Turkmenistan - Wo die Seidenstraße die Wüste kreuzte

Reisebericht

Turkmenistan - Wo die Seidenstraße die Wüste kreuzte

Reisebericht: Turkmenistan - Wo die Seidenstraße die Wüste kreuzte

Turkmenistan Teil 1
Dieser Bericht möchte ein wenig mit einem Land vertraut machen, das relativ abseits der ausgetretenen Touristenpfade liegt, aber mit Weltkulturerbe-Schätzen und einer skurrilen Hauptstadt aufwarten kann.
Teil 2: "Ashgabat: Cäsarenwahn in der Wüste"

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Fahrt nach Mary

zu Fuß über den Amu-Darja

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All diese Aspekte beschäftigen uns noch nicht, als wir unseren geräumigen Kleinbus besteigen. Nach nur wenigen Kilometern heißt es bereits wieder "Aussteigen!" Da liegt es vor uns, das breite Band des Amu-Darja. Aus Sicherheitsgründen müssen Busreisende die mehrere hundert Meter lange Pontonbrücke über den Fluss zu Fuß zurücklegen.



Kurz darauf erreichen wir Turkmenabat, das mit seinen großzügigen Straßenzügen und modernen Bauten beeindruckt. Zum ersten Mal fallen uns an Hausfassaden die überdimensionierten Portraits eines Mannes mit Friedenstaube auf. "Das ist unser Präsident, Gurbanguly Berdymukhammedov, der 2007 den verstorbenen Saparmurat Nijasov beerbte, der sich "Turkmenbashi der Große" nannte". Alexander wird uns noch viel über die beiden im Verlauf unserer vier Tage in seinem Land erzählen. Er hat wohl selbst Probleme mit der Aussprache ihrer Namen und so redet er stets nur vom "Neuen" und dem "Ehemaligen".



Hotel in Turkmenabat



Wir fahren jetzt immer tiefer in die Karakum hinein. Fast auf der gesamten Länge bis Mary wird das Asphaltband gerade auf vier Spuren verbreitert. Bei dem geringen Verkehrsaufkommen fragt man sich: für wen? Doch Platz ist ja genug da und Geld spielt in diesem Erdgasland natürlich keine Rolle. Einige willkommene Fotostopps unterbrechen die Fahrt durch die doch etwas monotone Landschaft: Sanddünen, immer wieder Sanddünen.



vierspurig durch die Wüste



Erntebeginn auf einigen Baumwollfeldern



Die Ernte hat begonnen



Als es schon recht dunkel wird, taucht vor uns schemenhaft eine Kamelherde von ca. 60 bis 80 Stück auf, die auf ihrem Heimweg von den Weideflächen entlang der Straße Staub aufwirbeln. (Die Fotos sind stark aufgehellt.)



auf dem abendlichen Heimweg



Moschee von Mary

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Recht froh sind wir, als wir schließlich in völliger Dunkelheit unser Tagesziel, die Stadt Mary, erreichen. Die lange Warterei und die im Tagesverlauf zunehmende Hitze haben doch ihre Spuren bei uns hinterlassen.


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Kommentare

  • astrid

    Ein spannender Bericht gespickt mit interessanten Fotos!
    Gruß Astrid

  • RELDATS

    Toller Bericht mit vielen klasse Fotos.
    Respekt!
    Nette Grüße von Josef

  • trollbaby

    Hallo Hartmut!
    Herzlichen Dank, dass Du Dich doch aufgerafft hast, diesen Bericht zu schreiben! Über Turkmenistan findet man ja nicht allzu viel, so ist jeder Beitrag über dieses Land eine Bereicherung. Und Deine Beiträge sind sowieso immer ein Genuss, vollgepackt mit Informationen, aber auch mit viel Humor. Auch Deine Fotos sind wieder einmal spitzenklasse!
    LG Susi

  • tumtrah

    Es ist mir eine große Genugtuung, Eure positiven Rückmeldungen zu erhalten. Sind sie doch eine Belohnung für die unzweifelhaft mit der Erstellung eines Berichtes verbundenen Mühen. Aber die Mühe hilft auch, das Erlebte im Nachhinein nach ein wenig Abstand zu vertiefen. Ich muss gestehen, nach den unendlich vielen neuen Eindrücken - davor lagen ja schon 8 Tage Usbekistan - ist mit der nachträglichen Beschäftigung mehr Ordnung in meinen Kopf gekommen.
    !000 Dank und liebe Grüße an Euch alle!
    Hartmut

  • freyabe

    Es war sehr interessant, mit Dir in diese relativ unbekannte Gegend zu reisen. Hab viel gelernt. Welche Sprache sprechen die Leute? Kann man sich mit Russisch verständigen?
    LG Friederike

  • tumtrah

    Seit ihrer Unabhängigkeit 1991 haben sowohl Usbekistan als auch Turkmenistan ihre uralten eigenen Sprachen wieder zu ihren Nationalsprachen erhoben. Russisch wird ebenfalls noch gesprochen, entweder von vielen in diesen Ländern (noch) lebenden Muttersprachlern oder als lingua franca, d.h. als Verkehrssprache, insbesondere in Hotels, auf den Flughäfen, in Banken. Auf einer geführten Reise kommt man allerdings kaum in die Verlegenheit, seine - mehr oder minder guten - Russischkenntnisse zu bemühen. Beide Länder haben übrigens auch die kyrillische Schrift durch die lateinische ersetzt.
    Vielen Dank für Dein Interesse und liebe Grüße!
    Hartmut

  • Tucanos

    Bin nach Abfahren der Seidenstrasse von Ost nach West auch gerade aus Turkmenistan zurückgekehrt. Ein merkmürdiges Land. Sehr schöner Reisebericht, der genau die Stationen beschreibt, die ich auch abgefahren bin.
    Neben der Einreise von Usbekistan nach Turkmenistan, haben wir während der Reise noch einige weitere Absurditäten in dem Land erlebt, die fast unvorstellbar waren und mit den politischen Verhältnissen zusammen hängen. Seitdem heißt das Land bei mir Absurdistan. Ich habe trotzdem wunderschöne Bilder machen können. Wen diese Erlebnisse und die Bilder interessieren oder das Land mal bereisen möchte, kann sich gerne mal bei mir melden.
    Gruß Tucanos

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  • tumtrah

    @tucanos: Danke für Dein Interesse und Deine Einschätzung des Berichts. Zur Abrundung und zur weiteren Abgleichung mit Deinen Eindrücken, erinnere ich Dich an meinen zweiten Bericht mit dem Titel:"Ashgabat: Cäsarenwahn in der Wüste". Vielleicht kannst Du ja auch dem dort Gesagten und Beschriebenen zustimmen.LG Hartmut

  • Tucanos

    Hallo Hartmut,
    möchtest Du ein paar Bilder von meiner Reise in Turkmenistan (Absurdistan) sehen, schau mal bei www.tucanos.de hinein. Viele Grüße Ekkehard

  • moho

    Ich kann nur sagen/schreiben: GEO RC bildet
    und wie.
    Danke dir fürs mitnehmen! Ich kann mich Romy s.o. anschließen.
    LG Moni

  • tumtrah

    Herzlichen Dank, liebe Moni!
    LG Hartmut

  • hochiminh

    Hallo Hartmut,
    dein detailreicher und ausführlicher Bericht mit deinen sehr gut gemachten Bildern hat mir ausgesprochen gut gefallen und meinen Wusch, dieses Land sowie Usbekistan zu besuchen, noch bestärkt. Nur traue ich mir nicht zu, dies allein zu schaffen, zumal meine Frau kein Interesse hat an der Seidenstrasse. Hast du eine Empfehlung für mich, welchen Reiseveranstalter ich für eine ca. 4-5 wöchige Tour ansprechen könnte?
    LG
    Martin

  • tumtrah

    Hallo Martin,
    herzlichen Dank für dein Interesse und die positive Beurteilung meines Berichts; ein zweiter existiert über Turkmenistans Hauptstadt Ashgabat; den solltest du dir auch noch zu Gemüte führen. Ich war lediglich 16 Tage unterwegs. Für Usbekistan und Turkmenistan war das ausreichend. Meinen Veranstalter Chili-Reisen kann ich dir sehr empfehlen. Es sind bei denen fast ausschließlich Kleingruppen unter 10 Personen. Gute guides vor Ort.
    LG Hartmut

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  • moho

    Heute Bericht des Tages!!
    Stimmt, Hartmuts Berichte in Text und Bild sind immerwieder ein Genuß!
    Ein Dank in die Redaktion von mir.
    LG Moni

  • tumtrah

    Von mir ein dickes Dankeschön an dich, liebe Moni, und natürlich auch einen Dank an die Redaktion für die Wahl. Die "Belohnung" tut immer wieder gut.
    LG Hartmut

  • Blula

    Lieber Hartmut, auch ich bin überaus angetan von diesem wunderbaren Bericht, den ich leider erst heute entdeckt habe. Du hast mich hier wieder zum Träumen gebracht. Die Seidenstraße kommt nun wirklich auf meine "to do" - Liste.
    LG Ursula

  • tumtrah

    Liebe Ursula,
    ich danke dir für deinen netten Kommentar. Solch ein Reisebericht muss ja auch nicht unbedingt aktuell sein. Das, was ich da beschrieben habe, ist sicherlich auch nach fünf Jahren noch gültig. Ich könnte dir noch zur Ergänzung den Bericht über die Hauptstadt Ashgabat empfehlen. ("Cäsarenwahn in der Wüste.") Ich denke, der könnte dich auch noch interessieren.
    Danke auch für die guten Bewertungen!
    LG Hartmut

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