TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
Ich würd mich freuen, wenn die Mitglieder die mit DSLR fotografieren Tipps geben könnten. (z.B. Einstellungen bei versch. Lichtverhältnissen, Buchempfehlungen, etc.). Monika
Kenntnisse?
Naja, wo soll man da anfangen? Um uns das zu erleichtern kannst Du uns ja noch erzählen, wieviele Kenntnisse Du schon hast. Hast Du denn analog schon mit einer Spiegelreflex gearbeitet? Hast Du mit einer Kleinbildkamera fotografiert und Dich mit so Dingen wie Bildaufbau beschäftigt?
Ich habe mir gerade in meine Foto Anfängerphase gerne Fotobände anderer Fotografen angeschaut und genau darauf geachtet, wie sie was fotografiert haben. Also wie die Landschaften in Szene gesetzt, wie wurden Stimmungen eingefangen usw.
VG Stefanie
Re: TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
Zuerst muß man sagen das du mit einer DSLR das richtige Werkzeug hast welches reichlich Potential für gute Aufnahmen bietet. Ich weiß nicht wieviel Erfahrung du bereits mit digitalen Spiegelreflex Kameras hast. Viele Umsteiger von Kompaktkameras haben anfänglich Probleme mit den Eigenarten von DSLR's. Grundsätzlich behandeln solche Kameras die Bilder wesentlich weniger aggressiv in Bezug auf Schärfe, Kontrast und Farbsättigung was jedoch wesentlich mehr Spielraum für die Nachbearbeitung bietet. Will man „fertige“ Bilder direkt aus der Kamera bekommen sollte man in den Einstellungen diese Parameter ein bis zwei Stufen hoch setzen. Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format (+ JPEG als Vorschaubild), damit hat man nachträglich alle erdenklichen Möglichkeiten. Beispielsweise läßt sich der Weißabgleich damit nachträglich einstellen und man kann einen hohen Motivkontrast durch den wesentlich höheren Tonwertumfang besser handeln. Allerdings ist im Nachhinein ein wesentlich höherer Aufwand nötig.
Aber Technik ist nur die Grundlage der Fotografie. Ein gutes Bild wird geprägt vom Motiv, dem Bildaufbau und der Bildaussage. Deshalb empfehle ich weniger Bücher die sich mit der Foto-Technik befassen sondern eher Werke die sich mit Bildgestaltung auseinandersetzen. Ein gutes Beispiel hiefür wäre „Der fotografische Blick: Bildkomposition und Bildgestaltung“ von Michael Freeman.
Gruß Roland
Tipps für DSLR-Fotografie
Sollten Dich Anregungen zur Bildgestaltung interessieren, bieten die Bilder in der fotocommunity (www.fotocommunity.de) gutes Anschauungsmaterial - im Guten wie im Schlechten. Die Qualität eines Bildes hängt im Wesentlichen von seiner Komposition ab. Zur Technik der Fotografie ist es vielleicht ganz gut, wenn Du Dich im Programm Deiner VHS einmal umsiehst. Oft gibt es dort unter Anleitung von Fotografen Kurse zur Technik, zur Gestaltung und auch zur Bildbearbeitung
VG Breizh
digital fotografieren
Ja mit den Tipps ist es wirklich so eine Sache, wir wissen ja nicht wie weit Du schon bist. Hab mir einige Deiner Bilder angesehen, die sind ja eh recht gut. Allerdings weiß ich nicht, ob sie mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden, und ob Du dann auch noch diverse Einstellungen vorgenommen hast.
Ich hab mich am Anfang auch viel mit Büchern beschäftigt, ist eine gute Methode. Ich kann Dir auch zwei empfehlen: einam Digital Fotografieren und dann noch Besser Fotografieren - beide vom dpunkt-Verlag. Gerade beim 2. findest Du viele Tipps die wirklich hilfreich sind. Auch Fotozeitschriften sind eine gute Methode. Die machen auch eigene Wettbewerbe und da kann man sich auch orientieren was so läuft.
Weiterhin also "gut Licht".
lg Erika (auch aus Österreich)
Re: TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
Hallo Monika,
deine hier gezeigten Fotos sind typische Urlaubsfotos - das ist nicht im negativen Sinn gemeint.
Ich denke es steckt noch reichlich Potential im Bildaufbau und in der Bildgestaltung.
Eine DSLR würde sicherlich die Qualität einiger Fotos verbessern können - sehr in Abhänggkeit von den benutzten Objektiven -, aber besser wäre es vielleicht sich wirklich mal Bildbände anzuschauen, oder in entsprechende Foren über Fotos zu diskutieren.
Sicherlich wäre es gut eine Fotoreise zu machen, bei der gleich deine Fotos besprochen werden. So lernst du am schnellsten, was ein gutes Foto ausmacht.
Gruß
Siggi
Re: TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
Hallo Monika
Die Bilder in deinem Profil lassen mich aufgrund des Bildformats und des Dynamikumfangs stark vermuten, dass du bereits seit längerer Zeit mit einer DSLR fotografierst. Auch deine Frage verstehe ich dahingehend, dass du nun einfach bessere Bilder machen möchtest mit deiner bereits im Besitz befindlichen Sony a200.
Ein gutes Foto definiert sich aber selten alleine durch die getätigten Kameraeinstellungen. Viel mehr als Brennweite, Blende, ISO und Verschlusszeit kann man durch die Kamera ja ohnehin nicht verstellen. Und die Kameraautomatik findet in der Regel immer eine brauchbare Einstellung. Daher würde ich mal vorerst weniger Fokus auf die Kameraeinstellungen legen, dafür umso mehr auf die Motivwahl und die gesamte Bildkomposition. Ohne gutes Ausgangsmaterial nützt nämlich auch die beste Technik hintenrum nichts.
Ich habe in einem anderen Forum mal einen längeren Text darüber geschrieben, wie ich meine Landschaftsfotos mache und auf was ich alles achte, da ich sehr oft danach gefragt wurde. Ich kopiere diesen längeren Text mal ungekürzt und um einige Tipps speziell für dich hier rein. Ich bin ziemlich sicher, dass dir das weiterhelfen wird:
Für mich als Landschaftsfotograf gibt es keine grössere Herausforderung, als in gewohnter Umgebung immer wieder neue, aufregende und aussergewöhnliche Landschaftsfotos zu schiessen. Besonders nach dem alljährlichen Urlaub stellt es sich als extrem schwierig heraus, wieder aus der altbekannten Landschaft etwas herauszuquetschen.
Doch diese Hürde ist kein Fluch, sondern ein Segen. Denn wie könnte ein Fotograf künstlerisch wachsen, wenn seine Bilder nur von den fotografierten Motiven leben würden? Erst die Schwierigkeit aus etwas gewöhnlichem etwas besonderes zu machen, treibt uns dazu, immer wieder neues auszuprobieren und zu riskieren. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass egal was man fotografiert, es gibt immer Jemanden, der das vorher schonmal festgehalten hat. Ein erneuertes Fotografieren der gleichen Szene macht also aus künstlerischer Perspektive nur Sinn, wenn man es besser machen kann als der Vorgänger.
Wie gehe ich vor, wenn ich ein solch aussergewöhnliches Landschaftsfoto machen will?
1) Ich starte Google Earth, neige die Perspektive darin so, dass ich Hügel und Berge gut erkennen kann und stelle den Sonnenstand ein. So kann ich gut sehen um welche Uhrzeit welcher Ort wie beleuchtet sein wird. Auch die zahlreichen Schnappschüsse die oft verlinkt sind geben mir eine Idee, wie es in der Gegend aussieht. Dadurch kann ich mir schon vor meinem inneren Auge ein Motiv vorstellen.
2) Nun heisst es warten. Warten auf das optimale Wetter. Ich präferiere bei Tageslichtaufnahmen leicht bewölktes Wetter mit Cumuluswolken. Bei Nachtfotos am besten sternenklar . Das warten kann mitunter schonmal einige Tage dauern, so dass man sich das Ausflugsziel besser irgendwo aufschreibt.
3) Ist der Tag gekommen, starte ich genug früh von zu Hause los, damit ich vor Ort zuerst die guten Standorte ausmachen kann. Wenn dann das Licht optimal wird, muss ich möglichst rasch die verschiedenen Standpunkte abfotografieren können. In vielen Fällen ist bei Tageslichtaufnahmen so eine Stunde vor Sonnenuntergang das optimale Licht. Das heisst, die Schatten sind nicht zu stark und nicht zu weich. Geduld ist also eine sehr wichtige Fähigkeit für Landschaftsfotografen. Wenn ihr schon so viel Planungsaufwand betrieben habt, dann versaut euer Foto nicht, indem ihr aus Ungeduld zu früh abdruckt. Ich warte immer mal wieder eine Stunde und mehr an einem Ort, bis die Lichtstimmung so ist, wie ich sie mir vorgestellt habe.
4) Kommen wir nun zum fotografieren selber: Alles was irgendwie schön aussieht, ist auch schonmal fotografiert worden. Man muss sich bewusst machen, dass es bereits schon gute Fotos von diesem Ort gibt. Was fehlt, sind die aussergewöhnlichen Fotos. Ich bin immer sehr bemüht darum, meinen Fotos eine aussergewöhnliche Perspektive zu geben. Dazu nutze ich aber meistens nicht irgendwelche verrückten Brennweiten wie Ultraweitwinkel oder Supertele. Meine liebsten Brennweiten sind 24mm und 50mm (An Kleinbild-Sensor). Es kommt vielmehr auf den Vordergrund drauf an. Den Hintergrund kann man als Fotograf meistens nicht beeinflussen. Und trotzdem ist der Hintergrund in den meisten Fällen das Hauptmotiv. Sei es eine Berglandschaft, ein Seeufer, ein Baum oder ein Häuschen. Was man beeinflussen kann, ist der Vordergrund. Erst ein Vordergrund lässt ein Bild räumlich erscheinen. Erst ein passender Vordergrund führt den Betrachter ins Bild und zum Hauptmotiv. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass der Vordergrund nicht vom Hauptmotiv ablenkt. In fast allen Fällen hilft es, wenn man ihn unscharf macht. Ich gehe darum häufig so weit auf den Boden runter wie's nur irgendwie geht. Besonders eignet sich ein Blumenfeld als Vordergrund. Durch die farbigen, unscharfen Punkte die in Richtung Hauptmotiv immer kleiner und schärfer werden, kann sich der Betrachter sehr gut orientieren. Zusätzlich hilft der tiefe Aufnahmestandpunkt auch, ungewohnte Perspektiven zu ermöglichen.
Auch ein wichtiger Tipp ist der "Goldene Schnitt". Achtet darauf, dass wichtige Bildelemente wie der Horizont oder euer Hauptmotiv nicht in der Bildmitte liegen. Also je nach Motiv eher mehr Vordergrund und weniger Himmel - oder umgekehrt. Bewährt hat sie die 2/3tel und 1/3tel-Regel. Also z.B. 1/3 der Fläche mit Himmel und 2/3 mit Landschaft. Und der Leuchtturm gehört dann eher in die Nähe des linken oder rechten Bildrandes statt in die Mitte. Durch diese ungleichmässige Verteilung erzeugt man in dem Bild eine Spannung. Man muss nur mal einen Hollywood-Spielfilm anschauen und man wird schnell sehen, dass die Akteure praktisch nie in der Bildmitte stehen, sondern immer im "Goldenen Schnitt".
5) Die technische Umsetzung verlangt auch einiges an Fingerspitzengefühl. Ein Landschaftsfoto muss heutzutage in jeder Hinsicht brillieren. Das heisst:
a) Die Schärfe muss perfekt sitzen. Ich verwende tagsüber meistens die Autofokusmesspunkte und in der Nacht LiveView und manuellen Fokus. Vertraut nicht auf die "unendlich"-Markierung auf euren Objektiven und schon gar nicht einem Autofokus ohne Messfeldvorwahl.
b) Hohe Kontraste bewältigen. Insbesondere Landschaftsfotos sehen auf dem Foto nie so schön aus wie in Wirklichkeit. Das liegt daran, dass die Natur einen viel höheren Kontrastumfang bietet, als ein Foto normalerweise darstellen kann. Fotos direkt aus der Kamera wirken oft flach und leblos. Um trotzdem ansprechende Fotos hinzubekommen, muss man entweder einen Grauverlaufsfilter nutzen oder HDRs machen. Ersteres verwenden viele seriöse und professionellere Landschaftsfotografen. HDR hat es nach einem anfänglichen Boom ziemlich schwer und ist bei vielen Fotografen zu unrecht verpönt. Der Vorteil vom Grauverlaufsfilter ist meines erachtens, dass das resultierende Bild deutlich als Foto zu erkennen ist, dass er keine Computerkenntnisse benötigt und bei einer vielzahl von Motiven auch ohne Stativ zu sehr guten Ergebnissen führt. Ich gehöre zu den wenigen ambitionierten Landschaftsfotografen, die sich ausschliesslich auf HDR spezialisiert haben. Ich halte die HDR-Technik für flexibler und leistungsfähiger. Als Nachteil kann bei HDR angesehen werden, dass die Bilder noch näher an der Realität sind und oft nicht mehr nach Foto aussehen. Genau wie auch bei Computeranimationsfilmen stösst man mit HDRs bei einigen Betrachtern an eine Grenze, wo die Bilder zu realistisch wirken. Man kann es mit HDR natürlich auch total übertreiben und völlig totbearbeitete Bilder produzieren. Das dürfte der andere Grund sein, wieso HDR so einen schlechten Ruf hat. Als Landschaftsfotograf wird man früher oder später mind. eine der beiden Techniken nutzen müssen.
c) Blende: Häufig wird Anfängern geraten, mit Blende 8 zu fotografieren, weil da das Objektiv am schärfsten ist. Das mag zwar wohl stimmen, ist aber überhaupt kein Argument. Die eingestellte Blende hat nebst der Brennweite den grössten Einfluss auf die Bildwirkung. Auch bei Weitwinkelobjektiven kann man Vordergrundobjekte unscharf werden lassen, wenn man die Blende entsprechend öffnet. Ich nutze bei meinen Festbrennweiten sogar meistens die Offenblende (F1.4), weil ich den Vordergrund nicht scharf haben will. Natürlich sind die Bildecken dann nicht mehr 100%ig scharf. Aber oben ist sowieso meistens Himmel und unten der unscharfe Vordergrund. Also stört das überhaupt nicht. Wählt also eure Blenden sorgfältig aus und hört nicht auf solche pauschalen Vorschläge. Nutzt auch immer die Zeitautomatik und gebt die Blende vor.
Wer nur eine Cropkamera (APS-C) und lichtschwache Kit-Objektive zur Verfügung hat, sollte diesen Tipp besser ignorieren, da mit einer solchen Kombination in der Regel zu wenig Unschärfe (Freistellung) erzeugt werden kann, um einen nennenswerten Effekt zu erzeugen. Die Folge wäre ein nur leicht unscharfes Bild was beim Betrachter eher das Gefühl von "technisch misslungen" statt "künstlerisch umgesetzt" gibt.
d) Stativ. Man kann es nicht genug oft betonen: Nehmt euer Stativ immer mit. Egal wie schön das Wetter ist und wie lang die Wanderung. Ein Stativ hilft ungemein bei der Bildkomposition. Und gerade in den spannenden Stunden am Abend und in der Dämmerung ermöglicht euch ein Stativ immer noch die flexible Wahl der Blende und die nutzung der niedrigsten ISO-Einstellung. Bei HDRs kommt man um ein Stativ sowieso nicht herum.
e) Filter. Nutzt Pol- und Graufilter. Ersterer hilft, einen blauen Himmel zu realisieren oder auf Wasseroberflächen die Reflexionen zu entfernen. Auch bei Dunst kann ein Polfilter die Sicht verbessern. Ein Graufilter kann auch tagsüber lange Belichtungszeiten ermöglichen, wodurch bei Wasser, Wolken oder bei Wind sehr spezielle und künstlerische Effekte ermöglicht werden.
6) Bildbearbeitung. Unbearbeitete Landschaftsbilder sehen selten gut aus. Es gibt nur wenige Lichtsituationen die auch ein unbearbeitetes Bild zu einem Meisterwerk werden lassen. Und auch dann meistens nur mit Grauverlaufsfilter. Nehmt euch also die Zeit eure Bilder in Ruhe zu bearbeiten. Wählt pro Ausflug die besten zwei, drei Bilder aus und nutzt euer ganzes Können um das beste aus den Bildern herauszuholen. Entfernt störende Elemente wie Starkstromleitungen, vorbeilaufende Menschen, Flugzeuge, Insekten, Flares oder Sensordreck. Begradigt den Horizont und nutzt den Kontrastumfang eines JPEGs so gut wie möglich aus. Hat euer Bild zu wenig Kontrast, dann versucht mit der Gradiationskurve statt mit dem Kontrastregler die Kontrasterhöhung zu verwirklichen. Genauso wie die Models in den Hochglanzkatalogen aufgebrezelt werden, so holt aus dem Bildmaterial das bestmögliche heraus. Man sollte jedoch immer aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Betrachtet eure bearbeiteten Bilder nach einigen Tagen nochmals und entscheidet dann, ob es euch mit dieser Bearbeitung wirklich gefällt oder nicht. Mit der Zeit hat man das richtige Level heraus.
Anbei noch ein aktuelle Bild vom Voralpsee.
Re: TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
Die Erläuterungen von dmkdmkdmk finde ich schon einmal sehr vorbildlich. Ich stimme dem in fast allen Dingen zu, insbesondere darin das eine überlegte und geplante Bildgestaltung zu besseren Ergebnissen führt.
In Bezug auf HDRs habe ich allerdings eine andere Auffassung. Landschaften leben von Kontrasten, Schatten lassen Geländekonturen besonders gut zur Geltung kommen und geben dem Bild Tiefe. Genau diese Kontraste werden durch HDR Technik minimiert und lassen die meisten HDRs flach erscheinen. In einem RAW einer modernen DSLR liegt normalerweise genug Dynamik um fast alle Lichtverhältnisse zu meistern, dafür benötige ich keine HDR Technik. Im Extremfall, also einem zu hohen Kontrastumfang, würde ich persönlich einen Grauverlaufsfilter bevorzugen, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Gruß Roland
Re: TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
@Roland: Danke. Ob nun Grauverlaufsfilter oder HDR das bessere Tool ist, darüber zu diskutieren lohnt sich nicht. Ist ja auch gut, machen Landschaftsfotografen ihre Aufnahmen nicht immer auf die gleiche Art und Weise, sonst würden alle Bilder gleich aussehen. Ich für meinen Teil sehe die HDR-Technik als willkommene Abwechslung nach Jahrzehnten der Landschaftsfotos mit Grauverlaufsfilter. Auch wenn einige den HDR-Look als zu künstlich empfinden, so schätze ich die leichte "nicht von dieser Welt"-Stimmung, die sie teilweise vermitteln. Wichtig ist, dass man es mit den Reglern nicht übertreibt und am Schluss auch die Kontraste via Gradiationskurve wieder etwas anhebt. Schön zu sehen an meinem oben gezeigten Beispiel wo die Baumreihe rechts ganz bewusst in den Schatten versinkt.
Hätte man die gleiche Szene mit einem Grauverlaufsfilter umgesetzt, wäre vor allem die faszinierende Gebirgskette gegen den oberen Bildrand zu fast ganz im Schwarz abgesoffen. Das wäre in meinen Augen sehr unnatürlich gewesen, weil ich vor Ort nämlich alle Details deser Bergkette in ihrer ganzen Pracht gesehen habe. Und ohne Grauverlaufsfilter oder Belichtungsreihe hätte man sich hier entweder für einen ausgefressenen Himmel oder eine im schwarz abgesoffene Landschaft entscheiden müssen. Schatten im RAW aufhellen ist nicht nur eine starke Qualitätseinbusse, sondern sieht meistens auch eher bescheiden aus.
Re: TIPPS für DSLR-Fotografie (Digitale Spiegelreflexkamera-Fotografie)
@dmkdmkdmk
Es mag ja Leute geben die ansprechende HDRs machen, aber für Einsteiger in die Fotografie ist das meiner Meinung nach nicht geeignet. Ich weiß nicht ob du dieses Diagramm über die wichtigsten Phasen eines Fotografen kennst:
http://kwerfeldein.de/index.php/2010/01/29/die-wichtigsten-phasen-im-leben-eines-fotografen/
Ist ganz amüsant, finde es aber sehr passend. Man beachte das HDR hole ;-)
Zu deinem Beispielbild. Vielleicht hast du es schon länger nicht mehr probiert, aber ich bin mir sicher das hier die Dynamik einer modernen DSLR ohne Probleme ausreicht um ein Bild mit ähnlicher Qualität aus einem RAW zu entwickeln, auch ohne Grauverlaufsfilter.
Gruß Roland