Photographer's Paradise - USA-Southwest 2009

Reisebericht

Photographer's Paradise - USA-Southwest 2009

Reisebericht: Photographer's Paradise - USA-Southwest 2009

26 Tage; 3.500 Fotos; 9.746 km; 8 Bundesstaaten; 10 Nationalparks + einige State Parks, National Monuments & Navajo Parks; rund 27 kürzere und längere Hikes; und jede Menge einmalige, unvergessliche Erinnerungen - dies ist das kurze Fazit meines Traumurlaubs in den Südwesten der USA. Die Highlights waren sicher die Coyote Buttes South & North (mit the wave), Antelope Canyon, Zion & Yellowstone...

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So. 21.06.2009 - 11. Tag: Arches Nationalpark + Corona Arch & Jeep Arch

Double Arch

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Bereits vor 7 Uhr morgens stehe ich vor dem, noch geschlossenen, Visitor Center beim Arches Nationalpark (öffnet erst um 7.30 Uhr). Nach kurzem Stopp beim Balanced Rock biege ich mal ab zur Windows Section. Da gerade eine Autobusgruppe den Windows Trail "stürmt", besuche ich mal den Double Arch mit dem riesigen Phallus Symbol der Natur davor, ehe ich den Looptrail zum Turret Arch, North & South Window gehe.



South und North Window



im Delicate Arch

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Nun geht's zum Wahrzeichen Utah's, zum Delicate Arch, den ich natürlich nicht von einem einfach erreichbaren Viewpoint sondern von der Nähe sehen will. Der ca. 2,5 km (One Way) lange Trail startet @ Wolfes Ranch und geht zwar stetig bergauf, würde ich jetzt aber mit ein wenig Kondition als eher leicht einstufen, ich benötigte dafür ca. 1,5 Stunden (Hin & Retour). Wenn man dann oben, sozusagen um's Eck kommt, und plötzlich dieser einmalige Arch mitten vor einem steht verschlägt es einem glatt ein wenig den Atem, so wunderschön steht er da - sollte man keinesfalls auslassen.



Delicate Arch

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Immer mehr Touris strömen in den Park als ich mich schon wieder verabschiede (für heute), denn nun stehen 2 Hikes am Programm die von nicht vielen gegangen werden doch zuvor suche ich mir ein Motel in Moab. In den Couponheften die ich beim Utah Visitor Center an der Grenze zu Wyoming fand habe ich das Redstone Inn gefunden. Da ich 2 Nächte bleiben will aber nur einen Gutschein habe meint die Dame am Empfang netterweise ich soll mir noch einen 2. Coupon besorgen, also ab zum Visitor Center in Moab, hier gibt es zwar leider nicht diese Couponhefte, aber als ich nach Discountcoupons frage bekomme ich einen 10 $ Coupon für mehrere Motels, wo auch das Redstone Inn dabei ist - auch gut. Somit zahle ich im Endeffekt 73,- $ pro Nacht für ein recht feines Zimmer mit Kitchenette, außerdem gibt es noch einen Indoorwhirlpool welcher heute Abend besonders gut tun wird.



Der Corona Arch

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Rund 4 Meilen nördlich von Moab geht es nun links auf den Scenic Byway 279 - der Old Potash Road - auf der man nach rund 10 Meilen rechts den beschilderten Parkplatz zum Corona Arch (auch Little Rainbow Bridge genannt) erreicht. Der Weg geht zwar stetig bergauf, ist aber meines Erachtens mit normal guter Hiking Kondition, problemlos zu schaffen. Der Weg ist gut erkennbar, "ausgetreten" und die Passagen über Slickrock sind mit Steintürmchen gekennzeichnet, gegen Ende des Hikes ist mit Hilfe einer kleinen Stahlleiter eine Steilstufe zu überwinden, aber das war's dann auch, das einzige kleine "Problem" ist die Sonne, am ganzen Weg gibt es keine einzige schattige Stelle, erst unmittelbar in Sichtweite der beiden Arches kann man im Schatten eine kleine Rast einlegen. Für die ca. 1,5 Meilen benötigte ich am Hinweg ca. 40 gemütliche Minuten. Als erstes erreicht man den Bowtie Arch, der eigentlich kein klassischer Arch ist sondern eher ein Dom bzw. ein Loch in der Felsdecke, fast daneben steht er, der Corona Arch, auf beiden Seiten von 2 böse blickenden Augen bewacht - ein faszinierendes Bild und dazu perfekter blauer Schäfchenwolkenhimmel - was will man mehr?



Der Bow Tie Arch

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Am Rückweg kann ich mir den Abstecher zum Pinto Arch nicht verkneifen, er ist wie der Bowtie Arch eher ein Dom und im Nachhinein betrachtet die Anstrengung eigentlich nicht unbedingt wert. Den hier gibt es keinen Trail, man muss "auf Sicht" gehen - hier kann man echt sagen "der Weg entsteht durch den, der ihn geht". Bevor man das Plateau oberhalb des Bootlegger Canyons wieder verlässt zweigt man rechts ab und hält immer auf die Felswand vor einem zu. Die ersten 2/3 des Weges sind noch problemlos gehbar, dann aber steht man vor einer rund 5 Meter hohen, steilen Wand für die man sich eine Stelle zum Erklimmen suchen muss - ab und zu entdecke ich ein paar Steintürmchen, ich habe mir aber etwas weiter links meinen eigenen Aufstieg gesucht, prägt euch diesen gut ein bzw. markiert ihn mit dem GPS, denn von oben retour hätte ich ohne GPS den Abstieg nicht so leicht wiedergefunden. Aber wie gesagt steht die Anstrengung nicht in Relation zum Ziel, denn der ähnlich aussehende Bowtie Arch war noch schöner und die Little Rainbow Bridge sowieso. Der Hike zum Corona Arch ist ein Hike der sich absolut auszahlt, vor allem gehörte er mir alleine, am Hinweg begegnete ich ein paar Leuten und auch am Rückweg, während meines Aufenthaltes dort war ich aber wunderbarerweise alleine.



Colorado River





Pinto Arch

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Nicht genug der Hikes kommt nun noch ein wirklich abenteuerlicher Hike - zum Jeep Arch (auf den Topografischen Karten auch als Gold Bar Arch eingezeichnet). Der Trailhead für diesen einmaligen Hike liegt gleich ca. 500 Meter weiter, an der Old Potash Road. Durch ein rund 2 Meter hohes Abflussrohr unter den Gleisen der Eisenbahn beginnt der Hike und ähnlich wie der Pinto Arch zählt dieser Hike zu den anspruchsvolleren - ich würde den sogar als eher schwer einstufen, es gibt zwar immer wieder alte Spuren von anderen Hikern und Steinmännchen aber mehr als einmal stand ich an einer nicht überwindbaren Stelle und musste ein Stück retour und einen anderen Weg suchen. Die erste halbe Meile im Culvert Canyon ist noch problemlos, dann steht man vor dem 2. Wasserbecken welches ein unüberwindbares Hindernis darstellt - hier muss man ein Stück vorher rechts auf den Felsen und oberhalb das Becken passieren. Wie beim Corona Arch gibt es auch hier kaum schattige Stellen und die Sonne brennt extrem heiß runter, und trotz einiger GPS Koordinaten bin ich oft am Zweifeln wo ich nun weitergehen soll, aber jedesmal wenn ich dachte hier geht's nicht weiter, habe ich irgendwo in der Ferne ein Steintürmchen bzw. "einen Weg" entdeckt. Nach 2/3 des Weges geht links ein kleiner Canyon rein - das ist eine Sackgasse - wie ich feststellte... Man muss nachdem man den Canyon nach links verlassen hat, sich nur stetig am Bergrand entlang nach oben halten und nirgends "abbiegen".



Gold Bar Arch

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Nach rund 2,5 Stunden anstrengenden Marschierens kommt man "ums Eck" und plötzlich steht er vor einem, der Gold Bar Arch der aussieht wie ein Jeep - fast genauso überwältigend wie der Delicate Arch heute Morgen, durch die "Tortour" hierher und die absolute Einsamkeit ist das Glücksgefühl aber wesentlich größer! Wenn man durch den Jeep Arch steigt sieht man bis zum Colorado und von dieser anderen Seite (wo man auch die besseren Bilder machen kann) retour sieht man die Berge der Rockies. Zurück geht es dann um einiges schneller, denn es geht stetig bergab, die Sonne ist bereits hinter den Bergen verschwunden, wodurch es um einiges angenehmer wurde und man kann fast sagen der Weg "erscheint" vor einem, die Traceback Funktion des GPS tut ihr übriges. Back im Motel relaxe ich noch im Spa, ehe ich doch etwas erschöpft ins Bett falle.
Strecke: 137 Meilen (= 220 km)





Mo. 22.06.2009 - 12. Tag: Dead Horse Point SP, Canyonlands NP, Arches NP, Fisher Towers

Der für heute morgen geplante Sunrise am Mesa Arch fällt aufgrund des gestrigen Hike-Marathons meiner Müdigkeit zum Opfer und so starte ich heute etwas später, genau zur Öffnung des Visitor Centers um 8 Uhr komme ich am Dead Horse Point State Park an. Der Dead Horse Point Overlook ist genial, der Rest - für 10 $ - na ja ...



Dead Horse Point State Park



Hike the Arch...

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Weiter geht's zum gleich daneben liegenden Island in the Sky District des riesigen Canyonlands Nationalpark.



Mesa Arch



Durch seine gute Lage bei Moab ist dieser District am besten touristisch erschlossen und auch der bekannteste und meist besuchte Teil des Parks.



Green River Overlook



Der Mesa Arch, Green River Overlook und Grand View Point Overlook zählen für mich zu den Highlights des Parks, aber auch die anderen Viewpoints bieten atemberaubend Ausblicke auf die Canyonlands. Nur der Upheaval Dome hat mich persönlich nicht wirklich begeistert.



Grand View Point



Landscape Arch

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Da ich heute keinen großen Drang nach Hikes verspüre mache ich mich am Nachmittag noch auf in den Arches NP, um die gestern nicht besuchte Devils Garden Area zu besuchen, nur ohne Hikes sieht man hier leider nicht viel und somit marschiere ich dann doch los zum Landscape Arch, einem faszinierend hauchdünnen Riesenfelsbogen mit 93 m Spannweite, am Weg liegen noch der Pine Tree und der Tunnel Arch. Der Weg bis zum Landscape Arch ist zwar durch die Hitze anstrengend, aber sonst eher ein leichter Trail, der weitere Weg in den Devils Garden zum Double O Arch ist da schon wesentlich anspruchsvoller und dafür hab ich heute irgendwie keine Energie, somit mache ich mich auf zur nächsten Location, den Fisher Towers.



Fisher Towers

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Kurz vor Moab zweigt der Scenic Byway 128 Richtung Osten ab, entlang des Colorado fährt man rund 21 ostwärts, ehe ca. beim Milepost 21 rechts die Gravel Road zu den, bereits von weitem sichtbaren, Fisher Towers abzweigt. Nach rund 3 Kilometer erreicht man eine nette Picnic Area und den Trailhead. Der Hike ist halbwegs leicht da es nicht extreme Steigungen zu überwinden gilt und der Weg ist auch leicht erkennbar. Ich gehe bis zum höchsten der Türme, dem 300 Meter hohen Titan, für diese rund 3 Kilometer benötige ich knapp 45 Minuten.
Strecke: 196 Meilen (= 315 km)



Di. 23.06.2009 - 13. Tag: Canyonlands NP, Mesa Verde NP

Newspaper Rock

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Heute will ich mal etwas "länger" schlafen - "erst" um 7.30 Uhr mache ich mich auf den Weg nach Süden, zum Mesa Verde Nationalpark. Direkt am Highway 191 passiert man den Wilson Arch.



The Needles

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Als ich den Wegweiser für den Needles District des Canyonlands Nationalpark sehe, komme ich auf die glorreiche Idee dem noch einen "kurzen" Besuch abzustatten - schlechte Idee, denn am Weg liegen beim Newspaper Rock zwar sehr schöne Petroglyphen, aber im NP gibt es mit dem Auto so gut wie nichts zu sehen, denn hier ist die Gegend der Canyonlands zum ausgiebigen Hiken, bzw. mit viel Zeit und Mut (wegen dem Mietwagen) die Gegend zum 4WD fahren, denn die Bilder der "Piste" zum Zusammenfluss des Colorado mit dem Green River haben's in sich.



in der guten alten Zeit...

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In Cortez nehm ich das Budget Host Inn welches laut Internet Zimmer ab 44,- $ hat, da das Billigste aber in Wirklichkeit ein Raucherzimmer um 55,- $ ist, nehm ich ein Nichtraucherzimmer mit Micro & Fridge um 75,48 $. (Es gibt noch einen Pool und ein gutes Frühstück ++). Die Straße zum Mesa Verde Nationalpark zieht sich ewig den Berg hinauf und es ist klar dass die Zeit, die im Needles District "verlorenging", hier wesentlich besser gewesen wäre. Vom Park Point Overlook hat man zwar eine schöne Aussicht, aber eigentlich kann man sich diesen sparen.



Square Tower House

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Da man die schönsten Cliff Dwellings nur mit Führung besuchen kann buche ich die 2 schönsten Siedlungen der Chapin Mesa - die Cliff Palace Tour und die Balcony House Tour. Dies kann man nur beim Far View Visitor Center. Bereits von der Mesa Top Loop Road hat man super Aussichtspunkte auf diese einmaligen Siedlungsstätten der Anasazi. Das Spruce Tree House ist die am besten erhaltene Siedlung und diese kann man auch selbstständig besuchen. Die Balcony House Tour ist die anspruchsvollste Tour und nur für eher schlanke und normal gebaute Menschen, da es hier über steile Holzleitern und geht und man durch ein enges, schmales "Loch" raus kriechen muss. Als zum Start der 17 Uhr Tour zum Cliff Palace (der größten Siedlung) ein Mords-Gewitter niedergeht, wird die Tour mal um 20 Minuten verschoben, da das Gewitter unmittelbar über uns ist kann aber der Ranger der gerade mit seiner Tour bei der Siedlung ist auch nicht hoch kommen und somit startet um 17.45 Uhr unsere 17 Uhr Gruppe gemeinsam mit der von 17.30 Uhr, trotz - oder gerade wegen des strömenden Regens (aber mittlerweile ohne Blitz und Donner) ist die Tour nochmal was besonderes, denn in der "Stadt" ist man komplett im Trockenen, während vor einem die Wasserwand runterkommt und gleichzeitig dazu noch die Sonne scheint - traumhaft. Durch die ärgerliche Zeitverschwendung beim Needles District bleibt leider keine Zeit mehr für die Siedlungen der weit abgelegenen Wetherhill Mesa, aber auch so sind die Eindrücke der Cliff Dwellings einmalig.
Strecke: 283 Meilen (= 455 km)



Cliff Pallace



Mi. 24.06.2009 - 14. Tag: Monument Valley, Horseshoe Bend, Toadstool Hoodoo

Nach einem echt guten Frühstück mit Waffeln, Donuts, Muffins usw. geht's ab zum Monument Valley, von dieser Seite kommend sieht man das herrliche, einmalige & berühmte Panorama.



Monument Valley



Wilder Westen

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Nachdem bei den 5 $ Eintritt auch die self-guided Rundfahrt auf der Dirt-Road im Valley dabei ist, fahr ich diese entgegen meinem ursprünglichen Plan doch. Mit meinem 4WD ist es ja relativ einfach und problemlos zum Fahren, mit einem Miet-Pkw würde ich es kein 2. Mal tun - obwohl, wenn man schon da ist gibt es nur die Alternative der staubschluckenden Navajo Rundfahrt am Pick-up mit fixen Fotostopps - und daß muß dann irgendwie ja auch nicht sein... Mir kommt vor als wäre der Zustand der Piste im Vergleich zu 2002 noch schlechter geworden - und die Navajo werden kein Interesse daran haben die Piste zu verbessern - schließlich wollen sie ihre Touren verkaufen... Die meines Erachtens 2 schönsten Viewpoints sind der John Ford Point (wo ab und zu ein Indianer mit Pferd auf zahlende Kunden für ein Foto wartet) und kurz vor der Abbiegung zum bzw. beim Artist Point. Mit meinem SUV kann ich relativ schnell vorwärtskommen - in 1,5 Stunden bin ich die Runde gefahren, mit einem PKW und beim ersten Besuch sollte man um einiges länger rechnen.



John Ford Point



Horseshoe Bend

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Weiter geht's nun nach Page wo ich einen Coupon für das Rodeway Inn habe (73,23 $ Pool, Fridge, Micro, Lobby PC & Breakfast ++) Nachdem Check In besuche ich die Horseshoe Bend, hier hat sich seit 2002 einiges getan, eine Wegbeschreibung ist nicht mehr erforderlich, denn mittlerweile gibt es eine eigene Abbiegespur vom Highway 89 mit Wegweiser und einen großen Parkplatz der immer halbwegs gefüllt ist, nix mehr mit angenehmer Ruhe und relaxen an der Kante, hier hat in kleinem Maßstab der Massentourismus begonnen - faszinierend und wunderschön ist die Hufeisenschleife allerdings nach wie vor, und der kurze, rund 15-minütige Hike ist für jedermann zu schaffen.





Glen Canyon Dam

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Am Scenic Drive in Page mache ich auch einen kurzen Fotostopp beim Glen Canyon Dam Aussichtspunkt. Den Sunset wollte ich heute am Alstrom Point vor dem schönsten Panorama auf den Lake Powell verbringen, da aber die Wolkendecke immer dichter wird breche ich die begonnene Anfahrt nach ein paar Meilen ab, denn bei den Wolken macht eine Weiterfahrt keinen Sinn (lt. Auskunft der Ranger beim Visitor Center in Big Water sind Teile der Dirt Road auch nur bei Trockenheit passierbar - ein HC 4WD ist ebenfalls Voraussetzung).





Toadstool Hoodoo

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Und so drehe ich um und versuche noch die Golden Hour beim Toadstool Hoodoo zu "erwischen", doch wer zu spät kommt, den bestraft das Leben und als ich beim Toadstool ankomme ist die Sonne bereits kurz vorher, hinter dem Berg verschwunden, als ich aber trotzdem noch ein wenig das Plateau erkunde, erkenne ich einen Pfad südwärts der ein wenig "entschädigt". Hier kommt man zu einer traumhaften Badlands-Szenerie die im Sonnenuntergangslicht ihre Farben einmalig entfaltet und es gibt auch noch einige sehenswerte weiße Hoodoos. Und das alles relativ leicht erreichbar, der Trail zum Toadstool ist leicht erkennbar und dauert nur ca. 15 Minuten.
Strecke: 378 Meilen (= 608 km)



Badlands



Do. 25.06.2009 - 15. Tag: Upper Antelope Canyon, Paria Movie Set

Ich habe zwar für den 3.Juli ein Permit für the Wave, aber um nicht nochmal ein Wetterpech wie 2002 zu haben versuche ich heute noch ein weiteres Permit zu bekommen. Dafür bin ich um 9 Uhr Utah Zeit an der Paria Contact Station zur Verlosung der 10 Permits. Der Andrang ist im Vergleich zu 2002 auch gewaltig gestiegen - 45 Personen stehen für die 10 Permits an - gleich mit dem ersten Los wird die größtmögliche Gruppenanzahl gezogen somit sind 6 Permits weg, dann 2 x 2 und aus der Traum für die meisten hier, Pech gehabt - außer mir - ich kann mich immerhin auf den 3. Juli freuen. Retour nach Page besuche ich noch den Wahweap Viewpoint, zwischen den beiden Zufahrten zur Wahweap Marina geht eine kurze Gravel Road den Berg Richtung Osten hinauf, oben gibt es eine kleine überdachte Picnic Area und man hat einen sehr schönen Ausblick auf die Wahweap Bucht des Lake Powell bis hinüber zum Glen Canyon Staudamm.



Lake Powell



Beam me up, Scotty

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Als Nächstes ist nach 2002 zum 2. Mal der Upper Antelope Canyon dran. Der Eintritt ist zwar noch immer "nur" 6 $ aber für den Transport (bzw. Guide), ohne den es aber nicht geht, bezahlt man mittlerweile doppelt soviel wie 2002, nämlich 25 $! Die Touren finden nur zu jeder vollen Stunde statt, wobei es um 13 Uhr keine gab. Ich war bei der 12 Uhr Tour dabei und es war wieder einmalig unbeschreiblich. Die Touren sind im Vergleich zu 2002 positiverweise länger geworden, um 12 Uhr stehen wir bereits am Canyon Eingang, mit dem Guide geht es ca. 30 Minuten "geführt" durch den Canyon bis zum oberen Ende, retour kann man ihn dann selbst erkunden, man sollte nur 1 Stunde nach Ankunft wieder am Ausgang zur Abfahrt sein.



Upper Antelope Canyon

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Wie einige andere auch, verbringe ich aber rund eine Viertel Stunde länger im Canyon bis unser Guide kommt und uns "holt". Insgesamt hat die Tour eine Stunde 45 Minuten gedauert. Da die 6 $ Eintritt des Upper Antelope Canyon auch für den Lower gelten, will ich dies ausnutzen und den Nachmittag dort verbringen. Da es aber immer bewölkter wird, unterhalte ich mich zuerst mit dem Navajo im Kartenhäuschen (was mir morgen zugute kommt) ob es denn jetzt noch Sinn macht usw. und er empfiehlt mir morgen früh wiederzukommen.





Painted Desert

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Somit mache ich mich wieder auf Richtung Kanab zum Old Paria Movie Set. Am Highway 89 beim Historical Marker am Milepost 31 zweigt die, nur bei Trockenheit befahrbare, Dirt Road nach Norden ab. Das echte, alte Paria Movie Set wurde 1999 durch Flash Floods zerstört, danach wurde es in sicherer Entfernung rekonstruiert. Diese Rekonstruktion wurde aber leider durch Brandstiftung 2006 zerstört, eine erneute Rekonstruktion ist lt. Statement des BLM nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich. Derzeit stehen nur die eher unschönen Betonfundamente und der Picknickplatz. Aber die wunderschöne Painted Desert entschädigt. Der Trip über die rund 5 Meilen lange Dirt Road zahlt sich meines Erachtens aber nur dann aus, wenn man viel Zeit hat und unbedingt die Painted Desert sehen möchte. Die Zufahrt ist mit einem PKW bis auf das letzte Teilstück möglich. Die letzte steile Abfahrt und der Teil im Wash unten ist derzeit nur mit einem HC 4WD zu machen, der Teil ist aber nicht so weit, als dass man ihn nicht zu Fuß zurücklegen könnte. Da es am Lake Powell wieder dicht bewölkt ist, erübrigt sich ein 2. Versuch den Alstrom Point zu besuchen und somit geht's zurück zum Motel.
Strecke: 197 Meilen (= 317 km)


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Kommentare

  • lynley

    Tja wir waren in Schottland ;) was soll ich sagen, landschaftlich auch wunderschön, aber kein Vergleich ....
    Schön, Deinen informativen und interressanten Bericht zu lesen, die tollen Fotos anzuschauen und in Erinnerung schwelgen (kaum zu glauben, der letzte Besuch ist schon wieder, genau, ein Jahr her und schon wieder Entzugserscheinungen).
    Was den Mietwagen angeht, ging uns genauso. Obwohl schon einen großen reserviert, stand die Choice Line voll mit Toyota. Go west mit Reisschüssel...never. Zum Glück fanden wir am Ende der Reihe noch einen Grand Cherokee also konnte es "standesgemäß" losgehen.

  • trollbaby

    Hallo Bernie!
    Danke für diesen tollen und ausführlichen Bericht, der mich jetzt wieder umso mehr von einer neuerlichen Reise in den Südwesten träumen lässt! Deine Fotos haben mich im Vorfeld ja schon begeistert und jetzt, eingebunden im Bericht, wirken sie natürlich doppelt. 5 Punkte sind da schon fast zu wenig!
    LG Susi

  • debby83

    Danke für diesen detaillierten und wunderbar bebilderten Bericht über eine Gegend der Welt, die ich noch nicht besucht habe. Und Respekt angesichts der Strecke, die du gefahren bist und der vielen Wanderungen, die du in der relativ kurzen Zeit unternommen hast. Auf Reisen täglich so früh aufzustehen - das hätte ich nicht geschafft.

  • toronto

    ....du scheinst echt ein freak zu sein -gratuliere. Bei dir merkt man, dass du jede Sekunde des Trips genossen hast. Super Bilder. Noch weiterhin schöne Reisen.
    Gerhard

  • zigzag

    Wow, ein toller Urlaub und ein mustergültiger Reisebericht mit vielen nützlichen Infos und traumhaften Fotos!!! Ich war diesen Sommer ebenfalls im Südwesten der USA unterwegs, habe es aber bisher leider noch nicht geschafft (m)einen Bericht online zu stellen.

  • venus

    ... sehr interessant, vielen Dank

  • RdF54

    wow - einfach KLASSE Bericht - toll geschrieben und sehr informativ!
    Zu Deinen Fotos muss ja nichts mehr gesagt werden, außer SUPER!!!

    LG Robert

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  • DHeckmann (RP)

    Hallo Bernie,

    prima informativ und mit sehr schönen Fotos die vielen Informationen "gefüttert".
    Dirk

  • Blula

    Lieber Bernie !
    Also, ich habe ja in der letzten Zeit schon immer diese fantastischen Fotos bewundert... und heute habe ich mich endlich auch über den nicht minder fantastischen Reisebericht von Dir hergemacht. Klasse!! Meine Gratulation!
    LG Ursula

  • kirstenhaus

    Hallo,
    bin gerade dabei mit Freunden fünf Wochen im Frühjahr 2010 zu planen. Die Bilder sind phantastisch.
    Danke - Kirsten

  • heinz

    Einfach Geil!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Aussie

    hervorragend und informativ. *****

  • Claus_Wagner

    Hallo Bernie,
    ein gutes Buch liest man nicht schnell. Du lieferst keine einfach Kost zum schnell durchlesen. Doch wer sich die Zeit nimmt, findet wohl einen der besten Berichte hier in der Community. Du beschreibst unglaubliche Landschaftserlebnisse. Dazu lieferst Du fantastische Fotos. Nicht zu vergessen: Die vielen Infos! Perfekt. Mit jedem Stopp ist man mehr dabei und kann mit genießen.
    Einen Kritikpunkt habe ich aber auch: Die vielen verwendeten englischen Wörter würden sich aus meiner Sicht in deutsch besser lesen. Damit meine ich nicht die festen Lanschaftsbegriffe. Aber das ist wohl nebensächlich. Die Leistung solch einen Bericht zu verfassen kann man nur mit fünf Punkten würdigen.
    Danke, es hat Spaß gemacht dabei sein zu dürfen.
    Gruß
    Claus

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  • BernieMayer

    Vielen, vielen Dank für die netten Kommentare und guten Bewertungen!
    Ist ein Ansporn für meinen nächsten Trip nach Alaska 2010!
    lg, Bernie

  • RELDATS

    Ein super Bericht. Respekt!
    Habe vor Jahren glücklicherweise schon eine Menge davon in Natura gesehen.
    Der Südwesten der USA ist wirklich unvergleichlich.
    Nette Grüße von Josef

  • brandriba

    Hallo Bernie
    Super Bericht, hat mir ausserordentlich gut gefallen. Nachdem ich den Leseteil "geschlürft" habe, kommen nun noch die Bilder in aller Ruhe dran.Für Alaska 2010 wünschen wir Dir eine ganz tolle Reise, wird würden gerne schon dieses Jahr wieder dieses wunderbare Land besuchen...
    Falls Du noch den einen oder anderen Tip benötigst, melde Dich ruhig
    LG Billy und Dani

  • Wilfried_S.

    Hallo Bernie,
    viel Arbeit war's - und viel VERGNÜGEN - sich durch Deine überwiegend großartigen Fotos durchzuklicken (ich mache das immer separat wegen des größeren Formats).
    Leider muss ich feststellen, dass wir auf unseren USA-Reisen 1998 und 2010 EINIGES ausgelassen haben, was aber absolut sehenswert ist.
    Der Titel des Reiseberichts trifft auf alle Fälle den Nagel auf den Kopf - 100%.
    lg Wilfried

    PS: Der Bericht selbst ist natürlich auch ausgezeichnet (und auch so bewertet, bei den Fotos: naja, manchmal fragt man sich, wo manche Leute ihr Augen haben:))

  • Pinky3

    .........wow Dein Reisebericht ist fantastisch,sehr interessant geschrieben mit vielen Informationen und schönen Fotos. Unglaublich was Du in dieser doch relativ kurzen Zeit alles gesehen hast, dazu gehört wirklich eine gute Planung...........
    LG Gaby

  • Redlobster

    Hallo Bernie,
    supertoller Bericht und fantastische Fotos. Einige dieser Naturwunder habe ich auch schon auf verschiedenen Reisen besucht, und durch Deinen Bericht ist man schon fast wieder im Hoodoo-Wunderland. Ach wat schön!!!
    LG Gugu

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