Kreuz und quer durch Südnorwegen

Reisebericht

Kreuz und quer durch Südnorwegen

Reisebericht: Kreuz und quer durch Südnorwegen

Von Oslo nach Trondheim, dann zurück über die Fjordküste nach Bergen und Stavanger - das hört sich ganz einfach an. Doch auf der Suche nach guten Wetter wurde daraus ein Zick-Zack-Kurs, bei dem wir zumindest die Höhepunkte wie den Geirangerfjord oder die Jotunheimen-Bergstraße bei schönem Wetter erlebt haben.

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Zwei Tage in Oslo

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Für den Oslobesuch günstig ist es, sich eine Oslokarte zuzulegen, die es auch für Familien gibt, und mit der man alle Verkehrsmittel kostenlos benutzen kann und auch kostenfreien Eintritt in die Museen bekommt. Man spart sich somit auch die nervenaufreibende Parkplatzsuche mit dem Wohnmobil.
Für den ersten Tag hatten wir die Museumsinsel Bygdoy gewählt. Mit dem Boot gelangt man praktisch vom Rathausplatz hinüber und hat dort kurze Wege zu fünf hochinteressanten Museen.
Erster Programmpunkt war das Freilichtmuseum Norsk Folkemuseum, in dem einige Bauernhöfe aus dem 17. bis 19. Jahrhundert zu sehen sind. Auch eine Stabkirche wurde dort wieder aufgebaut.
Große Interesse bei unserem achtjährigen Sohn rief dann das Wikingerschiff-Museum hervor, wo man drei Wikingerschiffe aus dem 9. und 10. Jahrhundert bewundern kann, die um etwa 1900 im Oslofjord gefunden und geborgen wurden.
Unweit davon wiederum das sehr schön gestaltete Kontiki-Museum, in dem die Leistungen und das Leben von Thor Heyerdahl gefeiert werden.
Am spannendsten fand ich selbst aber den Besuch im Fram-Museum. Die Fram war ein für die speziellen Bedingungen des Polarmeeres gebautes Schiff, das von Fridtjof Nansen für die Erkundung des nördlichen Polarmeeres benutzt wurde. Er driftete damit drei Jahre im Eis eingeschlossen durchs Nordmeer. Man kann die Fram begehen und sich vorstellen, wie diese Polarforscher in drangvoller Enge hier zusammenleben mussten.
Eine interessante Fotoausstellung ist Roald Amundsen gewidmet, der als erster Mensch den Südpol betrat und wenige Jahre später bei einer Rettungsaktion für den italienischen Luftschiffingenieur Umberto Nobile, der mit einem Luftschiff am Nordpol landen wollte, selbst in der Arktis verschollen ist.
Wer noch nicht genug von Schiffen gesehen hat, kann auch noch das norwegische Seefahrtsmuseum besuchen, in dem viele Schiffsmodelle ausgestellt sind. Wir nutzten dies, um uns noch etwas aufzuwärmen, bevor wir wieder zurück in die Stadt fuhren.



Holmenkollen-Sprungschanze

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Der zweite Tag in Oslo musste nun genau geplant werden. Zunächst entschlossen wir uns zu einem Ausflug zum Holmenkollen. Als Skisprung- und Biathlonfan war das natürlich ein Muss für mich, ganz abgesehen davon, dass der Blick über die Stadt von dort oben auch sehr schön sein sollte. Die U-Bahn, die von Meereshöhe hinauf auf etwa 400 m Seehöhe führt, braucht eine knappe halbe Stunde, dann muss man noch einmal fast eine halbe Stunde zu Fuß weiter hochsteigen, bis man am Fuß dieser großen Sprungschanze steht. Mit dem Aufzug und über einige steile Treppen ging es auf den Sprungturm, wo wir den atemberaubenden Blick eines Skisprigners über die 'Anlaufspur' hinunter zum Auslauf hatten, der allerdings im Sommer von einem See gefüllt ist. Den Rückweg traten wir über die Holztreppen im Anlaufturm an, was auch bergab ganz schön anstrengend war.



Garnisonsanlagen Akershus

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Nach der Rückfahrt mit der U-Bahn war es Zeit fürs Mittagessen. Da es angenehm warm war, setzten wir uns in eines der Cafes vor dem Storting, dem Parlamentsgebäude, was natürlich nicht gerade billig war. Die Hauptstraße, die Karl Johans gate, lud bei diesem schönen Wetter zu einem Bummel ein. Hier herrschte an diesem Tag Volksfeststimmung, denn die Osloer Schüler feierten den Schulanfang und in langen Zelten gibt es alle Schulutensilien zum Verkauf.
Wir aber spazierten hinunter zum Hafen, um die Festung Akershus zu besichtigen. Im weitläufigen Garnisonsgelände konnten wir einen der Paradesoldaten bei seiner Ablösung beobachten. Von der Festungsmauer hatte man einen schönen Ausblick auf das Hafengelände, dann aber mussten wir vor einem aufziehenden Gewitter ins Innere flüchten, wo einige schöne Räumlichkeiten zu sehen waren. Die aushängenden Beschreibungen sind zum Glück nicht nur auf Norwegisch, sondern auch auf Englisch, so dass wir den Tafeln viele Informationen entnehmen konnten.



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Nach dem Regenschauer zu fortgeschrittener Nachmittagsstunde, blieben uns nicht mehr viele Möglichkeiten für Besichtigungen, ws auch an den eingeschränkten Besichtigungszeiten lag. Daher fuhren wir mit Bahn und Bus hinauf zum Frogner-Park. Dieser Park wurde vom Bildhauer Gustav Vigeland konzipiert. Im Park sind 200 seine steinernen Skulpturen zu sehen. Höhepunkt ist eine 17 m hohe Steinsäule mit dem Titel 'Lebenssäule', wo sich unzählige Menschenleiber ineinander verschlungen bis hinauf zur Spitze ranken.
Leider blieb und bei unserem Besuch in Oslo keine Zeit mehr für das Edvard Munch Museum, das einen großen Teil des Lebenswerks von Munch beherbergen soll.


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Kommentare

  • J_und_E

    Unterhaltsamer und invormativer Bericht mit schönen Bildern! Liebe Grüße Elli und John

  • freeneck-farmer

    Schön beschrieben, viel info und schöne Bilder.
    Wir waren auch schon mal mit unser Wohnmobil in Süd-Norwegen, aber es ist schon etwas her und ich kann mich an alle Details nicht erinnern. Wir haben den Fahrt mit den Flambahn gemacht waren aber enttäuscht.

    MfG Anneken
    www.freihals.de

  • agezur

    Ich bin erstaunt und auch ein bisschen traurig dass die älteren Reiseberichte und vor allem die Bilder so schlecht bewertet wurden. Das ist ein wunderbarer Reisebericht, mit schönen Bildern, viel Information, kurzweilig und allem was man gerne über eine solche Reise wissen will. Ich kann nur empfehlen - nicht ärgern!!!!
    LG Christina

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