Unternehmen in Norwegen

Reisebericht

Unternehmen in Norwegen

Reisebericht: Unternehmen in Norwegen

Abenteuerurlaub einmal ganz anders. Wenn die Urlaube bisher auch nicht als Pauschaltourist erlebt wurden, war die Erfahrung auf Langlaufskiern durch Norwegen zu laufen doch etwas besonderes. Improvisation war häufiger angesagt und zusammenfassend waren wir hinterher alle stolz, es geschafft zu haben.

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Rondvasbu

Rondvasbu ist eine große Hütte, an der auch viele Besucher nicht vorbei gehen wollen. Sie ist malerisch in einem Talkessel gelegen und wunderbarer Ausgangspunkt für die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der farbigen Wasserfälle, die wir leider aus Zeitmangel nicht besuchen konnten.

Die Nacht über etwas unruhig, da zwei Schulklassen auch in dieser Hütte übernachten. Die sanitären Anlagen im gegenüberliegenden Haus waren nicht angemessen für die Besucherzahlen dieser Hütte. Dadurch gab es doch erhebliche Staus bei der morgendlichen Toilette.
Während beim Aufstehen um 6.30 Uhr noch mit Sonne gerechnet werden konnte, war nach dem etwas chaotischen Frühstück die der Nebelbänke aufgezogen. Die Anfrage mit den richtigen Wachs ausgerüstet zu sein, konnte nicht geklärt werden. Es steht ein langer und steiler Aufstieg bevor. Wir kommen nur mühsam voran, da der Anstieg nur in Hahnentritt möglich ist. Wir rutschen immer wieder zurück.


Der Nebel reiît nur einmal kurz auf, so daî wir ein Foto von unserem bisherigen Anstieg machen können. Wegen der groîen Anstrengung zieht sich die Gruppe wieder auseinander. Unser Überlebenskünstler fällt etwas zurück und überlegt sich in seinen Notzelt einzugraben.
Der Nebel ist auf dem Gipfel so dicht, daî gerade der nächste Pfosten zu erkennen ist. Wir müssen mit unseren schweren Gepäck zirka 400 Höhenmetern überwinden. Nach Temperaturen von anfänglich drei Grad sinken in dieser Höhe die Werte und verharrschen in den Schnee.
Verbunden mit der geringen Sicht die folgenden Abfahrten nicht mehr so gut zu bewältigen. Teilweise haben wir in den oberen Bereich die Skier abgeschaltet und versuchen zu Fuß weiterzugehen. Dabei sind wir bis über das Knie eingesunken. Es ist noch schwieriger als das stümperhafte Abfahren. Der Pflug ist unheimlich schwer durchzuhalten. Die Piste ist vereist und sehr glatt.
Es sind jetzt drei Gruppen unterwegs, die keine Sicht mehr zueinander haben. Endlich erreichen wir eine kleine Schutzhütte, in der wir uns kurz aufhalten, um uns wieder zu sammeln. Durch die Anstrengung haben jedoch stark geschwitzt und wir müssen uns gegen die gröîte Kälte wappnen.
Mittlerweile sind schon zwei Skistöcke gebrochen, die wir glücklicherweise austauschen können. Es ist schon ein technisches Problem ohne diese Hilfsmittel auszukommen. Der Schnee wird fester, so das wir abschnallen können und zu Fuî absteigen.
Mit einer Ausnahme (wenn wir schon Skier dabei haben, dann wollen wir sie doch auch nutzen) war das für uns die beste Möglichkeit. Auf dem flacheren Landstück können wir dann wieder auf Skiern weiterkommen. Kurz darauf erreichen wird die ersehnte Peer-Gynt-Hütte.
Die erste Fünfergruppe wartet kurz auf die Nachfolger. Durch den kalten Wind und die nasse Kleidung müssen wir wieder zügiger aufbrechen. Die Loipe ist der so gut, daî die Fahrt sogar Spaß macht. Die vier Kilometer werden in weniger als einer halben Stunde geschafft. Für die vorhergehenden zehn Kilometer haben wir fünf harte Stunden gebraucht.
Wir sind gut zufrieden, daî wir unser Quartier erreichen. Die nächste Gruppe kommt erst nach einer weiteren Stunde an. Immer sind noch nicht alle da. Zwei von uns brechen noch einmal auf, um die bisher Vermiîten zu suchen. Mittlerweile hat Schneesturm eingesetzt, der die Bedingungen noch weiter verschlechtert.

Zur Belohnung für jede Aufregung und Anstrengung gibt es ein sehr gutes Abendessen. Der Lachs wurde sogar nachgeliefert, und alle können zufrieden gibt. Den Tag können wir gut beenden, auch wenn die eine oder andere Blessur hoffentlich nur kurzfristige schlechte Erinnerungen an diesem Tag bringen wird .



Beim Verlassen der Hütte

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Ankunft ins Rondvasbu am 17.3.99

Rast an der Hütte

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Heute haben wir mehr Zeit, da die Strecke erheblich kürzer ist. Kurz nach 10 Uhr geht es los, das Wetter ist immer noch nicht berühmt. Aufgrund einer Anfrage von Georg, mit seinem eingedeutschten Englisch, gibt es zum Frühstück eine Besonderheit. Wir bekommen handgeschnitten Lachs angeboten, der uns allen sehr gut schmeckt. Das Geburtstagskind läuft mit einer grünlichen Schleife herum, damit der Pfingstochse genau markiert ist.
Wir sind viel zu warm angezogen, da die Temperatur bereits auf minus zwei Grad angestiegen ist. Als erstes haben wir die Bergwertung, die wir schon auf dem Weg nach Eldabu kennengelernt haben. Am Ende der Kuppel muîten wir uns erst einmal umziehen, da wir schon durchgeschwitzt sind.

Nach drei Stunden lichtet sich so langsam der Nebel und die Temperatur steigt in positive Grade, was uns erhebliche Probleme mit den Skiern bringt. Die Spuren sind so glatt, daß wir mit jedem Schritt vorwärts wieder einen halben zurückrutschen.

Unser Bertram hat immer noch Magenprobleme. Die Gruppe zieht sich dadurch erheblich auseinander, da die Leistungsunterschiede sich wieder erheblich auswirken. Endlich kommt die, Sonne doch klarer durch und wir sehen schon die Hütte. Der Weg dahin ist jedoch noch beschwerlich.

Gegen 15 Uhr sind wir da ,wenn auch unsere Zielzeit nicht erreicht wurde. Die Zimmer sind ok (jedenfalls so wie wir sie schon kennen). Jedoch fehlt die sanitäre Anlage im Haus. Duschen sind nur gegen Barzahlung verfügbar. Aber wir sind zufrieden. Die Sonne lacht, so dass wir auch in ihren Strahlen sitzen können.

Wir sind hier internationale und als Umgangssprache ist Englisch Pflicht. Wir treffen
Ski-Athleten, die mit Zeitangaben aufwarten, die wir uns nicht vorstellen können. Eine
Schulklasse kommt in atemberaubenden Tempo den Hang herunter. Einige von uns zu wollenversuchen das am nächsten Tag dies nachzuvollziehen. Nachdem Essen sitzen während trauter Runde zusammen, um gemeinsam den 50. Geburtstag zu feiern.



Geburtstagsfeier

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Kommentare

  • AlicePaul

    Das nenne ich mal gut geplant! Klingt nach einer wirklich tollen Erfahrung, abseits des Alltags. Klasse auch die Checkliste.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Unternehmen in Norwegen 3.43 7

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