Palawan – oder wie meine Freude zerbrach …

Reisebericht

Palawan – oder wie meine Freude zerbrach …

Reisebericht: Palawan – oder wie meine Freude zerbrach …

Diese Begebenheit ist schon so lange her ... zu einer Zeit, als die Welt noch ein großer sehnsuchtsvoller Traum für mich war.

Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich diese Reise hier veröffentlichen soll, aber vielleicht kann ich Euch damit zeigen warum dieses Erlebnis mich noch heute verfolgt.

Kommt einfach mit …

Seite 8 von 8

Madame …

Das, was einmal ihr Mund war, formte für mich unverständliche Laute.
In einem Anflug von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung wendete ich mich zum Doktor …
Er übersetzte für mich kaum hörbar und doch mit seltsam kräftiger Stimme, ich möge einen Moment Geduld haben, da Madame - er nannte sie tatsächlich auf Französisch „Madame“ - sich für mich noch zu Recht machen wolle …

Meine Augen und mein Gesicht müssen einen dermaßen verblüfften und überraschten Ausdruck angenommen haben, dass mein Gegenüber mir wieder dieses traurig-herzliche Lächeln entgegen brachte …
Leise und weich nickte sein Kopf in Richtung Madame …



lepra-27.jpg

Keine Bildinformationen verfügbar

Und tatsächlich!
Sie hatte sich in ihrem bescheidenen Lager aufgerichtet und ihre leprageschundenen Hände richteten das Haar …
Die von der Lepra ermordeten Augen blickten mich direkt an, wohl wissend, dass sie mich nicht sehen konnten, und ihre Lippen formten ein Lächeln …
Zitternd und voller überraschter Ehrfurcht hebe ich meine Kamera …
Als Madame das Klicken vernahm, fing sie tatsächlich mit kaum wahrnehmbaren Bewegungen an --- zu POSIEREN!!!!

Ich war geistig so paralysiert, dass alles was ich in diesem Moment tat nur mechanisch passierte.
Durch den Sucher schauend, spürte und roch ich dieses unendliche Leid, diese Bosheit der Natur und …

Madame lächelte und posierte!!!



Wie nur kann in so viel Dunkelheit ein Lächeln - solche Würde - existieren ???
Perplex und irritiert bekam ich gar nicht mit, dass sich die Scherben meiner Seelenfreude durch dieses eine Lächeln langsam wieder zusammenzufügen begannen …

Was sagte mir Dr. Ismael Tobias Hernandez zum Abschied noch?
„Dear Robert, here you have seen that God is not able to smile!“
(Lieber Robert, hier hast Du gesehen, dass Gott nicht lächeln kann!)
Lange Zeit und viele Reisen später sollte ich die volle Tragweite und den unendlich traurigen Inhalt dieser Worte verstehen …

Robert de Flers



PS:

Jahre später traf ich in Australien einen reisenden Arzt, der ebenfalls in dieser Ecke der Welt unterwegs war. Wie der Zufall es wollte lernte auch er Dr. Ismael Tobias Hernandez unter ähnlichen Umständen kennen!
Er erzählte mir, dass Dr. Ismael Tobias Hernandez der Lepra anheimgefallen war und mit den anderen Überlebenden weit in den Süden der Philippinen deportiert wurde. Was aus seinem Sohn wurde wußte er nicht.
Die alte Villa sollte für den aufkommenden Tourismus renoviert werden!
Ob die Touristen jemals erfahren werden, wer ihre Vormieter waren?
Wer Dr. Ismael Tobias Hernandez war …?!

Dr. Ismael Tobias Hernandez, der nur einen Augenblick lang mein Leben begleitet hatte und den ich so gut wie nicht kannte!
Doch eins kann ich Ihnen, Dr. Ismael Tobias Hernandez, versichern:
Sie waren der gütigste, warmherzigste, aufopferungsvollste und liebenswürdigste Fremde, den ich je die Ehre hatte kennen zu lernen!

Dr. Ismael Tobias Hernandez, Sie können gewiß sein, dass ich Ihren Namen und Ihre Taten mein ganzes Leben lang in mir tragen werde!

Dr. Ismael Tobias Hernandez, wo immer Sie auch jetzt sein mögen, Sie sind nicht vergessen - nicht versteckt - Sie sind ein Teil meiner Existenz …!


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Kommentare

  • danimedl

    Ich bin immer noch sehr aufgewühlt. Dieser Bericht....dein Erlebnis...jeder sollte ihn lesen, sich Gedanken machen und mitfühlen. Es ist bestimmt nicht einfach diese Erfahrung, diese Bilder zu verarbeiten. Aber es ist sehr wichtig, meiner Meinung nach, diese Erfahrung mitzuteilen. Was man gefühlt und gesehen hat.

    Ein Bericht den man nicht alle Tage liest. Und genauso kann das Leben auch aussehen. Es gibt leider nicht nur das "schöne" Leben auf dieser Welt und genau dass, sollte jedem von uns BEWUSST sein. Klar, Angst spielt auch eine grosse Rolle.

    Es macht einen glücklich und traurig zugleich dass diese Menschen immer noch ein Lächeln über die Lippen bringen.

    Danke, dass Du diesen Bericht veröffentlich hast. Ich könnte noch vieles Schreiben aber ich denke, man sollte einfach diesen Bericht lesen und darüber nachdenken!

  • Gaby13

    Beklemmend ... sehr nachdenklich stimmend ... und doch so klar geschrieben, daß man dich auf jedem Schritt in diese Welt der Ausgestoßenen mit jedem Wort deiner Erzählung begleiten, mit deinen Gefühlen mitfühlen kann, begleitet von Ungläubigkeit, Gänsehaut, Verständnislosigkeit, über diese andere Seite unserer Welt, die man sich viel zu wenig bewußt macht, weil man auch einfach viel zu wenig davon weiß.
    LG Gaby

  • astrid

    Bewegend! Danke, dass Du diesen Bericht geschrieben hast.
    Herzlichen Gruß
    Astrid

  • kawasakipower

    Danke das du diesen Bericht mit uns teilst...................................................

  • RdF54

    Liebe Mitglieder,
    ich danke Euch für Eure gefühlvolle Teilnahme an eines meiner - für mich tiefgreifendsten - Erlebnisse!
    Durch Euch werde meine Schultern leichter und ich habe es geschafft ein ganz klein wenig von und über Dr. Ismael Tobias Hernandez in die Welt und in den Geist anderer hinauszutragen!!

    Vielen Dank
    Robert

  • nowhereman

    Mal wieder versucht man Leid und Unrecht zu vertuschen, wie so oft auf dieser Welt.

    Mich macht das unglaublich wütend und ich bin sehr froh, dass du hier darüber schreibst, denn wahrlich, diese Menschen haben es nicht verdient, einfach so in den Raum der vermeintlichen Nichtexistenz abgeschoben zu werden!

  • Zypresse

    Danke für diesen Bericht! Auch das ist Reisen:
    erkennen, dass diese Welt nicht nur schön ist, farbenprächtig, rauschhaft, interessant, fremd...
    sondern auch erschreckend, abstoßend, voller Leid und Elend.
    Wichtig ist es, was wir daraus machen, was wir davon mitnehmen, wie wir damit umgehen, wie diese Erkenntnis unser Leben beeinflusst.

    Und so hast Du, finde ich, in der Community ein wichtiges Zeichen gesetzt.
    Danke.

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  • maira

    Der Gegenstand des Berichtes ist zweifellos interessant, leider scheint das Hauptanliegen des Verfassers darin zu liegen, weniger die Lage der Betroffenen zu beschreiben als vielmehr für sich selbst Mitleid zu erzeugen. Wenig sachliche Informationen, z.B. über den Zeitpunkt der Reise, dafür aber die ausführlichste Beschreibung der eigenen Befindlichkeiten. Ich empfinde das als vollkommen unangemessen.

  • FlyingDragonfly

    Dein Bericht hat mich innerhalb von Sekunden in meine Zeit, die ich in Indien verbracht habe, zurückkatapultiert.
    Kranke, siechende Menschen jeden Alters am Straßenrand, bettelnd, schlafend, hungernd.... Kinder dahinvegetieren zu sehen ist schlimm, oft unerträglich.
    Es ist etwas anderes Menschen im TV leiden zu sehen und es ist absolut und ganz etwas anderes, wenn einem der Mensch dabei in die Augen sieht.
    Ich wusste bis dahin nicht, wie sehr es schmerzen kann, wenn sich das Herz verkrampft.
    Eine Zeit, die mir genauso unvergesslich bleiben wird, wie Dir die Deine auf Palawan.
    Ich teile allerdings nicht die Meinung, dass Gott nicht lächeln kann und ich denke, dass Kranke Wesen sind, die uns Gesunden viele Geschenke reichen.
    Dem einen das Geschenk der Achtsamkeit, dem anderen das Geschenk der Tatkraft, einem weiteren zeigen sie, dass das Herz zwar nicht sichtbar, aber sehr wohl fühlbar ist.
    Es ist ein unermesslich großes Geschenk (wenn nicht überhaupt das größte) zu erkennen, wer man wirklich ist, was für ein Leben man hat und was man damit eigentlich alles machen kann - wenn man gesund ist. ....

    Gehe in Dich, Robert, und suche das Geschenk, das Du erhalten hast.
    Ich kann es Dir wirklich nur empfehlen.

    Liebe Grüße :o)

  • RdF54

    @ maira:
    tja maira, normalerweise antworte ich nicht einmal auf anonyme Bemerkungen, Menschen, die nicht mal Frau oder Manns genug sind, ihr Profil auszufüllen, aber Dir kann ich sagen:
    Du hast nichts davon verstanden, was Du vorgibst gelesen zu haben! Aber das macht nichts, es wird immer solche Menschen geben ...

    @ FlyingDragonfly:
    ... dass sich die Scherben meiner Seelenfreude durch dieses eine Lächeln langsam wieder zusammenzufügen begannen …

    LG Robert

  • windweit

    Hallo Robert,
    ich weiß nicht was ich schreiben soll, Dein Bericht nimmt mich ziemlich mit, im doppelten Sinn.
    Reisen ist Leben. Manchmal auch im doppelten Sinn - mit allem was dazu gehört.
    Danke fürs schreiben.,
    Grüsse, Gabi

  • buschbaby (RP)

    Hallo Robert,
    zuerst hab ich gedacht ( gehofft ..) er bericht sei fiktiv, ist es aber leider doch nicht. Solche Missachtung gegenüber Mitgeschöpfen gibt es leider besonders in solchen Ländern die von schlimmern Diktatoren ausgeplündert werden. Ich versuche reisen in solche Länder zu vermeiden , weil es wohl nicht wegstecken könnte ohne einen Anschlag zu verüben auf die Schuldigen... Mir reicht es schon was sich so in Tierheimen im Süden oder Rumänien abspielt, ja für mich sind auch Tiere mit Geschöpfe.. ich fahr nicht mal anch Spanien , da wär ich wohl schnell auffällig...
    liebe Grüße Sylvia

  • Bille

    Hallo Robert,
    Sprachlosigkeit über diese unwürdige Behandlung schwer kranker Menschen.
    Bewunderung für Dr. Ismael Tobias Hernandez.
    Mich würde ein solches Erlebnis auch nie wieder los lassen.

    LG
    Berit

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  • Astra1960 (RP)

    Wow, ich bin noch ganz gefesselt. Du hast einen tollen Bericht geschrieben und ich fühlte richtig mit. Was du erlebt hast, ist etwas unglaubliches und vielleicht war es gar kein Zufall das du dorthin gekommen bist.
    Alle Menschen denen es gut geht sollten mal sowas erleben, dann würde sich evtl. an solchen Mißständen etwas ändern.

    Ich hoffe, das viee deine Bericht lesen. Vielen dank dafür!!
    LGv Astrid


  • GabiT

    Danke für diesen großartigen Bericht!
    Ich bin noch ganz ergriffen und habe Tränen in den Augen.
    Er zeigt eine ganz andere Seite des Reisens auf und macht betroffen, weil er sehr gut verdeutlicht, wie sehr wir "Reisen" mit bunten Katalogszenen, weißen Stränden und einer heilen Welt in Verbindung bringen und die Realität wegen gewinnbringender Hochglanzfassaden aufs Übelste versteckt und verleugnet wird.

    Das war mit Sicherheit eine Erfahrung, die dein Leben geprägt hat!
    LG
    Gabi

  • MatzeOL

    Hallo Robert,
    auch wenn ich beruflich Tag für Tag mit schlimmen gesundheitlichen Schicksalen konfrontiert bin, hat mich Dein Bericht sehr still und betroffen gemacht. Der von der ersten bis zur letzten Zeile fesselnd geschriebene Text hinterlässt Traurigkeit, Unverständnis und Wut in mir - und ich spüre jetzt noch den Kloß im Bauch.
    Das Bild von der Dachterrasse bringt die Isolation und Tristesse besonders zum Ausdruck - und erinnert uns Deutsche an Dachau und Auschwitz.
    Auf unseren Reisen suchen wir neue Eindrücke - natürlich besonders die traumhaft schönen. Wahrscheinlich sollten wir uns öfter auch die alptraumhaft entsetzlichen zumuten. Davon würden wir mehr lernen.
    Dass Du uns mit diesem Bericht zum Nachdenken und Mitfühlen gebracht hast, dafür dankt Dir herzlich
    Mathias

  • Noalina

    Danke, dass du mich auf deinen Bericht aufmerksam gemacht hast, Robert.
    Auch mein Herz hat sich zusammengezogen und in mir hat sich alles verkrampft beim Lesen. Es war, als könnte ich alles mit dir erleben, so hast du geschrieben, und doch wird es für mich niemals vorstellbar sein, was du dort gesehen hast.
    Du musstest diese Bilder machen. Und du hast sie nicht mit der Kamera gemacht.

  • AnneMarieB

    Hallo Robert
    nach dem Lesen dieses Berichtes fällt es mir schwer meine Gefühle in Worte zu fassen.
    Vielleicht einfach danke, daß du uns teilhaben läßt an diesen Erinnerungen und erinnert hast ein einen ganz besonderen Menschen, der Menschlichkeit gelebt hat, mit allen Konsequenzen
    lg Anne

  • sayangku

    Toller und sehr bewegender Bericht Robert!
    Viel mehr muss dazu gar nicht gesagt werden...

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  • shootingstar

    Ich geb' eine 5 , weil der Bericht klar zeigt, wie privilegiert wir hier sind und was es bedeuten kann, es nicht zu sein. Das haben wir alle nochmal gefühlt durch deinen Bericht.
    Ich schlage mal vor, wenn die community so betroffen ist, könnten wir doch alle wenigstens ein einziges Mal für eine Leprastation spenden. Hier dazu ein link aus dem net www.dahw.de/spenden/projektpartnerschaft/wie-aus-krallen-wieder-haende-werden.

  • shootingstar


    Und so geht's noch einfacher:
    Empfänger: deutsche lepra und tuberkulosehilfe
    Konto-Nr. des Empfängers: 9696
    BLZ des Empfängers: 79050000
    Habe selbst eben 25,- € überwiesen (will damit jetzt nicht prahlen, sondern nur wenigstens auch umsetzen, was ich da vorgeschlagen habe)

  • Guido

    Danke für deinen klasse, einfühlsam geschrieben und sehr, sehr traurigen Bericht. Ich hatte schon wegen viel geringerem Elend schlaflose Nächte. Ich kann dich sehr gut verstehen.

    Ich habe Wut, weil nur wenige das Elend in dieser Welt sehen wollen.
    Ich bin traurig, weil ich so eine Wut habe. Ich könnte vor Wut schreien.
    Aber wer schreit, hat Unrecht. Was können wir blos tun?

  • danimedl


    Super Idee mit der WebSite von shootingstar

    www.dahw.de/spenden/projektpartnerschaft/wie-aus-krallen-wieder-haende-werden
    bzw. Spendenkonto deutsche lepra und tuberkulosehilfe
    Konto-Nr. des Empfängers: 9696
    BLZ des Empfängers: 79050000.

    Werde doch direkt auch etwas überweisen.

  • RdF54

    @ schootingstar - @ guido - @ danimedl - @ alle,

    bin wieder zurück und sehe, was da geschieht! Bin völlig platt ob Eures Engagements!
    Vielen - vielen Dank für Euer Zutun und Gefühl!!!!

    Ich kann Euch gar nicht beschreiben, was momentan in mir vorgeht, obwohl ich gerade wieder von einer Reise zurück - noch voll von Eindrücken bin.
    Wir kennen uns doch nur durch das Wort - es ist einfach nur phantastisch!!!

    Vielen lieben Dank
    Robert

  • trollbaby

    Sehr ergreifender Bericht! Ich bin noch immer ganz fassungslos und kann es gar nicht in Worten beschreiben, was ich nun fühle.

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  • panthera

    wenn man reist wie wir, kann man nicht nur schöne sachen erleben.
    aber man lernt die welt wirklich kennen.
    diese unmenschlichkeiten, die ich auch schon oft gesehen habe lässt mich immer wieder überdenken wie gut wir es haben.

  • panthera

    lässt es mich immer wieder überdenken wie gut wir es haben

  • Janny

    Bin immer noch aufgewühlt über deinen bericht.
    Wenn man dieses liest, wird man immer wieder daran erinnert, wie gut wir es doch alle hier haben und wie klein doch so manche kümmernisse sind, im vergleich zu dem leid, welches du gesehen hast.
    Und indem du uns dein empfinden mitteilst, läßt du uns anteil nehmen mit deinen augen all das leid zu sehen.
    Danke,das du dich uns mitgeteilt hast - nun sehen auch wir wieder das leid der welt.

  • Akki

    Ich kenne die Lebenssituation von Leprakranken seit 11 Jahren und weiß auch, wie lebensfroh diese Menschen sein können und vor allem dankbar, dass man sie als Menschen sieht und an ihrem Schicksal teilnimmt. Ich freue mich jedes Jahr darauf, diese Menschen wiederzusehen und mit ihnen gemeinsam zu feiern und zu essen. Wir bemühen uns nach Kräften und mit Hilfe von Spenden, die Lebenssituation der Leprakranken zu verbessern, was uns auch in den 11 Jahren gelungen ist. Diese Menschen brauchen kein Mitleid sondern Anteilnahme und Menschlichkeit.
    Wer uns unterstützen möchte, kann weiteres auf unserer Homepage www.indiennothilfe.de erfahren oder mich per E-Mail anschreiben: indiennothilfe@gmx.de
    AKKI

  • freyabe

    Dein Reisebericht hat mich sehr beeindruckt, und ich verstehe sehr gut Deine Betroffenheit. So viel Leid und Ungerechtigkeit macht wütend, wenn man - wie wir -aus einer halbwegs heilen Welt kommt. Noch wütender macht die Machtlosigkeit, die man als Einzelner gegenüber einer solchen Situation empfindet und das Wissen, dass diejenigen, die es ändern könnten, es einfach nicht tun. Leider ist die Welt voll von Unmenschlichkeiten und auch die Hilfsorganisationen können nur einen kleinen Teil zur Verbesserung von Lebenssituationen beitragen. Deshalb ist es gut, zu informieren, aufzurütteln. Das hast Du getan und damit ja auch mindestens hier im Forum Einiges bewirkt.
    LG Friederike

  • RELDATS

    Ein großartiger Bericht.
    Mir trieb es wirklich Tränen in die Augen. Was soll man da noch kommentieren?
    Relativieren sich da nicht eigene Ängste und Sorgen?
    Gruß Josef

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  • venus

    ... vom ganzen Herzen, Danke, ein großartiger Bericht

  • sigurd

    Hallo,
    sicherlich kann man geteilter Meinung sein. Mich jedenfalls hat Dein Bericht bewegt.
    Es ist wichtig zu erfahren, dass es außer den Palmenstränden usw. in diesen Ländern noch eine völlig andere Welt gibt, die den Touristen üblicherweise nicht interessiert. Mit der er auch nicht konfrontiert wird, werden will.

    Übrigens:
    Hast den Text gut gegliedert. Lässt sich sehr gut lesen.

    Gruß
    Sigi

  • mamaildi

    Bin eben erst auf deinen bewegenden Bericht gestoßen. Was mich immer am meisten erschüttert ist die Tatsache, wie leicht Lepra HEILBAR wäre, und das nicht einmal zu unerschwinglichen Preisen. Die Bilder, die du zeigst und in unseren Köpfen erzeugst bewegen, regen zum Nachdenken/Helfen an, geben den Kranken ihre Würde wieder.
    Danke für diesen Bericht!

  • Claus_Wagner

    Hallo Robert,
    dass, was wir in unserer heilen zivilisierten Welt als Leid definieren, ist ein Hohn im Vergleich zu dem, was Du schreibst. Auch ich arbeite in einem Bereich, den mein Vater als sehr leidvoll definierte. Ich arbeite mit behinderten Menschen.
    Ich bin sehr froh

  • Claus_Wagner

    Warum der PC nun den Kommentar einfach schon abschickte weiss ich nicht.
    Entschuldigung, hier schreibe ich nun weiter:
    Ich bin sehr froh, dass Du den Bericht verfasst hast und für uns eingestellt hast.
    Diese Geschichte gehört für mich zu den tiefgründigsten Berichten, die ich hier lesen durfte.
    Danke.
    Gruß
    Claus

  • poseydon

    Danke für den tollen Bericht des "anderen" Palawans!

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  • nika

    Hallo Robert,
    vielen Dank für Deinen Bericht. Besonders in diesem Forum auf die dunklen Seiten unseres Planeten hinzuweisen ist richtig aber auch mutig. Die meisten Reisenden insbesondere die Pauschaltouristen wollen doch nur die heile Welt sehen. Ich habe auf den Philippinen ähnliche schockierende Erfahrungen mit ethnisch
    en Minderheiten in Verbindung mit der Abholzung gemacht.
    Grüße Veronika

  • Blula

    Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.. . Dein Bericht hat mich so ergriffen und erschüttert... . Ich, wir müssen Dir alle sehr dankbar sein, dass Du hier Deine Erlebnisse auf so ergreifende Art und Weise "zu Papier" bringen konntest. DANKE!
    LG Ursula

  • wmh1961

    ...ein sehr bewegender Bericht, vielen dank dafür.
    LG Monika

  • desertflower

    Vielen Dank für Deinen großartigen, erschütternden Bericht!
    Besonders gerührt hat mich das kleine "Denkmal", dass Du Dr. Hernandez gesetzt hast.
    Er hätte sicher ein "richtiges", großes verdient!
    Nochmals danke, dass Du ein paar Menschen aus ihrem satten "Tiefschlaf aufgerüttelt hast!
    Resi

  • u18y9s26

    Das wäre ein Bericht, den man einer Zeitschrift wie "Die Zeit" als Artikel anbieten sollte. Dazu müsste das Geschilderte auch noch von aktueller Gültigkeit sein. Ich finde es wichtig, dass man über die Gegensätze des "Schön Reisens" und des "wirklichen Alltags in Reiseländern" schreibt. Danke Robert!
    LG Ursula

  • pleuro

    Lieber Robert,
    Dein Bericht geht unter die Haut! Erschütternd, aufwühlend und bewegend! Mehr kann ich im Moment gar nicht dazu sagen! Danke, dass Du den Mut hattest, das alles hier öffentlich zu machen!
    Liebe Grüße Anne

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  • flodoc

    Ein sehr bewegender Bericht!
    Robert hat ungewollt und ungefragt an einer Realitaet
    teilgenommen die nicht seine eigene war. Und doch
    zu seiner geworden ist. Das ist Reisen im eigentlichsten Sinn.
    Kein Urlaub. Nicht ungefaehrlich aber es oeffnet die Augen.
    Nur Mut Robert! Das naechste Abenteuer wartet!
    Florian

  • muecke

    Lieber Robert,
    es ist gar nicht leicht, etwas zu diesem excellent geschriebenen, berührenden Bericht zu sagen...
    Abgeschoben, versteckt, nicht existent!!!
    Es macht so wütend, in dieser Welt des Überdruses und Überflusses in der "Privilegierte" nicht mehr wissen, worüber sie sich eigentlich noch freuen können.
    LG Barbara


  • Jabba

    ein Auf und Ab der eigenen Gefühle beim Lesen Deines Berichtes...
    man muss nicht an einen der Götter dieser Welt glauben, um einem von ihnen für Reisende wie Dich zu danken - Reisende, die, zufällig oder ganz bewusst, auch mal "hinter die Kulissen" schauen,
    DEINE Gefühle aufzuschreiben ist vollkommen in Ordnung - ein Weg, Erlebtes zu verarbeiten, ich persönlich danke Dir für diesen Einblick, für den Einblick in "diese" Welt, für den Einblick in Dein Inneres,
    andere, Robert, erhalten für Berichte und Fotos dieser Art einen Pulitzer,
    VG, Kathrin

  • agezur

    Selten hat mich ein Bericht so betroffen gemacht. Und hilflos. Und sprachlos. Ein Würgen im Hals und ein erweiterter Blick für das ganz nahe , unmittelbare Elend ist das mindeste das deine Zeilen bewirkt haben. Chancen, Leid zu lindern, begegnen uns dauernd - wir müssen sie nur annehmen. Es fällt mir schwer jetzt zum Alltag zurückzukehren....
    LG Christina

  • nicisch

    Zu sprachlos, zu wortlos, zu ......... Du hast mich berührt mit deiner Geschichte, ganz tief in meinem Herzen. Ich bin zutiefst bewegt und erschüttert.... In Gedanken bei diesen vergessenen Menschen, zutiefst erschüttert .... bin ich nun zu sprachlos, ich kann keine Worte finden .... ausser ein ganz leises, aus tiefstem Herzen kommendes Dankeschön. nici

  • harley_flanigen

    Hallo, dieser Bericht wurde mir von User Guido empfohlen.
    Ich bin überrascht und zugleich " freut " es mich auch, daß Du solch einen ERGREIFENDEN Bericht hier veröffentlichst. Ich selbst war vor langer Zeit auf den Phillippinen und ERLEBTE diese Armut hautnah. Wir alle wissen, daß es Armut, Elend etc. auf dieser Welt gibt, ABER wenn man Life vor Ort war von Angesicht zu Angesicht ist es plötzlich REAL und kein mehr in den TV klotzen vom Wohnzimmer aus indem wir uns so sicher fühlen.
    Ich jedenfalls kann Dir FOLGEN mit dem was Du als junger Bursche erlebt hattest, und ich denke auch, daß man auch dafür ewig dankbar sein kann, dankbar für sich selbst, dankbar für solch eine ERFAHRUNG
    Ich danke Dir auch
    Patrick

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  • ursi67

    Hallo Robert
    Habe Deinen Bericht von RC Freund Guido empfohlen bekommen und er hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Konnte den ganzen Bericht nur in kleinen Abschnitten lesen, er ist so erschütternd. Und man glaubt kaum, dass es das zu unserer Zeit noch gibt. Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrung mit uns geteilt hast. An diese Menschen wirst Du wahrscheinlich Dein ganzes Leben denken.
    Herzlichen Dank und liebe Grüsse
    Ursi

  • ingepeter (RP)

    Hallo Robert, Guido informierte mich über diesen Deinen Reisebericht, die auch eine Reise in das eigene Ich war und wahrscheinlich immer wieder ist.
    Die Ansicht eines Users vor 2 Jahren, dass Du nur über Deine Gefühle geschrieben hast, kann ich nicht teilen. Durch die Beschreibung Deiner Empfindungen erfährt der gebannte Leser einen Eindruck der Situation in der diese Menschen leben (?) müssen.
    Heute habe ich mich sehr geärgert und war sehr aufgebracht, wie klein fühle ich mich jetzt nach dieser Lektüre.
    Ein ganz besonderer Reisebericht, den hoffentlich (76 haben es schon getan) ganz viele hier lesen und nehmen etwas für sich davon mit.
    Reisen finden nicht immer an den Sonnenseiten des Lebens statt und die Schattenseiten hinterlassen oftmals (bei mir ist es so) die nachhaltigeren Eindrücke.
    Es ist sehr gut, dass es diesen Beitrag hier gibt!!!
    Gruss Inge

    Die Fotos kann ich nicht bewerten, sie sind aber absolut passend und richtig! Sorry

  • Kappi (RP)

    Was für ein genialer Schreibstil! Berührend, aufrüttelnd, spannend, sachlich und doch emotional. Dazu dieses Dschungel-Erlebnis am gezielt ausgeblendeten Ende der Welt. Ich bin begeistert. Und...ja....auch das gehört zum Reisen dazu. Jede tiefgehende Erfahrung verschafft am Ende Erkenntnis. Ganz gleich ob die Erfahrung selbst eine positive oder negative ist. Der dadurch erlangte erweiterte Blickwinkel ist grundsätzlich etwas Gutes. Es ist unser Fehler, dass wir das was wir sehen auch immer gleich in Gut oder Schlecht einteilen müssen. Könnten wir einfach nur annehmen und aufnehmen was wir sehen und erleben und das ganze unbewertet als Erfahrung abspeichern, dann wäre das ein direkterer Weg zu etwas mehr ‘Weisheit‘.
    Vielen Dank für diesen eindrucksvollen Bericht, der Jürgen

  • mhsch

    Ich bin kein Mensch großer Worte.
    Ein Bericht den man ließt und nicht vergisst.Absolut gut! Mein Respekt und Grüße von mhsch

  • schokolade55 (RP)

    Kein Kommentar ist besser als 1000 Worte

  • grenzenlos1

    Hat mir sehr gut gefallen. Wirklich gut! Danke!

    Grüße Wi grenzenlos

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  • CarolinMartina

    Hallo Robert,
    lebt der Arzt noch? Hast Du weitere Infos?
    Du hast von 50 EUR Behandlungskosten gesprochen...
    könnte man vielleicht auch direkt dort helfen mit Geld?
    Hast Du darüber nachgedacht NGOs oder Ärzte ohne Grenzen darauf aufmerksam zu machen?
    Es muß doch Hilforganisationen geben, die dort weiterhelfen können, selbst wenn es nur Spielsachen für die Kinder wären, die zeigen, es denkt jemand an sie.
    Würde mich freuen von Dir zu hören.
    Gruß Carolin

  • Mauersegler

    Hallo Robert, ich finde es sehr richtig und wichtig,dass du deinen "Reisebericht" öffentlich gemacht hast! Auch ich bin geschockt und sehr betroffen dass es so etwas in unserer Zeit noch gibt. Da werden schnell aus unseren "großen" Problemen nur noch kleine "Problemchen". Doktor Hernandez verdient wirklich große öffentliche Anerkennung!!! Danke dir dafür! Traudi

  • nowornever

    excellenter bericht von einem, der abseits der touristenströme die welt zu erkunden versucht, wer niemals sowas gesehen hat , findet es schckierend, erschütternd, grausam,...usw.,.... aber so sieht es nun mal auf unserer welt aus, wenn man ein bisserl über den tellerrand blickt....

  • Dieter54

    Hallo Robert
    nach dem Lesen dieses Berichtes fällt es mir schwer meine Gefühle in Worte zu fassen. Ein sehr ergreifender Bericht! Ich hatte beim lesen nasse Augen. Der Bericht hat mich ein wenig an meine Indienreisen erinnert. Vielen Dank für diesen eindrucksvollen Bericht.
    LG Dieter

  • Unterwegs2014

    Dein Bericht, Robert hat mich zum weinen gebracht. Liebe Grüsse Iris

  • niglotraveller

    Das Gelesene muss erst mal verdaut werden... einerseits kein Wunder bei dem von Dir Erlebten, andererseits spricht das auch für Deinen Schreibstil und die Bildersprache. Man möchte eigentlich nicht weiterlesen, aber Grauen fasziniert.

    LG

    Nicolás

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  • jiuliena

    Danke für diesen sehr einfühlsamen Bericht! Du schreibst wunderschön und bringst das Erlebte gut rüber. Sei dankbar dafür dass Du das alles sehen konntest und behalte es in Dir, auch wenn es sehr weh tat das zu sehen (und zu lesen).

  • 1001-traumreisen (RP)

    Vielen Dank für diesen eindrucksvollen und ergreifenden Bericht.

  • ilooma

    Nur durch Zufall bin ich auf diesen sehr, sehr eindrucksvollen, traurigen aber sehr mitfühlsamen Bericht gestossen. Ich musste ihn zu Ende lesen. Ja, es gibt nicht nur Schönes auf dieser Welt und ich finde es richtig und mutig, auch über diese Erlebnisse und diese armen Menschen zu schreiben. So werden sie wenigstens hier nicht vergessen, auch wenn sie von der ganzen Welt vergessen wurden.

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