Haustiere Gehören Hund und Katze mit ins Bett?

Beim Einzug eines neues Haustiers stellen sich viele Haustierhalter die Frage: Darf mein Tier mit ins Bett? Nicht selten sorgt das Thema für Diskussionsstoff. Eine Studie amerikanischer Forscher gibt Antworten
Beagle im Bett

Hunde sind Rudeltiere und genießen die Nähe im Bett

Hund und Katze sind die besten Freunde des Menschen – tagsüber. Bei der Frage, ob die Haustiere auch nachts an die Seite gehören, darüber herrscht Uneinigkeit unter Tierhaltern.

Nähe ist bei Haustieren erwünscht!

Wenn es nach Hunden ginge, dann wären sie am liebsten 24 Stunden am Tag an Herrchens und Frauchens Seite. Privatsphäre auf der Toilette? Alleine auf der Courch sitzen oder sogar im Bett schlafen? Warum? Für Hunde ist das völlig unverständlich. Wir Menschen setzen da schon eher eine Grenze. Wo diese liegt, entscheidet jeder von uns jedoch anders.

Einige Katzen können sich im Laufe ihres Lebens zwar zu Einzelgängern entwickeln, doch auch sie suchen nachts nicht selten die Nähe zum Menschen. Obwohl fast alle Haustiere einen eigenen Schlafplatz im Hunde- oder Katzenkörbchen besitzen, scheinen sich die Tiere in der Nähe des Menschen wohler zu fühlen: Ein Drittel der deutschen Haustiere zieht das Bett dem eigenen Schlafplatz mehrmals pro Woche vor.

Haustiere im Schlafzimmer

Kein Wunder: Auch Tiere mögen Wärme, Liebe und Geborgenheit. Zwar sind Hund und Katze naturgemäß wilde Tiere, doch auch sie suchen sich ein gemütliches, warmes Fleckchen zum Schlafen - und Betten sind bekanntermaßen meist besonders weich und kuschelig.

Einer Umfrage der TNS Infratest zufolge erlaubt demnach jeder dritte Deutsche seinem Hund, nachts mit im Bett zu schlafen. Bei Katzen sind die Deutschen hingegen nicht so streng: Fast zwei Drittel der Katzen übernachten mit Herrchen und Frauchen regelmäßig im Bett.

Die amerikanische Studie

US-Amerikanische Forscher der Mayo-Schlafklinik in Scottsdale, Arizona haben in einer Studie herausgefunden, dass die meisten Menschen besser schlafen, wenn ihr Haustier neben ihnen die Nacht im Bett verbringt. Die Schlafforscher befragten dazu 150 Patienten der Klinik, von denen 74 Probanden angaben, ein Haustier zu besitzen.

Mehr als die Hälfte dieser Studienteilnehmer gab an, Hund oder Katze mit im Bett schlafen zu lassen und dass sie das gemeinsame Einschlafen mit ihrem Haustier als unproblematisch empfänden. Nur 20 Prozent der Haustierhalter beklagten sich, dass die Tiere sie durch Schnarchen, Umherlaufen oder Toilettengänge beim Schlafen störten.

Haustiere wirken auf uns beruhigend

Ganze 41 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass ihr Haustier im Bett förderlich für den eigenen Schlaf sei und ihnen das Einschlafen erleichtere. Fast jeder Patient erzählte, dass ein Haustier im Bett das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittle.

Nicht nur, aber besonders viele Singles berichteten im Rahmen der Studie ausgesprochen positiv über das Schlafen mit Haustieren im Bett. "Die Probanden sagten uns, dass ihr Haustier ihnen dabei helfen würde, sich zu entspannen", erläutert Lois Krahn, Autor der Studie. "Menschen, die alleine und ohne Partner schlafen, gaben an, mit einem Tier an der Seite wesentlich besser und tiefer schlafen zu können."

Die Patienten der amerikanischen Studie fühlten sich mit ihrem Tier im Bett wesentlich wohler und sicherer – ein Zustand, der den gesunden Schlaf maßgeblich unterstützt. Es sei nachvollziehbar, dass Hund und Katze gute Gefühle bei Herrchen oder Frauchen im Bett auslösten, so Krahn, schließlich möchte der Mensch viel Zeit mit seinem geliebten Haustier verbringen.

Haustiere im Bett halten gesund

Wenn keine allergischen oder asthmatischen Krankheiten bei Herrchen und Frauchen bestehen, können Haustiere im Bett durchaus förderlich für die Gesundheit sein. Durch ihre beruhigende Wirkung wird Stress reduziert, was ich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt. Auch die Abwehrkräfte werden durch den ständigen Kontakt mit Hund und Katze gestärkt.

Wer seinem Haustier das Schlafen mit im Bett gestatten will, sollte seinem Haustier jedoch regelmäßig eine Entwurmungs-Kur verpassen und darauf achten, dass das Tier frei von Zecken oder Flöhen ist. Denn die Parasiten sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen.

Zudem muss stärker auf die Hygiene im Schlafzimmer geachtet werden, wenn Hund und Katze hier nächtigen. Tiere verteilen recht viele Haare im Bett und bringen auch Dreck von draußen mit hinein. Die Bettwäsche beispielsweise sollte deshalb öfter gewechselt werden.

Vorsicht bei Kindern!

Im Bett von Kindern haben haben Haustiere jedoch nichts verloren. Besonders für Kleinkinder ist die Verletzungsgefahr viel zu groß. Auch im Kinderzimmer sollten sich Hund und Katze nur unter Aufsicht aufhalten.