Tierfotografie Das geheime Leben der Schleiereule

Die Wildnis nebenan: In einem Bauernhof um die Ecke fotografierte Karsten Mosebach anderthalb Jahre lang das Privatleben der Schleiereule
Schleiereule

Mit einem 500-Watt-Baustrahler erleuchtete Martin Mosebach die Wand des Bauernhofs. Und dank der langen Belichtungszeit von 1/6 Sekunde scheint die Schleiereule einen Schleier hinter sich herzuziehen

Manchmal muss man gar nicht weit reisen, um eine spannende Geschichte zu fotografieren.

Der Tierfotograf Karsten Mosebach etwa lief einfach zum Bauernhof nebenan - und fand auf dem Heuboden die Geschichte seines Lebens. Statt einfach nur ein paar gute Schleiereulen-Fotos zu machen, verliebte sich der Fotograf in den malerischen und abgelegenen Hof und fing an, "seine" Eulen in ihrem Lebensraum zu porträtieren.

Schleiereule

Mit einer Lichtschranke und zwei Blitzgeräten gelang Mosebach dieses symmetrische Foto von einer anfliegenden Eule

Im Verlauf von anderthalb Jahren kletterte Mosebach immer wieder auf den Dachboden, um zu fotografieren. Und erhielt so besondere Einblicke in das Privatleben der Tiere.

Für seine Foto-Geschichte wurde Karsten Mosebach nun mit dem renommierten Fritz-Pölking-Preis ausgezeichnet.

Mehr über den Fritz-Pölking-Preis: www.gdtfoto.de/seiten/fritz-poelking-preis-2017

Schleiereule

Der Heuboden ist für die Schleiereulen Rückzugsraum und Kinderstube zugleich

Audun Rikardsen
Audun Rikardsen
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