Traumort des Tages Ein Landstrich, der von längst vergangen Zeiten erzählt

Ob als kleine Alltagsflucht für zwischendurch oder als Inspiration für die nächste Reise: In unserer Reihe "Traumort des Tages" zeigen wir Ihnen die schönsten Orte der Welt
Blue Mesa Petrified Forest National Park, USA

Der nördliche Teil des Parks ist von einem frabenreichen Brachland durchzogen. Jede Gesteinsschicht erzählt hier eine andere Geschichte

Petrified Forest Nationalpark, USA

Es sind die versteinerten Baumstumpfe- und Stämme, die den Park im Nordosten Arizonas durchsetzen, die dem Schutzgebiet seinen Namen geben und die meisten Besucher anziehen. Aber auch die kuriosen Gesteinsformationen, die je nach Tageszeit in verschiedenen Farben leuchten, machen diesen Landstrich an der Grenze zu New Mexiko zu einem besonderen Ort.

Wo liegt der Petrified Forest Nationalpark?

Der Nationalpark zählt zu den Ausläufern südlichen Colorado-Plateaus und liegt im Schatten der mächtigen Schutzgebiete rund um den Grand Canyon und dem Tonto National Forest im Nordosten Arizonas, nahe der Bundesstaatengrenze zu New Mexico.

Was macht Petrified Forest Nationalpark so besonders?

Farbigen Badlands durchziehen die sonst so karge Wüstenlandschaft. Durchsetzt werden sie immer wieder von verkieseltem Holz, daher der Name des Nationalparks, der übersetzt so viel bedeutet wie „Versteinerter Wald“. Und das ist nicht übertrieben, denn hier liegen ganze versteinerte Baumstämme In vielen Farben, von Schwarz bis zu leuchtendem Rot, mitten in der Landschaft. Die Geschichte dieser Bäume beginnt bereits vor 200 Millionen Jahren. Als sie auf den damals umliegenden Hochländern wuchsen und sich im heutigen Petrified Forest National Park ein ausgedehntes Sumpfgebiet befand. Über die Jahrhunderte brachten Stürme und Flüsse tote und umgestürzte Bäume in dieses Sumpfgebiet, wo sie im Schlamm, der reich an vulkanischer Asche war, begraben wurden. So waren sie luftdicht abgeschlossen und konnten daher nicht verfaulen. Im Laufe der Zeit drang silikathaltiges Wasser in die Stämme ein. Das Silikat ersetzte nach und nach das Holzgewebe, kristallisierte langsam zu Quarz, und so versteinerten die Baumriesen. Dieses Phänomen ist besonders im südlichen Teil des Parks zu beobachten. Weiter nördlich ändert sich das Landschaftsbild hin zu grau-bläulichen Badlands, die den Besuchern schnell vorkommen dürfte, wie die Kulisse eines fremden Planeten. Auf einem rund zwei Kilometer langen Trail lässt sich diese urzeitliche Landschaft erkunden.

Wann ist die beste Reisezeit für den Petrified Forest Nationalpark?

Der Nationalpark ist das gesamte Jahr über geöffnet und selten überfüllt, da die meisten Touristen sich rund um den Grand Canyon scharen. Empfohlen wird ein Besuch in den Herbstmonaten, wenn es tagsüber nicht zu heiß ist.

Cliffs of Moher, Irland
Reiseziele weltweit
Traumort des Tages
Ob als kleine Alltagsflucht für zwischendurch oder als Inspiration für die nächste Reise: In unserer Reihe "Traumort des Tages" zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze der Erde.
GEO Reise-Newsletter