Klein aber oho!

Reisebericht

Klein aber oho!

Reisebericht: Klein aber oho!

Peak-Hopping im Acadia National Park

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6. Tag

Zum ersten Mal ist der Himmel bedeckt, was uns jedoch nicht daran hindert, den Gorham Mountain in Angriff zunehmen. Er ist nur als „moderate“ eingestuft und eine ziemlich kurze Wanderung, wird also auch bei schlechterem Wetter nicht problematisch werden. Es geht wirklich nicht anstrengend nach oben, allerdings erwartet uns oben auf der Spitze ein ziemlich heftiger Wind. Nur vereinzelt schafft es mal ein Sonnenstrahl durch die dichte Wolkendecke.



Sand Beach

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Auf dem Trail abwärts erreichen wir einen Aussichtspunkt auf den Sand Beach und die Sonne läßt sich sogar kurz dazu blicken. Nach einer Stunde sind wir bereits wieder am Startpunkt.



Da diese kleine Wanderung so schnell geschafft war, entschließen wir uns zu einem weiteren Hike, diesmal auf den Dorr Mountain über den Ladder Trail. Der Himmel ist weiter stark bewölkt. Die Spitze des Cadillac Mountain ist heute gar in den tiefhängenden Wolken verschwunden.



Dorr Mountain Ladder Trail

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Bis zum Summit des Dorr Mtn. Sind es auf dem Ladder Trail nur 0,9 Meilen, die es aber in sich haben: 1005 Stein-Stufen, alle von völlig unterschiedlicher Höhe, Breite und Tiefe – Natur eben! Ein Stairmaster im Fitneß-Studio ist dagegen nichts. Zweimal müssen wir unterwegs auch eine Eisenleiter hinauf klettern, über eine riesige schräge Felsplatte kraxeln. Nach knapp 40 Minuten wird der Trail etwas flacher, regelrecht erholsam. Wenig später verlassen wir das durch Bäume ziemlich geschützte Terrain und es geht über offenes Plateau weiter.



Der kalte Wind wird gleich stärker, und die Wolken ziehen auf unserer Höhe in dünnen Schwaden vorbei. Die Sicht ins Tal wird immer schlechter.



Schlechte Sicht auf dem Dorr...

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Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Gipfel. Der Wind wird langsam zum Sturm. Die Wolken werden so dicht, daß wir die 100m zurück liegende Wegkreuzung schon nicht mehr sehen können.



Möwe auf dem Gipfel

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Nach einer kurzen Fotopause – eine Möwe, die es hier hinauf verschlagen hat und die bei dem Sturm gar nicht erst abhebt, schaut uns interessiert zu – geht es weiter auf dem South Ridge Trail gen Süden, zunächst immer über den sturmgepeitschten Bergkamm hinweg.



Canon Brook Trail

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Als es schließlich wieder abwärts geht, teilweise mit bis zu 45% Gefälle, wird der Wind zum Glück weniger und es wird wärmer. Der Rest des Weges führt schließlich eben durch Birkenwald zurück zum Parkplatz.



Dann heißt es Abschied nehmen vom Wander- und Kletterparadies, wo auch kleine Berge ganz groß sein können.

Getreu dem Motto: „pack it in, pack it out – take nothing but photographs and leave nothing but footprints“ bleibt nichts von uns auf den Gipfeln zurück, außer dem Gefühl der grenzenlosen Freiheit.



Sand Beach


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Kommentare

  • wogo24220

    Das ist ein netter Bericht ! Er ruft alt Erinnerungen zurück, denn ich war 1986 'mal dort und habe u.a. auch die herrliche Aussicht genossen (und die schönen seefood-dishes).
    Allerdings bin ich nicht eine ganze Woche von Gipfel zu Gipfel gekraxelt, sondern hatte viel Gefallen an der maritimen Seite des Parks - will sagen an Spaziergängen über den bei Niedrigwasser trockengefallenen Meeresboden.

  • Hage

    Schön geschriebener Bericht. Es ist, als ob man selbst dabei gewesen wäre.

  • RdF54

    Ein sehr schöner Tourbericht, locker geschrieben und leicht zu lesen! Deine herrlichen Bilder geben den richtigen Eindruck!
    Wäre gerne dabei gewesen!

    LG Robert

  • gabrielaloock

    hallo gaby, hast'e wunderbar be- und geschrieben. würd' ich nie hinkriegen, geschweige denn da hoch kraxeln. nur vom lesen hab' ich nen muskelkater bekommen. nur weiter so. iss gut gegen orangenhaut.

  • Carolin

    Hallo Gaby, ein sehr ausführlicher Bericht, den Du toll geschrieben und formulirt hast. LG, Carolin

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