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Reisebericht: Von Festen, Fürsten und Dörfern - ein Besuch in Poshina
Poshina ist ein kleines Fürstentum irgendwo in Gujarat. Und ein Fürstentum in Indien hat natürlich auch einen Maharadscha und einen Palast. Aber womit ich nicht gerechnet hatte, war die Gastlichkeit mit der wir empfangen wurden. Vom Sohn des Maharadschahs höchstpersönlich aber vor allem auch von den Leuten in Poshina und Umgebung
Eine Landpartie in eine andere Welt
Des Abends fahren wir mit dem Prinzen und einer italienischen Reisegruppe hinaus aufs Land, hinein in eine steinige, grüne sehenswerte Landschaft. Wieder durch Flussbetten. Immer wieder treffen wir auf Gruppen von Stammesmitglieder, die an Straßenecken oder unter Bäumen sitzen und verhandeln – eigentlich anlässlich des Festes. Wir sahen auch Leute mit Schwertern, dachten aber da noch, es handele sich um ein zeremonielles Kleidungsaccessoire zum Fest. Denn von dem Mord der die Leute derzeit bewegt, erfahren wir ja erst beim Abendessen.
Der Prinz geht auf die Gruppen am Straßenrand zu und unterhält sich mit ihnen und auch wenn er heute keine Macht mehr hat, so merkt man den Leuten den freundlichen Respekt an, den sie vor ihm haben.
Meghwari wohnen ebenfalls hier in der Gegend - diese sind "Unberührbare". Wir halten an einem kleinen Lehmhaus, das ihren Tempel ist: wir dürfen ihn nicht fotografieren.
Die uns begleitende italienische Reisegruppe stürzt sich stattdessen auf die Kinder der Megwari. "Bambini!" und ich fühle mich nicht gut dabei. Die erwachsenen Meghwari lächeln, aber das Lächen ist nur höfllich.
Ich halte mich zurück.
Immer wieder hat uns Ravi während der Reise erzählt, daß es keine Unberührbaren und keine Kasten mehr gibt. Diese Begegnung zeigte mir etwas anderes.
06.10.2011
Eigentliches Ziel des Ausflugs waren zwei Opferstätten, an denen riesige Mengen von Terrakottapferden stehen. Dies ist eine örtliche Tradition, sie hat viel mit einem Fruchtbarkeitskult zu tun und vermutlich geht sie zurück auf Zeiten vor dem Hinduismus. 30.000 von diesen ca. 50 cm hohen Pferdchen stehen dicht gedrängt auf einem Hügel in der Dämmerung. Eigenartig, diese Stimmung.
Andere Orte - sonnenverbrannt unter heiligen Bodi-Bäumen, andere Zeiten auch im Heute, andere Sitten, aber doch irgendwie nicht vollkommen fremd.
Die anderen Gäste sprechen wenig bis gar kein Englisch und so habe ich Gelegenheit, mich ausführlich mit dem Prinzen zu unterhalten. Auf einmal weist er nach rechts und meint "Mongoose". Ich sehe nur einen Schatten, der ins Gebüsch hockt. Der Prinz meint: Sie jagen Schlangen. "Es gibt hier Schlangen?" meine ich, nur halb ironisch entsetzt, denn natürlich weiß ich, daß es in Indien Schlangen gibt.
Schlangen haben wir auf unserer Reise nicht gesehen. Aber andere wilde Tiere: wilde Esel zum Beispiel. Und Leoparden. Aber davon ein andernmal.
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Ein schönes Abenteuer in Gujarat.
So etwas bringt mehr als die Besichtigung des 20. Temples.
Auch klasse Fotos dazu
Kompliment
Toni -
Hat mir sehr gefallen!
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Danke für diesen anschaulichen Bericht über Euren Besuch in Poshina!
LG Susi -
Dein stimmungsvoller Reisebericht (voller persönlicher Eindrücke) hat mir sehr gut gefallen. Ein beeindruckende Reise. LG Anne Do.
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Da bin ich aber schon mächtig gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte vom Prinzen zum Leoparden und wahrscheinlich noch viel viel mehr. Der erste Teil hat mich bereits verzaubert und ich glaube nicht, dass es nur an der Dynamik lag. Klarheit, Sättigung und Tonwerte stimmen einfach und die ultimative Portion Humor rundet diese Reisebeschreibung zu einem kurzweiligen Leckerbissen. Danke für den Tipp und bis bald ! My name is Elke .....
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Hallo liebe Leute,
vielen Dank fürs Lesen und für Eure erfreulichen Rückmeldungen :-)
@Toni, die Tempel schaue ich mir dann auf der nächsten Indien-Reise an ;-)
LG Gabi -
Eine abenteuerliche Reise, spannend erzählt und mit vielen aussagekräftigen Bildern unterlegt. Danke und LG: Ursula
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Liebe Gabi!
Das war ein Genuß. Das Lesen dieses herrlichen Reiseberichtes hat mir mächtig Freude gemacht. Dafür möchte auch ich Dir einfach DANKE sagen.
LG Ursula -
Ein wrklich "hautnaher" Bericht in dem du alle Fragen beantwortest und noch viel mehr erzählst.
Kurzweilig zu lesen und immer so geschrieben, dass man meint dabei zu sein!
Danke !
LG Christina -
So kenne ich Indien auch. Gut beobachte und gut beschrieben,
Liebe Grüsse
Guido
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