Tierschutz in Asien

Seit 1998 setzt sich die Animals Asia Foundation (AAF) für die Tiere in Asien ein. Hervorgegangen ist sie aus einem Projekt zur Rettung der so genannten Galle-Bären

Die Animals Asia Foundation (AAF) wurde 1998 von der Engländerin Jill Robinson ins Leben gerufen und ist eine gemeinnützige Tierschutzorganisation mit Sitz in Hongkong. Ländervertretungen von AAF gibt es mittlerweile in Australien, China, Deutschland (seit Mai 2001), Großbritannien und den USA. Zusätzlich unterhält AAF Büros in Neuseeland und China.

Gemeinsam mit den lokalen Behörden in China leistet die AAF Grundlagenarbeit im Bereich des Tierschutzes und entwickelt Programme zum Schutz sowohl von Wild- und Haustieren als auch vom Aussterben bedrohter Tiere. Die AAF setzt sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihnen und die Beendigung der Grausamkeiten gegen sie ein.

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Projekte von AAF

Seit seiner Gründung führte die AAF zahlreiche Projekte durch, zum Beispiel "Friends ... or Food?", eine Kampagne zur Beendigung des Verzehrs von Haustieren wie Hunden oder Katzen. Mit dem "Project Asia" deckte das AAF besonders grausame Fälle von Ausbeutung und Tierquälerei auf. Und im Rahmen des Projekts "China Bear Rescue" befreit sie die so genannten Mondbären aus ihrer qualvollen Gefangenschaft in Bärenfarmen.

Das Projekt "China Bear Rescue" - Die Rettung der Mondbären

Der Besuch einer Bärenfarm 1993 und die Begegnung mit den in einem kellerartigen Raum unter unvorstellbaren Bedingungen untergebrachten Tieren war das Schlüsselerlebnis, das Jill Robinson dazu bewegte, sich mit aller Kraft für das Ende der Bärenfarmen einzusetzen. Das führte 1998 zur Gründung von AAF mit Sitz in Hongkong und einer Rettungsstation in Chengdu, im Süden Chinas, rund 2,5 Flugstunden von Hongkong entfernt.

Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden

AAF ist die einzige Tierschutzorganisation in China, die Bären rettet und gemeinsam mit den Behörden auf das Ende aller Bärenfarmen hinarbeitet. Im Juli 2000 erreichte Jill Robinson ein bis heute einmaliges Abkommen mit den chinesischen Regierungsstellen, der China Wildlife Conservation Association und der Forstverwaltung in Sichuan. Es wurde im Juni 2002, anlässlich der Teileröffnung des AAF-Aufklärungszentrums auf dem Gelände in Chengdu erneut offiziell bekräftigt und beinhaltet folgende Ziele:

Die kurzfristige Schließung der schlimmsten Farmen in der Provinz Sichuan und die Befreiung von zunächst 500 Bären. Mittelfristig soll das Programm auf ganz China ausgedehnt werden und die Zahl der Bärenfarmen kontinuierlich reduziert werden. Langfristig ist die Schließung aller Bärenfarmen in China und Übergabe der verbleibenden Tiere in die Obhut von AAF geplant.

Die AAF leistet Aufklärungsarbeit an Schulen und Universitäten und hat spezielle Programme und Materialen dafür entwickelt, die dort zum Einsatz kommen. Der Zulauf von Studenten bei den Kampagnen von AAF nimmt stetig zu. Auch Schulen initiieren Projekte, um die Arbeit von AAF zu unterstützen.

Auf dem AAF-Gelände in Chengdu wird ein Aufklärungszentrum errichtet, das der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt und bereits heute rege besucht wird. Feste Besuchertage wurden eingerichtet, um den Kontakt mit den Tieren in einer möglichst natürlichen Umgebung zu ermöglichen und eine neue Zugangsmöglichkeit im Umgang mit ihnen zu schaffen.

Ausgezeichneter Tierschutz

Für ihr Engagement wurde Jill Robinson bereits mehrfach ausgezeichnet:

  • Mit dem MBA, Member of British Empire, verliehen von Queen Elisabeth II.
  • Mit dem Genesis Award, der höchsten amerikanischen Tierschutzauszeichnung
  • Mit dem Preis der Hanns-Rönn-Stiftung, Menschen für Tiere, in Deutschland

Homepage: www.animalsasia.org

Spendenkonto: Animals Asia Foundation e.V., Deutsche Bank PGK AG, BLZ 500 700 24, Konto-Nr. 8004996 oder Bank Austria Creditanstalt AG, BLZ 12000, Konto-Nr. 52036217901

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