ausmachen.

Gegen Mittag erreichten wir wieder das Woody Cape Office.

Mehr Informationen zur 2-tägigen Wanderung auf dem Alexadria Hiking Trail gibt es unter:
http://www.sanparks.org/parks/addo/tourism/activities/default.php#alexandria



Yellowwoodbaum im Alexandria State Forest


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Kommentare

  • vierfussler

    Servus Frieden_Schenker,
    ein gut geschriebener lesenswerter Bericht mit sehr vieler Details.
    Aber warum hast du den Artikel nicht auf mehrere Seiten verteilt. Für den Leser wär es einfacher den Bericht zufolgen. Vielleicht kannst du das ja noch ändern!
    Noch eine Frage, warum hat der Taxifahrer das Fenster heruntergedreht, wenn die Gegend am Bahnhof von Johannesburg gefährlich war? Ich hätte es geschlossen oder zugelassen.
    LG Kurt F.

  • frieden_schenker

    Hallo Kurt,

    danke für Deine Hinweise. Die Seitenumbrüche habe ich jetzt eingefügt.
    Der Taxifahrer in Johannesburg hat das Fenster nicht herunter- sondern hochgedreht. Tut mir leid, das war ein Schreibfehler von mir. Habe ich schon korrigiert.

    Liebe Grüße

    Eckart

  • RELDATS

    Hallo Eckart, da hast du dir ja eine Menge Arbeit gemacht mit diesem interessanten und ausführlichen Bericht. Toll !!!
    Nette Grüße von Josef

  • RobinaZy

    Hallo Eckart,
    Danke dass du mich auf deinen informativen Bericht hingewiesen hast. Ich habe mir erst einmal nur die Bilder angesehen und den Text überflogen, aber dass klingt alles sehr interessant und hilfreich. Ich freue mich darauf, Deine ganzen Eindrücke bald in Ruhe und am Stück lesen zu können.
    LG Robina

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