Flut in Texas Ameisen halten zusammen - und retten sich vor tödlichen Fluten

Feuerameisen bilden lebende Flöße, um Hochwasser zu überleben. Gut für die Ameisen – gefährlich für die menschlichen Flutopfer in Texas

Die Wassermassen, die Hurrikan Harvey mit sich bringt, zerstören mit ihrer Wucht Menschenleben und Häuser. Doch in den überschwemmten Gebieten von Texas und Luisiana lauern noch andere Gefahren. Die Behörden warnen jetzt nicht nur vor überschwemmten Stromleitungen und Trümmerteilen, die im trüben Wasser durch die Straßen treiben. Sondern auch vor Feuerameisen. Oder genauer: Flöße von Feuerameisen.

Die Insekten sind aus Südamerika in den Süden der USA eingewandert. Und sie haben eine faszinierende Strategie, Überschwemmungen zu überleben: Sie klammern sich eng aneinander und bilden einen lebenden Teppich mit luftgefüllten Zwischenräumen, der genug Auftrieb besitzt, um Larven und die Königin trockenen Fußes zum nächsten Stück festen Boden zu tragen. Solche Flöße können aus über 100.000 Individuen bestehen – die dank dieses Zusammenhalts wochenlang überleben können.

Auf Menschen haben die tierischen Flutopfer es nicht abgesehen. Dennoch können die Ameisen, wenn sie sich bedroht fühlen, schmerzhaft beißen. Und wer versehentlich in ein Ameisenfloß greift oder fällt, könnte ein ernsthaftes Problem bekommen ...

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