Afrikanischer Elefant: 60 bis 70 Jahre

Die grauen Dickhäuter sind nicht nur die Landsäugetiere mit der höchsten Lebenserwartung, sie sind auch die größten. Die etwas kleineren Verwandten in Asien bringen es "nur" auf 50 bis 60 Jahre.

Kakapo: 80 bis 90 Jahre

Papageien und Greifvögel sind die Vogelarten mit der höchsten Lebenserwartung. Dazu zählt auch der in Neuseeland beheimatete Kakapo, der einzige flugunfähige Papagei. Die Tiere sind extrem vom Aussterben bedroht. 1994 zählte man nur noch 47 Kakapos, der Bestand erholt sich nur langsam.

Grönlandhai: 400 Jahre

Von allen Wirbeltieren unter Wasser wird der Grönlandhai am ältesten. Bei rund 400 Jahren Lebenserwartung kann man sich auch mit der Geschlechtsreife Zeit lassen, diese erreichen beispielsweise die Weibchen erst im zarten Alter von 150 Jahren.

Brückenechse (Tuatara): über 100 Jahre

Die Brückenechse ist der letzte Vertreter der Schnabelkopf-Reptilien. Die Art gibt es schon seit 225 Millionen Jahren, nun droht jedoch ihr Aussterben. Vielleicht verdanken sie ihr langes Leben ihrer Sesshaftigkeit: Die meiste Zeit verbringen sie in nächster Nähe zu ihren Wohnhöhlen. Im Winter kommen sie bis zu sechs Monaten ohne Nahrung aus und reduzieren ihre Atemfrequenz auf einen Zug pro Stunde.

Riesenschwamm (Anoxycalyx joubini): 10.000 Jahre

Richtig gelesen: Der Riesenschwamm ist nicht nur ein tierischer Organismus, er kann auch ein Alter von 10.000 Jahren erreichen. Allerdings: so lange Lebensspannen lassen sich nur schwer belegen. Und: Was nutzt ein so langes Leben, wenn man es auf dem Grund des arktischen Ozeans verbringen muss?

Rote Waldameise (Königin): 10 bis 25 Jahre

Lang lebe die Königin! Und zwar bis zu einem Vierteljahrhundert. Geschützt und versorgt von ihrem Volk, kann die Stammhalterin der Roten Waldameisen durchaus dieses Alter erreichen. Ihr Job: Ihr Leben lang bis zu 50 Eier am Tag legen.

Aldabra-Riesenschildkröte: 80 bis 120 Jahre

Unvergleichlich alt: "Adwaita" (Sanskrit für "der Unvergleichliche") wurde 256 Jahre alt. Die Riesenschildkröte lebte im Zoo von Kalkutta, 2006 führte ein Riss in ihrem Panzer zum Tod. Landschildkröten zählen zu den Reptilien, ihre amphibischen Artgenossen werden längst nicht so alt.

Bärtierchen: ewig (theoretisch)

Bärtierchen borgen den Tod nur: Der Organismus der winzigen Moosbewohner kann komplett austrocknen und durch die Zugabe von Wasser wieder erweckt werden. Und das jederzeit, 30 Jahre gelten bislang als sicher, theoretisch geht das ewig. Ob sie im trockenen Zustand tot oder lebendig sind, ist nicht klar. Zeit ist für diese Vertreter der Häutungstiere jedenfalls relativ.

Grönlandwal: 200 Jahren

Von allen Säugetieren wird der Grönlandwal am ältesten. Außerdem erkranken die sanften Riesen nicht an Krebs, da spezielle Gene Erbgutschäden reparieren. Das macht sie besonders für die Krebsforschung interessant.