Reisebericht

Reisebericht: Einmal um die ganze Welt - Teil 14 - Mexiko: Oaxaca, Golf von Mexico, Barranca del Cobre, Mar Cortez

Reisebericht: Einmal um die ganze Welt - Teil 14 - Mexiko: Oaxaca, Golf von Mexico, Barranca del Cobre, Mar Cortez

Zunächst führte die Reise entlang der Ostküste Mexikos, mit einem kurzen Abstecher ins Landesinnere, nach Oaxaca und, weiter nördlich, zum Pico de Orizaba. Von den gegrillten Austern in La Pesca ging's quer durchs Land zur ältesten Bodega Amerikas, den tiefsten Schluchten des Kontinents sowie zum höchsten Wasserfall Mexikos. Dann ums Mar de Cortez und zum Abschied nach Ensenada an den Pazifik.

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Den Moloch von Monterrey wollte ich mir nicht antun. Also steuerte ich meinen Van durch den tollen Nationalpark „Cumbres de Monterrey“, im Süden an der drittgrößten mexikanischen Stadt vorbei. Die Straße ist teilweise durch eine Schlucht und durchs Flussbett gebaut, durch beeindruckende enge Täler, mit steilen Felswänden. Oben in Laguna de Sanchez suchte ich den See, doch der ist seit vielen Jahren trocken gelegt. Dort sind jetzt die fruchtbaren Felder, aber der Blick übers Tal, der ist wirklich extraklasse. Hinter Saltillo kommt dann wieder die endlose Weite des mexikanischen Nordens. Kakteen, Ziegen und gleißendes Licht.



 
 
 
 
 

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Mitten in dieser Einöde pflanzte Lorenzo Garcia bereits Ende des 16. Jahrhunderts die ersten Weinreben auf dem amerikanischen Kontinent. In Parras de la Fuente, einer sehenswerten kleinen Stadt mit netten Kirchen, verschlafenen Plätzen und dem unvermeidlichen Aussichtspunkt, mit Kapelle, über der Stadt. Jedes Städtchen in Mexiko, das etwas auf sich hält, hat solch einen Aussichtspunkt, beliebt bei den Jugendlichen, die sich hier abends treffen und geschätzt von den Besuchern, die sich hier jeweils einen guten Überblick verschaffen können.



 
 
 
 
 

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Casa Madero Weingut

Persönliche Meinung von grisch:
Casa Madero, das älteste Weingut in Nord- und Südamerika, liegt etwa 1 km vor dem Ortseingang von Parras de la Fuente, einem netten historischen Ort, zwischen Saltillo und Torreon im Bundesstaat Coahuila, im Norden Mexikos. Es wurde bereits 1597 von Lorenzo Garcia gegründet. Insbesondere der Shiraz der dort angeboten wird, whow!!! Gigantisches Kirscharoma. Wer diesen Weintyp mehr



In Durango war ich ja bereits im vergangenen Dezember (Reisebericht 12). Diesmal wollte ich mir ein Bisschen mehr Zeit nehmen für die tolle geschäftige Stadt und noch ein paar Souvenirs im zentralen Markt Viertel erstehen. Wieder großzügige Parkanlagen und beeindruckende historische Bauten, die mexikanischen Städte sind im Zentrum durchweg immer interessant und sehenswert. Außerdem musste ich bis zum Wochenende mit dem Weiterfahren warten, da dann die Cowboy Show in den Filmkulissen im Norden der Stadt stattfinden sollte. Das Spektakel wollte ich mir angucken. Bis dahin saß ich unter großen schattigen Bäumen, vorzugsweise im Ortiz Park, oder im Restaurant Azul, bei mexikanischen Schmankerln.



 
 
 
 
 

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Restaurante Playa Azul in Durango, Mexiko

Persönliche Meinung von grisch:
Das Restaurante Playa Azul in der Calle Constitution 241, in Durango, am Ende der Fußgängerzone, bei der St. Ana Kirche, bietet allerlei typische mexikanische Gerichte zu vernünftigen Preisen in nettem Ambiente. Empfehlen kann ich pulpo en su tinto (Oktopus in seiner Tinte), oder das T-Bone Steak. Probiert eine Margarita, der mexikanische Cocktail schlechthin...



Als ich dann am Samstag Vormittag in Villa del Oeste, der Filmkulissenstadt eintraf, hing da ein liebloser DIN A4 Zettel am verschlossenen Tor - dieses Wochenende geschlossen. Zumindest ein paar Fotos von der kleinen Westernstadt konnte ich machen. Nur wenige Kilometer weiter, in Chupaderos, wurden die neueren Westernfilme gedreht. Dort sind die Bauten durchweg imposanter, allerdings so neu und gut erhalten, dass das dann irgendwie auch wieder nicht passt - stimmungsmäßig.



 
 
 
 
 

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Über Hidaldo del Parral und die beiden Minen Städtchen Santa Barbara und San Francisco, ging die Fahrt weiter Richtung Norden zum Kupfer Canvon, dem tiefsten Schluchtensystem in Amerika, tiefer noch als der Grand Canyon in den USA. Schon die Anfahrt auf dem Highway Nummer 25 über Guachochi und Creel bietet tolle Blicke in die felsigen Gebirgslandschaften des Barranca del Cobre Naturparks. In Guachochi, auf bereits wieder knapp unter 2000m Meereshöhe, knisterte ein molliges Feuerchen zum Abendessen im Kamin. Am darauf folgenden Nachmittag besuchte ich den Wasserfall bei Cusararé und in Creel, dem touristischen Zentrum des Parks, habe ich abends dann ein günstiges Zimmer mit Gasheizofen bezogen. Die Nächte waren hier so, wie man das im März im Gebirge erwartet, still, reine Luft, strahlend klarer Sternenhimmel aber Eiskalt.



 
 
 
 
 

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Von Creel aus bin ich zunächst mit dem Van zu den Aussichtspunkten des Kupfer Canyon nach Divisadero gefahren. Dort entsteht gerade ein neuer großer Bahnhof und an einem der Aussichtspunkte lagern die Räder und Masten für die Schweizer Seilbahn, die dort gerade installiert wird, hinunter zu einer Felsinsel, die mitten im Kupfer Canyon steht und vermutlich deutlich beeindruckendere Ausblicke bietet, als die bisherigen Aussichtspunkte am Rand der Schlucht. Der Bahnhof gehört zur CHEPE Eisenbahn, die durch die Schlucht hinunter an die Pazifikküste nach Los Mochis fährt und ins Landesinnere bis nach Chihuahua. Insgesamt 673 km Schienenstrang. Das letzte nennenswerte Stück mexikanischer Eisenbahn, das noch Personenbeförderung bietet. Ansonsten ist alles fest im Griff der Überlandbusse. Die sind günstiger, schneller und - wie sich zeigen sollte - auch noch pünktlicher.



 
 
 
 
 

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Mit der CHEPE bin ich tags darauf bis nach Temoris hinunter gefahren. Temoris hat einen der wohl am spektakulärsten gelegenen Bahnhöfe auf diesem Planeten, mitten in der Schlucht und mit besten Blicken auf die Modelleisenbahnlandschaft mit Viadukten, Tunneln und Wasserfällen. Vom Bahnhof zur Stadt sind es allerdings etwa 8 Kilometer Schotter Trasse den Berg hinauf. Die Busverbindung vom Bahnhof in die Stadt richtet sich ganz und gar nach den Zügen. Auch wenn diese – wie üblicherweise – eine Stunde oder mehr Verspätung haben sollten, die Busse warten geduldig. Den Rückweg bis zum Bahnhof habe ich am nächsten Morgen auf Schusters Rappen bewältigt, so konnte ich die Gegend noch eindrücklicher genießen.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • p4t4r 27.03.2011 | 11:59 Uhr

    Ein wunderbarer und interessanter Bericht! Die Gefühle für dieses Land kommen zum Ausdruck, und die Kenntnisse von Land und Leuten, wie auch die Liebe zu Details, sind beeindruckend!
    LG Peter

  • oldi 24.07.2011 | 18:31 Uhr

    Der interessante Bericht weckte Erinnerungen an 1978 wach. Damals dauerte die Fahrt 10h. Die gesamte Strecke von Los Mochis bis Chihuahua mit dem Chepe (Web) zu fahren ist spektaktulär und überwindet 2400 Höhenmeter, 37 Brücken und 87 Tunnel und bietet Tiefblicke in den Canon, - schwindelfrei wäre ratsam. Gruß, Oldi

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