Hornissenstiche sind gefährlich

Wohl jeder kennt die Schauergeschichte „Ein Hornissenstich kann ein Kind töten, drei Stiche einen Erwachsenen und sieben ein Pferd.“ Klingt spektakulär, hat mit der Wirklichkeit aber nichts zu tun. Die Hornissen wurden zu Unrecht in Verruf gebracht. Denn ihr Gift ist sogar schwächer als das von Bienen oder Wespen. Wenn die Hornissen nur nicht so groß und laut wären und dadurch so brutal wirken! Aber dafür können sie nichts. Hornissenstiche sind auch nur wegen des größeren Stachels im Vergleich zu Bienenstichen so schmerzhaft, nicht wegen einer vermeintlichen Riesenladung Gift. Davon setzen Hornissen sogar weniger ein als Bienen.
Ein gesunder, nicht allergisch reagierender Mensch müsste mehr als tausend Mal gleichzeitig gestochen werden, um am Hornissengift zu sterben.
Wer Hornissen im Garten hat, muss sich übrigens nicht mehr über Fliegen, fette Brummer oder Wespen ärgern. Die stehen auf dem Speiseplan der Hornissen.

Licht zieht Mücken an

Licht aus und schon finden Mücken nicht mehr ins Schlafzimmer? So leicht ist es leider nicht, denn Mücken sehen nicht besonders gut und orientieren sich überwiegend an Gerüchen. Schweiß und Parfüm sind interessant, ein echter Mückenmagnet ist dagegen Kohlendioxid, das von Warmblütern ausgeatmet wird.
Ihre Blutmahlzeiten finden Mücken, indem sie mit feinen Sinnesorganen den Kohlendioxidgehalt der Luft prüfen und der höchsten Konzentration folgen. Das führt Mücken auch im Stockdunklen zu schlafenden Menschen oder Tieren und sie schwirren einem bevorzugt um den Kopf herum.
Abends sollten Sie bei geöffnetem Fenster aber dennoch das Licht ausschalten, denn Motten und viele andere Nachtinsekten werden sehr wohl vom Licht angezogen.

Zecken sind nur im Sommer aktiv

Zugegeben, von Mai bis Oktober sind Zecken besonders aktiv. Die Tiere werden aber bereits aktiv, wenn die Temperaturen ein paar Tage lang über 7 °C liegen. Daher kann die Zeckensaison je nach Witterung von Februar bis Dezember dauern. In dieser Zeit ist auch mit Stichen zu rechnen. Die Gefahr ist im Winter allerdings deutlich geringer als im Sommer, da natürlich niemand in kurzen Sachen im Grünen herumläuft. Übrigens: Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen, sondern einfach im Vorübergehen abstreifen. Die Blutsauger lauern auf Grashalmen, an Buschzweigen oder im Unterholz auf Warmblüter wie Menschen und Tiere und sind dabei nie mehr als einen Meter vom Boden entfernt. Registrieren sie mit ihren empfindlichen Sinnesorganen einen sich nähernden Warmblüter, strecken sie zwei sehr effektive Fangarme aus halten sich damit fest.

 

Wespen sind aggressiv

Stimmt nicht, auch wenn einem die Tiere lästig werden können. Aber keine Wespe ist von Hause aus aggressiv und will auf Teufel komm raus um sich stechen, wenn sie am Kaffeetisch auftauchen. Die Tiere wollen lediglich etwas Nahrung ergattern. Wenn Sie sich jedoch bedroht fühlen, etwa durch Herumfuchteln oder hektisches Anpusten der Tiere, bekommen Wespen Angst und schalten in den Alarm- oder sogar Angriffsmodus. Also Ruhe bewahren!
Um Wespen zu vertreiben, legen Sie zwei halbe, mit Nelken gespickte Zitronen auf den Tisch. Wespen verabscheuen den Geruch und treten höchstens vereinzelt auf.

Mücken ernähren sich von Blut

Bssssssssssss – schon dieses fiese, hochfrequente Sirren verheißt nichts Gutes. Und jeder weis doch, dass Mücken fliegende Minivampire sind, die sich von Blut ernähren. Das stimmt aber nicht so ganz, denn nur weibliche Mücken stechen, die das Blut ihrer Opfer für die Produktion ihrer Eier brauchen. Denn die Tiere können dafür bestimmte Proteine nicht selbst produzieren und müssen daher das Blut von Fremdlieferanten anzapfen.
Ihren täglichen Energiebedarf decken die meisten Mücken durch zuckerhaltige Pflanzensäfte und Nektar.