Diskussion: Die Länder des Lächelns

Guido am 31.05.2008 | 13:13 Uhr

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Die Länder des Lächelns

Fast jeder Europäer, der von einer Reise in ein asiatisches Land erzählt, hebt die allgegenwärtige Freundlichkeit, das immerwährende Lachen der Menschen und auch deren Friedliebigkeit hervor. Die Begegnung mit den Einheimischen, ob Thailand, Indonesien, Philippinen, Myanmar, Indien etc. ist geprägt durch Offenheit, Toleranz und oft kindliche Neugier, doch am auffälligsten ist das Lachen, welches ständig auf den Gesichtern erscheint

poseydon am 04.06.2008 | 10:31 Uhr

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Lächeln

Ich bin selbst von der Freundlichkeit vieler Asiaten immer tief beeindruckt. Habe aber auch schon andere Erfahrungen gemacht. Habt ihr nicht das Gefühl, dass das Lächeln manchmal sehr aufgesetzt ist? Es gibt ja z.B. in Thailand auch sehr viele Menschen, die über die "Farang", die Ausländer, schimpfen - nur versteht man das dank sprachlicher Barrieren nicht. Und dieser kulturelle Zwang nach außen immer freundlich sein zu müssen führt zu so vielen Problemen. Weil man z.B. seine Meinung über jemanden oder Kritik an jemanden nie offen sagen darf, sondern lächeln muss, wird sehr viel "hinter dem Rücken" intrigiert, Konflikte werden nicht gelöst sondern der Ärger staut sich immer weiter auf etc...
Ich finde es wichtig auch das zu sehen, um ein wenig von der Illusion des paradiesischen Asiens wegzukommen, in dem alle Menschen nur freundlich sind und nur lächeln etc.
LG,
CR

lucy am 06.06.2008 | 22:26 Uhr

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Asiatische Freundlichkeit

Ich kann poseydon nur zustimmen. Ich war jahrelang der absolute Asien-Fan, hatte bei jeder Landung in Bangkok Tränen in den Augen. Ich habe als Rucksacktourist alle Länder Süd-Ost-Asiens bereist (außer Laos), häufig auch mit meinen Kindern, und da ist mir wirklich sehr viel Freundlichkeit und Interesse begegnet. Auf Familien mit Kindern fahren die Asiaten total ab! Wir wurden oft spontan eingeladen, zum Tee, zum Essen, zum Badminton spielen, unsere Kinder wurden zum Fotografieren "ausgeliehen" und in den kleineren Dörfern wollte jeder mit uns sprechen. Fasziniert hat mich auch immer, dass man - auf der Suche nach dem Weg oder einem Transportmittel -keine 2 Minuten auf der Strasse steht und sofort fragt jemand, ob er helfen kann. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Hab ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland jedes Mal vermisst.
Problematisch ist nur, wenn man jemanden etwas fragt, was er nicht weiß. Die Frage nach dem richtigen Weg z.B. wird auf jeden Fall beantwortet, weil der Asiate sein Gesicht verliert, wenn er "nein" oder "weiß ich nicht" sagt; also sind wir etliche Male gnadenlos in die falsche Richtung geschickt worden, u.a. auch in den Dschungel, wo durchaus die Gefahr bestanden hat, dass wir den Weg zurück nicht mehr finden.
Die asiatische Freundlichkeit empfinde ich allerdings zunehmend als Fassade, die zwar nett ist, aber hinter die ich nicht schauen kann.
Daher bin ich mittlerweile zum Afrika-Fan "mutiert"; dort habe ich sehr viel Herzlichkeit erfahren und das Gefühl, man lässt mich auch hinter die Fassade schauen.

windweit am 27.06.2008 | 19:55 Uhr

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Das Lächeln mitnehmen!

Mir ist es auch schon so gegangen, das ich sonstwohin geschickt wurde, aber im Nachhinein ist das unwichtig.
Dieses Lächeln: Wenn man vier Wochen am Stück in Asien unterwegs ist, setzt es sich langsam im Gesicht fest. Auf der Straße in Laos oder China kann man eigentlich an kaum jemandem vorbei, ohne irgendwie zu interagieren. Und wenn man, wie ich, so gut wie kein Wort der Landessprache spricht - schon gar nicht in bis zu 9 Tonhöhen - dann ist ein Lächeln immer die Antwort, die am einfachsten ist.
Nach meinem letzten Urlaub hatte ich das Lächeln so verinnerlicht, das ich es wirklich geschafft habe, auch gegenüber den manchmal griesgrämigen Frankfurtern anzuwenden. Vollkommen ungewohnt, in der U-Bahn mal jemand anzuschauen. Und was passierte: Sie lächelten zurück. Das Lächeln habe ich beibehalten.
Das können wir von den Ländern des Lächelns lernen.

rrobby am 08.02.2010 | 20:04 Uhr

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Das Lächeln Asiens

Ich bin mit einer Asiatin verheiratet, und habe so auch engeren Kontakt zu Asiaten, sei es hier oder im Heimatland meiner Frau oder auch hier. Da erlebt man das alles noch intensiver, und dieses Lächeln gibt es auch dort sehr intensiv. gelacht und gelächelt wird immer und überall. Es ist auch ein Zeichen ausgeprägter Lebensfreude.

kawasakipower am 18.05.2010 | 14:33 Uhr

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Land of Smile

Auch wir sind gerne mit den Einheimischen zusammen,man kann so viel von Ihnen lernen.Es macht einfach Freude zusammen zu sitzen, zu essen und Erfahrungen u.s.w.
auszutauschen.Ich kriege das grinsen auch nicht mehr aus dem Gesicht,es steckt an.

Blula am 05.10.2010 | 22:33 Uhr

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Lächeln mit nach Hause nehmen!

Nachdem ich soeben meinen "Tipp" THAI's MENTALITY verlinkt habe, entdecke ich Eure Beiträge zu dem Thema "Lander des Lächelns" und möchte mich damit in die Diskusionsrunde einklinken. Ich finde, wir können und sollten von den Völkern Asiens sehr viel lernen.

klarinos am 05.10.2010 | 23:39 Uhr

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Unterschiede

Ich möchte an das letzte Posting von Poseydon anknüpfen. Gerade Thailand ist so ein Beispiel: Ich kam Ende Januar von einer vierwöchigen Reise durch Burma zurück nach Thailand, und da habe ich ganz deutlich diese Unterschiede in der Höflichkeit und dem Lächeln der Thais gespürt – es kam mir wirklich sehr aufgesetzt vor. Aber das liegt wahrscheinlich an dem Einfluss der Farangs ...

rrobby am 06.10.2010 | 00:05 Uhr

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Das asiatische Lächeln

@ Klarinos: wärest Du nicht nach Bangkok zurückgekommen, sondern an einen anderen Ort, touristisch weniger gut erschlossen, so hätte das Lächeln auch wieder ganz anders ausgesehen. ...
LG Robert

klarinos am 06.10.2010 | 00:13 Uhr

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Re: Die Länder des Lächelns

Genau das hatte ich gemeint mit dem Einfluss der Farangs ...