Reisebericht

Reisebericht: Ghana: Im Land von Kofi Annan

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Die Goldküste und der Sklavenhandel

 
 
 
 
 

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Mit einem kurzen Zwischenstopp in Kumasi ging es an die Küste Ghanas. In Ankobra Beach haben wir uns ein paar Tage Erholung am Strand gegönnt. Es war Palmenstrand-Romantik in Reinkultur, und da wir außerhalb der Saison dort waren, haben wir ziemlich viel Ruhe gehabt. Ausschlafen, frische Kokosnuss zum Frühstück, frisch gepresse Säfte, frischen Fisch und Meeresfrüchte.
So entspannt und verwöhnt, konnten wir nach zwei Tagen den kulturelleren Teil der Reise angehen. Cape Coast war die erste Hauptstadt der britischen Kolonie „Goldküste“ – daher auch heute noch der Name. Ein trauriges Kapitel der landschaftlich sehr reizvollen Küste war der Sklavenhandel nach Amerika. Das Cape Coast Castle diente früher als Sklavenmarkt. Heute ist es ein Museum, das eindruckvoll zeigt, unter welchen menschenunwürdigen Bedingungen die Sklaven „gehalten“ wurden, bevor es durch die „Door of no return“ auf eines der Schiffe zum amerikanischen Kontinent ging. Nur die Gesündesten und Stärksten unter den Gefangenen überlebten beide Torturen. Cape Coast ist nicht der einzige Ort an der Küste, an dem einem die Geschichte des Sklavenhandels begegnet.



 
 
 
 
 

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Kakum Nature Reserve - Naturschutz über den Baumwipfeln und abenteuerliche Nachtwanderung

 
 
 
 
 

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Der erst in den 90er Jahren gegründete Kakum National Park liegt ca. 30 km nördlich von Cape Coast. Er umfasst ein ca. 360 qkm großes Areal von natürlichem und urwaldähnlichem Regenwald, in dem eine Vielzahl von Schmetterlingen, Vögeln und Säugetier-, Reptilien-, und Amphibienarten leben. Bekannt ist der Kakum National Park vor allem durch den Cannopy Walk, mit dem Ghana auch im Afrika-Pavillion auf der EXPO 2000 in Hannover vertreten war. Bei dem Cannopy Walk handelt es sich um eine Hängebrückenkonstruktion, die es den Besuchern ermöglicht, unterhalb der Baumkronen der Urwaldriesen aber über den Baumwipfeln der sonstigen Bäume durch bzw. über den Wald zu laufen. Die Hängebrücken sind aus Aluminiumleitern gebaut, auf deren Sprossen ein Boden gelegt wurde. Seitlich wird man durch eine Konstruktion aus Seilen und Netzen abgesichert. Es ist ein unglaubliches Gefühl, so über den Regenwald zu spazieren. Viele von den im Park lebenden Tiere haben wir nicht gesehen, was sicherlich schade war, aber alleine der Blick über den Wald und das nicht enden wollende satte Grün waren absolut beeindruckend.

Für unsere Abenteuerlust war das jedoch nicht spektakulär genug. Unser Guide hatte uns angeboten mit uns eine Nachtwanderung durch den Park zu machen. „Wow, das ist es!“, dachten wir und nahmen das Angebot an. Mit einem Taxi ging es dann im Dunkeln in den Wald. Die Geräusche des Dschungels in der Nacht kommen einem so viel intensiver vor und im Schein der Taschenlampe leuchteten uns immer wieder glühende Augenpaare entgegen. Unheimlich! So richtig wohl fühlte ich mich nicht in meiner Haut. Als unser Guide uns dann auch noch erzählte, dass sich die grünen Mambas, die es in Kakum durchaus gibt, von den Bäumen auf ihre Opfer herabfallen lassen, stellte ich fest, dass Olli vor mir seinen Kragen hochklappte und das Halstuch von außen drum herum band, um „dicht“ zumachen. Ich hatte reflexartig auch zu meinem Hemdkragen gegriffen ihn hochgeklappt und die Schultern hochgezogen. Auf die Idee mit dem Halstuch war ich nicht gekommen, aber tat es meinem Reisebegleiter schnellstmöglich gleich. Wir waren froh, als wir endlich aus dem Wald heraus waren und haben im Nachhinein haben wir oft über unsere Bangbüchsigkeit gelacht.



 
 
 
 
 

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Ghana – einer meiner schönsten Urlaube

 
 
 
 
 

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Mit zwei abschließenden Tagen im Till`s No.1, einem Wiedersehen mit den neuen Freunden aus Accra und einem tropischen Sturm endete einer meiner schönsten Urlaube. Ich war vorher und auch später in noch einigen anderen Ländern der Welt unterwegs und habe viel schönes gesehen und erlebt. Dennoch bleibt der Urlaub in Ghana einer meine Favoriten, wenn nicht sogar der schönste Urlaub bisher. Ich kann nicht genau sagen, was es war. Vielleicht war es die angenehme Stimmung im Land, die unbeschwerte Art zu reisen. Vielleicht war es die unaufdringliche Freundlichkeit der Menschen. Vielleicht war es die Mischung aus Abenteuer, Kultur und Entspannung. Ich vermute, es war von allem ein bisschen. Wie gesagt, ich kann es nicht genau erklären aber wenn ich an diesen Urlaub zurückdenke wird mir warm ums Herz, und ich fühle wieder dies entspannte Gefühl in mir, das mich den ganzen Urlaub begleitet hat. Und wenn Olli und ich über die gemeinsamen Erlebnisse in Ghana reden, bekommen wir ein Funkeln in den Augen: weißt du noch … .



 
 
 
 
 

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Tipp Mein Tipp
 
 
 
 
 
Toilettenpapier und sonstige Hygieneartikel in Afrika

Persönliche Meinung von curley:
Eine eigene Rolle Toilettenpapier im Handgepäck zu haben, hat sich als große Hilfe bewährt. Dass ich das praktisch zurecht geschnittene Zeitungspapier auf einer öffentlichen Toilette zurück gewiesen habe, hat mir zwar einen seltsamen Blick eingebracht aber das war mir egal. Auf öffentlichen Toiletten in Afrika - aber auch in andern Länder - mehr




 
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Übersicht Ghana


Stadt: Accra

Kommentare
  • curley 20.01.2008 | 21:54 Uhr

    Hallo zusammen,
    ich habe den Bericht mit Änderungen wieder eingestellt.
    Viel Spaß weiter damit.
    Gruß
    Curley

  • bernie-99 20.01.2008 | 22:08 Uhr

    Hallo Curley,
    toller Bericht - ich hatte das Gefühl mitzureisen.
    Erschreckend der Part mit dem Markt und beeindruckend die Schiffsreise.
    Muss ja wirklich abenteuerlich gewesen sein.

    Allerdings: Im Anfangsbereich hatte ich den Eindruck, die Fotos passen nicht so ganz zum Thema.

    Freue mich schon auf weitere Berichte - du hast einen tollen Schreibstil.
    Gruß
    bernie-99

  • curley 20.01.2008 | 22:24 Uhr

    Hi berni-99,
    danke für den Tipp, habe noch mal auf den Bericht geschaut und es stimmt, da war etwas durcheinander geraten.
    Gruß
    Curley

  • doubleh 20.01.2008 | 23:30 Uhr

    ein super Bericht, spannend und anschaulich beschrieben erhält man einen tollen Bericht über ein mir völlig fremdes Land ... Eindrücke die durch die Bildauswahl hervorragend untermalt werden

  • DrifterTobi 16.03.2008 | 17:59 Uhr

    Toller Bericht, guter Schreibstil! Sehr locker, trotzdem informativ!

  • mamatembo 09.05.2009 | 10:20 Uhr

    Eine interessante Reise "kreuz und quer durchs Land"; lebendig und kurzweilig beschrieben!

  • 238EWT 31.01.2011 | 17:34 Uhr

    Liebe curly,
    was mir an Deinem Reisebericht besonders gefallen hat, das ist Deine frisch-fröhliche Wissensvermittlung (ich war noch nicht in Ghana). Vor allem Deine nächtliche Suche nach Mambas im Dschungel hat mich begeistert, aber auch die Erkenntnis, dass in (West-) Afrika die Uhren anders ticken als in Hamburg.

    Danke für das Reiseabenteuer und grüße mir die Hansestadt, in der ich mal geboren wurde und aufwuchs.

    LG aus Wiesbaden
    Eberhard

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  • u18y9s26 31.01.2011 | 21:23 Uhr

    Heute habe ich nur den ersten Teil deines Berichtes mit großem Vergnügen und Interesse gelesen, dafür schon vorab 5*****. Ich hoffe bald Zeit zu finden, den Rest zu lesen.
    LG Ursula

  • Jabba 04.02.2011 | 10:09 Uhr

    Schön! Hat richtig Spaß gemacht! Danke.

  • traveltime 02.08.2011 | 09:54 Uhr

    Informativ und Eindrucksvoll!
    LG Rolf

  • globetrotter 02.02.2013 | 16:15 Uhr

    habe den Bericht jetzt erst entdeckt! Sehr informativ, sehr lebendig, schöne Fotos! danke fürs Mitnehmen!
    LG Ute

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