Evo Morales Ayma, Präsident aus dem Volk der Aymara

Hallo allerseits:
Am 18.12.2005 geschah in Bolivien ein Wunder: Nach 180 Jahren Herrschaft der Weißen und Mestizen wurde zum 1. Mal ein Indigener mit 54 % zum Präsidenten gewählt und in diesem Jahr mit über 60 % bestätigt. Evo Morales Ayma wurde 1959 in einer Lehmhütte in Isallawi, einem winzigen Dorf auf dem Altiplano, geboren. Das Leben dort ist hart: Von den 7 Kindern der Familie Morales überlebten nur drei: Esther, Hugo und Evo. Mit vier hütete er mit Esther die Schafe, mit 12 begleitete er seinen Vater bei einer Salzkarawane (Salz vom Salar in die Täler, Tausch gegen Mais und Anderes).
67 % der Bolivianer sind Angehörige indigener (armer) Völker: 3,2 Mio Quechua, 2,5 Mio Aymara.
Den reichen Weissen im Tiefland um Santa Cruz gefällt diese Entwicklung überhaupt nicht: Sie wehren sich mit allen möglichen Mitteln (unterstützt von den US-amerikanischen Botschaft) gegen den Präsidenten, der nun den Reichtum des Landes auch den Armen zu Gute kommen lassen will.
Und wie stehen wir, die wir Bolivien kennen, dazu ?
Interessiert uns nur das Land und seine sympathischen Menschen oder auch die gesellschaftlichen Verhältnisse ?
Halten wir uns raus oder beziehen wir Stellung ?