Seepferdchen im Müll Ein trauriges Sinnbild für den Zustand unserer Meere

Herzzerreißend! Vor der Küste Indonesiens klammert sich ein Seepferd an ein Wattestäbchen. Ein starkes Symbolfoto für die Vermüllung der Meere
Justin Hofman, Finalist Wildlife Photographer of the Year, Sewage surfer

Mindestens acht Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in den Ozeanen, haben Forscher der britischen Ellen MacArthur Foundation berechnet. Das ist, als würde jede Minute ein Müllwagen seinen Inhalt ins Meer kippen. 2030 werden es zwei Müllwagen pro Minute sein, 2050 vier.

Gemessen am Gewicht werden dann mehr Kunststoffteile als Fische im Wasser schwimmen. Gut 150 Millionen Tonnen Plastikmüll finden sich bereits heute im Meer, schätzen Forscher. Ein Sinnbild für diesen Zustand gelang dem amerikanischen Fotografen Justin Hofman in den Gewässern vor der indonesischen Insel Sumbawa.

 

Seepferdchen lassen sich in der Strömung mittreiben, indem sie sich an meist natürlichen Objekten festhalten. Dieses Schauspiel beobachtete Hofman, bis die Flut kam und mit ihr mehr und mehr unnatürliche Gegenstände - vor allem aus Plastik.

Das Seepferdchen ließ das Seegras los und und klammerte sich mit seinem Schwanz an ein Wattestäbchen.

Diesen symbolischen Moment hielt Hofman fest – und schaffte es damit unter die Finalisten des renommierten Fotopreises "Wildlife Photographer of the Year", der am 17. Oktober im Natural History Museum in London vergeben wird.

Auf seinem Instagram-Kanal kommentiert der Fotograf das Bild mit den Worten: "Ein Foto, von dem ich wünschte, es würde gar nicht existieren. Aber da es nun mal da ist, möchte ich, dass jeder es sieht."