Reisebericht

Reisebericht: Der Osten Sri Lankas - Folgen des Tsunamis noch sichtbar (4. Asienbericht)

 
 
 
 
 
Reisebericht: Der Osten Sri Lankas - Folgen des Tsunamis noch sichtbar (4. Asienbericht)

An der Ostkueste bin ich von Sueden nach Norden gereist und ueberall war "Tsunami" ein Thema.

 
 
 
 
 

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Von 1200m Hoehe ans Meer, das ist eine grandiose Busfahrt in Sri Lanka. An der Ostkueste war ich an 3 Straenden: Arugam Bay , Kalkudah und Uppuveli. Die Straende sind herrlich, aber oft dreckig, die Guesthaeuser guenstig, aber auch ungepflegt (z.B. Dusche oder Klospuelung oder Wasserhahn gehen nicht, Deckenventilator laeuft nicht oder nur auf Hoechststufe, Moskitonetz hat groessere Loecher, Handtuecher und Leintuch fleckig und verschlissen,...).
Die Wellen sind in dieser Jahreszeit zu hoch, um richtig schwimmen zu koennen. Dafuer reizen Strandwanderungen, aber mir war es oft zu einsam.
Die meisten Haeuser am Strand wurden vom Tsunami am 26.12.2004 weggespuelt, es gab ca. 30000 Tote in Sri Lanka. Viele Menschen haben alles verloren: Kinder und andere Familienmitglieder, Haus, Boot, Motorrikscha,... .Es sind Geschichten, die mich traurig machen. Am Strand sind immer noch Ruinen zu sehen, ebenso viele Friedhoefe. Nur wenige von den Menschen, mit denen ich gesprochen habe, bekamen Hilfe zum Neuanfang und klagen schwer. Haeuser wurden mit internationale Hilfe gebaut, aber sie sind weit von der Kueste entfernt, und das ist fuer einen Fischer etwas unguenstig. Viele Spenden flossen in die Infrastruktur: Strassen, Bruecken, Schulen, Verwaltungen, Krankenhaeuser,..... . Viel Geld ist wohl auch bei Politikern und einflussreichen Persoenlichkeiten gelandet.
Die Staedte Batticaloa und Trinkomale habe ich besucht, aber auch Fahrten durch den Dschungel gemacht und Pfauen, Affen, Voegel, Krokodile und von den wilden Elefanten leider nur die grossen Dunghaufen gesehen.
Ich besuche auch Tempel, die z.T. auf grossen abgerundeten Felsen stehen,bade in heissen Quellen und besuche eine ueber 2000 Jahre alte buddhistische Tempelanlage.
In Kalmunai habe ich ein besonderes Erlebnis: ich werde von katholischen Ordensschwestern in den Carmel-Convent eingeladen. Ich kann dort uebernachten, essen und ihre verschiedene Sozialarbeit (Schule, Kindergarten, Maedchenheim, Englischunterricht am Nachmittag fuer Vor-und Grundschulkinder) sehen. Ich darf auch bei den Kleinen eine Unterrichtstunde halten, wodurch ich mir allerdings gleich darauf einen naechtlichen Traum ueber das Gymnasium in SOB einhandle.
Nun geht es weiter in den Norden von Sri Lanka, in das ehemalige Buergerkriegsgebiet.



 
 
 
 
 

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