GEO.de-Safari: Wilde Tiere ganz nah

Beim GEO.de-Fotowettbewerb "Tiere" hatte Brigitte Hallhuber den ersten Platz belegt - und eine exklusive Fotoreise nach Namibia gewonnen. Begleitet wurde sie von GEO-Fotograf Thorsten Milse
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Staub und Hitze: die Wildnis
Eine unangenehme Begegnung

Staub und Hitze: die Wildnis

Afrikanische Wildnis pur, abseits der ausgetretenen Touristenpfade, Großwild in seiner natürlichen Umgebung, atemberaubende Sonnenuntergänge - allein das wären schon gute Rahmenbedingungen für ein unvergleichliches Urlaubserlebnis. Doch Brigitte Hallhuber aus München absolvierte gleichzeitig auch noch einen Fotografie-Crashkurs mit GEO-Tierfotograf Thorsten Milse. Eine Woche lang, in Namibia: ihr Preis für den ersten Platz im GEO.de-Fotowettbewerb "Tiere".

Staub und Hitze: die Wildnis

Von Palmwag aus reisen die beiden durch den Nordwesten Namibias zu den Trockenflüssen Hoanib und Horusib - im Jeep begleitet von einem erfahrenen Reiseleiter, Dieter Risser, Inhaber von Ondjamba Safaris. Hier wollen die drei vor allem Wüstenelefanten, -giraffen und -löwen auflauern. Doch vorher gilt es, die 80 Kilometer lange Fahrt durch trockene Flussbetten zu meistern. Heiße und staubige Stunden im schaukelnden Gefährt stehen den dreien bevor. Um das Gesteinspulver draußen zu halten, dichtet Thorsten Milse das Fahrzeug von innen mit Klebeband ab.

Der Lohn der Mühen: Schon bald zeigen sich die ersten Ureinwohner dieses Gebiets: eine Elefantendame mit ihren beiden Sprösslingen, Giraffen, Antilopen und Springböcke.

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Eine Herde von sechs Wüstenelefanten, zwei Mütter mit ihren Jungen, auf dem Weg zur Wasserstelle

Ein ausführliches Tagebuch und Fotos von der Reise in der GEO-Reisecommunity

Faszinierender Sternenhimmel

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Das abendliche Lagerfeuer - im kalten Wüstenwind ein Genuss

Beim Einbruch der Dämmerung ist das Lager schnell errichtet: die beiden Zelte und die Feldküche. Die erste Nacht verbringt Brigitte Hallhuber fasziniert von dem klaren Sternenhimmel - und erwacht am nächsten Morgen durchgefroren. Ein heißer Kaffee von Dieter Risser macht sie wieder munter. Die Unannehmlichkeiten des Zeltlebens nimmt Brigitte Hallhuber gern in Kauf - nicht nur wegen der Sternennächte. "Das ist ein großes Glück", sagt Brigitte Hallhuber, "freilebenden Tieren so nahe zu sein."

Eine unangenehme Begegnung

Ein großes Glück und ein Fest für die Fotografen: Oryxantilopen, die perfekt in die bizarre und trockene Landschaft passen, bilden ein ideales Motiv. Oder ein junger Elefant, der spielerisch einen (ungefährlichen) Scheinangriff auf den Jeep startet. Oder der Sonnenaufgang, der die Bergspitzen in leuchtende Rottöne taucht.

Eine unangenehme Begegnung

Dass die Nähe zu wilden Tieren nicht immer wünschenswert ist, spürt Brigitte Hallhuber am fünften Tag ihrer Reise, bei der Begegnung mit einem Elefantenbullen. Eigentlich wollte Thorsten Milse ihr nur einen Klippschliefer in einer Felsspalte zeigen. Doch plötzlich taucht 20 Meter hinter ihnen ein Elefantenbulle auf. Der belässt es zwar bei einem verärgerten Schnauben und Aufstellen der Ohren. Doch später im Auto zittern Brigitte Hallhuber die Knie.

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Fotografischer Exkurs auf der Düne: Wie setzt man ein Weitwinkelobjektiv ein?

Thorsten Milse: ein besonderer Foto-Lehrer

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Thorsten Milse demonstriert, wie man mit der Kamera umgeht

Beeindruckt ist sie auch von Thorsten Milses Gespür dafür, welchen Weg die Tiere nehmen werden, wo man ihnen am besten auflauert. Und wie man sie am besten in Szene setzt. "Thorsten Milse hat einfach ein Auge dafür, wann es passt, wann das Licht gut steht, wo man sich am besten hinstellt." Der GEO-Fotograf zeigt ihr, wie man ein Weitwinkelobjektiv einsetzt. Und wirft sich in den Staub, um ihr zu zeigen, wie man den eigenen Schatten im Bild vermeidet. Brigitte Hallhuber macht rund 1000 digitale Fotos - und schwärmt von Thorsten Milses "besonderen" Art, ihr etwas beizubringen. Doch auch das hat sie von ihm gelernt: Es gehört immer ein Quentchen Glück dazu: das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Am Tag der Abreise, dem Ende ihres "namibischen Traums", genießt sie das warme Wasser aus der Dusche und das weiche Bett im Hotel in Windhoek. Und läge doch lieber noch im Zelt. Unter dem namibischen Sternenhimmel. Beim Heulen der Schakale.

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