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Reisebericht: Katalonien, eine Radreise mit Kultur, Bergen, Meer,...
Besuchte Orte: Barcelona - Blanes - Sant Feliu de Guixols - Girona - L´Escala - Port de la Selva - Figueres - Banyoles - Olot - Ripoll - Naturpark De Cadi Moixero (Pyrinäen) - Solsona - Cervera - Montblanc - Vilanova - Barcelona und vieles mehr
- Einleitung
- Der Urlaub beginnt
- Barcelona
- Endlich auf dem Rad nach Sant Feliu de Guixols
- Girona
- Sant Feliu – L`Escala
- Über Cap Creus nach Port de la Selva
- Ab ins Innenland nach Banyoles
- Zu den Vorpyrinäen in 2 Tagen
- Durch die Vorpyrinäen
- Solsona
- Von Solsona nach Montblanc
- Montblanc und seine Umgenung (Kloster Poblet)
- Die letzte Etappe, zurück zum Meer nach Vilanova
- Vilanova
- Heimfahrt
- Tour Informationen
Der Urlaub beginnt
Was haben wir dem Urlaub entgegengefiebert. Im Januar haben wir Flugtickets bei Spanair und ein Hotel für die ersten 3 Tage in Barcelona über HRS gebucht.
2 Wochen vorher waren Freunde von uns in Spanien und gaben den Tip, Winterkleidung mitzunehmen, es hat kaum über 15°. Um dem allem eins draufzusetzen, ist in Island so ein komischer Vulkan, genannt Eyjafjallajökull, ausgebrochen und hat mehrmals den europäischen Luftraum lahmgelegt. Zuletzt 3 Tage vor unserer Abreise.
Aber an Himmelfahrt, dem 13.5.2010 war es endlich soweit: Gepäck hergerichtet, Fahrräder in schöne Pappkartons verpackt, die wir vorher beim Radhändler unseres Vertrauens organisiert haben. Mit dem Auto sind wir zum Flughafen gefahren und haben versucht, die Räder und das Gepäck als Late Night Check In aufzugeben. Übrigens: Span Air ist Allianzpartner zu Lufthansa in der Star Alliance, wir fliegen mit den gleichen Fliegern wie mit Lufthansa gebucht, nur um einiges günstiger. Demzufolge war die Abfertigung beim Lufthansaschalter.
Mit 2 Gepäcktrolleys, beladen mit großen Radkartons und 2 großen Gepäckstücken, tauchen wir abends um 20.30 am Lufthansaschalter auf und wurden von zwei mehr oder weniger gelangweilten Damen in Empfang genommen. Ihre Frage: "Was habt denn Ihr alles dabei? Fahrräder in solchen Kartons? Das hab ich mein Lebtag noch nicht gesehen."
Also wurde der Zollstock hervorgeholt und die Kartons abgemessen: 1,80m lang. Der Kommentar von den Zweien: „Tut mir leid, die Kartons sind zu groß und passen nicht in den Airbus rein. Sie dürfen maximal 1,68m lang sein. Abends einchecken geht schon gar nicht, da über Span Air gebucht und außerdem der Abflug nach 12.00 stattfindet.“
Was blieb uns anderes übrig, als das Gepäck mit den Fahrrädern in der Aufbewahrung abzugeben. Zumindest konnten wir so am nächsten Tag ohne Streß mit Handgepäck per S-Bahn zum Flughafen fahren.
Wir sind dann am Vormittag, zusätzlich bewaffnet mit einer Rolle Luftpolsterfolie, um unsere Räder neu zu verpacken, in die S-Bahn gestiegen. Da der Flieger erst um 13.15 startet, hatten wir genügend Zeit.
Wir sind mit dem Gepäck und den in Kartons verpackten Rädern zum Lufthansa Schalter und wollten dort die Räder auspacken und in Plastik neu verpacken. Kommentar der Lufthansa Mitarbeiter: "Lassen Sie die Räder bitte in den Kartons. So sind sie sicher verpackt und für uns ist es einfacher. Sie müssen nur noch eine Gebühr für die Fahrräder in Höhe von je 30,-€ bezahlen."
Wenn schon die Lufthansa Mitarbeiter nicht wissen, wie die Räder verpackt werden müssen, wie sollen es dann wir wissen?
Der Flieger ist pünktlich gestartet und wir flogen 2 Stunden dem Süden entgegen.
In Barcelona Airport Terminal 1 (sehr neu) haben wir die Räder in Empfang genommen und aufgebaut. Von dort mussten wir zum Airport Express (wie S-Bahn) nach Barcelona. Aber wie? Der Zug geht vom alten Terminal 2 weg und dorthin kommt man mit dem Busshuttle. Nur, der nimmt keine Fahrräder mit.
Wir sind dann die 5 km (gut ausgeschildert) rüber geradelt. Das war ein Erlebnis, denn nach 2 km standen wir auf der Autobahn. Was sollten wir machen? Wir sind halt weiter gefahren und konnten die 6 spurige Straße nach 1,5km wieder verlassen. War auch nicht so tragisch, da in diesem Bereich langsam gefahren wurde und außerdem ein mindestens 3m breiter Standstreifen zur Verfügung stand. Es hat sich ohnehin niemand daran gestört. Das einzig Unangenehme war, daß die Sonne sich hinter Wolken versteckte und wir langaärmlig bei 14°C geradelt sind.
Am Bahnhof angekommen, wurden wir gleich vom Servicepersonal der Bahngesellschaft empfangen. Sie haben uns beim Lösen der Fahrkarten am Automaten assistiert, wie jedem anderen Bacelona Neuling. Die Fahrt ins Zentrum von Barcelona kostete je 3,-€, die Räder waren kostenfrei.
In dem sehr modern gestalteten Zug haben wir auch gleich ein Fahrradabteil entdeckt und es uns gemütlich gemacht. Leider waren die Gleise nicht so modern wie der Zug, so daß die Fahrt doch eine Zeit gedauert hat.
An der unterirdischen Bahnstation Passeig de Gracia haben wir den Zug verlassen. Ein enger Bahnsteig, ein ziemliches Gedränge und kein Aufzug.
So mußten wir die Räder in den engen Treppenhäusern (ich glaube, in dem verwinkelten Bahnhof waren 4 Aufgänge zu bewältigen) tragen. Das Rad meiner Frau konnte ich allein tragen, meines mußten wir zu zweit hinaufhieven. Dabei bekamen wir aber ungefragt Unterstützung von spanischen Passanten. Das hat unsere Laune sofort wieder gehoben.
Die Fahrt vom Bahnhof zum Hotel Pere IV war leicht zu finden, da ich die Route zu Hause schon auf GPS abgespeichert habe. Angenehm war, daß alle Hauptstraßen parallel verlaufende Parkstraßen für langsamen Verkehr hatten und Barcelona ein einigermaßen ausgebautes Radwegnetz hat. Die Autofahrer waren uns gegenüber sehr rücksichtsvoll.
Beim Einchecken im Hotel sollten wir die Räder sofort in die hoteleigene Tiefgarage einstellen, wo sie dann auch für die nächsten Tage sicher verwahrt waren.
Da es mittlerweile knapp 20.00 war und wir einen gewaltigen Hunger hatten, haben wir nach einem Restaurant gefragt. Nach einer ausgiebigen Dusche sind wir in 15 Minuten zu Fuß dort angekommen. Das Restaurant war wenig besucht, die Speisekarte mit etwas gehobenen Preisen. In einem alten Gewölbe gelegen ist die Einrichtung sehr geschmackvoll.
Auf Empfehlung des Hauses haben wir zur Vorspeise Kroketten nach Großmutterart (aus Kartoffel-, Käse-, Fleischmasse) und gegrillten Spargel; Hauptspeise Dorade in Salzkruste; Nachspeise Eierstichkuchen nach Art des Hauses verkonsumiert. Sehr lecker. Mittlerweile war das Lokal gerammelt voll, es gab keine freien Tische mehr.
Unsere erste Erfahrung in Barcelona: Die Einwohner sind sehr nett und hilfsbereit, es wird sehr spät zu Abend gegessen und die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr günstig. Wenn es so weiter geht, wird es ein bombiger Urlaub
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