Südafrika – drei Wochen Ostkap und Kap der Guten Hoffnung

Reisebericht

Südafrika – drei Wochen Ostkap und Kap der Guten Hoffnung

Reisebericht: Südafrika – drei Wochen Ostkap und Kap der Guten Hoffnung

Im Winter 2008 verbrachten meine Freundin und ich drei Wochen in Südafrika.
Unsere Reise führte uns von Johannesburg zunächst zum Ostkap, wo wir die Nationalparks Addo Elephant Park und Great Fish River Reserve, die Badeorte Port Alfred und Kenton-on-Sea sowie das Städtchen Hogsback besuchten. Anschließend fuhren wir zum Kap der Guten Hoffnung und traten vor dort unsere Rückreise über Johannesburg

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18.02.2008

Tagesausflug nach Hogsbag

Der neue Tag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Unsere Gastgeber luden uns zu einem Rundgang auf der Farm ein. Zwei Frauen (eine Namibierin deutscher Abstammung und eine Deutsche) und ein Mann (aus Deutschland) hatten diese Farm nach dem Ende der Apartheid erworben und wollen hier eine Kombination aus Therapiezentrum und Selbstversorgung aufbauen.
Das Gelände war riesig. Für den Rundgang brauchten wir mehrere Stunden. Uns wurde geraten, die Pfade nicht zu verlassen und auf jeden Schritt zu achten.
Es gab hier Ringhalskobras und Puffottern.
Die Ringhalskobra (auch Speikobra genannt) ist eine Giftschlange, die ihr Gift dem Opfer oder Gegner in die Augen spuckt. Das ist auch für Menschen sehr gefährlich, weil es zur Erblindung führen kann.
Puffottern sind Giftschlangen, deren Gift dem Menschen sehr gefährlich werden kann. Die meisten Unfälle mit Schlangenbissen in Afrika sind Begegnungen mit Puffottern. Die Puffottern sonnen sich oft auf Pfaden und machen sich auch nicht aus dem Staub, wenn ein Wanderer des Weges kommt.
Weiterhin wurden auch Pythons (Riesenschlangen, die ihre Opfer erwürgen) auf dem Gebiet der Farm gesichtet.
Um es vorwegzunehmen – wir hatten während unseres gesamten Aufenthaltes in Südafrika keine Begegnung mit einer der drei genannten Schlangenarten. Aber unsere Gastgeber erzählten uns von einigen Begegnungen mit ihnen, die zum Glück aber alle ohne Schaden für die Menschen ausgingen.

Auf dem Rundgang bewunderten wir u.a. zahlreiche Termitenhügel, einige Tausendfüsser und viele bunte Schmetterlinge und exotische Vögel.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Taxi nach Grahamstown und mieteten uns ein Auto für die nächsten 2 Wochen.
Am Anfang war der Linksverkehr gewöhnungsbedürftig. Dafür gab es längst nicht so viel Verkehr auf den Straßen wie in Europa.

An diesem Tag sollte es – zusammen mit unseren Gastgebern – nach Hogsback gehen.

Das Städtchen Hogsback befindet sich in den Amatola Mountains, 32 km nördlich von Alice und 145 km von East London entfernt.
Man fühlt sich dort ein wenig an eine mitteleuropäische Berglandschaft erinnert – eine Traumwelt im Nebel mit Pinienplantagen, Eichen, Walnußbäumen, Azaleen, Kapkastanien, Yellowwood- und Stinkwoodbäumen.
Sehens- und erlebenswert ist vor allem der Afrikanische Bergnebelwald mit seinen Vogelrufen und Wasserfällen, mit den gigantischen Yellowwoodbäumen und den Weißkehlmeerkatzen in den Bäumen.

Die Fahrt nach Hogsback dauerte fast 2 Stunden.
In Hogsback begaben wir uns dann auf eine mehrstündige Wanderung durch den Nebelwald. Es war beeindruckend, in diesen Dschungel einzutauchen, mit seiner üppigen Vegetation, mit den vielen Flechten und Farnen. In Gegensatz zum übrigen Südafrika ist es hier überall feucht.
Im Winter schneit es regelmäßig. Man kann sogar hier Skifahren.
Im Nebelwald gab es ein Netzwerk gut ausgebauter und markierter Wanderwege.
Einer der Höhepunkte unserer Wanderung waren die riesigen Yellowwoodbäume. Sind sind fast so groß wie Mammutbäume und gehören zu den größten Bäumen der Welt. Leider sind sie recht selten geworden.
Zu unserer großen Freude entdeckten wir auf einem der Yellowwoodbäume Meerkatzen. Meerkatzen sind eine Affenart, sind relativ groß und wesentlich scheuer als die in Südafrika sehr zahlreichen Paviane.

Auf dem Rückweg wurden wir von sintflutartigen Regengüssen überrascht und mussten unter den Yellowwoodbäumen Schutz suchen, bis der Regen etwas nachließ.

Auf der Rückfahrt durch die Nacht mussten wir immer wieder auf der Straße herumlaufenden Kühen ausweichen.
Das ist in Südafrika durchaus normal. Außer Kühen und Ziegen laufen auf den Straßen sehr häufig Menschen herum (die meisten schwarzen Südafrikaner besitzen kein Auto und gehen auch längere Strecken zu Fuß – wegen der oft nicht vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel). Außerdem sieht man sehr häufig Eselgespanne auf den Straßen fahren.



Stachelpflanzen auf einer Farm in der Nähe von...



19.02.2008

Tagesausflug nach Port Alfred

Am darauffolgenden Tag unternahmen wir mit dem Mietwagen einen Tagesausflug nach Port Alfred.
Port Alfred liegt direkt am Indischen Ozean und ist ein beliebter Badeort.

Die meiste Zeit des Tages verbrachten wir am Strand. Der Strand von Port Alfred ist nur während der Sommerferien in Südafrika gut besucht. An diesem Tag war er wie ausgestorben und wir hatten den ganzen Strand für uns allein.

Es war der beeindruckendste Sandstrand, den ich je erlebt hatte. An einigen Stellen war er mehrere hundert Meter breit, und landeinwärts gab es nichts als Wüste.
Auch die Wellen des Indischen Ozeans und die bunte Unterwasserwelt waren beeindruckend.
Allerdings ist die Strömung tückisch. Man darf nur so weit hinausgehen bzw. -schwimmen, wie man stehen kann. Ansonsten kann man sehr schnell von der Strömung in den Ozean getrieben werden. Die Strömung ist teilweise so stark, dass man nur sehr schwer dagegen ankommt.

Außerdem ist man in dieser wüstenhaften Einöde hilflos der unbarmherzig brennenden Sonne ausgesetzt. Ohne Sonnenschutz stellt sich schon nach kurzer Zeit ein Sonnenbrand ein.

Auf dem Rückweg am Abend beobachteten wir Männer, die gerade einen Hai gefangen hatten und ihn aus dem Meer zogen.

Zum Abschluss des Tages unternahmen wir noch eine Wanderung zum Kowie River. Die Landschaft mit den großen Stachelbäumen war sehr beeindruckend.

Transport:

Zweimal wöchentlich hält der Minilux-Busservice von Port Elizabeth über Grahamstown nach East London in Port Alfred.
Außerdem hält der Baz Bus (www.bazbus.com) in Port Alfred.



gestrandeter Tintenfisch am Strand von Port Alfred


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Kommentare

  • vierfussler

    Servus Frieden_Schenker,
    ein gut geschriebener lesenswerter Bericht mit sehr vieler Details.
    Aber warum hast du den Artikel nicht auf mehrere Seiten verteilt. Für den Leser wär es einfacher den Bericht zufolgen. Vielleicht kannst du das ja noch ändern!
    Noch eine Frage, warum hat der Taxifahrer das Fenster heruntergedreht, wenn die Gegend am Bahnhof von Johannesburg gefährlich war? Ich hätte es geschlossen oder zugelassen.
    LG Kurt F.

  • frieden_schenker

    Hallo Kurt,

    danke für Deine Hinweise. Die Seitenumbrüche habe ich jetzt eingefügt.
    Der Taxifahrer in Johannesburg hat das Fenster nicht herunter- sondern hochgedreht. Tut mir leid, das war ein Schreibfehler von mir. Habe ich schon korrigiert.

    Liebe Grüße

    Eckart

  • RELDATS

    Hallo Eckart, da hast du dir ja eine Menge Arbeit gemacht mit diesem interessanten und ausführlichen Bericht. Toll !!!
    Nette Grüße von Josef

  • RobinaZy

    Hallo Eckart,
    Danke dass du mich auf deinen informativen Bericht hingewiesen hast. Ich habe mir erst einmal nur die Bilder angesehen und den Text überflogen, aber dass klingt alles sehr interessant und hilfreich. Ich freue mich darauf, Deine ganzen Eindrücke bald in Ruhe und am Stück lesen zu können.
    LG Robina

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