Reisebericht

Reisebericht: Projekte und Meer (6.Asienbericht)

 
 
 
 
 
Reisebericht: Projekte und Meer (6.Asienbericht)

Von der Westkueste sowie von einigen Projekten, die ich dort besucht habe, moechte ich berichten.

 
 
 
 
 

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Von Norden kommend bin ich nach Kandy gefahren. Kandy mit dem bedeutendsten buddhistischen Tempel des Landes - dem Zahntempel - ist das kulturelle und religioese Zentrum des Landes.
Hier habe ich vor 27 Jahren drei Monate gelebt und in der KANDY CITY MISSION (KCM), einem Projekt der deutschen evangelischen Kirche, mitgewirkt. Ich wurde herzlich begruesst, und einige haben sich direkt noch an mich erinnert! Die Aktivitaeten sind mit Ausbleiben der deutschen Unterstuetzung ziemlich zusammengeschrumpft.
In Negombo kann ich die Gewuerz"fabrik" von PODIE besuchen. 15 Bauerngruppen (ca. 1500 Familien) gehoeren zu PODIE und produzieren Bio-Gewuerze fuer den Fairen Handel (Zimt, Kardamon, Nelken, Muskatnuss, Pfeffer, Chilli, Zitronengras, Curryblaetter, Vanille,...). Hier werden die Gewuerze verlesen und verpackt. Die Hygienestandarts und Labortests sind beeindruckend. In den Lagerraeumen darf ich die vielen, vielen Gewuerze sehen, die in einige Laender Europas gehen und in Deutschland von EL Puente verkauft werden. Ich werde zu einer Gruppe von Zimtfarmern mitgenommen. Zimt waechst in Straeuchern, die Aeste werden geschnitten, von der aeusseren Rinde befreit und dann in muehsamer Handarbeit geschaelt. Die Schalen werden geschichtet, zu Stangen geschoben , getrocknet und gebuendelt. 1 kg Zimt bringt den Bauern etwa 1 $, wenn sie biologisch anbauen und den hohen Qualitaetsanspruechen des Fairen Handels genuegen. Dies ist deutlich mehr, als wenn sie auf dem lokalen Markt verkaufen.
3 Busstunden von Negombo entfernt (100km) besuche ich das Fairtrade-Projekt SELYN. Hier werden Baumwollstoffe von Hand gewoben. Frueher gab es Hunderttausende von Webstuehlen in Sri Lanka. Durch Einfuehrung von Fertigkleidung (Second Hand) und maschineller Verarbeitung v.a. von Kunstfasern, ist dieses traditonsreiche Handwerk am Aussterben.. Fuer SELYN arbeiten ca. 1000 Frauen, viele in Heimarbeit oder in Web- und Naehzentren in ihren Doerfern. Die Stoffe sind wunderschoen in Mustern und Farben, ebenso die daraus genaehten Endprodukte, die in viele Laender gehen und bei uns durch die GEPA verkauft werden. Auch viele Sozialleistungen bietet SELYN seinen MitarbeiterInnen: Krankenversicherung, Kredite, Transport, Hilfe zur Selbststaendigkeit, Training,...
Ansonsten durfte ich in Negombo 3 Tage bei Sunitha, meiner ceylonesischen Freundin aus Kempten, leben. Dort und im Hause ihrer Schwaegerin wurde ich mit allen ceylonesischen Koestlichkeiten verwoehnt: Puttu, (Kokos-)Milchreis und Roti gibt es zum Fruehstueck mit herzhaftem Kokossambal (frische Kokosraspeln, Chilli, Zwiebeln, Zitronensaft). Abends gibt es Reis mit ganz herrlichen Curries aus verschiedenen Gemuesen, Fisch, Haehnchen, Krabben, Langusten).
Negombo an der Westkueste ist der wichtigste Fischerhafen des Landes. Viele der gefangenen Fische werden getrocknet, die Curries daraus schmecken mir allerdings nicht.



 
 
 
 
 

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