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Reisebericht: Good morning - Vietnam!
Ho Ho Ho-Chi-Minh und Vietnamkrieg sind wohl die Schlagworte, die jedem unweigerlich einfallen, spricht man von Vietnam. Doch das Land hat mehr verdient, hat es doch auch spektakuläre und poetische Landschaften, eine reiche Kultur, sehenswerte Tempel und fasziniernede Menschen. Kurzum: Ein buntes Kaleidoskop..!.
- Xin cháo Viet Nam!
- Der Jadeberg
- Konfuzius und der Literaturtempel
- Einsäulen-Pagode
- Pagoden und Tempel am Westsee
- Thay - die Pagode des Meisters
- Erleuchtung in Thay Phuong...?
- Hanois Altstadt, ein buntes Warenlager
- Wasserpuppentheater - typisch vietnamesisch
- Herabsteigende Drachen in der Halong-Bucht
- Eiszeit am Golf von Tongking...
- Schwimmende Dörfer
- Magische Momente
- Besuch bei Onkel Ho
- Bienvenue - La ville francaise
- Tai Chi und Palaver am See
- Ethnologisches Museum
- Bitte lächeln...!
- Wo man gut essen kann - Restauranttipps
- Trekking mit Mimi
- Übernachtung auf vietnamesisch
- Tierisch - Mit Kikeriki aus den Federn
- Sonntagsmarkt in Bac Ha
- Trockene Halong-Bucht
- Ja, mir san mit dem Radl da...
- Kaiserstadt Hué
- Thien Mu-Pagode oder die Frage, was hat ein Austin mit dem Vietnamkrieg zu tun
- Halle der Höchsten Harmonie und Hofleben in Hué
- Lang Minh Mang...
- ... Lang Khai Dinh...
- ... und Tu Duc - die Kaisergräber
- Über den Wolkenpass
- Hoi An - die Lebhafte am Thu Bon-Fluß
- Chinesen auf der japanischen Brücke
- Laterne, Laterne - das Tor zur Welt leuchtet
- Kochkurs in der "Red Bridge Cooking School"
- Ruinen im Regenwald - My Son
- Von Da Nang nach Ho-Chi-Minh-Stadt
- Suche nach Miss Saigon
- Auf der "Douce Mekong" durchs Delta
- Schwimmender Markt in Cai Rang
- Chinatown Cholon
- Finale in Saigon
- Hen gap lai!
30.11.2008
Thay - die Pagode des Meisters
Über ein kleines Reisebüro in Hanoi hatten wir diesen Ausflug nach Thay und Thay Phuong gebucht. Wir wurden am Hotel abgeholt und fuhren etwa 50 km nach Westen in die Provinz mit dem schönen Namen "Westliches Land des Vollkommenen Glücks". Hier besuchten wir zuerst die Thay Pagode oder auch Pagode des Meisters. Ihren Namen hat sie von dem seinerzeit berühmten MönchTu Dao Hanh, der ein Lehrer für Meditation, Magie und Heilkunde war sowie ein Förderer der Künste. So wird ihm die Erfindung des Wasserpuppentheaters zugeschrieben. Wir dachten uns nur: Kein Wunder, liegt doch der Ort am einem See - dem Drachensee -, der zu Füßen eines ca. 100 m hohen Karstfelsens liegt, und in dem sich malerisch ein Pavillon spiegelt. die Pagode selbst wurde aber erst nach dem Tode des Wasserpuppen-Meisters 1117 vom damaligen König gestiftet.
Erleuchtung in Thay Phuong...?
Hier hieß es erst einmal: Treppensteigen - und zwar genau 237 -, um auf den 50 m Cau Lau-Hügel zu gelangen, auf dem sich seit dem 8. Jh. eine Pagode befindet. Ursprünglich als einfaches Holzpagode gebaut, erfuhr sie durch das Patronat des Adels ab dem 11. Jh. starke Förderung, die sich in Verfeinerung und reicherer Ausstattung niederschlug. Allein schon wegen der friedvollen, beschaulichen Atmosphäre lohnte sich der Aufstieg.
Besonders gefielen uns aber die kunstvollen Holzschnitzarbeiten. So gab es eine eindruckvolle Galerie von 60 Holzskulpturen zu sehen, die aus dem Holz des Jackfruchtbaumes geschnitzt sind. Berühmter sind allerdings noch die 18 sogenannten La Han. Diese sind Nachfolger Buddhas, die auf sehr unterschiedliche Weise zur Erleuchtung kamen. Um's mal mit den Worten des Engels Aloysius zu sagen: manche Regierungen warten noch heute vergeblich darauf. Vielleicht sollten wir den Politikern mal einen Ausflug nach Thay Phuong empfehlen... Doch genug der Erleuchtung. Am frühen Nachmittag ging's zurück nach Hanoi, wo wir endlich die Altstadt erkunden wollten.
Hanois Altstadt, ein buntes Warenlager
Nach der Rückkehr machten wir uns also auf in die Altstadt. Nördlich des Hoan Kiem-Sees ließen wir uns durch die Gassen, die von der Hauptstraße Hang Dao und ihrer Verlängerung abgehen, treiben. Seit dem 13. Jh. siedelten sich hier die Handwerker an bzw. wurden zwangsangesiedelt und entsprechend ihrer Produkte in Zünften organisiert. Anhand der Straßennamen kann man immer noch ablesen, was hier ehemals ausschließlich hergestellt und verkauft wurde. Insgesamt 36 solcher Zunftviertel sind so im Mittelalter entstanden und deshalb ändern auch die geraden Straßen oft ihren Namen, eben je nach Waren (Hang), die früher hier vertrieben wurden.
Heute gibt es natürlich ein gemischteres Warenangebot, aber in manchen Teilen war schon noch zu erkennen, welche Zunft in der Ecke angesiedelt war, zum Beispiel bei den Nudeln, die ins allen Variationen in mehreren Läden bzw. vor selbigen gab. Auch schön: die vielen bunten Lampengeschäfte. Je später der Abend, umso mehr war eigentlich los und als auch noch die Lichter angingen, war's mit am schönsten. In Serpentinen drifteten wir durch die Gassen Richtung Markthalle Cho Dong Xuan und wieder zurück. Im Bereich der Hang Dao waren zwischenzeitlich die Stände des Nachtmarktes aufgebaut, vor allem Kleidung gab es hier. An einem Stand fanden wir aber auch sehr schöne, kunstvolle Scherenschnitt-Weihnachtskarten. Noch heute freuen sich die Adressaten darüber. Überhaupt konnten wir feststellen, dass ab Anfang Dezember auch die Vietnamesen mehr und mehr in einen Weihnachtsrausch gerieten, der in Saigon seinen Höhepunkt fand. Auf der nach oben offenen Weihnachtskitschskala mindestens eine 20! Unwiderstehlich waren für uns die vielen Kästchen, Reisschälchen und Schüsseln aus Bambus, mit und ohne Lack. Ein wahres Shoppingparadies!
Wasserpuppentheater - typisch vietnamesisch
Nachdem wir schon die Pagode des Wasserpuppentheatererfinders (wow: 28 Buchstaben für 1 Wort) besucht hatten, wollten wir natürlich auch noch ins berühmte Thang Long-Theater. Die Karten für die etwa 1 1/2-stündige Aufführung hatten wir bereits am Vortag besorgt - ohne Reservierung geht gar nichts! Auf einer Empore nahm das Begleitorchester Platz - die vietnamesische Musik ist über die Zeit vielleicht etwas nervig, aber die Puppenspieler sind grandios.Hinter einem Bambusvorhang versteckt, stehen sie im Wasser und lassen die an langen Stangen befestigten Puppen tanzen. Da tanzten Elfen im Wasser, Bauern pflanzten Reis, Füchse gingen auf Entenjagd und bunte Phönixe turtelten miteinander. Ein poetisches und unterhaltsames Spektakel. Ein Tipp für Fotografen: Stativ mit hineinschmuggeln, denn Blitzen ist verboten!
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Ziemlich genau vor einem Jahr machten wir diese Reise . Es war schön, sie mit dir noch einmal so ausführlich und gut bebildert zu wiederholen!
LG Christina -
Vietnam, da wollte ich schon immer mal hin. Interessanter Reisebericht mit schönen Fotos, besonders deine Porträts gefallen mir sehr gut. Gruß von mhsch
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Sehr interessanter Bericht mit eindrücklichen Foto's! Da möchte ich nun definitiv auch mal hin :-)) Vielen Dank für's mitnehmen und zeigen.... LG, Ursi
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Ja auch ich war vor 3 Jahren auf den gleichen Spuren durch Vietnam gereist.
Dein super, schöner- Reisebericht, hat mir all die Schönen Erinnerung an diese Reise zurück gebracht.
Bei bestimmten Fotos dacht ich mir, man die hab ich doch auch...grins
Vor allem das Café in Hanoi, der See usw.
Es ist ein gutes Gefühl, wenn auch andere die Reise so erleben wie man selbst.
Danke!
Du hast Vietnam sehr gut ins rechte Licht gesetzt!
Es ist ein wunderschönes Land!
LG. Karin
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