Lehmer Razejunge wieder im Einsatz (2016) in der Lehmener Würzlay

Das Misttragen wird alle 4 Jahre als alte Tradition lebendig gehalten

Mit dem Misten,dem Düngen der Rebstöcke mit Stalldung in den Weinbergen der Winzer
benachbarter Dörfer, brachten sich die damaligen Bruchsteinmaurer in den beschäftigungs-
losen Monaten über den Winter und über die Runden.

Als Lohn gab es den Kirmesgroschen für die im Ende Jan, Anfang Feb gefeierte Sankt-Castor.
Kirmes.

Heute unterrichten natürlich "die Alten" ehrenamtlich die Lehmener Grundschüler bei den praktischen
Arbeit im Wingert mit dem Lehmener Traditionsverein.

Steillagenweinbau ist eben Knochen-Job und Handarbeit gewesen, Mist wurde getragen, Wingerts- also Winbergsmauern und Treppen gebaut bzw instand gehalten, Unkraut und Büsche entfernt etc pp.

Heutzutage gelten diese Arbeiten dem Erhalt der Kulturlandschaft, der Tradition(en) sowie dem geselligen Beisammensein in der Dorfgemeinschaft.

Und der Tourismus profitiert natürlich auch, denn die Kuh ist nicht lila, Mist stinkt und Wein wächst nicht
im Tetra-Pack.