Unternehmen in Norwegen

Reisebericht

Unternehmen in Norwegen

Reisebericht: Unternehmen in Norwegen

Abenteuerurlaub einmal ganz anders. Wenn die Urlaube bisher auch nicht als Pauschaltourist erlebt wurden, war die Erfahrung auf Langlaufskiern durch Norwegen zu laufen doch etwas besonderes. Improvisation war häufiger angesagt und zusammenfassend waren wir hinterher alle stolz, es geschafft zu haben.

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Eldabu

Eldabu ist eine sehr schöne wenn auch rustikale Hütte die als Selbstversorger Hütte ausgelegt ist. Sie ist schon ziemlich versteckt und kann erst ganz kurz vor dem Erreichen gesehen werden.



Kurz vor dem Ziel

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14.3.99 Die endlose Strecke nach Eldabu

Raum ist in der kleinsten Hütte

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Wir sind die Ersten beim Frühstück, da wir heute einen weiten Weg vor uns haben. Wir können aus der reichen Auswahl unsere Vorbereitungen für das noch offene Mittagessen treffen. Um 9 Uhr geht es dann los. Es fängt kräftig an zu schneien, und wir verfehlen offensichtlich den richtigen Weg. Mit einem Umweg von ca. drei Kilometern, verbunden mit einem Aufstieg, finden wird dann die Troll-Loipe. Die Einheimischen scheinen sich hier auch nicht so richtig auszukennen.

Unermüdlich geht es weiter, immer nur von ganz kurzen Pausen unterbrochen. Wir
haben wieder markante Stellen, wo unsere Abfahrtskünste gefragt sind. Georg schafft es wieder auch die Raupe zum Stand zu bringen. Er hat hier offensichtlich Hausrecht. Die jetzt längeren Abfahrten (durch den eigentlich unnötigen Aufstieg) machen den meisten Spaî, da sie doch unbeschwerlicher sind. Aber wir sind alle in der Lernphase und es geht jetzt schon viel besser.

Es machen sich schon langsam die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Insbesondere die fehlenden Spuren führen dazu, daî wir häufiger ausrutschen. Uns kommt um gegen Mittag ein Ehepaar mit zwei Kindern entgegen, die selbst im Schnee übernachtet haben. Soviel Gepäck wie diese Gruppe haben wir bei weitem nicht.Nach ihrer Aussage sollen noch ca. zweieinhalb Stunden Weg vor uns liegen. Sie selbst haben allerdings vier Stunden gebraucht.

Jetzt geht es nur noch bergauf. Die Strecke ist ganz schön beschwerlich. Zwischendurch hat es auch einmal auf zu schneien, jedoch für Pausen ist es zu unangenehm windig und kalt. Wir treffen die beiden Frauen wieder die vor etlichen Stunden überholt haben. Sie sind schon seit einer Stunde von der Hütte Eldabu zurück. Sie erzählen uns aber nicht, welche Schleife wir noch vor uns haben. Die Hütte kann man schon sehen. Aber es ist noch ein weiter Weg, eine groîe Kurve zu beschreiben.


Manche unserer Gruppe können sich nicht mehr aufrechterhalten. Sie fallen einfach um. Endlich rückt die Hütte in greifbare Nähe, Berti kommt uns schon entgegen und hilft auf den letzten Metern. Zwei andere Wanderer sind schon anwesend, die eingeheizt und auch schon für heiîes Wasser gesorgt haben. Wir sind alle ziemlich fertig, aber das Essen, das Jürgen und Christina uns zubereiten muntert uns wieder auf.

Wir sitzen noch etwas zusammen um mit den anderen Wanderern unsere Englischkenntnisse aufzufrischen. Mit mehr oder weniger Geschick gelingt es uns auch ein halbwegs fließendes Gespräch mit der Norwegerin zu halten. Wir erzählen auch von dem geplanten Vorhaben mit der Internet Dokumentation. So haben wir doch vieles auszutauschen.

Nachträglich Berechnungen anhand unserer Karte ergeben, daî wir insgesamt 28 Kilometer an diesem Tag zurückgelegt haben. Wir waren mehr als acht Stunden unterwegs und das bei einer doch sehr anspruchsvollen Strecke mit dem ständigen Hoffen doch endlich das Ziel erreicht zu haben.



Abfahrt der Norwegerin

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Hier trifft man ja Land und Leute, und dazu noch mutige alleinreisende Norwegerinnen. Alleine mit Hund Clara und Schlitten zog diese junge Frau drei Wochen durch den Notaionalpark. Das wir dann ein Abschiedskomitée gebildet haben war doch wohl klar.



Eldabu am 15.3.99

Heute ist ein groîer Tag angesagt,um uns von den Strapazen des Vortages zu erholen. Nach dem gemeinsamen Frühstück verabschieden wir die jungen Norwegerin, die mit ihrem Hund und Schlitten drei Wochen allein in dieser Gegend unterwegs ist. Auch der hauptberufliche Reiseführer aus Belgien bricht frühzeitig auf. Unsere Beschäftigung ist jetzt Karten spielen und Gedankenaustausch.

Die Vorbereitungen für das Mittagessen stehen an und werden in gemeinschaftliche Arbeit erledigt. Der Ofen ist ständig belagert, damit alle ihre Sachen wieder trocken bekommen. Weitere Arbeiten wie Schneeräumen und Wasserholen stehen an und werden ordnungsgemäß erledigt. Das Wetter ist nicht so gut, da der Nebel sich nicht lichtet. Es kommen verschiedenen Tagesgäste zu uns und wärmen sich auf.

Nachmittags bricht eine Dreiergruppe auf, um eine Abkürzung für den morgigen Tag zu finden. Das Wasser holen wir aus einem Wasserloch, das ständig zufriert. Es ist schon ein gewisses Abenteuer, wenn wir Selbstversorger sind. Am Nachmittag trifft eine Gruppe aus Holland ein.
Wir hatten vorsorglich mit unserem Bordwerkzeug die Tür zum Nachbargebäude geöffnet, damit wir möglichst unter uns bleiben können. Teilweise wird schon vorgeschlafen, da möglicherweise noch eine weitere Gruppe auftauchen könnte.

Hier haben wir jetzt das Abenteuer, was sich zumindest ein Teil der Gruppe gewünscht hat. Es ist schon erstaunlich, auf welchen Komfort wir verzichten, wenn wir uns nicht waschen können, das Spülen problematisch ist, der Müll nicht entsorgt werden kann. Zwei Tage ohne die gewohnte Hygiene und keine Möglichkeit sich zurückzuziehen fordert schon einigen Gemeinschaftssinn.



Katzenwäsche

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Wer sich waschen will, muî besonderen Mut und Ausdauer haben. Denn zum einen locken nicht jeden die Temperaturen und flieîend Wasser ist auch nur problematisch zu erhalten. Wie das so ausgesehen hat, kann aus den folgenden Bildern entnommen werden.



Teilansicht der Hütte

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Höhlenforscher beim Kochen

Das Kochen und die Hausarbeit ohne Strom ist schon etwas ungewöhnlich. Aber dank unserer Ausrüstung haben wir auch das problemlos gemeistert.



Wassersuche

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Kommentare

  • AlicePaul

    Das nenne ich mal gut geplant! Klingt nach einer wirklich tollen Erfahrung, abseits des Alltags. Klasse auch die Checkliste.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Unternehmen in Norwegen 3.43 7

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